Hallo, wo kann man eine Anleitung oder Hilfestellung finden, zum Selbstbauen von analogem Tonstudio-Equipment? sachen, wie Mastering-Kompressoren, Verstärker usw, am besten auch erklärt.. So etwas muss doch bestimmt i-wo im net sein? finde aber nirgends :/ Grund: will Tonstudio, hab kein Geld.. Wissensstand: höherer Semester im FB Mechatronik. Löten usw kein Problem. Danke!
Alex S. schrieb: > höherer Semester im FB Mechatronik Und da gibts keinen Kursus "Benutzung einer Suchmaschine"?
... und wie immer Elliot von ESP: http://sound.westhost.com/projects.htm sowie viel Spass mit DSPs, ohne die heute kein Studio mehr auskommt: http://musicdsp.org/index.php
Als Laie kannst Du Dir ja Patchfelder bauen. Die sind die wahre Basis jedes Tonstudios. Wenn Du alle Wände mit Patchfeldern zugepflastert hast, passen eh keine Geräte mehr ins Studio.
> will Tonstudio, hab kein Geld..
Hmmm, extrem unpassende Kombination.
Bolschoi Problem schrieb: >> will Tonstudio, hab kein Geld.. > > Hmmm, extrem unpassende Kombination. aha, pipez polnij :/
Matthias S. schrieb: > ... und wie immer Elliot von ESP: > http://sound.westhost.com/projects.htm > > sowie viel Spass mit DSPs, ohne die heute kein Studio mehr auskommt: > http://musicdsp.org/index.php danke, klasse Seite! Habe da schon einige gute Sachen gefunden
Alex S. schrieb: > Grund: will Tonstudio, hab kein Geld.. Und dann Analog aufbauen ? Völlig falscher Ansatz. Da brauchst du für jede kleine Funktion eine ganze Schaltung, musst ständig mit hoher Qualität arbeiten um Rauschen und Brummen zu verhindern (also XRL Symmetrisch) und bist doch bloss auf dem Stand von 1970. Dein PC ist ein Tonstudio, besser als alles analoge, mit einer ordentlichen Soundkarte, oder sagen wir externen Soundbox. Ein Touch-PC hat eine Bedienbarkeit wie ein echtes Mischpult und du kannst tausende vorgefertigter Racks ausprobieren ob sie dir gefallen, ganz ohne Geldinvestition, ausser der guten Soundbox. Und digitale Verarbeitung ist frei von Störungen (wenn die Algorithmen was taugen), und die Aufzeichnung hast du auch gleich gratis dabei. Es gibt KEINEN Grund mehr, sich bei höheren Ansprüchen was analoges aufzubauen, ausser Retro-Erinnerung. Wenn es unbedingt analog sein muss: http://www.funk-tonstudiotechnik.de/ Wenn es Retro sein muss: http://www.emsp.tu-berlin.de/menue/studium_und_lehre/mixed-signal-baugruppen/das_mischpult_silvestris_teil_1/ Und wenn man ein analoges Mischpult will: Kauf dir ein gutes für kleines Geld auf dem Gebrauchtmarkt. Das ist erheblich billiger als Selbstbau.
Hallo Michael, da ist auf jeden Fall was dran. Vlt ist ein analoges Studio doch der falsche Ansatz
Knöpfe drehen macht mehr Spaß, am PC aufnehmen und mixen fühlt sich an wie Büroarbeit. Die Frage ist (wie bei der Wahl zwischen Motorrad/ICE, Gitarre/DJ, Gemüsegarten/Supermarkt, ...), ob das Ergebnis oder der Prozess das interessante ist.
In den Elektor-Ausgaben der 70er - über 80er finden sich genügend nachbausichere und gut dokumentierte Bauanleitungen, oft auch mit Layout... Gut sind dabei die Halbleiterhefte mit jeweils ca. 100 Schaltungen, da wirst du sicher fündig...
Suche einen alten Katalog von RIM-Electronic München. Da gibt es Bauanleitungen von einfachen bis professionellen Anlagen. Vieles noch in Transistortechnik.
Das Problem wird nicht die Elektronik sein, sondern die Mechanik. Es gibt doch sicher etwas Gebrauchtes.
Alex S. schrieb: > Grund: will Tonstudio, hab kein Geld.. Dann solltest du auf keinen Fall selber bauen. Der Eigenbau ist in der Regel immer teurer als was gekauftes. Deine Frage zeigt ja schon, dass deine Kenntnisse recht beschränkt sind, das bedeutet, dass du noch viel lernen musst. Schau dich auch auf dem Gebrauchtmarkt um, da kannst du ordentlich sparen.
