mikrocontroller.net

Forum: Platinen Bestückungsplan für Platine auf die Platine bringen


Autor: Andreas Niedermeier (Gast)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,
wie bringt denn ihr den Bestückungsplan auf die Platinenvorderseite?
Gibts da auch eine Art (weisse) Folie die man belichten kann?
Vielen Dank für Hilfe
Gruß Andreas

Autor: Old Papa (old-papa)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Würde mich auch interessieren ob es mit Amateurmitteln Lösungsansätze
gibt.
Für Selberätzer fällt mir bei einseitigen Platinen nur ein auf der 2
Seite die Bestückung einfach positiv in Kupfer zu ätzen (habe ich schon
gemacht)
Guido

Autor: _CH_ (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

schaut euch mal das an...

http://www.mikrocontroller.net/forum/read-6-261025.html#new

Bestückungsdruck geht genauso :)

Gruß,
Christian

Autor: Old Papa (old-papa)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tonertransfer, klar, kenne ich. Aber das ist wirklich nur zur Bestückung
geeignet und mann muss schon vorsichtig sein, der Toner ist fix mal
weggekratzt.
Und da wir schon beim Thema sind, wer macht für Einzelstücke (ca.
300x400mm) PREISWERT Siebdrucke?
Ich habe hier noch ein uraltes Röhrenmessgerät bei dem die Beschriftung
direkt auf die Frontplatte gedruckt war. Ist jetzt aber doch teilweise
vom Rost weggefressen.

Guido

Autor: _CH_ (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,
also ich bin auch Anfänger in Sachen Tonertransfer und habe erst eine
Leiterplatte damit gemacht, aber der Bestückungsdruck lässt sich mit
dem Fingernagel nur schwer abkratzen, da muss man schon ganz ordentlich
andrücken.

Gruß,
Christian

Autor: dkm (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Schau mal hier:

http://www.loetstelle.net/praxis/bestueckungsdruck...


das klappt ganz gut!

dkm

Autor: Old Papa (old-papa)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@dkm
das scheint genau das zu sein, was ich suche. Nur bei Bungard finde ich
das Zeugs nicht. Werde mal ne Mail schreiben.
Guido

Autor: Michael S. (micha)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
@ Guido

Die Bestückungsdruckfolie von Bungard wird dort evtl unter dem namen
"Tenting-Resist" oder "Negativ Laminat" geführt. Die genaue
Handelsbezeichnung ist "Dynamask".
Eine lange Diskussion dazu gibts auch hier:

http://www.progforum.com/showthread.php?t=4813&hig...

Das Zeug ist wirklich sehr einfach zu verarbeiten, ähnlich dem
Lötstoplaminat. Nur die Belichtungszeiten variieren leicht, und die
Vorlage muß negativ ausgedruckt werden. Die Schrift und Symbole für den
Druck lieber etwas größer wählen, ist sicherer ;-)

Ach ja, das einzigste Problem könnte die mindestbestellmenge bei
Bungard sein. Auch wenn das Zeug sehr günstig ist, ist ne ganze rolle
von der Menge wohl zu viel (begrenzt Lagerfähig).
Bei
http://www.octamex.de/shop/?page=shop/browse&categ...
gibts das Zeug aber auch in kleinmengen.

Gruß
Micha

Autor: Michael S. (micha)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Kleiner Nachtrag, da mir oben ein Fehler unterlaufen ist.
"Dynamask" ist Lötstoplaminat.
"Laminar LP" ist der Handelsname für das Negativlaminat
(Bestückungsdruck)

Autor: Andreas Niedermeier (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo, vielen Dank für die vielen und guten Postings! Jetzt weiß ich
schon mehr und werde das mal mit dem Bungard Produkt versuchen. Schade
eigentlich dass das nicht weiß ist, aber für den informativen Zweck
tuts das dunkelblaue auch.
Gruß Andreas Niedermeier

Autor: Stefan (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo!

Nach dem Ätzen die Vorderseite mit Positiv20 (Fotolack von Kontakt
Chemie) besprühen und den Bestückungsaufdruck draufbelichten,
entwickeln fertig.
Ist zwar etwas dunkel aber es geht.

Autor: TomA. (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Leute,

ich habe schpon ein paar Versuche zum Bestückungsaufdruck mit 
Tonertransfer gemacht. Das Verfahren hat viel Potential. Vielleicht 
gelingt es uns gemeinsam das Verfahren so weit anzupassen, gute 
Ergebnisse zu erzielen.

Ich habe mal ein Bild eines Versuchs eingestellt.

Gruß. Tom

Autor: Rudi P. (Firma: keine) (rudippunkt)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hm, schwarz...
Mit einem Farblaserdrucker müsste es doch eigentlich auf farbig 
gehen,oder?

Muss man eigentlich das Tentin nehmen?Habe ich das richtig verstanden, 
das Du den Bestückungsdruck per Tonertransfer direkt auf die Platine 
bringst, um dann später eine Beschichtung/Lötstop aufzutragen?


Gruß
Rudi

Autor: TomA. (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Ich habe das Tenting mal ausprobiert, hat mich aber nicht wirklich 
überzeugt. Wenn man sich mehr damit beschäftigt, kriegt man das sicher 
auch schön hin. Aber meine bevorzugte Methode ist nun mal der 
Tonertransfer.

Habe hier mal ein Bild mit einer interessanten Lösung. Es handelt sich 
um eine Frontplatte, welche die Bestückungsseite einer Platine ist. Die 
Anzeige- und Bedienelemente sind auf der Frontplatte, die Bauteile 
befinden sich als SMD auf der Lötseite. Habe die Platine zuerst weiß 
lackiert und danach, den Aufdruck aufgebracht. Wichtig ist dabei, den 
Lack gut trocknen zu lassen.

Gruß. Tom

Autor: Rudi P. (Firma: keine) (rudippunkt)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Und dann Klarlack drauf?

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> Habe hier mal ein Bild mit einer interessanten Lösung.

Sieht gut aus!


Bei Epoxyd haftet der Toner ja bekanntermaßen wie sonstewas, hat das 
aber auch beim Hartpapier geklappt?

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rudi: Ja unbedingt Klarlack drauf, der verdichtet den Toner und macht 
ihn schön schwarz.

0815: Mit Epoxyd habe ich wenig Erfahrung, habe eine Epoxydallergie. Zum 
Bestückungsaufdruck könnte ich aber Versuche machen, da muß ich 
schließlich nichts bohren.
Bei Hartpapier ist es nicht so einfach, das Zeug weigert sich zunächst 
den Toner anzunehmen. Mit einem Bügelteststreifen bekommt man aber 
schnell das Temperatur/Zeit-Verhältnis für die beteiligten Materialien 
ung Geräte heraus.

Bei mir ist das 90 Sekunden auf Einstellung "Cotton" am Bügeleisen :P

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> Bei Hartpapier ist es nicht so einfach, das Zeug weigert sich zunächst
> den Toner anzunehmen.

Hatte ich fast schon vermutet. Hartpapier sieht manchmal regelrecht 
"fettig" aus...

Beim Epoxy brauchst Du es praktisch nicht testen, da kann es wirklich 
jeder. Haftet bei so ziemlich jeder Temperatur wie Pech und Schwefel, 
bekommt man auch so gut wie nie wieder ab!
Irgendwo online hatte ich sogar mal einen gesehen, der UNFIXIERTEN Toner 
sogar auf Kunststoffe transferiert hatte. Der hat den Drucker vorm 
Fixieren geöffnet, und das Blatt (oder die Folie) gegen ein 
Kunststoffgehäuse (glaube) gebügelt. Der Vorteil hier war, daß der Toner 
selbst nicht am Papier haftete, und er nur den Kunststoff schmelzen 
musste...

Autor: Helge A. (besupreme)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Platine mit 600er Sandpapier anrauhen.

