Digitales vs analoges Oszilloskop bei Millivolt-Messung

Gast #4513884
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Hallo, ich versuche erstmals, Millivolt-genau mit einem digitalen 
Oszilloskop zu messen. Ich benutze diverse bauartverschiedene 1x 
Tastköpfe an einem analogen und einem digitalen Oszilloskop, die auf 1 
Millivolt/dev eingestellt sind. Die Masseklemme des Tastkopfes ist 
unmittelbar an dessen Spitze angeklemmt, also kurzgeschlossen. Ich 
berühre eine beliebigen Punkt auf einer stromlosen Platine. Mit dem 
analogen Instrument nehme ich zunächst eine saubere Wellenlinie wahr. 
Beim digitalen hingegen ist der ganze Bildschirm mit Geflackere gefüllt. 
Jetzt schaue ich mir den analogen Ossi noch einmal genauer an und drehe 
die Helligkeit hoch. Tatsächlich ist da neben der deutlichen Wellenlinie 
ein kaum wahrnehmbarer wabender Nebel auf dem gesamten Schirm.

Kann es sein, dass durch die Digitalisierung dieser Nebel so "verstärkt" 
wird oder ist das digitale Oszilloskop einfach schlecht? Hat jemand 
schon einmal das Gleiche beobachtet oder könnte versuchen, das 
nachzuvollziehen?
#4513944
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Dennis schrieb:

> Jetzt schaue ich mir den analogen Ossi noch einmal genauer an ...

Da musste ich jetzt lachen :D
https://de.wikipedia.org/wiki/Ossi_und_Wessi


Keine Ahnung wie man mit kurzgeschlossenem Tastkopf misst, aber das war 
ja nicht die Frage.

Ich bin mir sicher dein Analoges Oszi misst die gleichen Signale aber es 
kann dir diese nicht so gut anzeigen.

Je nach Signal welches du messen willst kannst du beim digitalen Oszi:
- Die Bandbreite reduzieren
- Averanging aktivieren
- oder eine andere Glättungsfunktion wie zb. higres aktivieren.

Du hast auch nicht geschrieben welche Bandbreiten die beiden 
Oszilloskope haben und welche es sind.
Gast #4514452
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Du schließt einen Tastkopf kurz und misst "Gewabere"?

Bei Millivolt-Auflösung ja. Es ist wohl der in der Fabrik herumfliegende 
Smog von den vielen Geräten, der offensichtlich besser eingefangen wird, 
wenn man mit dem kurzgeschlossenen Tastkopf eine stromlose Platine 
berührt. Mit allen analogen Oszis ist mir das nie aufgefallen. Daher 
meine Verwunderung, als die vorhandenen zwei digitalen Oszis dieses 
Geflackere zeigten. Spontan habe ich das dessen schlechteren 
Eigenschaften zugeschrieben und gerätselt, ob man für solche Messungen 
bessere bräuchte. Dann aber kamen Zweifel auf und ich habe dieses 
Posting abgesetzt.
Gast #4514515
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Für "solche" Messungen sind Oszilloskope die falschen Geräte.

Unabhängig davon, stellen digitale Oszilloskope das Signal 
prinzipbedingt anders dar, als analoge Geräte. Wenn man mit 
Oszilloskopen arbeitet, muss man immer dessen Eigenarten und 
Funktionsweise im Hinterkopf behalten. Denn die Anzeige hängt davon ab.
Gast #4514542
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Stefan U. schrieb:
> Für "solche" Messungen sind Oszilloskope die falschen Geräte.

Ups, damit jetzt keine Missverständnisse aufkommen: Mit "solche" 
Messungen meinte ich Messungen im Millivoltbereich, nicht die des Smogs. 
Letzteren habe ich nur genommen, damit sich das Problem abgesehen vom 
Oszi ohne weitere Hilfsmittel darstellen ließ.

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