Forum: Offtopic Tutorials und Lehrvideos in englische Sprache von Indern vorgetragen.


von Apu (Gast)


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Hallo

gar nicht mal so wenige Videotutorials und Erklärungen aus dem Bereich 
Elektronik, Physik und Grundlagenvideos in englischer Sprache stammen 
von Indern.
Während die eigentliche Erklärungen Inhaltlich oft sehr gut sind, habe 
ich mit den sprachlichen Verständnis doch fast immer größere Probleme.
Egal ob jetzt "einfacher" privater Hobbybastler oder ein Professor bei 
einen "öffentlichen" Vortrag, es ist fast immer sehr schwer und 
anstrengend diese rein sprachlich zu verstehen-irgendwie klingt das oft 
wie ein gezogener "Sing-Sang" der zusätzlich auch irgendwie genuschelt 
ist (obwohl es "Nuscheln" auch nicht ganz genau trifft).
Wenn hingegen ein Osteuropäer, Niederländer, Franzose, Deutscher ;-)... 
englischsprachige in Videos spricht ist das meist sehr gut verständlich.

Wie sind da eure Erfahrungen, seht ihr das auch so oder ist euere 
Erfahrungen da ganz anders?
Vielleicht sind hier auch Muttersprachler in Hindi(?) unterwegs die aus 
erste Quelle etwas dazu sagen können, vor allem da doch Englisch auch 
Amtssprache in Indien ist?

Mir ist klar das diese Frage eigentlich in das Offtopic Forum gehört, 
aber dank den Anmeldezwang wird das wohl der Moderator erledigen...

Apu

von Rainer S. (rsonline)


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von Apu (Gast)


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von oszi40 (Gast)


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Apu schrieb:
> mit den sprachlichen Verständnis doch fast immer größere Probleme.

Egal ob Ostfriesen, Inder oder Texaner: Da muß man sich "reinhören".

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Sie bleiben in ihrer Sprachfamilie, daher der Sing-sang und 
Begleiteffekte. Deutliches Zeichen für ein sehr spätes oder rudimentäres 
Lernen der Zweitsprache.
Genauso wie man ein chinesisches Datenblatt schon daran erkennt, daß es 
'malerische' Schriftarten verwendet. Das ist in den Augen eines Chinesen 
einfach der schönere Schriftsatz - denn er sieht so aus wie ihre eigene 
Schriftsprache.
Aus der Sicht des Inders sind wir wahrscheinlich unglaublich hart und 
wenig formenreich in unserer eigenen Aussprache.

von Peter D. (peda)


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Ich war mal auf einem Analog Devices Seminar.
Ein älterer Mitarbeiter sprach feinstes Oxford English, wunderbar zu 
verstehen.
Ein anderer sprach diesen spitzen schottischen Akzent, auch noch gut zu 
verstehen.
Aber der aus Amiland sprach dieses genuschelte Kaugummi-Amerikanisch, 
fast völlig unverständlich.

von Sascha (Gast)


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Peter D. schrieb:
> Ich war mal auf einem Analog Devices Seminar.
> Ein älterer Mitarbeiter sprach feinstes Oxford English, wunderbar zu
> verstehen.
> Ein anderer sprach diesen spitzen schottischen Akzent, auch noch gut zu
> verstehen.
> Aber der aus Amiland sprach dieses genuschelte Kaugummi-Amerikanisch,
> fast völlig unverständlich.

Gibts auch innerhalb von England, bei Meetings mit Leuten aus diversen 
Teilen der Insel kann auch mal "Back to english, please" in den Raum 
gerufen werden damit die Leute ihr niederbayrisch-Äquivalent wieder 
ablegen ;)

von Paul B. (paul_baumann)


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Ich habe die umgekehrte Erfahrung gemacht: In einem Hotel in London 
waren fast nur Leute aus Indien als Angestellte. Sie sprachen alle einen 
sehr harten Akzent und weil sie auch (auf mein Bitten) langsam sprachen, 
verstand ich sie sehr gut.