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mit unfixiertem Toner? Da braucht man aber ruhige Hände, bei der 
geringsten Berührung verwischt der doch? Man sollte aber eine Methode 
nicht ablehenen, solange man sie nicht ausprobiert hat. Wenn ich meinen 
Drucker in Rente schicke, kann ich mal daran herumbasteln. Interessant 
klingt es auf jeden Fall.

Wann mache die Druckerhersteller endlich Flachbettgeräte mit bis zu 5mm 
Medium, abschaltbarem Fixierer, und schwarz/weiß Toner Umschaltung :D

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aufrauhen ist eine Möglichkeit die Haftung zu verbessern. Man muß aber 
aufpassen die Oberfläche nicht zu sehr zu verkratzen. Kleine Kratzer 
gleicht der Lack wieder aus, größere bleiben sichtbar.

Ich nehme zum Aufrauhen Stahlwolle Typ 00, das funktioniert ganz gut. 
Wenn dann noch die Transfertemperatur und Zeit stimmt, steht einem guten 
Ergebnis nicht viel im Weg.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> Mit unfixiertem Toner?

Das hatte der wirklich drauf gehabt. Die Seite ist bestimmt noch 
irgendwo online, aber wo...ist Jahre her.
Wenn ich mich richtig erinnere, hatte der den Fuser nicht abgeschaltet, 
sondern mit irgend nem Sensor festgestellt, wo sich das Papier gerade im 
Drucker befand. Dann schnell den Deckel geöffnet...
Der Vorteil war halt, daß er gar nicht erst die Schmelztemperatur des 
Toners brauchte, und daher den Ausdruck auch auf ein Stück Butter hätte 
klatschen können...;-)

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also irgendwie klingt das alles nach sehr viel Aufwand, da müssen die 
Ergebnisse aber schon hervorragend sein.

Mein Drucker hat mal gesponnen, da kam eine unfixierte Seite raus. Ist 
vielleicht gar nicht so kompliziert den Fixierer lahmzulegen. Dazu kenne 
ich mich aber leider zu wenig mit den Druckern aus.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> Mein Drucker hat mal gesponnen, da kam eine unfixierte Seite raus. Ist
> vielleicht gar nicht so kompliziert den Fixierer lahmzulegen.

Bei meinem großen Drucker kann man von Haus aus die Rollen des Fusers 
öffnen (per einrastendem Hebel), dann würden alle Seiten unfixiert 
rauskommen...;-)

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mein Drucker (Kyocera/Mita FS1010) gibt das Papier mit dem Druckbild 
nach unten aus. Bevor es wirklich rauskommt laüft es noch an Bürsten 
vorbei, da bleibt vom Toner nicht viel, müßte das Papier vor der Ausgabe 
abfangen.

Den Neuen habe ich eben gekauft, einen HP Laserjet P2015D, der kann 
angeblich 1200x1200dpi. Mal sehen was er wirklich leistet.

Autor: TomA. (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Leute,

ich habe jetzt mal eine lackierte Hartpapierplatine mit einem 
Testtransfer gemacht. Eigentlich war es noch zufrüh für den Lack, der 
ist erst ca. 20 Stunden auf der Platine und damit noch nicht 
durchgetrocknet. Am oberen Platinenrand sieht man, daß er sich abgellst 
hat.

Am Teststreifen ist zu sehen, daß bis 30 Sekunden zu kurz ist (rechts), 
da löst sich der Toner vom Lack. Ab 80 Sekunden ist deutlich zuviel, da 
bleibt das Transferpapier am Toner haften. Im Bereich 40-50 Sekunden ist 
das Bild am besten, das wäre die richtige Einstellung für den Transfer.

Das Bügeleisen war genau zwischen Wolle und Baumwolle eingestellt :)

Im ersten Bild ist das Transferpapier zu sehen, ich verwende die 
Rückseite von Geschenkpapier. (Kein Witz)

Wichtig ist das Motiv des Papier, am besten geht es mit Nikoläusen und, 
wie bei mir, Osterhasen - denn die geben gerne und so geben lassen sie 
auch den Toner wieder los. Ganz schlecht als Motiv sind Klebstoffe, 
Gerichtsvollzieher und Frauen, denn sie halten fest und lassen den Toner 
nicht los. (Witz)

Gruß. Tom

Autor: TomA. (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Habe jetzt mit den ermittelten Werten eine echte Platine "bedruckt". 
Lackiert hatte ich sie zur gleichen Zeit wie die Testplatine, also 
eigentlich noch nicht wirklich trocken.

Das Bügeleisen auf Wolle/Baumwolle und 50 Sekunden gebügelt. Im Bild ist 
zu erkennen, der Toner hätte gerne noch ein paar Sekunden gehabt, dem 
Lack waren es bereits ein paar Sekunden zu viel!

Dem Lack besser trocknen und dann etwas länger bügeln wird das Bild 
sicher verbessern.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tom, der Lack ist eindeutig nicht so ideal! Versuche unbedingt mal 
anderen. Habe das zwar wie gesagt noch nicht bei Platinen durch, aber es 
wurde genauso sauber wie wir es von Platinen her kennen. Beim Lack kann 
man sich auch leicht vorstellen, daß es riesige Unterschiede gibt, was 
die Temperaturfestigkeit angeht. Evtl. Heizkörperlack nehmen?

Übrigens siehst Du hier ganz gut, daß die Temperatureinstellung bzw. 
Bügeldauer recht unkritisch ist, weil es eher der Lack ist, der 
schmilzt, und den Toner - ob flüssig oder nicht - einfach aufnimmt. So 
ähnlich ist das bei Epoxy, das wird ab vielleicht 120° schon weich, und 
nimmt den Toner für immer in sich auf. Ähnlich ist es auch beim 
beschriebenen Verfahren mit dem unfixierten Toner, das erweitert den 
Transferbereich halt auf alle Materialien, die die richtige 
Toner-Schmelztemperatur nicht überleben würden.

Vielleicht probiere ich auch noch mal was in der Richtung, mache nur 
normalerweise gar keine Bestückungsdrucke (zu faul).

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Täuscht es, oder bekommt der weiße Lack beim Transfer Spuren vom 
Gechenkpapier ab?

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nein, das sieht vielleicht so aus. Ich habe den Lack nur dünn 
aufgetragen, damit er schnell trocknet. Da scheint teilweise noch die 
Platine durch. An anderen Stellen ging der Lack beim bügeln etwas ab.

Wenn man den Lack dicker aufträgt und ausreichend trocknen läßt ist das 
kein Problem.

Ich mache Bestückungsdrucke weil ich faul bin und beim Bestücken nicht 
immer in Plänen nachsehen will. Da ich viel einseitig mache ist der 
Aufdruck auch bei den vielen Brücken hilfreich. :)

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> Da scheint teilweise noch die
> Platine durch.

Ach ja, da ist ja diese dunkle Hartpapier-Platine drunter, richtig? War 
jetzt von hellem Epoxy ausgegangen...dann möchte ich nichts gesagt 
haben.
Das ist ja doppelt schwierig, einerseits von der Lackhaftung her, und 
andererseits, weil jede kleine Beschädigung des Lacks gleich dunkel 
wird.

Sprühst Du den Lack auf oder pinselst Du?


Soll ich sowas mal mit der Transferpresse probieren? Nur wenn es Dir 
Erkenntnisse brächte, ansonsten wäre ich zu faul, weil brauche es halt 
nicht...wäre dann auch nur z.B. das bekannte Test-Layout auf weißem 
Lack. Wahlweise auf Epoxy oder (recht hellem) Hartpapier. Habe nämlich 
gar keine Bestückungsdrucke, zeichne seit Jahrzehnten meine Platinen mit 
Sprint, und allenfalls noch mit reinen Zahlenwerten für die Bauteile...

