Elektromagnetische Wirkung von Motor auf Kompass-Sensor

Gast #4521334
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Moin,

ich möchte bei einem autonomen Fahrzeug einen digitalen elektronischen 
Kompass einbauen, um darüber die Ausrichtung bestimmen zu können. Dieser 
Kompass wird aber in der Nähe des Motors sitzen müssen.

Der Motor erzeugt ja ein ständig wechselndes Magnetfeld, d.h. es ist 
auch nicht möglich, den Sensor entsprechend zu kalibrieren.

Welche Möglichkeiten gibt es? Lässt sich der Motor abschirmen? Oder ist 
die Wirkung durch den Motor gar nicht so stark, sodass das Erdmagnetfeld 
das des Motors deutlich überlagert?

Danke im Voraus =)
(Firma: matzetronics) #4521470
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bekas schrieb:
> Dieser
> Kompass wird aber in der Nähe des Motors sitzen müssen.

Das klingt nach einem Konstruktionsfehler.
Selbst wenn es dir gelänge, den Motor soweit abzuschirmen (mit MuMetall 
o.ä.) bleibt die Eisenmasse des Motors, die den empfindlichen 
Kompasssensor stört.
Also, nö, das funktioniert so nicht. Der Sensor muss so weit wie möglich 
weg von Magnetfeldern und magnetischen Materialien.
Gast #4521909
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Hallo

Google mal mit der Bildersuche von Google noch Multicopterfotos.

Das Problem wird auch dort durch Abstand gelöst - oft sitzt der 
Kompasssensor (zusammen mit den GPS Modul) auf einer Art Pilz weit an 
einer außen liegenden Ecke.

Dir ist bekannt das der Kompassensor immer wieder neu angelernt werden 
muss und das das Erdmagnetfeld eine Ortsabhängige Missweisung ausweist?
Diese ist zwar in Europa meist gering, kann aber in anderen Weltgegenden 
ziemlich heftig werden.
Und das Erdmagnetfeld ist relativ schwach und kann leicht gestört 
werden, wie man mit einen einfachen Kompass herausfinden kann.

Während Luftfahrzeuge und Schiffe (bzw. deren Modelle) sich in einer 
recht homogenen Umgebung bewegen ist das bei einen Landfahrzeug ehr 
selten der Fall, insbesondere wenn sich das Fahrzeug (das Modell) 
innerhalb von Gebäuden bewegt.

mfg

Praktiker
Gast #4521918
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Praktiker schrieb:
> Dir ist bekannt das der Kompassensor immer wieder neu angelernt werden
> muss und das das Erdmagnetfeld eine Ortsabhängige Missweisung ausweist?

Was stellst du dir unter "Anlernen" des Kompasssensors vor?

Der Kompass zeigt, ohne Deviation durch z.B. den Motor, die magnetische 
Nordrichtung an und fertig. Schwierig wird es im Norden Kanadas und in 
der Nähe des magnetischen Südpols.

Was man mit den Daten macht, steht auf einem anderen Blatt.

> Diese ist zwar in Europa meist gering, kann aber in anderen Weltgegenden
> ziemlich heftig werden.

Die Missweisung kann man - abgesehen von lokalen Störungen - mit dem WMM 
recht gut ausrechnen.
(Firma: matzetronics) #4524647
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bekas schrieb:
> Es wird wahrscheinlich ein Hacker Skalar 10 Brushless Motor.

Puh, der kann ja bis zu 680W Peak Leistung aufbringen und dabei mit 
Sicherheit ein kräftiges Streufeld aufbauen. Ich kann dir nur empfehlen, 
mal mit einer induktiven Aufnehmerspule am Oszi die Felder um den Motor 
hin aufzunehmen und so zumindest eine Idee bekommen, wie stark und in 
welche Richtungen die Felder streuen.
Einen normalen Kompass für das statische Magnetfeld kann man auch mal 
ausprobieren.

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