Hmmm, nur beim Selberbauen lernt man wirklich was ;-) Allerdings ist spätestens bei Mischpulten erhebliche mechanische Tätigkeit von Nöten. Einen Amp, ein Effektgerät oder ähnliches kann man noch in eine fertige Kiste stopfen, für ein vernünftig ausgestattetes Mischpult findet sich nie was passendes. In den 70-80er Jahren habe ich einige gebaut, dabei war allerdings die Beschaffung der Teile ein großes Problem (ex-DDR). Die Mechanik habe ich dann jmmer im VEB... gemacht ;-) Damals natürlich nur analog, würde ich bei Selbstbau auch heute noch machen. Im Studio sind die schönen neuen Tatschscreenwelten ja noch irgendwie machbar, in einer hektischen Lifesituation geht nichts über blitzschnell fassbare Knöppe! Also wenn schon digital, dann mit Knöpfen und Reglern! Und ja, wenn man wenig Geld hat, dann unbedingt gebraucht kaufen (oder auch neu), beim Entwickeln und Testen der Eigenbauten verbrennt man schnell viel Geld. Wenn Geld keine Rolle spielt (oder es fast nix Fertiges gibt wie in der DDR) dann gerne auch selber bauen. Man lernt immer was dazu. Der Link zum Elliot wurde ja schon genannt, das ist ein guter Einstieg (für analog) An einen Eigenbau in Digital würde ich mich heute nicht mehr rantrauen, die Hardware ginge ja noch, die Softwe wäre mir ein Graus. Auch die endliche mechanische Realisierung mit vielen Tastern, Anzeigen und Gedöhns bekommt man in billig nie so hin wie ein 0815-Gerät vom "Ohr" ;-) Old-Papa
Um ein Mischpult kommt man trotz Cubase und Konsorten nicht drumherum, schlesslich braucht man auch Vorverstärker und Monitoring, ohne die man nix aufnehmen kann. Ebenso braucht man ein paar Mikrofone, die man leider nicht selbst bauen kann, sowie Kabel, Kabel , Kabel. Kopfhörer und Di-Boxen fehlen dann noch, und 'ne Abhöre mit Endstufe.
Old P. schrieb: > nur beim Selberbauen lernt man wirklich was ;-) Richtig, wenn dass das Ziel ist kann man selber bauen. Ziel ist aber nicht das Lernen sondern man will sparen und das klappt da nicht. ;)
Mani W. schrieb: > In den Elektor-Ausgaben der 70er - über 80er finden sich genügend > nachbausichere und gut dokumentierte Bauanleitungen, oft > auch mit Layout... > > Gut sind dabei die Halbleiterhefte mit jeweils ca. 100 Schaltungen, > da wirst du sicher fündig... Ach was!
Ein Anfänger wird keine Geräte bauen, die störungsfrei funktionieren, selbst wenn er nur Bausätze zusammen baut. Ein Mischpult kriegen auch erfahrene Elektroniker nicht in so guter Qualität hin, dass es studiotauglich ist. Solch ein Projekt ist kein 1-Mann Unternehmen. Am PC kann man zwar viel machen, die Bedienung ist aber unter aller Sau. Selbst Kids, die mit Wischphones aufgewachsen sind, kaufen sich "Controller" mit Schiebern, Knöpfen und Tasten, sobald sie damit das erste mal irgendwo spielen durften. Wird dann auch nicht mehr klein und billig...
Etrick schrieb: > Ein Anfänger wird keine Geräte bauen, die störungsfrei funktionieren, > selbst wenn er nur Bausätze zusammen baut. Doch, kann er/sie! Etwas guter Wille vorausgesetzt ist das (zumindest bei Bausätzen) kein Problem. Hast Du andere Erfahrungen gemacht? Dann solltest Du hier nicht solche Töne spucken. > Ein Mischpult kriegen auch erfahrene Elektroniker nicht in so guter > Qualität hin, dass es studiotauglich ist. Solch ein Projekt ist kein > 1-Mann Unternehmen. Von Studioqualität hat bisher niemand gsschrieben... > Am PC kann man zwar viel machen, die Bedienung ist aber unter aller Sau. Im Studio und in Ruhe kein Problem. > Selbst Kids, die mit Wischphones aufgewachsen sind, kaufen sich > "Controller" mit Schiebern, Knöpfen und Tasten, sobald sie damit das > erste mal irgendwo spielen durften. Wird dann auch nicht mehr klein und > billig... Zustimmung! Spätestens life braucht man Knöppe. Old-Papa der gestern vier Hände gebraucht hätte. Jedes Mikro hat gekoppelt (irrer Saal), musste laufend jeden Gast (Diskussionsrunde) händisch auspegeln. Mit Tatschscreen unmöglich.