MfG Paul

von Günter M. (redround)


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ich telefoniere regelmäßig mit Kollegen in Jaipur oder Manila. Einige 
davon sind auch hier bei uns. Während man die Jungs und Mädels von den 
Philippinen in aller Regel sehr gut versteht, ist es bei den indischen 
Kollegen meist wirklich sehr anstrengend. Man kann sich irgendwann 
"einhören", aber es ist schon sehr gewöhnungsbedürftig. In Indien selbst 
ist die Verständigung über Landesteile hinweg auf Grund der sprachlichen 
Vielfalt wohl auch nur in Englisch möglich. Allerdings hat sich in 
Indien halt ein sehr eigener Dialekt entwickelt, der mit dem 
Oxford-Englisch nicht wirklich vergleichbar ist.

Das gleiche Phänomen findet man aber auch an anderer Stelle. Ich bin 
öfter mal in Namibia. Da ist Englisch auch Amtssprache - allerdings auch 
mit einem sehr eigenen Dialekt, der auch wieder meilenweit von dem 
entfernt ist, was in Indien gesprochen wird. Dort waren halt andere 
Einflüsse am Werk. Sprache ist nunmal keine statische Angelegenheit - 
sie entwickelt sich. Und dort wo unterschiedliche Einflüsse einwirken, 
ist auch die Entwicklung anders. In Indien hat sie sich halt in eine 
Richtung entwickelt, die für uns oft nur schwer verständlich ist.

von Timm T. (Gast)


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Apu schrieb:
> es ist fast immer sehr schwer und
> anstrengend diese rein sprachlich zu verstehen

Ich nehme an, Du warst noch nicht in den Südstaaten der USA. Dann 
würdest Du Dich zu den Indern zurücksehnen.

Und Franzosen, die englisch sprechen? Komm, das hast Du jetzt aber aus 
Grimms Märchen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Timm T. schrieb:
> Und Franzosen, die englisch sprechen? Komm, das hast Du jetzt aber aus
> Grimms Märchen.

Hatte er davon irgendwo geschrieben?

Ansonsten: das ist eine Frage des (Un-)Willens.  Ich habe anlässlich
einer FreeBSD-Konferenz vor vielen Jahren mit einem französischen
FreeBSD-Entwickler den Yosemite-Nationalpark besucht, wir hatten
keinerlei Probleme, uns zu unterhalten.  Auch die anderen Franzosen
dort waren besser zu verstehen als manch Amerikaner.

von Alexander S. (alesi)


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Jörg W. schrieb:
> Hatte er davon irgendwo geschrieben?

Apu schrieb:
> Wenn hingegen ein Osteuropäer, Niederländer, Franzose, Deutscher ;-)...
> englischsprachige in Videos spricht ist das meist sehr gut verständlich.

Das mit den Franzosen war sicher nicht ganz ernst gemeint. Das
Vorurteil hört man aber häufiger.

von Marek N. (Gast)


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Naja, also den Prof. Fernandes aus dem Video finde ich gar nicht mal so 
schlimm. Das Audio ist halt übersteuert.
ein Inder, der meint, Deutsch zu verstehen würde auch die Hände über dem 
Kopf schlagen, wenn er einem Bayer zuhören müsste.

Wir hatten an der Uni nen Dozenten, der war Schwabe, das sind die wo 
kein Deutsch könne, weischt? Es fuhr einem jedes mal ein Schauer den 
Rücken runter, wenn man sich mit ihn nach der Vorlesung oder im Büro auf 
Deutsch unterhalten hat, aber in der Vorlesung hat er perfektes, 
akzentfreies Englisch gesprochen.

von Timm T. (Gast)


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Alexander S. schrieb:
> Das mit den Franzosen war sicher nicht ganz ernst gemeint. Das
> Vorurteil hört man aber häufiger.

Nene, das ist kein Vorurteil, das ist Erfahrung. Selbst im Hotel, 
Englisch an der Rezeption: Keine Chance.

von Oliver S. (phetty)


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Günter M. schrieb:
> ch bin öfter mal in Namibia

Da soll doch auch noch deutsch gesprochen werden, wie hört sich das 
eigentlich an?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Oliver S. schrieb:
> Da soll doch auch noch deutsch gesprochen werden

Wenig bis gar nicht.  Warum auch?  Der Kaiser ist da schon lange weg.
Seine Beamten sind rechtzeitig wieder nach Hause gegangen.

von Michael B. (laberkopp)


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Apu schrieb:
> Wenn hingegen ein Osteuropäer, Niederländer, Franzose, Deutscher ;-)...
> englischsprachige in Videos spricht ist das meist sehr gut verständlich.

Für dich.

