Forum: Offtopic stratxx - Liquidation?


von Martin G. (Firma: http://www.gyurma.de) (martin_g)


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Hi!
Ich war vom Stratixx projekt begeistert.
(schwebende Zeppeline statt sündhaft teure Satelliten)

http://www.stratxx.com/products/x-station/

aber was ist damit jetzt los? ist die Firma pleite?
Weiß wer was?
http://www.moneyhouse.ch/u/stratxx_near_space_technology_ag_in_liquidation_CH-140.3.003.542-7.htm

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Tja, was werden wohl die Nachteile des Verfahrens sein?
Zuverlässigkeit? Angreifbarkeit? Helium als limitierte Resource?

Danke für diesen Link:
http://www.stratxx.com/products/x-station/
Ich finde das Bild witzig, in dem eine Superconny den Airliner und den 
Sänger (?) verfolgt. :)

von Oliver S. (phetty)


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Wird genau so den Bach runtergegangen sein wie der Cargolifter.

Da werden sicher gewisse Kreise für gesorgt haben das auch dieses 
Projekt nichts wird.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Oliver S. schrieb:
> Da werden sicher gewisse Kreise für gesorgt haben das auch dieses
> Projekt nichts wird.

Was sollten das denn für 'gewisse Kreise' sein? Wenn man sich mal die 
Windlast auf solch eine Gummiwurst ausrechnet, merkt man recht schnell, 
das sich so ein Monster nicht gut stabilisieren und steuern lässt.

von Michael B. (laberkopp)


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Oliver S. schrieb:
> Da werden sicher gewisse Kreise für gesorgt haben

Die Naturgesetze ?

von Andre R. (physicist)


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Matthias S. schrieb:
>> Da werden sicher gewisse Kreise für gesorgt haben das auch dieses
>> Projekt nichts wird.
>
> Was sollten das denn für 'gewisse Kreise' sein? Wenn man sich mal die
> Windlast auf solch eine Gummiwurst ausrechnet, merkt man recht schnell,
> das sich so ein Monster nicht gut stabilisieren und steuern lässt.

Und dazu noch das Ballastproblem, wo es noch nicht mal Lösungsansätze 
gab. Zum Schluss ist dann einfach das Geld ausgegangen.

von Michael K. (Gast)


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Martin G. schrieb:
> Weiß wer was?

Welcher Teil von
>17.02.2014
>stratxx near space technology AG wird liquidiert und aufgelöst
war denn mißverständlich auf der von Dir verlinkten Seite ?

Das sind alles Schönwetter Bulbs die viel Bodecrew brauchen und bei 
denen die Frage völlig ungeklärt ist was man den tut wenn das Ding 
unsteuerbar allmählich Richtung Hochspannungsmast trudelt.
Sobald der Wind etwas auffrischt ist vorbei mit Start und Landung.
Da kann man von Glück reden wenn das Teil nicht in die Gebäude kracht.
Die müssen als Luftfahrzeug zugelassen werden und das ist (aussser für 
Erprobungsträger) ziemlich aussichtslos solange es keine 
Sonderregelungen für Zepelin-artige gibt.

Immerhin kann man von den eingelobten Gelder schon eine Weile basteln 
und sich Gehälter bezahlen.
Cargolifter stand ja auch schon in Verdacht das die tatsächliche 
Fertigstellung nie ernsthaft geplant war.

Zu Zeiten der Zeppeline gab es keine Alternativen, heute schon was den 
kostendeckenden Betrieb ziemlich schwierig macht.
Die mühseelig kontruierten Anwendungsfelder lösen sich bei genauerem 
Hinschauen meist in Luft auf.
Eine Zulassung für den Personentransport ist extrem unwahrscheinlich und 
bemannt ist das als stationäre Anwendung zu teuer.
Unbemannt kommen erstmal 1000 Sicherheitsauflagen und eine unklare 
Rechtslage auf den Betreiber zu.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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http://pic.humor.li/p/humor-li-picture-4633.jpg
fällt mir bei den Abbildungen ein

Auch Google hat ein ähnliches Projekt geplant?:
https://de.wikipedia.org/wiki/Project_Loon

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Michael K. schrieb:
> Cargolifter stand ja auch schon in Verdacht das die tatsächliche
> Fertigstellung nie ernsthaft geplant war.

