suche Anleitung Tonstudioequipment zum selber bauen

OP #4516521
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Hallo,

wo kann man eine Anleitung oder Hilfestellung finden, zum Selbstbauen 
von analogem Tonstudio-Equipment?

sachen, wie Mastering-Kompressoren, Verstärker usw, am besten auch 
erklärt..
So etwas muss doch bestimmt i-wo im net sein? finde aber nirgends :/

Grund: will Tonstudio, hab kein Geld..
Wissensstand: höherer Semester im FB Mechatronik. Löten usw kein 
Problem.

Danke!
#4516644
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Alex S. schrieb:
> Grund: will Tonstudio, hab kein Geld..

Und dann Analog aufbauen ?

Völlig falscher Ansatz.

Da brauchst du für jede kleine Funktion eine ganze Schaltung, musst 
ständig mit hoher Qualität arbeiten um Rauschen und Brummen zu 
verhindern (also XRL Symmetrisch) und bist doch bloss auf dem Stand von 
1970.

Dein PC ist ein Tonstudio, besser als alles analoge, mit einer 
ordentlichen Soundkarte, oder sagen wir externen Soundbox.

Ein Touch-PC hat eine Bedienbarkeit wie ein echtes Mischpult und du 
kannst tausende vorgefertigter Racks ausprobieren ob sie dir gefallen, 
ganz ohne Geldinvestition, ausser der guten Soundbox.

Und digitale Verarbeitung ist frei von Störungen (wenn die Algorithmen 
was taugen), und die Aufzeichnung hast du auch gleich gratis dabei.

Es gibt KEINEN Grund mehr, sich bei höheren Ansprüchen was analoges 
aufzubauen, ausser Retro-Erinnerung.

Wenn es unbedingt analog sein muss:

http://www.funk-tonstudiotechnik.de/

Wenn es Retro sein muss:

http://www.emsp.tu-berlin.de/menue/studium_und_lehre/mixed-signal-baugruppen/das_mischpult_silvestris_teil_1/

Und wenn man ein analoges Mischpult will: Kauf dir ein gutes für kleines 
Geld auf dem Gebrauchtmarkt. Das ist erheblich billiger als Selbstbau.
Gast #4516680
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Knöpfe drehen macht mehr Spaß, am PC aufnehmen und mixen fühlt sich an 
wie Büroarbeit. Die Frage ist (wie bei der Wahl zwischen Motorrad/ICE, 
Gitarre/DJ, Gemüsegarten/Supermarkt, ...), ob das Ergebnis oder der 
Prozess das interessante ist.
#4516787
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Alex S. schrieb:
> Grund: will Tonstudio, hab kein Geld..

Dann solltest du auf keinen Fall selber bauen. Der Eigenbau ist in der 
Regel immer teurer als was gekauftes. Deine Frage zeigt ja schon, dass 
deine Kenntnisse recht beschränkt sind, das bedeutet, dass du noch viel 
lernen musst.
Schau dich auch auf dem Gebrauchtmarkt um, da kannst du ordentlich 
sparen.
Gast #4516792
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Hmmm,
nur beim Selberbauen lernt man wirklich was ;-)
Allerdings ist spätestens bei Mischpulten erhebliche mechanische 
Tätigkeit von Nöten. Einen Amp, ein Effektgerät oder ähnliches kann man 
noch in eine fertige Kiste stopfen, für ein vernünftig ausgestattetes 
Mischpult findet sich nie was passendes.
In den 70-80er Jahren habe ich einige gebaut, dabei war allerdings die 
Beschaffung der Teile ein großes Problem (ex-DDR). Die Mechanik habe ich 
dann jmmer im VEB... gemacht ;-) Damals natürlich nur analog, würde ich 
bei Selbstbau auch heute noch machen.
Im Studio sind die schönen neuen Tatschscreenwelten ja noch irgendwie 
machbar, in einer hektischen Lifesituation geht nichts über blitzschnell 
fassbare Knöppe!
Also wenn schon digital, dann mit Knöpfen und Reglern!
Und ja, wenn man wenig Geld hat, dann unbedingt gebraucht kaufen (oder 
auch neu), beim Entwickeln und Testen der Eigenbauten verbrennt man 
schnell viel Geld. Wenn Geld keine Rolle spielt (oder es fast nix 
Fertiges gibt wie in der DDR) dann gerne auch selber bauen. Man lernt 
immer was dazu.

