Forum: Offtopic Chips auf Chips?


von Paul B. (paul_baumann)


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Der 1. April ist noch nicht da, aber so, wie Ostern sehr früh in das 
Jahr fält, so sind auch die Aprilscherze verfrüht:
http://meta.tagesschau.de/id/109891/schmidt-will-elektro-chips-statt-mindesthaltbarkeitsdatum

Wenn der Chip teurer als der Inhalt der Verpackung ist und der Aufwand 
beim Wiederverwerten richtig steigt, ja dann ist das Ziel erreicht! 
Schön ist vor Allem, daß es in /diesem, unserem Lande/ keine 
dringenderen Probleme gibt.

Ich muß Brösel zitieren:
Wir trampeln durch's Getreide,
wir trampeln durch die Saat.
Hurra, wir verblöden!
Für uns bezahlt der Staat.

MfG Paul

von Jörg E. (jackfritt)


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@Paul
Ich glaube nicht das es hier primär um den Chip ging. Das Problem sind 
die Hersteller der Produkte die fast schon willkürlich ein MHD 
aufdrucken obwohl ich einen Joghurt noch 2 Wochen später prima essen 
kann....

Das find ich noch viel schlimmer!

von Falk B. (falk)


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@Jörg Esser (jackfritt)

>Ich glaube nicht das es hier primär um den Chip ging. Das Problem sind
>die Hersteller der Produkte die fast schon willkürlich ein MHD
>aufdrucken

Kaum, dazu sind sie verpflichtet.

> obwohl ich einen Joghurt noch 2 Wochen später prima essen
>kann....

Und wehe dabei holt sich nur ein Idiot eine Magenverstimmung, dann wird 
geklagt was das Zeug hält. Noch haben wir nicht irrwitzige, 
amerikanische Verhältnisse, aber wir bewegen und dort hin.

>Das find ich noch viel schlimmer!

Schlimmer finde ich die allgemeine Merkbefreiung der Menschen! Als ob so 
ein Chip auch nur ANSATZWEISE das Konsumverhalten ändern würde. Was soll 
den der Chip bewirken?

Hier wird mal wieder mit hirnverbrannter Ideologie und viel Aktionismus 
ein Problem "gelöst".

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>Und wehe dabei holt sich nur ein Idiot eine Magenverstimmung, dann wird
>geklagt was das Zeug hält.

Hast du mal ein konkretes Beispiel?

"Weder aus dem MHD noch aus dem Verbrauchsdatum leitet sich rechtlich 
ein Anspruch ab, wenn das Produkt bereits vor dem angegebenen Datum 
nicht mehr verzehrsfähig ist und der Hersteller die Seriosität seiner 
Angaben nachweisen kann. Produkte mit abgelaufenem MHD dürfen weiter 
verkauft werden, sofern der Verkäufer sich davon überzeugt hat, dass die 
Ware einwandfrei ist. Entsprechend leitet sich daraus ab, dass kein 
Schadensersatzanspruch des Kunden besteht, wenn dieser ohne Absicht ein 
Produkt mit abgelaufenem MHD erwirbt, sofern das Produkt noch als 
einwandfrei betrachtet werden kann"

aus

https://de.wikipedia.org/wiki/Mindesthaltbarkeitsdatum#Rechtliches

>Hier wird mal wieder mit hirnverbrannter Ideologie und viel Aktionismus
>ein Problem "gelöst".

Mal wieder auf Krawall gebürstet?

von Le X. (lex_91)


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Das ist wie damals bei den Glühbirnen! Die Chip-Lobby ist schuld!

Ist doch egal was da jetzt kommt, in ein paar Jahren haben wir TTIP.
Dann darf jeder machen was er will, und wenn er nicht darf kann er ein 
Gericht bezahlen bis er darf.