Als sich meine Eltern Aktien von Cargolifter kaufen wollten, habe ich 
mit allen möglichen technischen Argumenten versucht, sie davon 
abzuhalten - vergeblich. Die Leichter-Als-Luft scheinen auf manche Leute 
immer noch eine gewisse Faszination auszuüben, die ich nicht 
nachvollziehen kann.

Das Kind fiel, wie jeder Techniker von vorneherein wusste, in den 
Brunnen der technischen Unmöglichkeiten, meine Eltern konnten sich ein 
Zimmer mit den Aktien tapezieren und wir haben dafür jetzt eine 
(anscheinend profitable) 'Tropical World' in der ehemaligen Halle des 
Pleitegeiers.

Es solllte auch zu denken geben, das es kein fliegendes Tier nach dem 
Ballonprinzip gibt, trotz einer Millionen Jahre währenden Evolution.

von Michael K. (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Es solllte auch zu denken geben, das es kein fliegendes Tier nach dem
> Ballonprinzip gibt, trotz einer Millionen Jahre währenden Evolution.

Nun gut, es gibt auch kein Tier mit Verbennungmotor, Strahltriebwerk 
oder eines das bis in den Weltraum fliegt.
Deine Kernaussage das man bei aller Begeisterung auch ganz nüchtern über 
Machbarkeit, Zulassungshürden und Return on Invest nachdenken muß bevor 
man das kauft teile ich aber.

Wenn ich sowas genauso kritisch bei den momentanen Stars der E-Mobilität 
und fragwürdigen Internet Geschäftsmodellen schreibe hagelt das immer 
gleich Minus.
Als ob ich was gegen die Technologie als solches hätte nur weil ich das 
Geschäftsmodell in Frage stelle.

Immer wenn jemand bei einem Geschäft an meine Begeisterungsfähigkeit 
oder mein grünes Gewissen appeliert dann stimt was nicht mit der 
Renditeerwartung.
Sollen die sowas dann bitte Spende nennen und nicht Investition.
Die GF dieser Läden verdient immer recht fürstlich nur die kleinen 
Privatanleger sollen das mit der Renditeerwartug mal nicht so genau 
nehmen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Michael K. schrieb:
> Nun gut, es gibt auch kein Tier mit Verbennungmotor, Strahltriebwerk
> oder eines das bis in den Weltraum fliegt.

Hehehe, gäbe es im Weltraum Nahrung, hätte die Evolution das aber 
bestimmt mal ausprobiert :-)
Und sowohl der Verbrennungsmotor als auch der Strahlantrieb werden 
vermutlich das Darwinsche Schicksal erleiden, indem sie aussterben - 
spätestens, wenn es kein Futter mehr dafür gibt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Michael K. schrieb:
> wenn das Ding unsteuerbar allmählich Richtung Hochspannungsmast trudelt.

Seit wann gibt's in der Stratosphäre Hochspannungsmasten?

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> was man den tut wenn das Ding unsteuerbar allmählich
> Richtung Hochspannungsmast trudelt.
Verbrennen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Ben B. schrieb:
> Verbrennen.

Helium verbrennen?

von Michael K. (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Seit wann gibt's in der Stratosphäre Hochspannungsmasten?

Wenn es mit absoluter Sicherheit da oben bleiben würde hätte wohl keiner 
ein Problem damit.
Geh mal zum Luftfahrtbundesamt und schlag denen eine ferngelenkte 
heliumgefüllte Wurst vor die im öffentlichen Luftraum herumschwabbeln 
soll.
Den Anforderungskatalog aus Maßnahmen und Zulassungstests rechnet man 
dann in Euro um und beerdigt das Projekt bevor es anfängt richtig Geld 
zu kosten.