Der Link zum Elliot wurde ja schon genannt, das ist ein guter Einstieg 
(für analog) An einen Eigenbau in Digital würde ich mich heute nicht 
mehr rantrauen, die Hardware ginge ja noch, die Softwe wäre mir ein 
Graus. Auch die endliche mechanische Realisierung mit vielen Tastern, 
Anzeigen und Gedöhns bekommt man in billig nie so hin wie ein 0815-Gerät 
vom "Ohr" ;-)

Old-Papa
(Firma: matzetronics) #4516805
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Um ein Mischpult kommt man trotz Cubase und Konsorten nicht drumherum, 
schlesslich braucht man auch Vorverstärker und Monitoring, ohne die man 
nix aufnehmen kann.
Ebenso braucht man ein paar Mikrofone, die man leider nicht selbst bauen 
kann, sowie Kabel, Kabel , Kabel. Kopfhörer und Di-Boxen fehlen dann 
noch, und 'ne Abhöre mit Endstufe.
Gast #4517879
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Ein Anfänger wird keine Geräte bauen, die störungsfrei funktionieren, 
selbst wenn er nur Bausätze zusammen baut.

Ein Mischpult kriegen auch erfahrene Elektroniker nicht in so guter 
Qualität hin, dass es studiotauglich ist. Solch ein Projekt ist kein 
1-Mann Unternehmen.

Am PC kann man zwar viel machen, die Bedienung ist aber unter aller Sau. 
Selbst Kids, die mit Wischphones aufgewachsen sind, kaufen sich 
"Controller" mit Schiebern, Knöpfen und Tasten, sobald sie damit das 
erste mal irgendwo spielen durften. Wird dann auch nicht mehr klein und 
billig...
Gast #4517970
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Etrick schrieb:
> Ein Anfänger wird keine Geräte bauen, die störungsfrei funktionieren,
> selbst wenn er nur Bausätze zusammen baut.

Doch, kann er/sie! Etwas guter Wille vorausgesetzt ist das (zumindest 
bei Bausätzen)  kein Problem.
Hast Du andere Erfahrungen gemacht? Dann solltest Du hier nicht solche 
Töne spucken.

> Ein Mischpult kriegen auch erfahrene Elektroniker nicht in so guter
> Qualität hin, dass es studiotauglich ist. Solch ein Projekt ist kein
> 1-Mann Unternehmen.

Von Studioqualität hat bisher niemand gsschrieben...

> Am PC kann man zwar viel machen, die Bedienung ist aber unter aller Sau.

Im Studio und in Ruhe kein Problem.

> Selbst Kids, die mit Wischphones aufgewachsen sind, kaufen sich
> "Controller" mit Schiebern, Knöpfen und Tasten, sobald sie damit das
> erste mal irgendwo spielen durften. Wird dann auch nicht mehr klein und
> billig...

Zustimmung! Spätestens life braucht man Knöppe.

Old-Papa
der gestern vier Hände gebraucht hätte. Jedes Mikro hat gekoppelt (irrer 
Saal), musste laufend jeden Gast (Diskussionsrunde) händisch auspegeln. 
Mit Tatschscreen unmöglich.
Gast #4518493
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Knut B. schrieb:
> Old P. schrieb:
>> Jedes Mikro hat gekoppelt (irrer
>> Saal), musste laufend jeden Gast (Diskussionsrunde) händisch auspegeln.
>
> Dann sind es einfach die falschen Mikros für den Zweck gewesen.