Schöne Ostern ;-)

von Joachim B. (jar)


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ja die Chip-Lobby ist findig, nachdem jeder ne Krankenkassen Chipkarte 
hat muss eben Neues her natürlich unter Deckmantel für jeden etwas:

Arbeitsplätze, Umwelt, Ökonomie, Gesundheit.
(Das wichtigste vergass ich wohl Tantiemen für Lobbyarbeit)

von Hans H. (loetkolben)


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Da können wir ja froh sein daß Silikon unbegrenzt haltbar ist,
sonst hätte die Bau-Lobby auch was machen müssen und Paul hätte eine
neue Schlagzeile!

Zum Thema was nützt mir das MHD wenn irgendein XXX meinte den Aludeckel
des Joghurtz leicht zu beschädigen und mich dann zuhause der Samson
angrinst.

Früher galt die Regel was nicht vom Tisch läuft kann gegessen werden
aber heute schauen halt alle nur auf das Datum, da muß schon ein Chip 
her.

von Paul B. (paul_baumann)


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Hans H. schrieb:
> Früher galt die Regel was nicht vom Tisch läuft kann gegessen werden
> aber heute schauen halt alle nur auf das Datum, da muß schon ein Chip
> her.

Das gilt auch heute noch. Das Benutzen des Verstandes für das Erkennen 
von verdorbenen Lebensmitteln ist nicht zu viel verlangt. Sachen wie 
Gries, Nudeln, Zucker, Salz, Teebeutel brauchen kein Haltbarkeitsdatum, 
weil sie trocken gelagert, praktisch nicht verderben können.

Die meisten Leute um mich herum kaufen auch nicht ziel- und planlos ein, 
sondern für einen überschaubaren Zeitraum von z.B. einer Woche. Denen 
verdirbt Nichts, schon auch deshalb nicht, weil sie sich finanziell 
solche Eskapaden nicht leisten könnten.

mfG Paul

von Jens P. (picler)


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Ich kann nicht nachvollziehen ob unser Bundeslandwirtschaftsminister in 
seinem Fachgebiet Ahnung hat. Von Technik und Elektronik hat er offenbar 
keine und mit dem logischen Denken scheint es auch nicht weit her zu 
sein.

Wie soll der Chip wissen ob der Joghurt noch gut ist. Also braucht er 
eine irgendwie geartete geeignete Sensorik. Außerdem noch eine Anzeige, 
z.B. eine LED und natürlich noch eine Spannungsquelle. Selbst bei 
Stückzahlen in Millionenhöhe dürfte der Preis bei 0,20€ liegen, eher 
mehr. Vielleicht denke ich auch nur zu kompliziert.

Ach so, Batterien dürfen nicht in den Hausmüll, also ist die Entsorgung 
nicht trivial. Ist halt geistiger Dünnschiss, mit dem uns die Politiker 
tagein, tagaus beglücken.

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Unsere Minister sollten sich mal um wichtiges kümmern!

von Hannes L. (hannes)


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Jens P. schrieb:
> Außerdem noch eine Anzeige,
> z.B. eine LED und natürlich noch eine Spannungsquelle.

Wozu? Es soll doch nicht der Kunde informiert werden, sondern nur das 
Kassensystem. Dazu reicht RFID, das braucht weder LED noch Batterie.

Oder hast Du schon irgendeine politisch angeordnete Neuerung gesehen, 
die primär dem Bürger dient?

...

von Mani W. (e-doc)


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Es gibt jetzt auch einen Chip, der Ostereier findet, falls man
zu blöd und nicht sichtig durch die Welt geht...

von Crazy Harry (crazy_h)


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Hey das ist doch klasse: wenn wir keine lebensmittel mehr wegwerfen und 
somit die Kohle sparen, kann diese ein anderer Politiker für anderen 
Schwachsinn "einziehen" /Ironieoffaberdabinichmirnichtsicher

..... unsere Kanzlerin hat sich Ideen wohin mit der Kohle :(

von Jens P. (picler)


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Hannes L. schrieb:
> Wozu? Es soll doch nicht der Kunde informiert werden, sondern nur das
> Kassensystem. Dazu reicht RFID, das braucht weder LED noch Batterie.