Jörg W. schrieb:
> Helium verbrennen?
Natürlich nicht.
Wobei ich für 'nicht Personenbeförderung' kein Problem mit Wasserstoff 
als Traggas hätte.

Ich war damals auf einem Aktionärstreffen von Cargolifter um mich mal zu 
informieren. Die ges. Hüllendurchlässigkeit entspach ungefähr der Menge 
Helium die durch eine geöffnete Tür ausströmen würde.
Nur durch die gigantische Heliummenge fällt das kurzfristig nicht weiter 
ins Gewicht. Als laufender Posten einer stationären Anwendung aber nicht 
wenig.
Das einzige Produkt war dann ja auch der Air-Crane.
Einer ist als Touristenattraktion in Hamburg an den Deichtorhallen 
stationiert. Der eigentliche Anwendungsfall, der Aufbau großer 
Windkraftanlagen, wurde m.E. nie real umgesetzt.

Helium zu verwenden ist so als ob ich einen Transatlantikflug mit 
10Jahre altem, in Eichenfässern gereiften Single Malt in den Tanks 
bestreiten würde.
Nur das ich von dem Single Malt beliebig viel nachproduzieren kann.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Michael K. schrieb:

> Wobei ich für 'nicht Personenbeförderung' kein Problem mit Wasserstoff
> als Traggas hätte.

Die Kollateralschäden bei einer spontanen Verbrennung in Erdnähe
sind nicht ohne.  Das Zeug verbrennt extrem schnell und heiß.

> Ich war damals auf einem Aktionärstreffen von Cargolifter um mich mal zu
> informieren. Die ges. Hüllendurchlässigkeit entspach ungefähr der Menge
> Helium die durch eine geöffnete Tür ausströmen würde.

OK, das war mir nicht klar, ist aber irgendwie logisch.

Das führt natürlich die Idee mit stratxx noch mehr ad absurdum
als die des Cargolifters.

von Michael K. (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> sowohl der Verbrennungsmotor als auch der Strahlantrieb werden
> vermutlich das Darwinsche Schicksal erleiden, indem sie aussterben -
> spätestens, wenn es kein Futter mehr dafür gibt

Ich denke nicht.
Erdöl zu ersetzen ist eine reine Kostenfrage und die regelt sich mit 
knapper werdendem Erdöl von ganz alleine.
Das ist ja das Drama das so oder so der letzte Tropfen Erdöl verbraucht 
werden wird solange das billiger ist.
Diesel + Benziner werden einfach nur auf ihre pflanzlichen Pendants 
umgestellt.
Von der Energiedichte eines Liters Pflanzenöls ist jegliche Akku 
Technologie noch weit entfernt.
Welcher Akku bietet bei 50Kg Gewicht eine Reichweite von 1000 Km und 
lässt sich binnen 2Min vollständig aufladen ?

Strahltriebwerke werden bereits mit 'Bio-Kerosin' im Versuch geflogen.
Das Hauptproblem scheint zu sein das das bei -50°C eher die Konsistenz 
von zähflüssigen Teer hat aber dafür werden Tankheizungen gebaut.

Ein rein elektrischer Flug ist für große Flieger, weite Strecken eher 
illusorisch selbst wenn der Akku nicht schwerer wäre als eine volle 
Tankladung. Alleine die Tatsache das das Startgewicht = Landegewicht ist 
würde eine vollkommen neue Konstruktion nötig machen, denn das packen 
heutige Flieger strukturell nicht. Die müssen fast das ganze Kerosin 
loswerden bevor die landen.
Jedes Kilo extragewicht verursacht im laufe der Betriebsdauer einer 
Linienmaschiene Mehrkosten von 100.000$.