Spricht hingegen ein Texaner, Waliser, Japaner oder Peruaner
Englisch oder was sie dafür halten, verstehst du auch kein Wort.

Alexander S. schrieb:
> Das mit den Franzosen war sicher nicht ganz ernst gemeint. Das
> Vorurteil hört man aber häufiger.

Das kann er ja auch noch nie gehört haben, die sprechen einfach kein 
Englisch.
Das fällt bei denen unter not invented here.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Michael B. schrieb:
> Das kann er ja auch noch nie gehört haben, die sprechen einfach kein
> Englisch.

Geht halt nichts über ein gepflegtes Vorurteil.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Timm T. schrieb:
> Nene, das ist kein Vorurteil, das ist Erfahrung. Selbst im Hotel,
> Englisch an der Rezeption: Keine Chance.

Interessant. Hast Du vorher ein, zwei Worte Französisch ausprobiert, 
oder bist Du gleich mit Englisch auf die Leute zugegangen?

Meine Erfahrungen sehen da etwas anders aus; jüngere Franzosen (unter 
40) sprechen durchaus Englisch, und das sowohl passabel als auch gerne. 
Es kann sogar vorkommen, daß sie es einem aufnötigen, obwohl man sich 
mit ihnen auf französisch unterhalten will (und so schlecht ist mein 
Französisch dann auch wieder nicht, als daß man sich aus Notwehr des 
Englischen bemächtigen müsste). Das war lustig; ich war in einem 
Telephonladen und wollte eine eingeborene Telephonkarte kaufen, der 
Verkäufer erklärte mir auf Englisch, daß er meine Wünsche leider nicht 
erfüllen könnte, nachdem ich ihm auf Französisch erklärt habe, was ich 
will.

Interessant ist auch noch, wo in Frankreich. Ich war unter anderem vor 
ein paar Jahren in der Auvergne (Massif Central und Umgebung) und in der 
Bretagne. Beides touristisch nicht so massiv überlaufene Gegenden wie 
die Île de France oder der Mittelmeerraum.

von Oliver S. (phetty)


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Jörg W. schrieb:
> Wenig bis gar nicht.  Warum auch?  Der Kaiser ist da schon lange weg.

DAS haben aber noch nicht alle mitbekommen:

http://www.az.com.na/

Liest sich wie eine Landpostille aus der Eifel.

von Michael K. (Gast)


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Timm T. schrieb:
> Alexander S. schrieb:
>> Das mit den Franzosen war sicher nicht ganz ernst gemeint. Das
>> Vorurteil hört man aber häufiger.
>
> Nene, das ist kein Vorurteil, das ist Erfahrung. Selbst im Hotel,
> Englisch an der Rezeption: Keine Chance.

Das ist deren Art zu sagen:
'Wir wollen dich hier nicht. Wir wollen hier nur Franzosen (bzw. keine 
Deutschen)'

Die sprechen genauso gut oder schlecht Englisch wie die Deutschen.
Ich war bei Airbus in Toulouse und da braucht man schon ein dickes Fell 
wenn die offensichtlich über dich sprechen, lachen, faxen machen aber 
nur ins englische wechseln wenn es bei deren Problemen hilft.

Mag auch daran gelegen haben das ich bei 1AT Troubleshooting keine 
übertriebene Rücksicht auf die Befindlichkeiten unerfahrener Ings nehmen 
konnte.
Das Leben ist kein Ponyhof.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


Angehängte Dateien:

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Zu der ursprünglichen Frage gibt es noch einen älteren Text, den ich vor 
Jahren zu verstehen versucht habe. Googlen nach "ruin sorbees" oder 
"Tendjewberrymud" (room-service und thank-you-very-much) findet das 
dutzendfach.
http://dict.leo.org/forum/viewGeneraldiscussion.php?idThread=742583
Auch als Video: https://www.youtube.com/watch?v=tIjrNZchMiM

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Da macht sich jemand über non-native-Speakers lustig. Haha.

Wer das nicht versteht, was der Mensch am anderen Ende der Leitung von 
sich gibt, spricht/versteht schlicht und einfach nicht besonders gut 
Englisch. Richtig dumm ist die komplett falsche Transkription, die wohl 
den "Witz" ausmachen soll. Haha. Irrsinnig komisch.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Ist das Englisch für die Inder eine "native" Sprache? Ich weiß nicht 
wieweit zweihundert Jahre Kolonialgeschichte das geändert haben.