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo 0815,

die Idee mit dem Heizkörperlack finde ich gut, der steht schon auf der 
Liste für den nächsten Baumarktbesuch und ein Poliblock und feine Pinsel 
und....

Ich denke die Sache ist so wie du gesagt hast, der Lack ist dabei eine 
entscheidende Komponente. Ich könnte mir vorstellen, daß ein Laminator 
hier Vorteile hat. Ein Versuch in der Transferpresse wäre sicher 
interessant, weil die vermutlich das Optimum bringt und damit die 
Grenzen aufzeigt.

Ich habe vor vielen Jahren mal mit Sprint gearbeitet, bin dann aber zu 
Eagle umgestiegen. Jetzt steige ich grad wieder um auf DesignSpark, das 
gibt es als Vollversion kostenlos zum runterladen. Man muß sich nur 
registrieren, sonst kann man seine Kunstwerke nicht speichern. Ich habe 
noch Probleme mit dem Umstieg, weil die Grundstruktur ganz anders ist 
als in Eagle. Soviel habe ich aber schon gesehen, es ist ein 
vollwertiges Layoutprogramm. Die Handhabung der Bauteilbibliotheken 
gefällt mir besser, dafur war es Eagle einfacher mit dem drucken.

Ich dachte eigentlich hier könnte man in einer Gruppe Erfahrungen und 
Ideen austauschen, aber wie es aussieht wird es wieder ein Dialog 
zwischen uns zwei. Nicht dass ich das nicht schätzen würde, aber mehr 
Leute wären mehr Meinungen und Ideen :(

Ich bin immer noch gespannt wann wir im anderen Thread mal eine 
belichtete Platine zu sehen bekommen?

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Entschuldige, habe ich ganz vergessen: ich sprühe den Lack. Ist auch 
schon etwas älter, ich glaube der stand schon so zwei Jahre in der 
Werkstatt.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> Ich bin immer noch gespannt wann wir im anderen Thread mal eine
> belichtete Platine zu sehen bekommen?

Also als früherer Belichter denke ich nach wie vor, daß diese Technik 
mit unserem Transfer zumindest auch Schritt halten kann. Aber dazu muss 
man dann halt auch schon alle Register ziehen: frische Platinen und 
Chemikalien, Vakuumbelichter, am besten mit Punktlichtquelle, vermutlich 
auch Filme bestellen usw. Evtl. hat niemand zu all dem die Möglichkeit, 
und lässt es daher besser gleich sein. Denn die Latte hängt in dem 
Thread jetzt schon unerwartet hoch. Würde mich aber nicht wundern, wenn 
da plötzlich doch noch ne Super-Platine einflattert, quasi so ganz 
nebenbei...;-) Die Filme gibt es immerhin (mindestens) bis zu 2400dpi, 
und diese Auflösung noch dazu gestochen scharf! Wenn das einer zu 
Platine bringt, schreibt der in unsere 1mil-Bahnen glatt noch seine 
Initialien rein! ;-)
Mittlerweile sind wir ja schon 4 Transferierer, du liebe Güte! Und nach 
dem was ich sonst so hier zum Transfer sehe, bin ich total überrascht 
von den Qualitäten.
Ist Dir übrigens schon aufgefallen: mit dem Bügeleisen bist Du doch nach 
wie vor allein ;-) Und bei dem momentanen Standard wird das wohl auch so 
bleiben...das schafft man normalerweise echt erst mit nem Laminator.
Mal sehen ob da noch was kommt.
Habe jetzt gelesen, daß Du nen HP geordert hast. Dann kann ich Deinen 
Testausdruck ja vielleicht noch zur Sicherheit abwarten? Wollte nicht 
den 4. Laser anschaffen, und der ist am Ende doch nicht besser als die 
anderen...;-)

Werde gleich mal zwei, drei Platinen weiß lackieren. Habe meinen Lack 
auch gefunden, war doch nur Acryllack, kein Heizkörperlack. Aber nicht 
als Spray, das ist oft nämlich die absolut unterste Qualität. Pinsele 
den also nur auf.
Habe aber auch noch ein weißes Lackspray, mal sehen ob das bei Platinen 
evtl. besser/schlechter ist.
Wird dann aber frühestens morgen was.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> feine Pinsel

Mit "sehr sehr feinem Pinsel" meine ich übrigens nichts aus dem 
Baumarkt, sondern sowas hier:

http://www.usdentaldepot.com/Dental-supplies/Takan...

Schau Dir da mal die Spitzen an ;-) Damit kann man genauer zeichnen als 
mit nem Stift. Bei wirklich feinen Strukturen musst Du Dir aber einen 
langsam abbindenden Lack suchen, sonst ist der Pinsel trocken, bis Du 
mit dem an der Platine bist. Der Edding-Lack geht da schon mal nicht, 
der ist bei der Größe in ca. 1 Sekunde angetrocknet. Nehme den nur 
selten mal bei ner Retuschierung von "normalen" Platinen.

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Über die Qualität des Tonertransfers auf der Kupferseite gibt es keinen 
Zweifel, da erreichen alle hier mehr als die Praxis erfordert. In meiner 
normalen Arbeit ist eine 10mil Bahn schon sehr dünn.

Womit ich nicht zufrieden bin, ist die Qualität des Bestückungsaufdruck 
und der Frontplatte. Die Lötseite einer Platine sieht man in einem Gerät 
normalerweise nicht, die Bestückungsseite eher selten, die Frontplatte 
aber ständig.

Ich mache mir keine Sorgen das nicht in den Griff zu kriegen, es ist 
einfach eine Frage die richtigen Materialien und Verfahren zu finden. Am 
Tonertransfer gibt es nicht mehr viel zu verbessern. Also muß die 
Aufmerksamkeit dem Träger gelten, auf welchen transferiert wird. Ich bin 
sicher, mit dem richtigen Lack sind wir ein gutes Stück weiter.

Ich komme auch vom belichten zum Transfer, hatte auch Zugriff zu einem 
professionellen Belichter für Filme. Die damit produzierte Qualität 
kriegen wir mit den Laserdruckern nicht hin. Aber das ist auch gar nicht 
mein Anspruch. Ich möchte funktionierende Platinen die dabei auch noch 
ansehnlich sind. Zum Umstieg auf Tonertransfer hat mich das wesentlich 
einfachere Handling gebracht. Wenn hier beim Transfer was schief 
gelaufen ist, wasche ich die Platine einfach ab und transferiere nochmal 
und wenn es sein muß nochmal.... das kann ich wiederholen, bis vom 
vielen waschen kein Kupfer mehr auf der Platine ist. Um festzustellen ob 
alles stimmt, brauche ich nur einen Arbeitsschritt - den Transfer. Beim 
Belichten habe ich zwei Arbeitsschritte (belichten und entwickeln), um 
zu sehen ob alles paßt. Paßt es nicht brauche ich eine neue beschichtete 
Platine. Bei beiden Arbeitsschritten kann etwas schief gehen.
Wer seine Vorlagen ohnehin auf einem Laserdrucker ausdruckt hat beim 
belichten nicht wirklich einen Vorteil, aber einige Nachteile. Aber 
erzähle das mal einem Glaubenskrieger in Punkto belichten. :P

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Danke für den Link. So feine Pinsel brauche ich für meine Arbeit nicht, 
da habe ich es nicht mit so feinen Strukturen zu tun und wenn da mal 
eine unschöne Stelle ist - was solls. Die Serie wird ja industriell 
gefertigt.

