Röhrenvoltmeter MV-20

OP #4510563
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Hallo,

ich restauriere gerade ein schönes altes Röhrenvoltmeter von Clamann und 
Grahnert, Typ MV20 und stehe gerade etwas auf dem Schlauch.
In den angehängten Schaltplänen sieht man, dass vom Netzteil eine 
negative Spannung von -14 V ausgegeben wird. Leider ist diese nicht da 
und daher funktioniert auch die Transitorstufe nicht. Aus der Schaltung 
werd ich aber nicht schlau - ober habe auch einen Blackout. Wo werden 
die -14 V generiert? Das negative Ende der Graetzbrücke geht doch auf 
Masse über C107. Kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen?

VG Patrick
Angehängte Dateien:
#4510582
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Hallo,

ich glaube kaum, daß der Gleichstrom durch den Kondensator C107 
fließt... ;-)

Der Anodenstrom fließt über die beiden Z-Dioden und den 
Anzeigeverstärker nach Masse. Die -14V entstehen also erst, wenn die 
Röhren geheizt sind und der Anodenstrom fließt.

Ich hätte da den 5µF paralle zu den Z-Dioden in Verdacht mit Kurzschluß.
Oder die Röhren sind so taub, daß kein ausreichender Anodenstrom mehr 
fließt.

Sind die -14V zu niedrig oder sind sie 0V?

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #4510592
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Patrick M. schrieb:

> werd ich aber nicht schlau - ober habe auch einen Blackout. Wo werden
> die -14 V generiert? Das negative Ende der Graetzbrücke geht doch auf
> Masse über C107. Kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen?
>

Für Gleichstöme ist C107 kein Pfad! (Kapazität eben)
Der Gleichstrom fließt über D1/D2 und an denen fallen ca. 14V ab...
(Die Masseverbindung ist unübersichtlich am Eingang des Röhren-Teiles)

Ahoi, Martin
OP #4510595
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Die Z-Dioden hatte ich auch schon in Überlegung. Ich war nur durch die 
Formulierung im Manual "die negative Spannung wird im Netzteil 
generiert" verwirrt. Wenn die Platine nicht drin steckt liegt an Pin 18 
nämlich nichts an. Wenn sie drin ist allerdings auch nicht. Ich werd 
dann mal die Z-Dioden tauschen. 2 mal 6.8V sind ja fast 14 V. Das sollte 
passen.

VG Patrick
OP #4510838
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So, zumindest schon mal einen Teilerfolg.
Die Z-Dioden sind neu, der Elko auch. Ging trotzdem nicht. Also alle 
Platinen raus und siehe da: Zwischen Masse und Minus der Brücke (vor 
C107) ist ein Kurzer. C107 ist neu und ok. Jetzt stellte sicher heraus, 
dass Pin 8 und 9 (die Mittelanzapfung der kleinen Trafowicklung) 
offenbar direkt mit Masse verbunden sind. Nach entfernen des Drahtes zum 
Gleichrichter sind die 14 Volt jetzt da, zwar nicht geglättet ber 
immerhin. Ich bin zwar nicht sicher ob das der Fehler war aber möglich 
wärs. Was könnte die Mittelanzapfung dort bewirken?

VG Patrick
Gast #4510870
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Hat vielleicht ein Vorbesitzer unqualifiziert drin herumgelötet? 
Manchmal findet man seltsame Reparatur- oder Verbesserungsversuche in 
alten Geräten.


Die Masseverbindung ist auf jeden Fall nicht OK.


Ist C6 der Becherelko, der unten ans Chassis geschraubt ist? Falls ja:
Diese Becherelkos hatten den Minuspol meistens am Gehäuse, deshalb 
müsste C6 in dieser Schaltung isoliert vom Chassis eingebaut sein, wenn 
ich das richtig sehe. Passt das oder hat jemand die Isolierscheibe 
vergessen?
OP #4510889
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Tom schrieb:
> Ist C6 der Becherelko, der unten ans Chassis geschraubt ist? Falls ja:
> Diese Becherelkos hatten den Minuspol meistens am Gehäuse, deshalb
> müsste C6 in dieser Schaltung isoliert vom Chassis eingebaut sein, wenn
> ich das richtig sehe. Passt das oder hat jemand die Isolierscheibe
> vergessen?

Ja, der Elko ist isoliert und auch darauf geprüft. Die Werte sind auch 
ok. Ich hatte testweise auch einen anderen drin, ging aber auch nicht. 
Jetzt ist wieder der alte drin.

Tom schrieb:
> Hat vielleicht ein Vorbesitzer unqualifiziert drin herumgelötet?

Es sieht eigentlich alles original aus. Nur beim Trafo bin ich nicht 
sicher. Kann aber sein, dass das damals der Lehrling gemacht hat. Ich 
werd dann mal untersuchen ob eine der Lötösen für Pin 8 oder 9 einen 
Schluss zum Trafokern hat der ja auf Masse liegt.

Ist das ok, dass die Spannung an Pin 18 ungesiebt ist? Sieht aus wie 
Zweiweggleichrichtung ohne Elko.
OP #4511344
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Michael U. schrieb:
> Da hängen auch noch 2x 100n gegen Masse.

...und genau einer davon war´s. Er hatte Kurzschluss. Jetzt gehts. Die 
Spannungen sind alle da und messen tut´s auch schön - zumindest mit dem 
Oszi. Leider ist mir aber erst ganz am Ende aufgefallen, dass das 
Drehspulmesswerk kaputt ist. Die Spule ist zwar ok aber die dünnen 
Drähtchen die den Zeiger durch Federkraft mittig halten sind gebrochen. 
Schöne Sch..e....Jetzt schleift der Spulenträger über den Magneten.
Mal sehen ob ich das wieder hinbekomme - unter der Lupe.

VG Patrick
#4511474
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Hallo,

Spannband-Instrument? Viel Spaß...
Evtl. Ersatz suchen, Problem dürfte die Größe sein?
Für mein Funke W18 habe ich zumindest mit etwas suchen brauchbaren 
Ersatz gefunden. Skala durfte ich zwar mit Scanner, Drucker usw. vom 
Original übertragen, ging aber .

An einem anderen Instrumet den Zeiger tauschen wenn der Inhalt 
reinpasst, geht zwar, aber man bekommt die kaum wieder "ausgewuchtet", 
ich zumindest nicht.

Gruß aus Berlin
Michael

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