Jörg W. schrieb:
> Das Zeug verbrennt extrem schnell und heiß.
Es verbrennt nur da wo Wasserstoff mit Sauerstoff in berührung kommt und 
das ist an den Rändern.
Das brennt die Hülle durch und eine sehr schnell steigende Wasserstoff 
Gasblase brennt irgendwo weit weg.
Hier sehr schön zu sehen: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Hindenburg_disaster.jpg

Wenn Wasserstofftanks im extrem crash gefärdeten PKW Betrieb 
zulassungsfähig sind, warum dann der Aufriss mit Helium nur weil mal vor 
80Jahren die Hindenburg gebrannt hat.
Kerosin brennt auch wie Hulle wenn so ein Vogel runterkommt und das 
steigt auch nicht gnädig über unser Köpfe hinweg sondern breitet sich 
als brennender Teppich aus.
Jeden Tag hantieren wir mit gefährlicheren Stoffen als Wasserstoff, aber 
für Zeppeline / Blimps traut sich da keiner ran.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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>> Verbrennen.
> Helium verbrennen?
Das Helium vielleicht nicht, aber die Insassen. Die leiten den Strom 
auch wesentlich besser.

von Michael B. (laberkopp)


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Michael K. schrieb:
> völlig ungeklärt ist was man den tut wenn das Ding
> unsteuerbar allmählich Richtung Hochspannungsmast trudelt

In 28km Höhe gibt es wenig Hochspannungsmasten und auch wenig Wind.

Aber warum sollte man da nicht gleich einen geostationären Satelliten 
nehmen ? Der ist nicht mal 10km höher.

Michael K. schrieb:
> Es verbrennt nur da wo Wasserstoff mit Sauerstoff in berührung kommt

Blöderweise diffundiert es durch alle Materialien hindurch. Es gibt 
keine Folie die Wasserstoff lange zurückhält. Man kölnnte versuchen, es 
mit Solarenergie regelmässig (tagsüber) neu zu produzieren.

Ben B. schrieb:
> Das Helium vielleicht nicht, aber die Insassen.

Welche Insassen ? Du hast den Artikel offenbar überhaupt nicht gelesen.

von Markus K. (Firma: Companion 41) (markus5000)


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Geostätionäre Satelliten schwirren in knapp 36.000 km Höhe rum, nicht in 
38 km!

von Torben H. (bauteiltoeter)


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Michael B. schrieb:
> Michael K. schrieb:
>> völlig ungeklärt ist was man den tut wenn das Ding
>> unsteuerbar allmählich Richtung Hochspannungsmast trudelt
>
> In 28km Höhe gibt es wenig Hochspannungsmasten und auch wenig Wind.
>
> Aber warum sollte man da nicht gleich einen geostationären Satelliten
> nehmen ? Der ist nicht mal 10km höher.


Geostationäre Satelliten fliegen genau genommen 35758km höher als ein 
Ballon auf 28km Höhe.

von Michael K. (Gast)


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Michael B. schrieb:
> Blöderweise diffundiert es durch alle Materialien hindurch.

Solange das Material das aushält ohne zu verspröden ist das immer noch 
billiger als diffundierendes Helium.
Vor allem trägt Wasserstoff viel mehr bei gleichem Volumen, man kann es 
an jedem Ort der Welt relativ unproblematisch nachproduzieren und muß 
nicht erst die weltweiten Heliumproduzenten abklappern um derart 
gigantische Mengen zu bekommen.

Wie wäre wohl der Preis von Helium wenn 10 Cargolifter im Betrieb wären?

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Matthias S. schrieb:
> Es solllte auch zu denken geben, das es kein fliegendes Tier nach dem
> Ballonprinzip gibt, trotz einer Millionen Jahre währenden Evolution.

aber auch keins mit Propeller auf der Nase, oder mit Strahldüse im A***h


Wobei das Ballonprinzip in einem anderen Medium (Wasser) von der 
Evolution durchaus erfolgreich angewandt wurde und wird

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Wobei das Ballonprinzip in einem anderen Medium (Wasser) von der
> Evolution durchaus erfolgreich angewandt wurde und wird
Wobei eine mit Helium gefüllte Kuh bestimmt auch cool aussieht...
Jedenfalls so lange bis sie in großen Höhen platzt.

von Martin G. (Firma: http://www.gyurma.de) (martin_g)


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Michael K. schrieb:

> Wie wäre wohl der Preis von Helium wenn 10 Cargolifter im Betrieb wären?

Naja... So viel Helium gibts auf der ganzen Welt gar nicht.