Die feinen Strukturen mache ich nur zum Spaß, aus persönlichem Ehrgeiz. 
Sehen wo die Grenzen sind, die eigenen Fähigkeiten testen, Spaß am 
Hobby.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Oft kommen die Anwendungen aber mit den vorhandenen Möglichkeiten. Also 
mir fallen gleich mehrere Projekte ein, wo sehr feine Strukturen einen 
großen Vorteil bedeuten.
Und bei Platinen retuschiert man ja gewöhnlich auch eventuelle 
Fehlstellen weg, die elektrisch nicht wichtig sind. Das ja auch nur aus 
optischen Gründen.
Mit so nem Pinsel kann man zur Not auch ne 0,1mm Leiterbahn 
retuschieren. Man müsste nur nach nem entsprechenden Lack suchen, oder 
einen üblichen Lack eindicken lassen, um ihn dann mit einem kaum 
flüchtigen Lösungsmittel wieder zu strecken.

Habe eben mal zwei Platinen weiß lackiert, eine gesprüht, eine 
gepinselt. Mit Pinsel sieht das ja nicht grad so toll aus. Werde wohl 2x 
drüber gehen müssen, mal sehen, ob es dann halbwegs ansehnlich wird.

Ist einmal ne FR2 (Hartpapier) und einmal ne FR3 (ist so harzgetränktes 
Papier). Beide aber von Haus aus schon recht hell, habe nichts Dunkles 
gefunden.
Heute Abend oder morgen mehr dazu.

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich habe auch mal mit Siebdruck Platinen gemacht, da hatte ich einen 
Lack, welcher sehr langsam getrocknet ist. Der war nicht flüssig, sonder 
ähnlich wie weiche Butter. Wenn der etwas verdünnt wird ist er 
vielleicht geeignet. Leider weiß ich nicht was das genau für ein Lack 
war, den hat mir der Drucker, bei dem ich mir Tips geholt hatte, in eine 
neutrale Dose abgefüllt. Aber wenn man bei Siebdruckbedarf nachsieht 
findet man die Pampe evtl.

Ich hätte noch schwarz gefärbtes Basismaterial hier, das kommt besonders 
gut Schwarzer Druck auf schwarzem Grund. :) Aber ich könnte mal in 
verschiedene Kisten in der Werkstatt schauen, irgendwo findet sich 
sicher helleres Material. Das Dumme ist nur, daß die Hersteller ihre 
Zeichen im Material hinterlassen. Wenn die stören muß überlackiert 
werden.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> Ich hätte noch schwarz gefärbtes Basismaterial hier, das kommt besonders
> gut Schwarzer Druck auf schwarzem Grund.

Dabei fällt mir auf: könnte ja auch mal gelb, rot oder blau auf die 
weißen Platinen transferieren. Nur so daß man mal sieht, wie es bei nem 
echten Bestückungsdruck so aussehen würde...

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das ist ja eine tolle Idee. Mit einem Farblaser kann man gelb auf die 
dunklen Platinen transferieren. Wäre auch eine tolle Sache wenns für die 
monochromen Laser eine Toner/Bildtrommel-Kombination mit hellem Toner 
gäbe. Vielleicht könnte man sowas sogar beim Hersteller bestellen, denn 
den Toner gibt es ja und die Hardware auch. Der müßte nur die leere 
Einheit mit anderem Toner befüllen. Ich könnte mir vorstellen daß es 
sowas sogar schon fertig zu kaufen gibt.

Hast du einen Farblaser? Die schlechtere Auflösung der Teile spielt bei 
Frontplatten/Bestückung keine wesentliche Rolle.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> Wäre auch eine tolle Sache wenns für die
> monochromen Laser eine Toner/Bildtrommel-Kombination mit hellem Toner
> gäbe.

Sollte es vielleicht geben? Wenn nicht dann als leere Einheit, wo man 
sich den gewünschten Toner selbst einfüllt.
An der Stelle vielleicht die Zusatzfrage: gibt es nicht auch weißen 
Toner?? Das wären doch ggf. noch ganz neue Möglichkeiten!


Ja, der Phaser 7300 ist ein Farblaser. Werde also mal ein paar Bauteile 
oder auch nur Linien o.ä. in Farbe aufdrucken. Ob gelb aber auf schwarz 
oder dunklem Grund richtig deckt, wäre natürlich noch mal ne ganz andere 
Frage.
Habe auch schwarzes Lackspray da, mal sehen...

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jetzt wird es interessant, bin auf die Bilder gespannt :)

Ich hätte mit dem Druckerkauf doch noch ein wenig warten sollen und 
vorher schauen, ob es nicht vielleicht einen mit hellen Toner gibt. 
Gelben Toner zum nachfüllen habe ich schon gesehen, ist aber nicht grad 
billig. Auf der anderen Seite braucht man aber nicht viel davon, für die 
paar Frontplatten reicht der lange.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> Gelben Toner zum nachfüllen habe ich schon gesehen

Ja, zum nachfüllen. Aber da gibt's ja alle Toner. Man bräuchte dazu 
gleich noch ne neue, aber leere Belichtungseinheit...

Habe grad noch ne schwarze Platine gemacht, das ist diesmal ne Epoxy.
Trocknen alle noch im Bad (unterm Abzug), werden nachher noch ne Stunde 
bei 70° oder so gedünstet...;-)

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ob der Lack dann schon hält? Ich muß bei Hartpapier warten, bis er 
wirklich trocken ist.

Werde mal im Netz recherchieren, ob es Leere Druckeinheiten zum selbst 
befüllen und weißen Toner gibt. Oder weiß das hier irgendjemand?

Übrigens hat wieder jemand eine Platine beim Vergleich eingestellt, 
wieder Tonertransfer, wieder gut.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> Ob der Lack dann schon hält? Ich muß bei Hartpapier warten, bis er
> wirklich trocken ist.

Genau das will ich ja mit dem "Einbrennen" umgehen.

Der beste Lacksprüher bin ich aber nicht, habe schon Staub drauf. Wäre 
eigentlich ein Fall für meine Schleuder, aber da ist noch lauter 
Fotolack drin, die müsste bestimmt ne volle Stunde in 2 Litern 
Lösungsmittel baden...;-)


TomA. schrieb:
> Übrigens hat wieder jemand eine Platine beim Vergleich eingestellt,
> wieder Tonertransfer, wieder gut.

Schicke Sache, gucke gleich mal...

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Habe in der Bucht nach Tonern gesehen, Gelben gibt es und nicht mal so 
teuer. Weißen habe ich nicht gefunden, war aber nur ein kurzer Blick in 
Ruhe finde ich vielleicht was.

Leider habe ich jetzt keine Zeit mehr, melde mich später wieder.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Muss auch erstmal n bissl was machen, also bis nachher.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
So...habe dann mal gleich 5 Platinen gemacht. Was es jeweils ist, siehe 
Bild (die Temperatur steht jeweils am Anfang). Alles wie üblich mit 
Transferpresse und Kunstdruckpapier.

Alle Transfers (bis auf schwarz) sind absolut lupenrein sauber, und 1:1 
übertragen. Auch wenn es teils auf den Bildern anders scheint bzw. nicht 
so zu sehen ist. Die kleine Schrift ist sauber, auch das 
Recyclingsymbol, und die dünnen Linien oben.
Die schwarz lackierte Platine hatte ich als Zweites gemacht, und nachdem 
bei einer der weißen Platinen bei 105° der Toner bombenfest war, bin ich 
hier mit nur 95° doch etwas zu unvernünftig geworden. Sprich, die 
0,05mm-Bahnen oben zwischen dem Kühlkörper sind teilweise ab, sowie 
einige Stücken weiter unten. Kurios bei dieser Platine, und evtl. auch 
eine Erkenntnis, sind die hellen Bereiche des Toners. Hier sieht es 
unter der Lupe aus, als wären kleine Bläschen im Toner. Soll heißen, 
dort wo der Toner am dunkelsten ist, ist er einwandfrei transferiert, 
die scheinbar besseren, weil helleren Bereiche sind eigentlich 
schlechter.

