Hi,
ich habe eine 12v-Batterie, aus der ein Chinesen-Board (von dem ich
leider keine schaltpläne oder ähnliches habe) für einen tda7294 +/-32v
macht.
Bei meiner Schaltung (die bereits auf Platine geätzt ist) bezieht sich
alles auf ein und dieselbe Masse. Benötigt werden bei der Schaltung
+/-32v und +12v. Leider driftet die neu definierte Masse von dem
Spannungsboard bei Belastung ab, weswegen es keine 12v mehr zwischen
Batteriepluspol und der neuen Masse sind.
Jetzt die Frage: Kann man gefahrlos den Minus-Pol der Batterie mit der
vom Board definierten Masse verbinden? Oder kommt es evtl. zu großen
Ausgleichsströmen?
Klingt vielleicht etwas wirr die beschreibung, aber ich denke die Skizze
sollte es klar machen.
Vielen Dank schonmal,
energetic
energetic schrieb:> Kann man gefahrlos den Minus-Pol der Batterie mit der> vom Board definierten Masse verbinden?
Wegen
energetic schrieb:> von dem ich leider keine schaltpläne oder ähnliches habe
kann es keine definitive Aussage geben, niemand kennt alle "Chinesen
Boards" und nicht alle sind gleich.
energetic schrieb:> etwas wirr die beschreibung
Ja, etwas...
Was ist das für ein Board und wie ist es definiert? Was heisst "bei
Belastung"? 2A oder 20A?
Bitte etwas genauere Angaben.
Vermutlich ist Dein Board für die Belastung nicht geeignet, oder die
Batterie kann den Strom nicht liefern und daher bricht die Spannung ein.
Schon mal mit einem 12V Netzgerät probiert?
Wenn In und Out galvanisch getrennt sind, kann man die idR. immer
zusammenschalten wie man will.
Eigentlich sollte man das auf der Leiterseite sehen, ob In und Out
getrennt sind. Dann sollte auch ein kleiner Trafo oben drauf sein, und
nicht einfach nur eine fette Drossel.
Genaueres liese sich evtl. sagen, wenn es ein Foto von oben und unten
gibt ...
@Pete K. (pete77)
>Vermutlich ist Dein Board für die Belastung nicht geeignet, oder die>Batterie kann den Strom nicht liefern und daher bricht die Spannung ein.>Schon mal mit einem 12V Netzgerät probiert?
Alles unwichtig. Lese nochmal alles durch, und schau mal sein Bild an -
er belastet das Board (also dessen +/-32V) ja gar nicht.
Doch, ich belaste die +/-32 schon, dadurch driftet die Masser ja erst
ab. Das hab ich auf dem Bild nur der Übersichtlichkeit halber nicht
eingezeichnet.
Unbelastet sind alle Spannungen wie gewünscht.
Die Batterie ist ein Bleigelakku, also die sollte schon ordentlich
liefern können. Habs aber auch schon mit einem Labornetzteil gemacht,
ist nicht anders.
Die Belastung war nicht so hoch. Das Problem tritt auch bei unter 1A
auf.
Ok, ging nicht sauber aus der Beschreibung hervor, zumal eine
Masseverschiebung bei 32V-Belastung nicht direkt logisch ist.
Aber egal, Bilder von oben/unten sollten hier weiterhelfen.
energetic schrieb:> Also es handelt sich um diese Board:
Miss, ob GND (und +32 und -32) vom Augang irgendeine ohm'sche Verbindung
zu GND und +12V des Eingangs haben.
Es kann gut sein, daß in der Schaltung
http://www.yuan-jing.com/12v-to-32v-dc-to-dc-converter-board-a
eine galvanische Trennung vorliegt und dein Aufbau (Verbinden Eingang
GND und Ausgang GND) möglich ist, ohne beispielsweise Strommmess-Shunts
zu überbrücken.
Ein TL494 steuert über 2 x 2 IRFZ44 und 2 Doppel-Schottkys scheinbar
ohne Spannungsregelung.
Aber achte auf den notwendigen grossen Kühlkörper auf den du die Laschen
der überstehenden Bauteile isoliert voneinander schrauben muss, also mit
Glimmerscheibe.
Also das wäre mal das, was ich messe. Die Masse am Ausgang des Boards
verschiebt sich also um ca. 11V zur Batterie.
Wenn ich den Widerstand zwischen den beiden GND ein/ausgängen des Boards
messe, steigt der Wert kontinuierlich. Also vermutlich keine ohmsche
Verbindung vorhanden. Selbiges gilt für +/-32 zu den Eingängen am Board.