Old P. schrieb: > Jedes Mikro hat gekoppelt (irrer > Saal), musste laufend jeden Gast (Diskussionsrunde) händisch auspegeln. Dann sind es einfach die falschen Mikros für den Zweck gewesen.
Knut B. schrieb: > Old P. schrieb: >> Jedes Mikro hat gekoppelt (irrer >> Saal), musste laufend jeden Gast (Diskussionsrunde) händisch auspegeln. > > Dann sind es einfach die falschen Mikros für den Zweck gewesen. Das ist wohl so, aber es waren die einzig verfügbaren ;-) Der Veranstalter wünschte 4 Headsets, die er auch besorgte. Doch das waren billigste Scheißdinger (Hollywood) und lagen voll im LTE-Bereich. Ich hatte nur doch 4 Stück ME36 (Sennheiser Hyperniere) nebst Tischständer im Köcher. Eigentlich sehr hochwertige Mikros, doch hier durch den Pappsaal überfordert. Old-Papa
Oldpapa schrieb: "Von Studioqualität hat bisher niemand gsschrieben..." Unter "Tonstudioequipment" aus der Threadüberschrift verstehe ich durchaus Studioequipment. Du nicht? Schon mal ein Analogstudio mit Bausatzgeräten gebaut - ich meine jetzt eins, bei dem Du kein Rauschen und Brummen auf die Aufnahmen zwingst? Den Anfänger, der das schafft, will ich sehen. Als Neuling kannst Du froh sein, wenn ein einzelner selbstgebauter Verstärker störungsfrei funktioniert. Eine der beliebtesten DIY Forenfragen ist: Warum brummt mein Verstärker so laut, obwohl ich noch garnichts außer den Lautsprechern angeschlossen habe? und die zweitbeliebteste: Warum brummt mein Verstärker, sobald ich Gerät XYZ anschließe? (Abgefackelte Geräte lassen sich bei Bausätzen mit guter Anleitung schon vermeiden, aber oft passiert sogar das noch). Am PC nur via Soundkarte die ersten Gehversuche mit Audacity zu machen geht natürlich schon und ich kenne Musiker, die Musik auf dem iPad machen, wenn sie Langeweile haben. Für "richtige" Produktionen nehmen sie aber etwas anderes. Wenn Du als Anfänger nach einer Weile merkst, dass Du Spaß am Produzieren hast, kaufst Du dir sogar für billige 100 Euro Studioprogramme sehr schnell irgendein Keybord dazu (wenn Du eigene Musik einspielen willst) oder ein Kästchen mit Reglern, wenn Du nur mixen willst. Im Moment sind übrigens bei den Kids Keyboards schick, deren Tasten zusätzlich berührempfindlich sind - d.h. auf der jeweiligen Taste herum scharren moduliert den vorher angeschlagenen Ton/Sound. Diese Controller fangen bei 200 Euro an und kosten bis 4-stellig - billig per PC Musik machen ist dann relativ... Und für den TE: nimm dir erst mal ein Effektgerät vor, dessen Bau gut dokumentiert ist. Wenn das PERFEKT funktioniert (also nicht: "ok - brummt zwar leicht, aber klingt absolut geil..."), kannst Du nachrechnen, ob sich der Bau gegenüber einem Gebrauchtkauf, wie ihn oben jemand vorgeschlagen hatte, lohnt. Gruß Achim
Etrick schrieb: > Oldpapa schrieb: > "Von Studioqualität hat bisher niemand gsschrieben..." > > Unter "Tonstudioequipment" aus der Threadüberschrift verstehe ich > durchaus Studioequipment. Du nicht? Ok, da hast Du recht, hatte ich so nicht wahrgenommen. :-( Wobei ich dennoch einen Unterschied zwischen Amateur- und Profitonstudio machen würde. Als Amateur kann man mit dem PC und einer guten (möglichst extenen) Soundkarte schon einiges machen. Man lernt aber absolut nichts über das Zusammenleben der verschiedenen Geräte und schon gar nichts über deren Technik. Old-Papa
Man lernt ohnehin nur durch praktische Erfahrung, nicht durch Hörensagen oder gar Forenbeiträge. Wenn man aber von Anfang an keine gutgemeinten Tipps oder fundierte Ratschläge annimmt, geht die ganze Unternehmung womöglich nach hinten los.
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