Wie man sieht, sieht man so gut wie gar nichts auf schwarz, also das ist 
eher der Reinfall. Habe die Kamera schon aus nem günstigen Winkel 
gehalten, bei Frontalansicht ist das nur fürs Auge überhaupt erkennbar.
Alle Toner (bis auf schwarz) sind ganz offensichtlich transparent und 
nicht deckend. Selbst schwarz zeigt keine richtige Deckung (sieht man 
bei der unbeschichteten Hartpapier-Platine).

Bei den weißen oder unbeschichteten Platinen gibt es keine Fehlstelle, 
allerdings beim Hartpapier wieder diese Bläschen. Hatte hier aus dem 
Urin heraus gleich auf 135° hochgeschraubt, aber evtl. war das noch 
etwas wenig.

Bei den weiß lackierten Boarden ist der Toner sehr fest haftend, 
Allerdings sieht man unter der Lupe deutlich die schon im Ausdruck aus 
den Druckerfarben zusammengesetzten Strukturen, sprich, die einzelnen 
Farbpunkte aus cyan, magenta und gelb. Leichte Farbschleier an den 
Kanten sieht man sowohl auf dem Ausdruck, als auch auf Platine. Kann man 
nichts machen, außer einen besseren Drucker kaufen, bzw. 20 Jahre auf 
einen solchen zu warten... Die einzelnen Farbpunkte sieht man allerdings 
nur mit ner Lupe, so gesehen ist das mit den weißen Platinen zu 100% 
passabel. Gelb sollte man ggf. so breit wie möglich drucken, damit man 
es überhaupt erkennt. Also die kleinen Bahnen bzw. kleine Schrift auf 
keinen Fall gelb drucken, selbst wenn sie einwandfrei transferiert 
werden. Man sieht sie einfach nicht richtig.
Um diesen leichten Farbschleier zu verhindern, könnte man immer nur 
exakt cyan, magenta und gelb nutzen. Dann muss der Drucker nichts 
zusammenstückeln.


Was noch auffällt: mein Drucker braucht mal wieder irgendwas neu, denn 
auf Glanzpapier sieht man im Hintergrund ein gleichmäßiges Rauschen aus 
Farbpixeln aller 4 Farben. Dadurch sind die weiß lackierten Platinen um 
eine Nuance dunkler, sehen dadurch aber fast schon wertiger aus. Unter 
der Lupe erkennt man die winzigen Farbpunkte auch auf dem Lack wieder.

Zu Nahaufnahmen: siehe Ausdrucke eines mittelklassigen Farblasers, genau 
so sieht das auch hier auf Platine aus. Es bleibt also exakt wie auf 
Papier. Die Lacke reißen jedes Fuzzelchen Toner nur so an sich, genauso 
wie das Epoxyd.


Tom, die Platinen hatte ich anfangs je 1h bei 90° nachgetrocknet, aber 
das hat sich bei weiß als zu viel herausgestellt. Die FR3-Platine ist 
daher etwas dunkler, aber minimal (nur zur Info). Die andere Weiße hat 
dann eine Stunde bei nur 70° verbracht, und blieb reinweiß.
Der Lack hat bei keiner Platine nach dem Transfer die geringste 
Beschädigung.

Falls ich jetzt irgendwas vergessen habe, nur zu...muss aber erstmal mit 
dem Hund raus/einkaufen.

Autor: Daniel (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hast du das Hartpapier irgendwie vorbehandelt?

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Daniel schrieb:
> Hast du das Hartpapier irgendwie vorbehandelt?

Nur mit Bürste und Scheuermilch geschrubbt. Kann im Moment nicht mit der 
Fächerwalze bürsten, bzw. es würde für ein, zwei Platinen viel zu viel 
Aufwand machen.
Der Toner ist auch auf dem Hartpapier sehr kratzfest, werde aber 
vielleicht morgen nochmal einen Test mit höherer Temperatur machen, um 
evtl. diese Unregelmäßigkeiten weg zu bekommen...

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Eins muss man noch erklären: die Epoxyd-Platine besteht nur aus 0,5mm 
Epoxyd, war von Anfang an kein Kupfer mehr drauf. Nicht daß sich jemand 
wegen der Farbe wundert...

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wow - ich bin schwer beeindruckt.

So hatte ich mir das vorgestellt. Das auch hier eine hohe Qualität 
erreichbar ist, ist somit bewiesen. Es lohnt sich also den Weg weiter zu 
gehen - vielen Dank für deine Mühe.

Die Bläschen auf dem blanken Hartpapier kenne ich auch. Ich vermute da 
gast etwas aus dem Material, der Lack schiebt dann eine Barriere 
dazwischen. Auf der Kupferseite passiert das nicht, denn da ist so eine 
Art Papier dazwischen. Als ich mir die Essig-Ätzbrühe angesetzte, habe 
ich von Platinenresten die Beschichtung abgezogen und aufgelöst, da 
blieben Papierstückchen in der Größe der Abschnitte zurück. Wemm man die 
Platine vor dem Transfer mal kurz aufwärmt (höher als die 
Transfertemperautur) ist das meiste Gas vielleicht raus.

Hast du die Platinen schon mit Klarlack behandelt? Ich denke schon, denn 
das Druckbild ist sehr gleichmäßig. Das passiert bei mir erst durch das 
verdichten im Lack.

Also auch hier ist für mich noch viel Spielraum nach oben. Wie schon 
gesagt, ich bin schwer beeindruckt.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ist noch kein Klarlack drauf, braucht es eigentlich auch wirklich nicht.
Habe grad unter der Lupe noch was Anderes gesehen. Und zwar sind das 
keine Bläschen, sondern es sieht so aus, als habe das Papier selbst 
immer am Rand jeder Struktur am Toner gezogen. Evtl. ist das also ein 
Problem beim Abkühlen der Platine. Diesen Schritt konnte ich bisher 
immer vernachlässigen, also lege die transferierten Platinen kalt oder 
auch kochend heiß ins Wasser...diesmal wäre denkbar, daß sie erst 
langsam abkühlen müssen. Teste das morgen. Sehr wahrscheinlich würde es 
auch genügen, diese Platine mit z.B. Wachspapier noch mal in der Presse 
zu "plätten".
Melde mich nachher auch nochmal, muss noch mal kurz los...

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jetzt bin ich von den Socken, noch kein Klarlack drauf und schon so ein 
dichtes Bild.

Ich komme vermutlich erst nächstes Wochenende dazu, wieder etwas 
auszuprobieren. Aber so kleine Sachen wie einen Bestückungstransfer, 
oder Platinenreste lackieren, kann ich sicher dazwischenschieben.

Vielleicht kann ich die "Bläschen" reproduzieren und genauer anschauen, 
irgendwo habe ich ein Mikroskop rumstehen, aber wo. Habe es lange nicht 
mehr gebraucht :(

Bis später.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sind doch keine Bläschen. Der Toner wird an seiner Oberseite scheinbar 
gezogen und dadurch von der Masse der restlichen Tonerschicht abgehoben. 
Unten drunter ist eine durchgängige Schicht des Toners. Vielleicht hatte 
ich das schon tausend Mal, aber es ist nie aufgefallen. Denn ätzen 
könnte man diese Platine hervorragend, wenn Kupfer drunter wäre. Es 
betrifft nur geschätzt ein Fünftel der Stärke des Toners. Und auch nur 
einen kleinen Randbereich jeder Struktur, bei dünnen Leiterbahnen ist es 
daher vollflächig gegeben, bei breiten Sachen fällt es kaum auf. Sieht 
lustig aus unter der Lupe.
Da die Temperatur bei der Platine ja doch deutlich höher war, könnte es 
gewissermaßen das "Abschrecken" beim Wasserbad gewesen sein.

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das ist ja sehr interessant. Ob ein ähnlicher Vorgang bei mir dafür 
sorgt, dass auf Flächen der Toner durchlässiger ist? Das Geschenkpapier 
ist grundsätzlich fester mit dem Toner verbunden und hält ihn besser.