Sieht nach dieser Schaltung aus.
http://www.oocities.org/siliconvalley/circuit/4135/icecct/dc-dc.jpg
Auf dem ersten Ebay-Bild sieht man eine dicke Leitung vom Trafo
GND-Sekundär auf einen kleinen gelben Kondensator und einen Widerstand.
Versteht ihr den Sinn des Widerstandes R32 ?
energetic schrieb:> Jetzt die Frage: Kann man gefahrlos den Minus-Pol der Batterie mit der> vom Board definierten Masse verbinden? Oder kommt es evtl. zu großen> Ausgleichsströmen?
Messen! Kostet schlimmstenfalls ne Sicherung.
Die meisten Spannungswandler trennen Primär- und Sekundärseite.
Diese sollten auch möglichst getrennt bleiben.
Ein einfaches Mittel: Die Widerstandsmessung zwischen Primär- und
Sekundärmasse. Sind sie verbunden, so bringt eine erneute Verbindung
nichts. Sind sie nicht verbunden, so sollte das auch so bleiben.
Also am Einfachsten: Keine Verbindung.
Sebastian S. schrieb:> Sind sie verbunden, so bringt eine erneute Verbindung> nichts. Sind sie nicht verbunden, so sollte das auch so bleiben.> Also am Einfachsten: Keine Verbindung.
Er will und muss sie extern verbinden, weil das angeschlossene Gerät GND
von 12V und GND von +/-32V verbunden haben will.
Er ist also froh, wenn sie intern nicht verbunden sind.
energetic schrieb:> Also das wäre mal das, was ich messe. Die Masse am Ausgang des Boards> verschiebt sich also um ca. 11V zur Batterie
Nimm eine 12 V 21 W Kfz Glühbirne und verbinde GND Eingang mit GND
Ausgang über diese Glühbirne. Führe deine Messungen noch einmal durch.
Wenn die Glühbirne bei diesen Vorgang leuchtet ist die Schaltung für
deine Zwecke ungeeignet. Wenn sie nicht leuchtet, und deine
Spannungsmessung normale Werte anzeigt, kannst du beide GND's verbinden.
tom69 schrieb:> Wenn die Glühbirne bei diesen Vorgang leuchtet ist die Schaltung für> deine Zwecke ungeeignet.
Nicht wirklich.
Er hat ja das Problem, daß die Spannugen sich verschieben, weil sie
offenbar getrennt sind, es gibt also eine Belastung relativ zu beiden
Massepegeln, also irgendeinen Strom durch die Lampe.
Und es ist ok, wenn er sie verbindet (falls nicht schon im Wandler eine
Verbindung herrscht zu einem anderen Punkt als dem Minuspol der 12V).
>falls nicht schon im Wandler eine Verbindung herrscht zu>einem anderen Punkt als dem Minuspol der 12V
Sieht so aus, als gäbe es keine andere Verbindung - man kann die beiden
GND verbinden.
In den Fotos und diversen Schaltplänen zu DC-DC-Wandlern für
Autoverstärker finden wir nur einen Widerstand und Kondensatoren
zwischen den beiden GND.
Bleibt die Frage, warum betreibt der Hersteller so einen Aufwand. Warum
zusätzliche Bauteile, wenn er die GND auch direkt verbinden kann?
Weil der Anwender den Massepunkt lieber selbst festlegt. Gerade bei
Audioanwendungen wichtig zur Minimierung von Störeinstreuung. Außerdem
kann man so verschiedene Spannungsquellen kaskadieren.
Erstmal vielen Dank für die vielen Antworten! :)
Ich habs jetzt einfach mal probiert und es funktioniert tatsächlich
(ohne dass einem alles um die Ohren fliegt).
Der Strom, der dann durch die Verbindung fließt beträgt 23mA, das ist
noch gut verkraftbar.
Grüße,
energetic
@ Noch einer (Gast)
>Bleibt die Frage, warum betreibt der Hersteller so einen Aufwand. Warum>zusätzliche Bauteile, wenn er die GND auch direkt verbinden kann?
Es gibt auch Anwendungen, wo man die Massen nicht verbinden will. Da
wäre eine direkte Verbindung einfach nur hinderlich.
@energetic (Gast)
>Ich habs jetzt einfach mal probiert und es funktioniert tatsächlich>(ohne dass einem alles um die Ohren fliegt).>Der Strom, der dann durch die Verbindung fließt beträgt 23mA, das ist>noch gut verkraftbar.
Das ist bestimmt diese RC-Kombination unten zw. den kleineren Elkos,
welche offensichtlich Ausgangsmasse mit den 12V des Eingans verbindet.
Man müsste also zw. beiden Punkten den Wert des R der RC-Kombination
messen können, was dann auch mit den 23mA korrelieren sollte.