Ich habe in meinem Kühlschrank (noch) kein RFID, möchte aber schon 
wissen ob der Joghurt noch brauchbar ist. Also braucht der Joghurt eine 
Art Anzeige. Wobei der Schimmel ja als Anzeige reicht...

von (prx) A. K. (prx)


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Jens P. schrieb:
> Ich habe in meinem Kühlschrank (noch) kein RFID, möchte aber schon
> wissen ob der Joghurt noch brauchbar ist.

Das wird schwierig. Einer Quelle zufolge kann der auch nach einem Jahr 
noch brauchbar sein. Wie er merkte, als er hinterher drauf schaute.

von Vn N. (wefwef_s)


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Kara B. schrieb:
> Produkte mit abgelaufenem MHD dürfen weiter
> verkauft werden, sofern der Verkäufer sich davon überzeugt hat, dass die
> Ware einwandfrei ist.

Tja, genau das ist der Punkt: sobald das MHD (oder wenn es abgeschafft 
würde) abgelaufen ist, haftet der Verkäufer dafür, dass das Produkt noch 
in Ordnung ist, und beispielsweise bei Joghurt kann er sich ohne Öffnen 
schwer davon überzeugen, ob er in Ordnung ist, somit wäre er für jeden 
Vorfall nach Ablauf des MHD voll haftbar. Das MHD schafft für den 
Verkäufer aber einen Zeitraum, in dem er das Produkt verkaufen kann, 
ohne Klagen fürchten zu müssen.
Eine Abschaffung des MHD würde dazu führen, dass er diese Sicherheit 
nicht mehr hat, und, um sicherzugehen, das Produkt viel früher wegwerfen 
müsste (weil er ja voll haftbar wäre).
Fazit: dass viele nicht fähig sind, den Sinn des Wortes 
"*Mindest*haltbarkeitsdatum" zu verstehen, spricht noch lange nicht für 
dessen Abschaffung. Zumal es ja für den Konsumenten sehr wohl eine gute 
Orientierung ist "ok, jetzt sollt ich vielleicht genauer hinschauen, ob 
da eh noch kein grüner Pelz dran ist".

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>...in dem er das Produkt verkaufen kann, ohne Klagen fürchten zu müssen.

Das MHD gilt nur, wenn die Lagerbedingungen eingehalten werden. D.h. ich 
kann den Verkäufer in jedem Fall verklagen. Notfalls unterstelle ich 
z.B. nicht eingehaltene Kühlketten oder sonst was.

In dem Link sind übrigens auch Produkte aufgezählt, die ohne MHD-Angabe 
verkauft werden können. Da wären doch jetzt schon Klagen Tür und Tor 
geöffnet

Kennst du Fälle in denen der Verkäufer zu umfangreichen 
Schadensersatzzahlungen aufgrund abgelaufenen MHDs  verklagt wurde?

Also wo ist jetzt das große Problem?


>jetzt sollt ich vielleicht genauer hinschauen, ob da eh noch kein grüner
>Pelz dran ist".

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber man sollte grundsätzlich nicht 
alles blindlings in sich reinstopfen.
Wie kommst du denn mit dem Essen von Obst ohne MHD klar? Jedes mal eine 
Probe zur Lebensmittelkontrolle?

Eigentlich traurig, das zu jedem Furz gleich großartig rumlamentiert und 
das übliche Politiker-, EU- und Sonst-was-Bashing bzw. 
Untergang-des-Abendlandes-Gejammere abgezogen werden muß.

von Paul B. (paul_baumann)


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Bei Fischkonserven könnte man z.B. durch Klopfen feststellen, ob sich im 
Inneren schon intelligentes Leben entwickelt hat: "Polizei! Öffnen Sie!"

MfG Paul

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