Wenn das hier so weiter geht, haben wir (besser Hast Du) das Verfahren 
schnell am oberen Limit.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> Das Geschenkpapier
> ist grundsätzlich fester mit dem Toner verbunden und hält ihn besser.

Aber Du löst es doch auch mit Wasser, oder? Musst Du das abrubbeln?
Habe bei den obigen Platinen wieder doppelt gestr. Papier genommen, also 
es ging im Wasser wieder allein ab. Allerdings ist das kein Muss, nehme 
dieses Papier nur für den Monster-Drucker, weil es zufällig auch dicker 
ist. Dünne Papiere frisst der mir, bzw. macht damit ständig Papierstau.

Der Toner haftet auf jedem gestr. Papier bombenfest, bis es nass wird...

Leider kann ich im Farbdrucker nicht diese Aufkleber-Wachspapiere 
testen, die frisst der und ich finde sie nicht mal mehr wieder...;-)

Teste morgen erstmal, ob das Abschrecken das Problem ist.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Achso, nochwas. Klarlack wäre eher kontraproduktiv, weil momentan glänzt 
der weiße Lack recht gut, aber der Druck ist matt. Sieht erstens cool 
aus, aber bringt auch deutlich mehr Kontrast. Gerade bei gelb ist das 
entscheidend. Hält man die Platine entsprechend ins Licht, kann man 
praktisch allein aufgrund des Unterschieds matt/glänzend super auch die 
kleinen gelben Zahlen lesen. In der Draufsicht: fast unmöglich (und bei 
mir ist keine Gelbschwäche bekannt ;-)

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn mein Transfer abgekühlt ist, mache ich das Papier mit Wasser feucht 
und warte ein bis zwei Minuten. Danch kann ich es einfach abziehen und 
sehe schon am Papier ob es geklappt hat. Ist kein Toner am Papier war 
der Transfer perfekt. Muß ich das Papier abrubbeln, dann habe ich zu 
lange oder zu heiß gebügelt, mit dem Papier lösen sich dann auch Teile 
des Toners.
Geht das Papier leicht ab, aber es ist noch Toner am Papier habe ich zu 
kalt oder zu kurz gebügelt.

Das abgezogene Papier ist also ein guter Indikator für die Qualität des 
Transfers.

Ich habe den Eindruck, wenn ich nach dem Transfer das Bügeleisen 
ausschalte und auf der Platine stehen lasse bis alles abgekühlt ist, 
gelingt der Transfer besser. Das ist aber subjektiv und müsste erst 
vergleichend überprüft werden.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> Ob ein ähnlicher Vorgang bei mir dafür
> sorgt, dass auf Flächen der Toner durchlässiger ist?

Kann nichts zu sagen, kenn ich nicht. Mit Flächen gab es bei mir 
eigentlich nie Probleme, auch nicht beim Laminator. Könnte am Drucker 
liegen. Kann mir aber auch das Papier vorstellen. Bügelst Du auch so mit 
der Spitze nochmal nach? Ggf. könnte es evtl. sein, daß Du den Toner an 
manchen Stellen sozusagen beiseite schiebst.
Meine Vermutung, daß es am Bügeln liegt, kannst Du Dir bei solchen 
Fragen ja sowieso immer denken ;-)

Bei mir ist das Problem aber ganz eindeutig außen, und es hat aufgrund 
der Lage ganz oben und außen sicher was mit dem Papier zu tun. Kann z.B. 
sein, daß sich das Papier beim Wasserbad leicht zusammenzieht oder 
streckt, und das ungünstig ist, solange der Toner noch weich ist. Auf 
der schwarzen Platine sieht man es übrigens sogar im Bild, wenn man 
genau hinsieht. Immer die Ränder.

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich habe den Verdacht, daß mein Drucker den Toner so ungleich verteilt. 
Im Gegenlicht ist im Ausdruck zu sehen, daß Flächen innen heller sind. 
Ob es bei mir wirklich am Drucker liegt, werde ich demnächst sehen.

Ich bügle nicht mit Spitze des Bügeleisen nach. Ich versuche das Eisen 
möglichst flächig zu führen, damit ich den Toner nicht breit quetsche.

Um einen Laminator werde ich nicht herumkommen, schon aus Neugierde wie 
die Ergebnisse dann sind. Auf die Virtualität des Bügeleisens werde ich 
aber trotzdem nicht verzichten. :)

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> sehe schon am Papier ob es geklappt hat. Ist kein Toner am Papier war
> der Transfer perfekt

Das hat man mit der Presse nur so, heute bei der schwarzen Platine 
allerdings mal wieder sowas gesehen (die dünnen, schwarzen bahnen).

TomA. schrieb:
> Muß ich das Papier abrubbeln, dann habe ich zu
> lange oder zu heiß gebügelt, mit dem Papier lösen sich dann auch Teile
> des Toners.

Das kenne ich nicht, wäre schon mal ein Pro für das Kunstdruckpapier. 
Das ist praktisch komplett hitzebeständig. Je nach Qualität muss man 
aber evtl. immer abrubbeln, aber das geht easy. Es ist ggf. eher ein 
Abschieben, und gewissermaßen gleich ein Test, ob der Toner auch im 
Ätzbad halten wird.

TomA. schrieb:
> Ich habe den Eindruck, wenn ich nach dem Transfer das Bügeleisen
> ausschalte und auf der Platine stehen lasse bis alles abgekühlt ist,
> gelingt der Transfer besser.

Probiere das doch einfach mal mit nem flachen Gewicht statt des Eisens. 
Könnte allein mit dem Gewicht des Eisens zu tun haben, nicht mit dessen 
restwärme. Bei feinen Strukturen und/oder großen Platinen bin ich der 
Ansicht, daß ein konstanter Druck vorhanden sein sollte, bis die Platine 
z.B. nur noch 50° oder so hat. Daher u.a. meine neuerlichen 
Konstruktionen mit Vakuum-Laminatpresse. Die kühlt ggf. schnell ab, aber 
der Druck bleibt vollständig bestehen.

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> Ich habe den Verdacht, daß mein Drucker den Toner so ungleich verteilt.

Ob´s daran liegt, kannst Du eigentlich leicht testen. Wenn der Transfer 
selbst vollständig ok ist, müsste eine dünnere Schicht Toner auch 
weiterhin mittig auf den Pads bleiben. Es gibt keinen Grund, warum dann 
an manchen Stellen gar nichts mehr wäre. Beim Bestückunsgdruck ist das 
natürlich so ne Sache, hier bedeutet selbst ausgedünnter Toner schon 
Transparenz. Habe mich erschrocken, wie transparent selbst der schwarze 
Toner ist, auf dem Hartpapier sieht man das gut.


TomA. schrieb:
> Ich bügle nicht mit Spitze des Bügeleisen nach.

Das hatte ich damals ausgiebig gemacht, streng nach online-"Anleitung" 
;-) Das Ergebnis war etwa 30% Tonerhaftung, Verschmierungen usw...


TomA. schrieb:
> Auf die Virtualität des Bügeleisens werde ich
> aber trotzdem nicht verzichten. :)

Da Du damit fit bist, unbedingt! Hätte dieses Können letztens mehrfach 
gebraucht...(grooße Platine).
Kannst sagen, alle drei üblichen Transfer-Geräte haben Vor- und 
Nachteile. Auch wenn ich (abgesehen vom Preis) der Transferpresse die 
wenigsten Nachteile zuschreiben möchte.

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich hatte zum Glück damals keine exakte Anleitung zum Transfer. Habe 
irgenwo im Netz aufgeschnappt, daß mit Tonertransfer Platinenlayouts 
möglich sind.

