Forum: Offtopic Empfangstest mit Oszilloskop


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von Stefan H. (fourier)


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Hallo zusammen,

habe mir den folgenden Aufbau vorgestellt: Ich habe zwei Metalldrähte 
einer bestimmten Länge L als Hertz'schen Dipol verschaltet. An den 
Hertz'schen Dipol schließe ich ein Koaxialkabel mit Krokoklemmen an, die 
andere Seite des Koaxialkabels wird an ein Oszilloskop angeschlossen.
Wenn ich jetzt den Kanal, an den der Hertz'Sche Dipol angeschlossen ist, 
zur Messung auf den Bildschirm anzeigen lasse, wieso sehe ich nicht alle 
Signale, für die der Hertz'sche Dipol mit der Länge L angepasst ist? Z. 
B. für eine Bandbreite von 100MHz des Oszilloskops.
Liegt es daran, dass die sämtlichen Signale "in der Luft" zu schwach 
sind, ich also einen Verstärker zwischen Oszilloskop und Hert'zschen 
Dipol schalten müsste?

Dieses Rauschen, das man auf dem Bildschirm sieht, kann man das bei 
jedem Oszilloskop deaktivieren bzw. herausfiltern, oder ist das nur bei 
teuren Oszilloskopen möglich?

Gruß

: Bearbeitet durch User
von Peter Z. (Gast)



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Die Signale im "Weltenaether" sind in der Tat zu schwach für ein 
Oszilloskop. Außerdem ist es nahezu unmöglich auf diesen Wellensalat zu 
triggern. Es gibt ein Workaround: schau dir die Signale eines 27 oder 40 
MHz Funkfernsteuerung an. Siehe Bild

von Sven B. (scummos)


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Du siehst die Signale ja (Rundfunk bei 100 MHz zum Beispiel ohne 
Probleme).

Rauschen kannst du nicht "rausfiltern", teuer oder nicht teuer, das ist 
rein theoretisch nicht möglich. Das ist halt Rauschen, das ist halt da. 
Es gibt Geräte, die weniger Eigenrauschen haben, das Rauschen von außen 
wirst du nie los.

von Stefan H. (fourier)


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> Rauschen kannst du nicht "rausfiltern", teuer oder nicht teuer, das ist
> rein theoretisch nicht möglich. Das ist halt Rauschen, das ist halt da.
> Es gibt Geräte, die weniger Eigenrauschen haben, das Rauschen von außen
> wirst du nie los.

Ich habe aber schon Oszilloskope gesehen, bei denen das Rauschen 
herausfilterbar war und dann erschienen alle "Signallinien" glatt.

Gruß

von Marek N. (Gast)


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Stefan H. schrieb:
> Ich habe aber schon Oszilloskope gesehen, bei denen das Rauschen
> herausfilterbar war und dann erschienen alle "Signallinien" glatt.

Ja durch Mittelwertbildung, zu finden als "Averaging"-Funktion.
Geht aber nur für stationäre, periodische Signale.

von Stefan H. (fourier)


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> Ja durch Mittelwertbildung, zu finden als "Averaging"-Funktion.
> Geht aber nur für stationäre, periodische Signale.

Danke,
ist diese Funktion nur bei teuren Geräten vertreten?

Gruß

von Sven B. (scummos)


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Nein diese Funktion hat jedes Billig-Oszi, das ist trivial zu 
implementieren. Es ist aber meist nicht das was du willst.

von Marek N. (Gast)


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Hi,

ich weiß ja nicht, was du als teuer verstehst.
Das vielzitierte Rigol DS1054Z kann es auch laut Spezifikation: 
http://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Rigol-DS1054Z.html

Was für ein Scope hast du denn?
Aber wie gesagt, die HF-Signale in der Luft sind schon sehr schwach, 
dass man sie mit einem normalen Scope direkt an einer Antenne nicht 
sieht. Außerdem liegt da ja das gesamte Spektrum an aus vielen 
verschiedenen Frequenzen.

von Stefan H. (fourier)


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> Was für ein Scope hast du denn?

Danke,

ich wollte mir ein Oszilloskop zulegen. Ich will mich in Funk und 
Elektronik einarbeiten, deshalb interessiert mich eine Bandbreite von 
100 MHz.
Habe dieses im Visier:

[[https://www.conrad.de/de/digital-oszilloskop-rigol-ds1102e-100-mhz-2-kanal-500-msas-512-kpts-8-bit-kalibriert-nach-werksstandard-digital-speicher-dso-122423.html]]

Gruß

von Marek N. (Gast)


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Hm, naja für Funktechnik kann mit einem Scope alleine wenig anfangen.
Viel hilfreicher ist da ein Spectrum Analyzer und Network Analyzer 
(VNA). Sind aber auch eine ganz andere Preis- und Skill-Liga
Aber ein Scope ist in allen anderen Bereichen der Elektronik ein 
wertvolles Hilfsmittel zur Fehlersuche und Entwicklung.
In der Preisklasse würde ich aber zum aktuellerem DS1054Z greifen.

von Stefan H. (fourier)


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Danke,

ich beschäftige mich im Bereich Funk erst einmal mit 
Oszillatorschaltungen und Schwingkreisen. Schaltungen wie z. B. diese 
hier:

[[http://www.elo-web.de/franzis-media/655159/CNS_CONTENT_PAGE/0802T1.gif]]

Deshalb ist mir eine Bandbreite von 100MHz schon wichtig.
Aber das genannte Oszilloskop würdest Du mir empfehlen?