Ich würde auch eher den Wasserstoff für den "Strateliten" (TM) :D an 
Bord nachproduzieren. Mit genügend Wasser als Vorrat für 1 Jahr. Dann 
muß das Ding sowieso runter zur Kontrolle.

Da oben ist eher langsamer Wind. Der ist mit einem geeigneten Antrieb 
beherrschbar. Aber die Kälte? Wie lange hält Elektronik und Akkus -80°C 
aus?

Wie haben die bei der Hindenburg die Wasserstoffmenge gesteuert? Da ist 
doch auch dauernd Gas geflüchtet aus den Tüchern...

von Jens G. (jensig)


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Matthias S. schrieb:
> Es solllte auch zu denken geben, das es kein fliegendes Tier nach dem
> Ballonprinzip gibt, trotz einer Millionen Jahre währenden Evolution.

Doch - nennt sich Fisch, und fliegt durchs Wasser (eher fährt - beim 
Zeppelin heist es ja wohl auch Luftfahrt ....).

von Martin G. (Firma: http://www.gyurma.de) (martin_g)


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Ob die Evolution es hier auf der Erde mit dem Ballon geschafft hat ist 
eher eine Frage des Gefressen werdens. So ein Vieh ist träge und leicht 
zu fangen. Wenn es giftig ist, dann hat es eine Chance. Aber dann passt 
sich der Angreifer auch daran an. Auf dem Jupiter gibts sowas 
bestimmt...

Aber zurück zum Thema. Wer ist dabei, einen funktionierenden Prototypen 
zu bauen, der nicht willkürlich wie die Google Ballons umherweht, 
sondern fix an einer Position stehen bleibt?
Als Amateurfunk Relais Station wäre das ein Hammer!

- Gas: Wasserstoff.
- Aktive Nachregelung der Gasmenge um Höhe zu halten, mit 
Wasserspaltung.
- Solarpanele in der Hülle um Windwiderstand zu minimieren.
- BLDC Motor mit riesen Propellerflügeln.
- Der Motor darf keine reibende Lager haben, am Besten magnetisch 
gelagert. (wegen der Kälte)
- Wärmegedämmter Akku, mit Temp Regelung.
- Relaisstation
- Kameras mit Sender
- Steuerservos? Gibt es kältebeständige?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Martin G. schrieb:
> So ein Vieh ist träge und leicht
> zu fangen. Wenn es giftig ist, dann hat es eine Chance. Aber dann passt
> sich der Angreifer auch daran an. Auf dem Jupiter gibts sowas
> bestimmt...

Aha, da hat wohl jemand 'Das Treffen mit Medusa' von Arthur C. Clarke 
gelesen :-)
Dabei möchte ich nur daran erinnern, wie Howard (der Protagonist der 
ausgezeichneten Story) zu seiner Behinderung kam...

Jens G. schrieb:
>> Es solllte auch zu denken geben, das es kein fliegendes Tier nach dem
>> Ballonprinzip gibt, trotz einer Millionen Jahre währenden Evolution.
>
> Doch - nennt sich Fisch, und fliegt durchs Wasser (eher fährt - beim
> Zeppelin heist es ja wohl auch Luftfahrt ....).

Ich habe ja mit Absicht von fliegenden und nicht von schwimmenden Tieren 
geredet. Im Wasser gibt es sowohl Ballons als auch Tiere mit 
Rückstossantrieb (Quallen).
Das hat sich in der Luft aber offensichtlich nicht durchgesetzt. Aber 
auch im Wasser ist das Manövrieren mit Kontrollflächen (Flossen) das 
vorherrschende Prinzip, vermutlich aus gutem Grund. Schnell und wenig 
sind weder Quallen noch Ballonfische.

von Einer K. (Gast)


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Michael K. schrieb:
> ... Wasserstoff... man kann es
> an jedem Ort der Welt relativ unproblematisch nachproduzieren
Nein!
Wie denn?
Durch Kernspaltung?

Solange es in Form von Wasser auf unserm Planeten rum pullert, bleibt es 
uns erhalten.