Ich liebäugle ja immer noch mit dem selbstbau einer Transferpresse mit 
Automatischer Temperatureinstellung. Ich könnte das ja in Form eines 
Bügeleisens mit Handgriff und platter Sohle. Dann wäre die Umgewöhnung 
nicht so heftig. So abwegig ist das ganze gar nicht, denn so etwas 
könnte ich sogar mechanisch umsetzen. Wenn mal Zeit übrig ist werde ich 
das machen. Falls ich je dazu komme, werde ich es hier veröffentlichen 
:P

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> Ich liebäugle ja immer noch mit dem selbstbau einer Transferpresse

Das ist gar nicht schwierig. Musst nur sehen, daß Du auch schon etwas 
Druck drauf bekommst, gerade bei größeren Platinen braucht es schon 
einiges. Oder Du findest ne elegante Lösung für ne ganz weiche 
Unterlage, dann geht das auch ohne viel Druck. Bei meiner Billigversion 
muss man daher ordentlich Druck ausüben. Über 2x Euroformat wird es 
schon echt schwierig.

Wollte sowas mal mit kurzen Pneumatikzylindern mit hohem Durchmesser 
machen. Die hätten dann den Tisch mit dem Silikonschaum und der Platine 
drauf angehoben, und gegen die Heizung gedrückt.

Werde jetzt aber erst mal schlafen gehen, bis morgen, gute Nacht!

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich bin so ein lausiger Mechaniker, aber einfache Konstruktionen bekomme 
ich halbwegs hin :(

Gute Nacht.

Autor: Rudi P. (Firma: keine) (rudippunkt)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Habe das auch mal ausgetestet.
Chinapaier und die Rückseite einer schon gebohrten Platine.
Auf dem Papier ist ganz gut zu sehen, das so ziemlich alles mit auf die 
Platine gekommen ist.Die schwarzen Reste sind die Ränder der nicht ganz 
zentrierten Bohrlöcher.Hab die Platine zwei mal durch das Laminiergerät 
geschoben.

Einziges Problem war, das an den Stellen, an den ich das Papier mit Tesa 
festgeklebt hatte, nicht ganz so viel Wärme auf die Platine gelangt ist.
An diesen Stellen fehlt ein wenig Toner.Kann man etwas besser auf der 
Vergrößerung sehen, an den Zahlen, und die Dimensions fehlt zum Teil 
etwas Toner.
Ansonsten für den ersten Versuch ganz ordentlich. ... Würd ich mal so 
sagen.
Farbiger Toner wäre wirklich ganz klasse.


Gruß
Rudi

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Rudi,

alle Achtung. Ja, das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.

Gruß. Tom

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rudi P. schrieb:
> Habe das auch mal ausgetestet.

Top Ergebnis! Hast Du die üblichen Einstellungen wie beim Transfer auf 
Kupfer genutzt? Beim Transfer aufs Epoxy ist es (zumindest bei der 
Presse) so, daß dieses ab einer gewissen Temperatur weich wird, und man 
wirklich alles nur übertragen kann. Soll heißen, ab Temperatur X gibt es 
das Problem abgelöstem Toners einfach nicht mehr. Selbst das Verlaufen 
aufgrund eigentlich zu hoher Temperatur ist so nicht vorhanden, weil der 
Toner regelrecht in das Epoxy eingedrückt wird. Er erhält also 
gewissermaßen eine seitliche Führung, aus der er nicht mehr so stark 
herauslaufen kann.


Rudi P. schrieb:
> Farbiger Toner wäre wirklich ganz klasse.

Find ich gar nicht so. Man bräuchte schon große Strukturen, damit man 
damit auch sofort was erkennt. Blau ist noch schön kräftig, macht aber 
zu wenig Unterschied zu schwarz. Rot könnte durchaus ok sein bei 
größeren Warnhinweisen o.ä. Aber kleine Schrift o.ä. sollte unbedingt in 
schwarz bleiben.
Gelb kann man fast ganz vergessen. Könnte man höchstens als etwas 
schickere Farbe für die gesamte Platinenseite nutzen (schwarz auf gelb 
könnte z.B. besser wirken als schwarz auf dem Schmutziggrau, das 
übliches Epoxy halt so hat.

Deckstarkes Weiß wäre der absolute Knaller!

Autor: Teo Derix (teoderix)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TomA. schrieb:
> Habe in der Bucht nach Tonern gesehen, Gelben gibt es und nicht mal so
> teuer. Weißen habe ich nicht gefunden, war aber nur ein kurzer Blick in
> Ruhe finde ich vielleicht was.

http://www.golem.de/news/oki-laserdrucker-mit-weis...

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
"Das A3-System soll unter 10.000 Euro kosten"

Jetzt geht's los, Tom, soll ich Dir gleich einen mitbestellen? ;-)

Autor: Rudi P. (Firma: keine) (rudippunkt)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
0815 schrieb:
> Rudi P. schrieb:
>> Habe das auch mal ausgetestet.
>
> Top Ergebnis! Hast Du die üblichen Einstellungen wie beim Transfer auf
> Kupfer genutzt? Beim Transfer aufs Epoxy ist es (zumindest bei der
> Presse) so, daß dieses ab einer gewissen Temperatur weich wird, und man
> wirklich alles nur übertragen kann. Soll heißen, ab Temperatur X gibt es
> das Problem abgelöstem Toners einfach nicht mehr. Selbst das Verlaufen
> aufgrund eigentlich zu hoher Temperatur ist so nicht vorhanden, weil der
> Toner regelrecht in das Epoxy eingedrückt wird. Er erhält also
> gewissermaßen eine seitliche Führung, aus der er nicht mehr so stark
> herauslaufen kann.
>

Ja, waren die selben Einstellungen wie beim Transfer.
Laminiergerättemperatur auf Vollgas.Nichts verändert.

Habe mal am Toner rumgekratzt, und festgestellt das dieser lediglich auf 
der Oberfläche ist.Lässt sich auch ganz leicht abkratzen.Also 
eingentlich nicht so toll.

Ich vermute so langsam, das das Ergebnis zum einen natürlich mit dem 
Drucker zusammenhäng, aber der wesentliche Punkt ist wohl eher das 
Transferpapier.Da die Oberfläche mit irgendetwas "gummiert" ist, und 
sich dieser hervorragend ablöst.

Scherz an:
Ich bekomme auf einmal so ein Gefühl... ich glaub ich muß mal ein paar 
Blatt heute Abend mit ins Bett zum kuscheln nehmen....
Scherz aus.

Nein, im Ernst wie ich vorher irgendwo schon geschrieben habe, ist das 
Papier wirklich klasse.Möchte es wirklich nicht missen.


>
> Rudi P. schrieb:
>> Farbiger Toner wäre wirklich ganz klasse.
>
> Deckstarkes Weiß wäre der absolute Knaller!


Weiß wäre wirklich der Renner!


Gruß
Rudi

Autor: 0815 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rudi P. schrieb:
> Habe mal am Toner rumgekratzt, und festgestellt das dieser lediglich auf
> der Oberfläche ist.Lässt sich auch ganz leicht abkratzen.

Dann waren es noch ein paar Grad zu wenig. Sobald das Epoxy weich wird, 
drückt sich der Toner wirklich unverrückbar in das Harz ein, man bekommt 
den echt nie wieder ab. Man müsste schon die ersten ca. 5-10µ der ganzen 
Platine abschleifen, weil der Toner nicht mehr/kaum noch auf dem Epoxy 
liegt, sondern darin.


Rudi P. schrieb:
> Ich vermute so langsam, das das Ergebnis zum einen natürlich mit dem
> Drucker zusammenhäng, aber der wesentliche Punkt ist wohl eher das
> Transferpapier.

