Moin, wenn ich es richtig verstanden habe, kommt es bei Taktquellen (für Uhren, Stoppuhren, Timer, etc.) eher auf die FrequenzSTABILITÄT, als auf den FrequenzFEHLER an. Also lieber ein größerer (bekannter) Fehler, der dafür dann aber stabil und damit möglichst konstant ist. Außerdem habe ich hier gelesen, dass Quarzoszillatoren in der Stabilität besser sein sollen (u.a. wegen Temperaturkompensation) als einfache Quarze mit Kondensatoren. Und andere schreiben, dass für den Bau einer Uhr eine Quarz im MHz-Bereich stabiler ist, also Uhrenquarze mit 32,768 kHz. Jetzt habe ich recherchiert und etwas anderes gefunden: https://de.rs-online.com/web/p/quarzmodule/5476985/?searchTerm=547-6985&relevancy-data=636F3D3126696E3D4931384E525353746F636B4E756D6265724D504E266C753D656E266D6D3D6D61746368616C6C26706D3D5E5C647B337D5B5C732D2F255C2E2C5D5C647B332C347D2426706F3D313426736E3D592673743D52535F53544F434B5F4E554D4245522677633D4E4F4E45267573743D3534372D36393835267374613D3534373639383526 https://de.rs-online.com/web/p/quarz-oszillatoren/7675244/ Aus den Datenblättern ist ersichtlich, dass der Uhrenquarz wesentlich stabiler als der Oszillator ist..... Aber vermutlich habe ich da etwas falsch interpretiert, oder??
Warscheinlich wirst du sowohl bessere als auch schlechtere Uhrenwuarze finden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine geregelte Heizung sehr hilfreich sein kann, die Taktfrequenz zu stabilisieren. Etwa so: http://www.qsl.net/hb9kab/Heizung_T7F.html
Nein, fuer Timer und Uhren ist die Genauigkeit entscheidender wie die Stabilitaet. Ob sie hin und wieder eine Minute vor- oder nachgeht, aber etwas stimmt ist eher tolerierbar wie wenn sie pro Tag eine halbe Minute weglaeuft.
*GAST* schrieb: > wenn ich es richtig verstanden habe, kommt es bei Taktquellen (für > Uhren, Stoppuhren, Timer, etc.) eher auf die FrequenzSTABILITÄT, als auf > den FrequenzFEHLER an. > Also lieber ein größerer (bekannter) Fehler, der dafür dann aber stabil > und damit möglichst konstant ist. Das kann man so sehen, weil man einen konstanten Fehler berücksichtigen kann. Dann bleiben nur noch die (pseudo)zufälligen Schwankungen durch z.B. Änderungen der Umgebungstemperatur. Andererseits geht das nicht immer. > Außerdem habe ich hier gelesen, dass Quarzoszillatoren in der Stabilität > besser sein sollen (u.a. wegen Temperaturkompensation) als einfache > Quarze mit Kondensatoren. Nur wenn sie auch kompensiert sind. "Quarzoszillator" ist ein weites Feld. Die normalen Metallbüchsen sind unkompensiert. Es gibt aber auch TCXO (TC = temperature compensated) und OCXO (OC = oven controlled aka beheizt). > Und andere schreiben, dass für den Bau einer Uhr eine Quarz im > MHz-Bereich stabiler ist, also Uhrenquarze mit 32,768 kHz. Das kann man so allgemein nicht sagen. Es gibt gute und schlechte Quarze in beiden Lagern. Speziell bei einer Uhr ist es oft am einfachsten, wenn man sie mit einem Zeitservice synchronisiert. Das kann ein HF-Empfänger sein für z.B. DCF-77. Oder GPS. Oder ein Computer-Netzwerk.
GAST schrieb: > Aus den Datenblättern ist ersichtlich, dass der Uhrenquarz wesentlich > stabiler als der Oszillator ist..... Aber vermutlich habe ich da etwas > falsch interpretiert, oder?? Vermutlich hast du das Quadrat beim "Temperature Coefficient" vom Uhrenquarz übersehen. Über den gesamten Temperaturbereich ist dieser Quarz also kaum besser als der schlechteste Oszillator. Bei Zimmertemperatur ist er allerdings sehr gut, während der Oszillator dafür nicht spezifiziert ist. Er kann genauso gut oder viel schlechter sein, je nachdem, wie die Frequenz von der Temperatur abhängt (linear eher nicht). Es kommt also sehr auf den Verwendungszweck an -- und auf die Stückzahl. Wenn man jede Uhr einzeln abgleicht, spielt der FrequenzFEHLER tatsächlich keine Rolle. Aber spätestens nach der 10. Uhr wird das sehr lästig.
Oh D. schrieb: > Nein, fuer Timer und Uhren ist die Genauigkeit entscheidender wie die > Stabilitaet. > Ob sie hin und wieder eine Minute vor- oder nachgeht, aber etwas stimmt > ist eher tolerierbar wie wenn sie pro Tag eine halbe Minute weglaeuft. Die Genauigkeit kannst du aber wegkalibrieren. Die Stabilität nicht.