Aber in zu großer Höhe freigesetzt, mag es sich verpissen...
Und das wollen wir doch nicht....

Auf Erdöl mögen wir verzichten können.
Aber auf Wasser nicht.

von Paul B. (paul_baumann)


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Zumindest gibt es Schweine und Katzen, die sich in die Lüfte erhoben 
haben:
http://2.bp.blogspot.com/-h81dBUgUDPs/UFxJn3bhJ-I/AAAAAAAABBc/854-P4MdJvI/s1600/Sp2.JPG

http://2.bp.blogspot.com/-rOYfa5h1ZQg/UFxGemNw-2I/AAAAAAAABBA/OLouWlDerQc/s1600/Ktz.JPG

Ich kann mich an Berichte in der Zeitung "Jugend+Technik" erinnern, nach 
denen in der Sowjetunion zeppelin-artige Luftfahrzeuge zum Transport 
schwerer Lasten (Bohrausrüstungen, Erdgasförderanlagen) in unwegsames 
Gelände dienten. So abwegig ist diese Idee also nicht.

mfG Paul

von Michael K. (Gast)


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Paul B. schrieb:
> Ich kann mich an Berichte in der Zeitung "Jugend+Technik" erinnern, nach
> denen in der Sowjetunion zeppelin-artige Luftfahrzeuge zum Transport
> schwerer Lasten (Bohrausrüstungen, Erdgasförderanlagen) in unwegsames
> Gelände dienten. So abwegig ist diese Idee also nicht.

Die Idee ist überhaupt nicht abwegig.
Genau das wollte Cargolifter ja machen, nur das es da ein paar 
Logistische Probleme gibt.
Große Anlagen in unwegsames Gelände bedeutet meist Wüste oder Arktis.
In beiden Fällen fehlen Unmengen an flüssigem Wasser um beim 
Entladevorgang den Lastausgleich zu schaffen.

Bei mehr Wind als einem lauen Lüftchen muß man auf besseres Wetter 
warten und am Boden braucht man eine Menge Equipment und Leute um diese 
riesige Gasblase in Position zu halten.

Alles in allem konzentriert sich das auf die Kosten Nutzen Frage.
Es hätte sicher Anwendungn gegeben bei der der Cargolifer punkten 
konnte, aber diese Anwendung hätte dann auch alles bezahlen müssen was 
so ein Cargolifter in der Summe kostet.
Also doch wieder alles in Container die sich per Schiff, LKW, 
Hubschrauber transportieren lassen.

von Paul B. (paul_baumann)


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Michael K. schrieb:
> Also doch wieder alles in Container die sich per Schiff, LKW,
> Hubschrauber transportieren lassen.

Ja, so ist es. Ich bezweifle, daß eine Anlage vom Demontieren und 
erneutem Montieren an anderer Stelle besser wird und daß die Kosten für 
diese Art des Transportes geringer sind.

MfG Paul

von Michael K. (Gast)


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Paul B. schrieb:
> Ich bezweifle, daß eine Anlage vom Demontieren und
> erneutem Montieren an anderer Stelle besser wird und daß die Kosten für
> diese Art des Transportes geringer sind.

Da wäre die Frage was eine Woche Cargolifter so kostet um 500T von A 
nach B zu transportieren.

Dazu die ganzen Genehmigungen die notwendig sind um bei einer 
Fabrikation in belebtem Industriegebiet 500T an den Haken zu nehmen, 
dabei 500T Balastwasser abzzulassen und dann quer über die Stadt 
loszufliegen.
Dann eine Woche schlechtes Wetter, alle Genehmigungen neu einholen.

Bei jedem Geschäftsmodell muß es jemand geben der die Zeche bezahlt.
Manchmal ist das nur der gutgläubige Aktionär.

von Paul B. (paul_baumann)


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Michael K. schrieb:
> Dazu die ganzen Genehmigungen die notwendig sind um bei einer
> Fabrikation in belebtem Industriegebiet 500T an den Haken zu nehmen,
> dabei 500T Balastwasser abzzulassen und dann quer über die Stadt
> loszufliegen.
> Dann eine Woche schlechtes Wetter, alle Genehmigungen neu einholen.