In der Bahn höre ich gelegentlich französisch sprechende Afrikaner, das 
ist mit dem europäischen Französisch im Ohr auch schwer verständlich, 
scheint aber ihre Alltagssprache zu sein.
Klar die "Lautschrift" ist natürlich absichtlich so verfasst.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Christoph K. schrieb:
> Ist das Englisch für die Inder eine "native" Sprache?

Es wird nicht als solche angesehen, das ist nur eine Zweitsprache.

Klingt halt für die, die nur deutsches Schulenglisch gewohnt sind, sehr 
ungewohnt, aber das tut ja schon Dave Jones, obwohl der nur Australier 
ist (und damit eindeutig zu den "native speakers" zu rechnen ist).

Andererseits klingt das deutsche Schulenglisch für englische 
Muttersprachler auch ... eigenartig. "Vat is zat?"

Das besondere beim Englischen ist halt, daß es wesentlich mehr 
Nichtmuttersprachler als Muttersprachler gibt, die sich der Sprache 
bedienen.

von (prx) A. K. (prx)


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Es kann auch sein, dass man eine Sprache besser und schneller spricht 
als man sie versteht. Das führt dann natürlich dazu, dass die Person am 
anderen Ende das automatisch falsch einschätzt. Grad bei Englisch, mit 
dem man sehr viel schriftlich zu tun hat und Vokabular und 
Ausdrucksformen auch daraus lernt, kann das vorkommen. Nur fehlt dann 
die Übung im Verständnis gesprochener Sprache.

Völlig normal ist es, dass man sich mit Dialekten in einer Fremdsprache 
wesentlich schwerer tut als in der Muttersprache. Selbst wenn sie nur 
relativ dezent rüberkommen. Eine Amerikanerin, die im Grenzbereich zur 
Schweiz lebte, betrachtet schon Schweizer Hochdeutsch als Halskrankheit 
(O-Ton).

von (prx) A. K. (prx)


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Bei der Einschätzung der eigenen Sprachfähigkeit sollte man auf eine 
Falle achten. Sowohl Wahrnehmung als auch Verwendung der phonetischen 
Elemente einer Sprache wird im Kindesalter perfektioniert. Phonetische 
Elemente, die die Muttersprache nicht enthält, werden dabei nicht 
eingeübt. Später lässt sich das nur begrenzt nachholen. Als Folge davon 
ist auch die Wahrnehmung von subtilen Unterschieden und Fehlern in 
diesem Bereich, ob die eigenen oder die anderer, entsprechend 
eingeschränkt.

Es ist dieser Effekt, der beispielsweise Japanern das Problem mit "l" 
und "r" im Deutschen einbringt und hierzulande für allerlei Sprachwitze 
sorgt. Die diversen deutschen Phoneme dazu gibt es im Japanischen nicht, 
oder deutlich anders. Das hat Folgen sowohl für die Aussprache, als auch 
für die Wahrnehmung der Laute.

Das führt zwar einerseits dazu, dass Sprachen mit verwandter Phonetik 
besser erfassbar sind. Andererseits führt es aber auch leicht dazu, dass 
man Fremdsprachen-Sprecher mit phonetisch verwandten Muttersprachen 
anders einschätzt, als andere Fremdsprachen-Sprecher. Man das also nicht 
objektiv sieht.

Pointiert ausgedrückt: Wenn man die Sprachfähigkeit einer Gruppe von 
Leuten einschätzt, die alle Englisch relativ gut als Fremdsprache 
sprechen, dann kann es leicht passieren, dass derjenige, den man als 
besten Sprecher einschätzt, Deutscher ist. Nicht weil er so gut ist, 
sondern weil er jene Fehler macht, die man aus genanntem Grund selbst 
schlechter wahrnimmt.

von (prx) A. K. (prx)


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Marek N. schrieb:
> aber in der Vorlesung hat er perfektes,
> akzentfreies Englisch gesprochen.

Wobei es bekanntlich auch Englisch mit schwäbischem Einschlag gibt.
Seither wollen die Engländer raus aus der EU. ;-)

Eine meiner Englischlehrerinnen war passenderweise partout der Ansicht, 
dass die Lautbildung des Schwäbischen dem Englischen näher sei als im 
Hochdeutschen.

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