*GAST* schrieb: > Aus den Datenblättern ist ersichtlich, dass der Uhrenquarz wesentlich > stabiler als der Oszillator ist..... Aber vermutlich habe ich da etwas > falsch interpretiert, oder?? Ja. gar sehr. Bedenke mal, daß ein Quarzoszillator eine in sich geschlossene Veranstaltung ist - ein einzelner Uhrenquarz hingegen nicht. Selbiger muß noch mit Ballastkondensatoren und einer Oszillatorschaltung im µC versehen werden, damit da überhaupt was schwingt. Und das ist einer der Gründe, weswegen der separate Quarz zusammen mit Leiterplatte und anderen BE zumeist deutlich schlechter ist als der Quarzoszillator. Ein zweiter Grund ist, daß die ganze 32 kHz-Quarzschwingerei auf geringen Stromverbrauch aussgelegt ist, also alles sehr hochohmig. Per Handkapazität (Hand einfach in der Nähe) kommt es schon zu meßbaren Frequenzabweichungen, ebenso durch etwaiges Antasten mit der Oszispitze oder auch durch unterschiedliche Feuchte der LP in Quarznähe. W.S.
Cheffe schrieb: > Sven B. schrieb: >> Die Genauigkeit kannst du aber wegkalibrieren. > > Das ist Schwachsinn. Weil? Wenn der Oszillator stabil 1% zu langsam geht, kannst du deinem Mikrocontroller sagen er soll 1% schneller zählen ...
*GAST* schrieb: > wenn ich es richtig verstanden habe, kommt es bei Taktquellen (für > Uhren, Stoppuhren, Timer, etc.) eher auf die FrequenzSTABILITÄT, als auf > den FrequenzFEHLER an. > > Also lieber ein größerer (bekannter) Fehler, der dafür dann aber stabil > und damit möglichst konstant ist. Ja, so könnte man das durchaus treffend zusammenfassen. Bei genauerer Betrachtung ergibt sich nämlich: Ein bekannter und konstanter Fehler ist überhaupt kein Fehler, sondern einfach nur normales Verhalten. Ein Fehler kann also nur ein Programm darstellen, was von irgendwas anderem ausgeht, als dem was sowieso bekannt ist... Ja, manches ist rein ein Frage der Betrachtung...
Ist das eine philosophische Betrachtung, oder möchtest du etwas genau messen? - Auch wenn es "nur" die Zeit ist. Rückfragen: Wie genau soll es sein? Wie schnell soll es sein? Wie stabil soll es sein? Wieviel Strom darf verbraucht werden? Was darf es (Bauelemente) kosten? Was darf es (Abgleich = Arbeitszeit) kosten? Welchen Einfluss hat die Frequenzgenauigkeit überhaupt auf die Qualität des geplanten Geräts? W... All diese Fragen muss man für das endgültige Produkt betrachten, dann kann man eine Entscheidung treffen.
Sven B. schrieb: > Cheffe schrieb: >> Sven B. schrieb: >>> Die Genauigkeit kannst du aber wegkalibrieren. >> >> Das ist Schwachsinn. > > Weil? Wenn der Oszillator stabil 1% zu langsam geht, kannst du deinem > Mikrocontroller sagen er soll 1% schneller zählen ... Das wäre aber eine KOMPENSATION und keine Kalibrierung... Die kann aber natürlich anhand der bei Kalibrierung ermittelten Ergebnisse erfolgen. Eine Kalibrierung ist nur eine Feststellung incl. Dokumentation des IST Zustandes. Es wird also nur überprüft und dokumentiert wie groß die Abweichung überhaupt ist. Eingestellt oder ähnlich wird da nichts. Das wäre dann der Abgleich bzw. die Justierung die z.b. nötig ist wenn der festgestellte Fehler ausserhalb des akzeptablen Bereichs ist. Also: KAlibrierung == Feststellung und Dokumentation des IST Zustandes... (Wie groß ist die Frequenzabweichung des Quarzes) Abgleich == Korrektur der festgestellten Abweichung zum Soll Zustand soweit möglich. (Z.B. Beheben/ erhebliches Verkleinern einer Frequenzabweichung durch nachstellen eines Kapazitätstrimmer welcher am Quarz als Last-C eingebaut ist. ) Kompensation == Die AUSWIRKUNGEN eines Fehlers werden durch technische/Softwaretechnische Gegenmaßnahmen minimiert ohne den FEhler selbst zu beheben. (Wenn der Quarz um 1% zu schnell schwingt wird halt jeder 101 Impuls ignoriert...) Allerdings: >>> Die Genauigkeit kannst du aber wegkalibrieren. Natürlich kann man die GEnauigkeit durch Abgleich deutlich verschlechtern... (Und ganz selten macht das sogar sehr viel Sinn!) Aber in den allermeisten will man dann doch eher den FEhler in der Genauigkeit beheben, Umgangssprachlich die "UN-Genauigkeit beseitigen" Gruß Carsten und
Carsten S. schrieb: > Eine Kalibrierung ist nur eine Feststellung incl. Dokumentation des IST > Zustandes. Es wird also nur überprüft und dokumentiert wie groß die > Abweichung überhaupt ist. > > Eingestellt oder ähnlich wird da nichts. Das wäre dann der Abgleich bzw. > die Justierung die z.b. nötig ist wenn der festgestellte Fehler > ausserhalb des akzeptablen Bereichs ist. Der Duden sagt aber etwas anderes, und nun?
Dudler schrieb: >> Eingestellt oder ähnlich wird da nichts. Das wäre dann der Abgleich bzw. >> die Justierung die z.b. nötig ist wenn der festgestellte Fehler >> ausserhalb des akzeptablen Bereichs ist. > > Der Duden sagt aber etwas anderes, und nun? LOL. Habe die genaue Definition nicht im Kopf, aber in etwa so: Beim kalibrieren werden die geprüften Exemplare entsprechend dem festgestelltem Fehler in bestimmte Bereiche/Klassen eingeordnet. Und natürlich ist die Stabilität VIEL wichtiger als der Fehler.
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