Glaube bei beidem nicht, daß das große Unterschiede macht. Bei den 
Druckern wird das ja oft angenommen, aber da das Grundprinzip immer 
daraus besteht, Tonerpulver aufzuschmelzen, muss das praktisch auch 
immer ähnlich gut auf Platine bzw. andere Materialien gehen. Mal mit ein 
paar Grad mehr, mal weniger.
Beim Transfermedium ist eigentlich nur wichtig, daß der Toner an diesem 
weniger stark haftet, als es am Kupfer/Epoxyd der Fall ist. Oder aber 
die Haftung (an Papier) wird durch Einweichen deutlich 
verringert/aufgehoben.

Was bei dieser speziellen Anwendung wirklich von Vorteil sein dürfte, 
ist der hohe Druck der Transferpresse. Man könnte annehmen, daß ein 
Laminator nicht den Druck einer solchen Presse schafft. Würde bei Epoxy 
bedeuten, das die Temperatur etwas höher gefahren werden muss, aber 
hierbei könnte der Toner schon etwas stärker verlaufen. bzw. durch die 
doch recht kurze Kontaktzeit kommt evtl. stärker negativ zum Vorschein, 
daß die Walzen deutlich heißer sind als die Platine selbst. Dann wird 
der Toner sofort sehr flüssig, während das Epoxy gerade mal halbwegs 
weich wird. Falls dem so ist, müsste man beim Laminator mit vorgeheizter 
Platine arbeiten.


Beim Transfer auf Kupfer sehe ich weniger Vor/Nachteile beider 
Prinzipien. Man kann den Toner nämlich entweder mit hoher Temperatur bei 
geringem Druck transferieren, oder aber auch bei geringer Temperatur und 
hohem Druck. Das Ergebnis ist praktisch identisch. Konnte das bereits in 
ein, zwei Probeläufen der noch unfertigen Vakuum-Laminatpresse 
gegentesten, hier ist der Anpressdruck vermutlich geringer als beim 
Laminator, daher musste die Temperatur höher (ca. 140°).

Autor: TomA. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Leute,

sorry, ich war so beschäftigt daß ich erst jetzt die Zeit finde hier 
vorbei zu schauen.

@Teo Derix: Toller Fund aber übersteigt mein Budget bei weitem. Ist 
sicher nur eine Frage der Zeit bis die Preise in hobbytaugliche Regionen 
sinken.

Ich werde jetzt erst mal in Ruhe austesten was mein "Schwarzarbeiter" in 
Punkto Bestückung/Frontplatte so drauf hat.

Gruß. Tom

Autor: Matthias L. (limbachnet)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bei Platinen, auf denen nix wirklich Wärme erzeugt, kann man auch ganz 
einfach einen Laserausdruck aufkleben...

Nur mal so - geht ganz einfach und schnell und sieht auch gar nicht 
schlecht aus.

Autor: Martin Schwaikert (sirnails)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rudi P. schrieb:
> Chinapaier

DAS! sieht mal richtig gut aus! Hast Du dafür eine Bezugsquelle?

Autor: Lutz H. (luhe)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

: Bearbeitet durch User
Autor: TomA. (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dieses Spezialpapier funktioniert auch ganz gut. Gibt es in Bau- und 
Supermärkten zu 0,99€ die Rolle, oder zum Geburtstag um die Schachteln 
herum. :)

Bevor jetzt das Gemecker losgeht, ohne überhaupt zu wissen wovon man 
spricht, empfehle ich das ausprobieren. Wenn man es richtig macht reicht 
es für deutlich mehr als den Hausgebrauch. Ich habe den 1mil-Transfer 
damit gemacht. ;)

Autor: Rudi P. (Firma: keine) (rudippunkt)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
0815 schrieb:

> Rudi P. schrieb:
>> Ich vermute so langsam, das das Ergebnis zum einen natürlich mit dem
>> Drucker zusammenhäng, aber der wesentliche Punkt ist wohl eher das
>> Transferpapier.
>
> Glaube bei beidem nicht, daß das große Unterschiede macht. Bei den
> Druckern wird das ja oft angenommen, aber da das Grundprinzip immer
> daraus besteht, Tonerpulver aufzuschmelzen, muss das praktisch auch
> immer ähnlich gut auf Platine bzw. andere Materialien gehen. Mal mit ein
> paar Grad mehr, mal weniger.
> Beim Transfermedium ist eigentlich nur wichtig, daß der Toner an diesem
> weniger stark haftet, als es am Kupfer/Epoxyd der Fall ist. Oder aber
> die Haftung (an Papier) wird durch Einweichen deutlich
> verringert/aufgehoben.


Kann verstehen was du meinst.Grundsätzlich stimme ich dir wohl zu.
Den Punkt den ich speziell meine ist die Druckqualität des Druckers.
In Punkto Auflösung.Bei HP ist REt noch ein Punkt der sehr wichtig zu 
sein scheint.
Ich habe hier im Forum immer wieder Transfers gesehen, bei denen man 
schon so sagen konnte, das der Drucker eine zu geringe Auflösung hat.Vor 
allem wenn es um 45Grad geht.Die Treppen waren ganz deutlich zu sehen.
Einige meinten das sehe ganz gut aus, aber wenn man so betrachtet was da 
noch möglich ist, waren die Ergebnisse unter aller Kanone.
Ich bin ja nun selber noch Anfänger, und sollte mich vielleicht auch 
nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, kann aber im Vergleich sagen, das 
meine Ergebnisse für den Anfang nicht unbedingt so schlecht waren.

Und im Vergleich zu anderen anscheinend durch meinen Drucker(ich 
vermute)ein ganzes Stück weiter als so manch anderer mit einem sehr 
wahrscheinlich nicht so guten Drucker.

Am Rande mal erwähnt - wurde ja schon öffters gesagt-,kann aber ruhig 
nochmal angebracht werden:

Ich habe für meinen Drucker einmal Refilltoner und einmal orginal HP 
Toner.
Beide Kartuschen sind im 90% Bereich Voll.
Der Refilltoner ist nichts für den Transfer- ob wohl die Kartusche fast 
voll ist -fehlende Schwärze- .
Der Orginale HP Toner ist dafür genau richtig.
Da die Schwärze des Toners mit sinkendem Tonerstand abnimmt,kann man die 
Kartusche leider auch nur eine bestimmte Zeit lang für den Transfer 
verwenden.
Sollte aber bei etwa 5000-7000 Ausdrucken pro Tonerkartusche eine Zeit 
lang halten.

Soll heißen. ich kann mich da auch täuschen -von wegen schlechter 
Drucker- in Bezug auf den Füllstand und den orginalen Toner, bin mir 
aber sehr sicher, das einige Drucker einfach "zu schlecht" sind.


Gruß
Rudi


P.S.
@TomA.

:() Sind die Häschen zum ausschneiden?

: Bearbeitet durch User
Autor: TomA. (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Rudi,

mein Transferpapier bietet füe jeden etwas. Die handwerklich Geschickten 
können damit Transfer machen und die Grobmotoriker die Häschen 
ausschneiden - die gestrichelte Linie hat ein Raster von 3-4mm. :)

Wieder ernst: Meine neuen Tests zeigen, daß der Toner eine deutlich 
wichtigere Rolle spielt als ich dachte. Ich habe einen Kyocera Laser und 
jetzt neu einen HP. Im Vergleich ist der Transfer mit dem HP ein 
Kinderspiel.
Nun wollte ich mir einen Teststreifen auf Transparentpapier machen, wie 
mit dem Kyocera auch. Das Ergebnis ist auf dem Bild zu sehen. Ich habe 
für den Drucker an die 10 verschiedenen Ausdrucke, mit unterschiedlichen 
Medieneinstellungen, gemacht - das Ergebnis ist immer ähnlich.

Der Toner des Kyocera ist im Vergleich eher porös und der des HP eher 
zäh.

Momenanes Fazit: Nicht jedes Medium ist für jeden Toner geeignet.

Gruß. Tom

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.