Ich sprach weiter oben von der damaligen Sowjetunion, die gegenüber 
unserem Land

-eine geradezu riesige Ausdehnung hatte
-wo es völlig menschenleere Gebiet gab und gibt, die die Ausmaße unseres
dicht besiedelten Gebiets um Größenordnungen übertreffen
-wo man, statt Genehmigungen über Monate und Jahre zu sammeln, Taten 
sprechen ließ

MfG Paul

von Michael K. (Gast)


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Paul B. schrieb:
> -wo man, statt Genehmigungen über Monate und Jahre zu sammeln, Taten
> sprechen ließ

Stimmt, in einer Diktatur ist manches einfacher.
Es sind aber die Taten die man sprechen ließ die mich die Schwachpunkte 
einer Demokratie lächelnd ertragen lassen.

Paul B. schrieb:
> -wo es völlig menschenleere Gebiet gab und gibt, die die Ausmaße unseres
> dicht besiedelten Gebiets um Größenordnungen übertreffen

Und genau dort könnte ein Luftschiff seine Stärken ausspielen.
Dazu müsste es aber für diesen Markt entwickelt werden und billig im 
Unterhalt und 'Betankung' sein.
Die Russen sind auch nicht so empfindlich wenn mal ein Fluggerät 
runterfällt.

von Paul B. (paul_baumann)


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Michael K. schrieb:
> Stimmt, in einer Diktatur ist manches einfacher.
> Es sind aber die Taten die man sprechen ließ die mich die Schwachpunkte
> einer Demokratie lächelnd ertragen lassen.

Diktatur?! War das nicht die Gesellschaftsform, in der Alles 
zentralistisch von oben entschieden wurde und der Bürger kaum ein 
Mitspracherecht hatte, selbst wenn es seine elementarsten Interessen 
betraf?

Moment mal...
An was erinnert mich das nur?

MfG Paul

von Michael K. (Gast)


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Paul B. schrieb:
> Diktatur?! War das nicht die Gesellschaftsform, in der Alles
> zentralistisch von oben entschieden wurde und der Bürger kaum ein
> Mitspracherecht hatte, selbst wenn es seine elementarsten Interessen
> betraf?

Ja, dieses Forum wird zum beispiel Diktatorisch geführt.
Was nicht passt wird ohne Diskussion ausgelöscht.
Nur das hier Beiträge gemeint sind und keine Personen.

Jeder hat hier auch die Möglichkeit mit den Füssen abzustimmen und ein 
Forum aufzusuchen was den persönlichen Bedürfnissen besser zugetan ist.
Damit bekommt diese Form der Diktatur ein demokratisches Grundgerüst 
denn ohne Volk lässt sich nichts regieren.
Dieser Mechanismuss fehlt in echten Diktaturen.

Ich habe keinen der Moderatoren selbst gewählt.
Ich mache einfach nur solange mit wie es mir gefällt.
Ich kann jederzeit gehen.

von Paul B. (paul_baumann)


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Michael K. schrieb:
> Ja, dieses Forum wird zum beispiel Diktatorisch geführt.
> Was nicht passt wird ohne Diskussion ausgelöscht.

..und wenn es dafür eines Drucks auf "Beitrag melden" bedarf -Hauptsache 
gelöscht und aus den Augen.

> Ich habe keinen der Moderatoren selbst gewählt.
Ich auch nicht
> Ich mache einfach nur solange mit wie es mir gefällt.
Ich mache auch mit -egal, ob es Anderen gefällt.
> Ich kann jederzeit gehen.
Das könnte ich auch, will ich aber gar nicht. Allein schon deshalb 
nicht, weil ab und zu ein Schuß Realität in den Friede, Freude, 
Eierkuchen-Teig gemischt werden muß.

------------------------------------------------------------------------

Ich merke, daß der technische Aspekt aus dem Blickfeld gerät, deshalb 
seile ich mich hier ab.

MfG Paul

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