Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Woran erkennt man eine gute Spule für einen DC/DC-Wandler?


von Hannez (Gast)


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Hallo,

ich suche eine 10uF SMD Spule. Dabei soll sie möglichst effizient sein. 
Wenn ich bei Mouser jetzt nach 10uH, SMD filtere, bekomme ich trotzdem 
noch 44 Seiten angezeigt.

Wie filtere ich da nach Effizienz? Es ist ein 2 MHz Wandler. Ich will 
jetzt nicht in jedes einzelne Datenblatt schauen ob jemand da Low Core 
Loss reingeschrieben hat.

von Tulip (Gast)


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Hannez schrieb:
> Hallo,
>
> ich suche eine 10uF SMD Spule. Dabei soll sie
> Wenn ich bei Mouser jetzt nach 10uH, SMD filtere, bekomme ich trotzdem
> noch 44 Seiten angezeigt.
>
> Wie filtere ich da nach Effizienz? Es ist ein 2 MHz Wandler. Ich will
> jetzt nicht in jedes einzelne Datenblatt schauen ob jemand da Low Core
> Loss reingeschrieben hat.

> ... möglichst effizient sein.

Was heißt das?

von Daniel H. (Firma: keine) (commander)


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Hannez schrieb:
> Wie filtere ich da nach Effizienz?

P = R x I² => möglichst geringer DC-Widerstand.

von Der Andere (Gast)


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Hannez schrieb:
> eine 10uF SMD Spule

Suchst du nicht

Hannez schrieb:
> jetzt nach 10uH

Schon eher.

Hannez schrieb:
> Wenn ich bei Mouser jetzt nach 10uH, SMD filtere, bekomme ich trotzdem
> noch 44 Seiten angezeigt.

Sind das deine einzigen Kriterien?
Was ist mit Frequenzbereich, Strom, max. ohmscher Widerstand, ...?

von Hannez (Gast)


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500mA werden nicht überschritten. Wie gesagt ist es ein 2 MHz Wandler.
Abmessungen dürfen ruhig 10x10mm sein.

Zählt wirklich nur der reine DC Widerstand? Danach kann ich ja 
sortieren.
Wichtig ist, dass die Effizienz bestmöglich ist. Das kann bei einem 
Schalteandler schonmal gut 1-2% ausmachen und ob der Wirkungsgrad jetzt 
bei 90% oder 92% liegt, ist schon relativ bedeutend.

von dasrotemopped (Gast)


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du suchst keine Spule sondern eine Speicherdrossel (ist kein Vogel auf 
dem Dachboden !).
Für einen DC/DC Wandler ist der möglichst geringe Innenwiderstand 
(Google Tip "Spulengüte") wichtig so wie der maximale Strom vor 
Sättigung des Magnetfelds. Im Ref-Design deines DC/DC Wandlers sind 
bestimmt Empfehlungen zu getesteten Drosseln. Einfach die verwenden. Bei 
2MHz Schaltfrequenz eher geringe Ausgangsleistung ?

Gruß,

dasrotemopped.

von Michael W. (Gast)


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Zuerst musst du einmal auf den maximal zu erwarteten Strom schauen, 
damit der Kern nicht in Sättigung geht. Das wird dann entweder als Strom 
angegeben, oder als Spannungs-Zeit-Produkt. Die 10uH nützen dir nichts, 
wenn die Spule bei 100mA schon sättigt.

Weiters ist der Frequenzbereich interessant, damit es nicht zu starken 
Kernverlusten kommt.

Der ohmsche Widerstand ist natürlich auch wichtig, ist aber oft zu 
vernachlässigen.

von dasrotemopped (Gast)


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<500mA werden nicht überschritten.

Spulenstrom oder Ausgangsstrom ?

von Stefan F. (Gast)


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Ich denke, dass auch die Bauform Spule von bedeutung sein kann. Es gibt 
Spulen, die starke Magnetfelder abstrahlen, und welche die in sich 
weitgehend geschlossen sind. Dazwischen gibt es beliebig viele 
Varianten.

von W.S. (Gast)


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Hannez schrieb:
> Wichtig ist, dass die Effizienz bestmöglich ist. Das kann bei einem
> Schalteandler schonmal gut 1-2% ausmachen und ob der Wirkungsgrad jetzt
> bei 90% oder 92% liegt, ist schon relativ bedeutend.

Du verstehst da was grundfalsch.

Also erstmal zur Drossel: Guck nach SMD-Speicherdrosseln, die einen 
möglichst geschlossenen Aufbau haben, also magnetisch geschirmt sind. 
Die machen die wenigsten Probleme, wohingegen andere mit ganz offenem 
Luftspalt (Aussehen etwa wie Zwirnsrolle) ziemliche HF-Schleudern sind.

Dann zur Bauform: Je nach Platz mußt du ggf. ne flache Bauform wählen, 
z.B. zum Einbau in ne PCMCIA-Karte oder so.

Zum sinnvollen Frequenzbereich wurde ja schon genug gesagt.

So, nun zum Wirkungsgrad: Der hängt von deiner Schaltung ab und weniger 
von der Drossel. Bedenke, daß du in den meisten Fällen noch eine 
Schottky-Diode irgendwo verbaut hast, wo zu etwa 10..50% der Zeit der 
Laststrom drübergeht und den Spannungsabfall (ca. 0.5V) kennst du ja. 
Wenn du damit 3.3V erzeugen willst, dann kommst du nie und nimmer über 
80%. Abhilfe kann nur ein Synchronregler bringen, der diese Diode per 
FET kurzschließt und damit den Wirkungsgrad erhöht.

W.S.

von W.A. (Gast)


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Tulip schrieb:
>> ... möglichst effizient sein.
>
> Was heißt das?

Das der Realteil der Impedanz bei der Arbeitsfrequenz möglichst klein 
ist.

von Carsten R. (kaffeetante)


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Deshalb sind auch die geplanten Spannungen für Ein- und Ausgang von sehr 
großer Bedeutung, wenn du schon auf der Jagd nach den letzten Prozenten 
bist.

Daher wäre dann das ganze Kozept zu prüfen und die Spule darauf 
abzustimmen, z.B. ist die Amplitude der magnetischen Flußdichteänderung 
noch wichtiger als die Frequenz. Dazu muß man also noch ein bissl mehr 
über den Aufbau erfahren als nur die Frequenz und ob die 500 mA Der 
Spitzenwert, Mittelwert oder Ripple ist.

von ths (Gast)


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Bei Mouser ist das so eine Sache, bei Würth finde ich die Sucherei 
besser gelöst.

von 6a66 (Gast)


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Hannez schrieb:
> Wie filtere ich da nach Effizienz?

Garnicht.
Dein Wandler-IC hat eine Applikationsschrift oder ein Datenblatt mit den 
entsprechenden Informationen dazu, meist sogar schon mit Beispielen für 
Hersteller und Typen. Dann gehst Du her, suchst bei Mouser nach 10u, 
sortierst z.B. nach Strom und suchst den passenden Wert für R(DC). Dann 
nach vernünftigen Preisen schauen und voila, da haben wir das gute 
Stück. Beliebte günstige und gute Hersteller sind z.B. TDK, Bourns, ... 
Es sei denn du willst bei Heulcraft bestellen.

rgds

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