Gruß

von Sinus T. (micha_micha)


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von Stefan H. (fourier)


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> Leg noch ein paar Euronen drauf und nimm dieses hier:
> 
https://www.conrad.de/de/digital-oszilloskop-rigol-ds1054z-50-mhz-500-msas-12-mpts-8-bit-kalibriert-nach-werksstandard-digital-speicher-dso-1392205.html

Die Bandbreite ist zu gering. Ich möchte mindestens 100MHz haben.

Gruß

von Sinus T. (micha_micha)


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Das kannst du aber aufbohren, such mal im Forum.

von Eddy C. (chrisi)


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Stefan H. schrieb:
> Ich möchte mindestens 100MHz haben.

In den Abgründen des Internet werden Mittel und Wege aufgezeigt, wie 
auch diese Situation zu meistern ist, siehe:

https://www.mikrocontroller.net/topic/360631

DS1102E kann man heute nicht mehr empfehlen.

von Torben K. (tokuhila)


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Ich würde ein analoges Oszi empfehlen. Sonst hältst du Alias-Effekte vom 
Wandler noch für Modulation auf dem Signal. Gelinde gesagt, hast du null 
Ahnung von dem was wissen willst, was du tust und was dabei herauskommen 
sollte.

Vielleicht lieber mal mit der Theorie anfangen: 
http://www.funkverlag.de/experimente-mit-kleinen-empfangern-an-grossen-antennen.html

von Stefan H. (fourier)


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Ich will sehen und messen, was diese Schaltung

[[http://www.elo-web.de/franzis-media/655159/CNS_CONTENT_PAGE/0802T1.gif]]

am Ausgang erzeugt.

Gruß

von Torben K. (tokuhila)


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Wahrscheinlich einen Sinus mit 13,56MHz

von Sven B. (scummos)


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Torben K. schrieb:
> Ich würde ein analoges Oszi empfehlen. Sonst hältst du Alias-Effekte vom
> Wandler noch für Modulation auf dem Signal. Gelinde gesagt, hast du null
> Ahnung von dem was wissen willst
Und du hast null Ahnung was du von Digitaloszilloskopen erzählst ._.
Wenn man die nicht grob falsch bedient (riesiges t/div für schnell 
veränderliches Signal einstellen) gibt es keine Alias-Effekte und das 
Oszi verhält sich genau wie ein analoges. Nur dass man dank der 
"Stop"-Taste auch die Chance hat, sich ein nicht-peridoisches Signal 
sinnvoll anzusehen ...

von Torben K. (tokuhila)


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> Und du hast null Ahnung was du von Digitaloszilloskopen erzählst ._.
> Wenn man die nicht grob falsch bedient (riesiges t/div für schnell
> veränderliches Signal einstellen) gibt es keine Alias-Effekte und das
> Oszi verhält sich genau wie ein analoges.

Wenn das Wörtchen "wenn" nicht wär', wär's für euch ja auch nicht 
schwer.

An meinen Digitaloszis kann ich mehr falsch einstellen als an meinen 
analogen Raritäten. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der 
Threadersteller das macht? M.E. groß

von Sven B. (scummos)


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Und bei einem Stein als Messgerät kannst du noch weniger falsch 
einstellen. Mit der Denkweise kannst du es m.E. auch gleich bleiben 
lassen. shrug

Gerade wenn du irgendwelche modulierten HF-Signale anschauen willst, ist 
ein analoges Oszi doch ziemlich unbrauchbar. Da siehst du im Zweifel nur 
einen fetten Balken. Beim digitalen kannst du wenigstens mal ein paar ms 
des Signals aufzeichnen und in Ruhe anschauen ...

So oder so ist ein Spectrum Analyzer wahrscheinlich das bessere Gerät.

: Bearbeitet durch User
von Torben K. (tokuhila)


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> So oder so ist ein Spectrum Analyzer wahrscheinlich das bessere Gerät.

Da sind wir sogar einer Meinung

von Eddy C. (chrisi)


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Torben K. schrieb:

> An meinen Digitaloszis kann ich mehr falsch einstellen als an meinen
> analogen Raritäten. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der
> Threadersteller das macht? M.E. groß

Nein, dieses Scope nicht, Torben, das hat zu viele Knöpfe! Grosser Gott, 
als ob viele Knöpfe jemanden vom Kauf eines Scopes abhalten könnten? Und 
jedes Jahr zum 24.12. ist dann ein weiterer Knopf im Adventskalender. 
Gottogott, das Kind wird noch völlig überlastet!

Weichei.

von Torben K. (tokuhila)


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Na, dann sind wir ja mal auf die ersten Bilder vom Dipol gespannt ;)

von Kurt B. (kurt-b)


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Stefan H. schrieb:
> Ich will sehen und messen, was diese Schaltung
>
> [[http://www.elo-web.de/franzis-media/655159/CNS_CONTENT_PAGE/0802T1.gif]]
>
> am Ausgang erzeugt.
>

Sinus dürfte es keiner sein, dazu sind die LED zu grausam.
Ist wohl irgend ein verunglücktes Rechteck.

 Kurt

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