WLan Richtfunk mit bischen Wald dazwischen

OP #4534148
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Liebe Funk-Auskenner, ich habe hier schon viele Beiträge zu WLan mit 
Richtfunk gelesen, allerdings ging es da fast immer um freie Sicht.

Ist Richtfunk immer noch möglich, wenn einige Bäume / 10-20 Baumspitzen 
die freie Sicht behindern? Entfernung ca. 500m. Und dann eher mit 2.. 
oder 5.. GHz? (mit legaler Sendeleistung und handlichen Antennen)

Hat es eine Chance? Und Welche Antennen sollte ich nehmen? / mit welchen 
Einbußen rechnen?

Es geht prinzipiell darum, einen DSL-Anschluss (16mbit download, 1MBit 
upload) an ein 500m entferntes Gebäude "weiterzureichen"..
Gast #4534208
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Ob das noch geht kann man anhand der Angaben schwer beurteilen.
Wenn keine direkte Sicht mehr besteht sieht es eher schlecht aus; wenn 
dort nur ein paar Spitzen rein ragen, aberprinzipiell noch Sicht besteht 
dann sollte es auf die Entfernung noch gehen.

5 GHz sind besser da höhere Sendeleistung (1W mit DFS+TPC) erlaubt ist 
und die Fesnelzone kleiner ist.
Gast #4534321
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Rainer U. schrieb:
> Es geht prinzipiell darum, einen DSL-Anschluss (16mbit download, 1MBit
> upload) an ein 500m entferntes Gebäude "weiterzureichen"..

Da hast du ADSL wohl falsch verstanden. Das verwendet nie 
Buschtrommeln - mehr würde man für 16 Millibit pro Sekunde (?) definitiv 
nicht brauchen, schon gar keine Richtfunkstrecke.

Insgesamt sollte man bei einer Funkstrecke immer Wert drauf legen, dass 
die Fresnelzone frei von Hindernissen ist. Sonst bricht die Reichweite 
immer drastisch ein. Auch ist die Fresnelzone bei 2.4/5GHz deutlich 
größer, als für optische Wellen.
http://www.afar.net/fresnel-zone-calculator/
Gast #4536504
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Wenns Laubwald ist könnte es im Winter funktionieren.

Ein ordentliches Laubwalddach hat zumindest den GPS-Empfängern der 2. 
Generation locker gereicht um den Empfang zu versauen.

Und das war bei 45° - vertikal stehenden Satelliten gerade mal eine 
Baumkrone.
#4537574
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auf jeden Fall 5Ghz
Entfernung ca. 500m
ist ja "lächerlich" da hast du sicher keine Probleme
(hab selber 700m mit einer Baumreihe..)


dafür kannst irgendwas kleines nehmen

http://www.amazon.de/Ubiquiti-NanoStation-AirMax-802-11an-Antenna/dp/B004EHSV4W

die hat allerdings nur billig-poe, d.h. nur 100mbit LAN (das bekommst du 
dann aber auch über WLAN, also 10MByte/S)

für 16mbit also LOCKER ausreichend..


das ist auch ganz nett, zum antenne auswählen..

https://airlink.ubnt.com/#/

(Bäume berücksichtigt es aber wohl nicht..)
#4538273
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Uto der Sabbernde schrieb:
> Oder an die Bäume ein Kabel Knoten. Das
> geht jedenfalls.

Die Idee ist gar nicht so schlecht. Kommt drauf an wie dicht der Wald 
ist und wieviel freies Feld davor und dahinter zu überbrücken sind.
In 5m Höhe sieht man ein schwarzes Kabel gar nicht mehr. Man kann 
natürlich erstmal ein halbes Jahr einen alten Gartenschlauch in die 
Bäume hängen oder auch im Waldboden vergraben und bei Unentdeckung als 
Leerrohr für ein Glasfaser verwenden.
Leicht anarchische Lösung, mir gefällts :)
Gast #4852574
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Rainer U. schrieb:
> Ist Richtfunk immer noch möglich, wenn einige Bäume / 10-20 Baumspitzen
> die freie Sicht behindern? Entfernung ca. 500m. Und dann eher mit 2..
> oder 5.. GHz? (mit legaler Sendeleistung und handlichen Antennen)

Mit halbwegs guter Ausrüstung kommt da sicher noch ne Menge an. Aber 
sollte auf jedenfalls Richtfunk und 5 GHz mit voller erlaubter 
Sendeleistung sein.

Aber: Fresnel-Zone muss - wenn auch etwas durch Bäume belegt - frei 
sein.

Halbwegs bezahlbar:
Ubiquiti PowerBeam oder NanoBeam

Irgendwelche Plastenrouter würde ich da nicht hinstellen.
Gast #5587051
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Hallo!

Auch wenn die Antwort ungefähr 2,5 Jahre zu spät kommen wird, hilfts 
vielleicht anderen die auch danach suchen. Ich bin der Autor der weiter 
oben verlinkten Skynet-Webseite und habe diese Forumsseite grad zufällig 
entdeckt.

In 15 Jahren hab ich ja so manche Richtstrecke gesehen, auch durch 
Bäume. Die kurze Antwort ist: Ja, es geht. Die lange Antwort: Aaaaaber! 
Mit Einbußen, die abhängig vom Wetter und der Baumart sehr 
unterschiedlich ausfallen können. Hast du Birken dabei, vergiss es 
gleich. Nadelgehölz funktioniert im Sommer, stört im Winter. Laubgehölz 
mit schwerem Laub (Eichen, Linden, Ahorn...) genau umgekehrt.

2,4 oder 5 GHz spielt nahezu keine Rolle. Bei 2,4 GHz haben Hindernisse 
die geringere Dämpfung, dafür hast aber auch nur 10% der Sendeleistung, 
die du bei 5 GHz verwenden darfst.

Selbst wenn du eine Verbindung zustande bringst, wirst du mit viel 
Packet Loss leben müssen. Heißt, die Pingzeiten werden nach oben gehen. 
Laien drehen dann gerne mal an der Sendeleistung, mit dem Effekt dass 
die Treibertransistoren anfangen zu verzerren und die Geräte schnell 
altern. Nutzen für die Verbindungsqualität gleich Null.

Den besten Tip den ich geben kann: Such dir einen Punkt, zu dem du von 
beiden Enden deiner geplanten Strecke eine freie Sichtverbindung hast. 
Dort baust dir einen Umsetzer mit zwei Richtantennen. Selbst wenn du 
dann 10 km Umweg hast, ist es besser als 500 Meter mit 20 Bäumen 
dazwischen.

Richtfunkhardware ist inzwischen spottbillig, insbesondere die AirMax 
von Ubiquiti.

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