Einfache Sendeversuche mit Quarzoszillator

#4512831
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Hallo zusammen,

ich möchte mich privat mit dem Thema Funk vertraut machen. Ich möchte 
dazu mit ganz einfachen Experimenten anfangen. Ich habe mir überlegt, 
erst einmal einfache Sende- und Empfangsversuche zu unternehmen.
Ich möchte als Sender einen Quarzoszillator nehmen, den ich an einen 
Hertz'schen Dipol anschließe (einfache Stabantenne) und mit einem 
weiteren Hertz'schen Dipol als Empfangsantenne wieder empfange. Welche 
Bauteile würdet ihr mir dazu empfehlen? Ist das so möglich, was ich 
vorhabe?

Gruß
Gast #4513070
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Stefan H. schrieb:
> Könnte ich mit diesem Funktionsgenerator einfache Sende- und
> Empfangsversuche untenehmen?
> Funktionsgeneratoren wären doch geeignet, um etwas abzustrahlen, oder?

Der Funktionsgenerator wird nichts abstrahlen, aber eine Antenne.

Woraus die Antenne beim Senden gespeist wird, ist egal. Es verlangt nur 
nach Anpassung, sonst kann die Antenne die Energie vom Generator bzw. 
von der Leitung je nach Grad der Fehlanpassung nur teilweise abnehmen.
Gast #4514195
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Stefan H. schrieb:
> Ich habe mir überlegt,
> erst einmal einfache Sende- und Empfangsversuche zu unternehmen.

Ich würde dir empfehlen, erst mal ein MW- oder KW-Audion zu bauen und 
dich auf den Empfang zu konzentrieren.
https://de.wikipedia.org/wiki/Audion

Wenn du ein funktionierendes Audion hast, kannst du auch empfangen.


Ein Direktmischer als Empfänger ist auch einfach aufbaubar. Für AM aber 
nur bedingt geeignet (dafür für SSB und CW um so besser).
#4520357
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Könnte ich den Schwingquarz aus dieser Schaltung:

[[http://www.elo-web.de/franzis-media/655159/CNS_CONTENT_PAGE/0802T1.gif]]

gegen einen Schwingquarz mit höherer Frequenz, sagen wir 500 oder 800MHz 
austauschen? Oder müssen die Widerstände und Kondensatoren angeglichen 
werden? Meiner Meinung nach nicht. Es soll sich ja nur die Frequenz 
erhöhen, oder?

Ich möchte den Schwingquarz austauschen, um das Fernfeld auf ein Paar 
Zentimetern (50cm wären gut) "heranzuholen". Um auch mit "echten" 
elektromagnetischen Wellen experimentieren zu können.
Wäre das möglich, nur von der Machbarkeit her betrachtet.

Gruß
Moderator Persönliche Seite #4520513
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Sven B. schrieb:
> Das sind dann Quarzoszillatoren.

Oder zwei zusätzlichen Massepins, mit dem Gehäuse verbunden.  Ist
bei SMD gang und gäbe.

Stefan, bevor du hier so wild herumstocherst, bitte versuch doch,
erstmal klein anzufangen.  Burkhard Kainka wäre da schon ein guter
Anfang, dann aber nicht theoretisieren, sondern wirklich praktisch
ausprobieren.  All die Geschichten um Fern- und Nahfeld von Antennen
spielen erstmal keine Geige.

Manchmal würde es auch helfen, ein paar hundert Seiten bedrucktes
Papier zum Thema reinzuziehen.  Aus dem letzten Jahrtausend sollte
noch genügend Amateurfunk-Literatur zu derartigen Grundlagen
existieren.  Vorteil davon: für die Benutzung (der Literatur :) ist
lediglich eine Strahlungsquelle im Bereich von 400 bis 800 THz nötig,
aber die gibt's tagsüber sehr oft kostenlos.
#4520521
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Um Fernfeld im Zimmer zu machen, kommt eigentlich nur die ISM-Frequenz 
2,45GHz in Frage, die sich mit ausreichender Frequenzkonstanz aus einem 
Mikrowellenherd auskoppeln liesse.
Bei der hohen HF-Leistung dieser Geräte besteht bekanntlich aber 
durchaus schon Gesundheitsgefahr, besonders für die Augäpfel.
Auch diverse Elektronikgeräte könnten diese Strahlung übel nehmen.

Darüberhinaus eignen sich solche Experimente, die man im Hörsaal zeigen 
kann, nur wenig für die relativ kleinen Wohnräume, denn es treten 
merkliche Rewflexionen durch Wände, Heizungsrohre, Stromleitungen, usw. 
auf, wodurch sich ein kompliziertes räumliches Muster von stehenden 
Wellen ergibt.
Moderator Persönliche Seite #4520524
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Hp M. schrieb:
> Um Fernfeld im Zimmer zu machen, kommt eigentlich nur die ISM-Frequenz
> 2,45GHz in Frage, die sich mit ausreichender Frequenzkonstanz aus einem
> Mikrowellenherd auskoppeln liesse.

Allerdings gäbe es auch ungefährlichere (weil leistungsschwächere)
Geräte dafür.

„Frequenzkonstanz“ im Zusammenhang mit einem Mikrowellenherd ist ja
wohl ein vorgezogener Aprilscherz …
Persönliche Seite #4520781
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Stefan H. schrieb:
> ich möchte mich privat mit dem Thema Funk vertraut machen.

