Moin, ich möchte bei einem autonomen Fahrzeug einen digitalen elektronischen Kompass einbauen, um darüber die Ausrichtung bestimmen zu können. Dieser Kompass wird aber in der Nähe des Motors sitzen müssen. Der Motor erzeugt ja ein ständig wechselndes Magnetfeld, d.h. es ist auch nicht möglich, den Sensor entsprechend zu kalibrieren. Welche Möglichkeiten gibt es? Lässt sich der Motor abschirmen? Oder ist die Wirkung durch den Motor gar nicht so stark, sodass das Erdmagnetfeld das des Motors deutlich überlagert? Danke im Voraus =)
bekas schrieb: > Dieser > Kompass wird aber in der Nähe des Motors sitzen müssen. Das klingt nach einem Konstruktionsfehler. Selbst wenn es dir gelänge, den Motor soweit abzuschirmen (mit MuMetall o.ä.) bleibt die Eisenmasse des Motors, die den empfindlichen Kompasssensor stört. Also, nö, das funktioniert so nicht. Der Sensor muss so weit wie möglich weg von Magnetfeldern und magnetischen Materialien.
Matthias S. schrieb: > Der Sensor muss so weit wie möglich > weg von Magnetfeldern und magnetischen Materialien. Es wird wahrscheinlich ein Hacker Skalar 10 Brushless Motor. Gibt es Werte, nach denen ich mich richten kann? Wie weit sollte der Sensor weg sein?
Hallo Google mal mit der Bildersuche von Google noch Multicopterfotos. Das Problem wird auch dort durch Abstand gelöst - oft sitzt der Kompasssensor (zusammen mit den GPS Modul) auf einer Art Pilz weit an einer außen liegenden Ecke. Dir ist bekannt das der Kompassensor immer wieder neu angelernt werden muss und das das Erdmagnetfeld eine Ortsabhängige Missweisung ausweist? Diese ist zwar in Europa meist gering, kann aber in anderen Weltgegenden ziemlich heftig werden. Und das Erdmagnetfeld ist relativ schwach und kann leicht gestört werden, wie man mit einen einfachen Kompass herausfinden kann. Während Luftfahrzeuge und Schiffe (bzw. deren Modelle) sich in einer recht homogenen Umgebung bewegen ist das bei einen Landfahrzeug ehr selten der Fall, insbesondere wenn sich das Fahrzeug (das Modell) innerhalb von Gebäuden bewegt. mfg Praktiker
Praktiker schrieb: > Dir ist bekannt das der Kompassensor immer wieder neu angelernt werden > muss und das das Erdmagnetfeld eine Ortsabhängige Missweisung ausweist? Was stellst du dir unter "Anlernen" des Kompasssensors vor? Der Kompass zeigt, ohne Deviation durch z.B. den Motor, die magnetische Nordrichtung an und fertig. Schwierig wird es im Norden Kanadas und in der Nähe des magnetischen Südpols. Was man mit den Daten macht, steht auf einem anderen Blatt. > Diese ist zwar in Europa meist gering, kann aber in anderen Weltgegenden > ziemlich heftig werden. Die Missweisung kann man - abgesehen von lokalen Störungen - mit dem WMM recht gut ausrechnen.
bekas schrieb: > Es wird wahrscheinlich ein Hacker Skalar 10 Brushless Motor. Puh, der kann ja bis zu 680W Peak Leistung aufbringen und dabei mit Sicherheit ein kräftiges Streufeld aufbauen. Ich kann dir nur empfehlen, mal mit einer induktiven Aufnehmerspule am Oszi die Felder um den Motor hin aufzunehmen und so zumindest eine Idee bekommen, wie stark und in welche Richtungen die Felder streuen. Einen normalen Kompass für das statische Magnetfeld kann man auch mal ausprobieren.
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