Das ist wohl so, aber es waren die einzig verfügbaren ;-)
Der Veranstalter wünschte 4 Headsets, die er auch besorgte. Doch das 
waren billigste Scheißdinger (Hollywood) und lagen voll im LTE-Bereich.
Ich hatte nur doch 4 Stück ME36 (Sennheiser Hyperniere) nebst 
Tischständer im Köcher. Eigentlich sehr hochwertige Mikros, doch hier 
durch den Pappsaal überfordert.

Old-Papa
Gast #4519314
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Oldpapa schrieb:
"Von Studioqualität hat bisher niemand gsschrieben..."

Unter "Tonstudioequipment" aus der Threadüberschrift verstehe ich 
durchaus Studioequipment. Du nicht?

Schon mal ein Analogstudio mit Bausatzgeräten gebaut - ich meine jetzt 
eins, bei dem Du kein Rauschen und Brummen auf die Aufnahmen zwingst?
Den Anfänger, der das schafft, will ich sehen. Als Neuling kannst Du 
froh sein, wenn ein einzelner selbstgebauter Verstärker störungsfrei 
funktioniert.

Eine der beliebtesten DIY Forenfragen ist:
Warum brummt mein Verstärker so laut, obwohl ich noch garnichts außer 
den Lautsprechern angeschlossen habe?
und die zweitbeliebteste:
Warum brummt mein Verstärker, sobald ich Gerät XYZ anschließe?
(Abgefackelte Geräte lassen sich bei Bausätzen mit guter Anleitung schon 
vermeiden, aber oft passiert sogar das noch).

Am PC nur via Soundkarte die ersten Gehversuche mit Audacity zu machen 
geht natürlich schon und ich kenne Musiker, die Musik auf dem iPad 
machen, wenn sie Langeweile haben. Für "richtige" Produktionen nehmen 
sie aber etwas anderes.
Wenn Du als Anfänger nach einer Weile merkst, dass Du Spaß am 
Produzieren hast, kaufst Du dir sogar für billige 100 Euro 
Studioprogramme sehr schnell irgendein Keybord dazu (wenn Du eigene 
Musik einspielen willst) oder ein Kästchen mit Reglern, wenn Du nur 
mixen willst.

Im Moment sind übrigens bei den Kids Keyboards schick, deren Tasten 
zusätzlich berührempfindlich sind - d.h. auf der jeweiligen Taste herum 
scharren moduliert den vorher angeschlagenen Ton/Sound. Diese Controller 
fangen bei 200 Euro an und kosten bis 4-stellig - billig per PC Musik 
machen ist dann relativ...




Und für den TE: nimm dir erst mal ein Effektgerät vor, dessen Bau gut 
dokumentiert ist. Wenn das PERFEKT funktioniert (also nicht: "ok - 
brummt zwar leicht, aber klingt absolut geil..."), kannst Du 
nachrechnen, ob sich der Bau gegenüber einem Gebrauchtkauf, wie ihn oben 
jemand vorgeschlagen hatte, lohnt.


Gruß

Achim
Gast #4519360
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Etrick schrieb:
> Oldpapa schrieb:
> "Von Studioqualität hat bisher niemand gsschrieben..."
>
> Unter "Tonstudioequipment" aus der Threadüberschrift verstehe ich
> durchaus Studioequipment. Du nicht?

Ok, da hast Du recht, hatte ich so nicht wahrgenommen. :-(

Wobei ich dennoch einen Unterschied zwischen Amateur- und Profitonstudio 
machen würde. Als Amateur kann man mit dem PC und einer guten (möglichst 
extenen) Soundkarte schon einiges machen. Man lernt aber absolut nichts 
über das Zusammenleben der verschiedenen Geräte und schon gar nichts 
über deren Technik.

Old-Papa

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