Ja, dann fang endlich mal an, Dir Literatur zu beschaffen, z.B. (für 
7,50€)

http://darcverlag.de/CQ-DL-Spezial-Bastelspass-Elektronik-zum-Begreifen

Du kannst das Thema Funk nicht ohne elektronische Grundkenntnisse 
behandeln.
Und ein Forum kann Dir kein Lehrbuch ersetzen.
#4525487
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Hallo zusammen,

gibt es fertige Funkmodule im GHz-bereich, mit denen man experimentieren 
kann? Ich möchte noch keine (komplexe) Information empfangen, einfach 
nur einen Sinus abstrahlen (Fernfeld) und wieder empfangen. An das 
Funkmodul sollten unterschiedliche, selbstgebastelte Antennen 
anschließbar sein (Hertz'scher Dipol aus einfachem Draht etc.)

Gruß
#4525574
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Weiß nicht, sowas wie das nRF24L01 ist schon ziemlich anfängertauglich. 
Aber es überträgt halt Informationen, vom Feld bekommst du nix mit.

m.E. kannst du das Ganze in diesem Stil vergessen. Wenn du was lernen 
willst, kauf dir einen 3 GHz Spectrum Analyzer, dann siehst du auch was 
passiert. Dann bist du in der Position selber was zu bauen und zu 
schauen was es tut. Mit selbstgebauten Experimenten, selbstgebauter 
Messtechnik und ohne Erfahrung -- das geht einfach nicht. Da sind zu 
viele Unbekannte drin.
#4525795
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> m.E. kannst du das Ganze in diesem Stil vergessen. Wenn du was lernen
> willst, kauf dir einen 3 GHz Spectrum Analyzer, dann siehst du auch was
> passiert. Dann bist du in der Position selber was zu bauen und zu
> schauen was es tut. Mit selbstgebauten Experimenten, selbstgebauter
> Messtechnik und ohne Erfahrung -- das geht einfach nicht. Da sind zu
> viele Unbekannte drin.

Danke,

bin von diesem Experiment von Hern Müller fasziniert:
 [[https://www.youtube.com/watch?v=Hcp8I7Fc_7Y]]

Aber dazu fehlt eben die Ausrüstung. Dieses Experiment will ich 
nachmachen, aber eben mit viel weniger Leistung und einem anderen 
Empfänger.
Eine Sinusschwingung mit Fernfeld innerhalb der Schreibtischabmessungen 
hinzubekommen erweist sich jedoch schon als undurchführbar.

Gruß
#4526112
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Wenn ich eine hochfrequente Sinusschwingung an einen idealen Kondensator 
anschließe, ist der Blindwiderstand des Kondensator sehr klein. Erhöhe 
ich die Frequenz des Sinussignal weiter, wird der Blindwiderstand immer 
kleiner nach der Beziehung -(1/(Omega*C))*i.
Von der Erklärung mithilfe des Verschiebungsstromes müsste es aber 
umgekehrt sein: Die Polarisationsladungen (Dipole) im Dielektrikum 
richten sich mit der Schwingunsfrequenz ständig neu aus. Bei hoher 
Frequenz hinkt diese Ausrichtung der Frequenz hinterher. Also müsste der 
Widerstand doch größer werden mit steigender Frequenz, da der 
Wechselstrom ja nur aufgrund der Umkehrung der Dipole 
(Verschiebungsstrom) durch den Kondensator fließen kann.

Gruß
#4526303
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Stefan H. schrieb:
> Kannst Du mir die Frage beantworten bzw. den Widerspruch lösen?
Ich würde mal sagen die Reaktion von so einem Dielektrikum auf ein Feld 
ist extrem schnell. Du kommst mit ein paar hundert MHz nicht an den 
Punkt wo die charakteristische Zeit für so eine Ausrichtung irgendwie 
vergleichbar ist mit der Periodendauer. Der Effekt spielt deshalb keine 
Rolle, es geht hier mehr um die Sättigung, dass das Dielektrikum 
irgendwann vollständig polarisiert ist.

Außerdem ist das, wie du korrekt gesagt hast, der ohmsche Widerstand der 
dadurch steigt. Nicht der Blindwiderstand.
Gast #4526344
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Stefan H. schrieb:
> Wenn ich eine hochfrequente Sinusschwingung an einen idealen Kondensator
> anschließe, ist der Blindwiderstand des Kondensator sehr klein. Erhöhe
> ich die Frequenz des Sinussignal weiter, wird der Blindwiderstand immer
> kleiner nach der Beziehung -(1/(Omega*C))*i.
> Von der Erklärung mithilfe des Verschiebungsstromes müsste es aber
> umgekehrt sein: Die Polarisationsladungen (Dipole) im Dielektrikum
> richten sich mit der Schwingunsfrequenz ständig neu aus.

Komisch, du schmeißt hier mit Fachbegriffen um dich und willst nicht die 
Grundlagen der Funkausbreitung kennen?
Mittlerweile sind auch die Frequenzen von 100MHz in den Gigaherzbereich 
gewandert.
Dein Herzscher Dipol ist zu zart und zerbrechlich für deine Experimente.
Nimm eine Kulikow, die ist robust genug :-)
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