Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Ergebnis meiner Uhrenkalibrierung


von Egon Lange (Gast)


Lesenswert?

Hallo,

ich habe mir eine Funkuhr mit einem 32,768 kHz Uhrenquarz aufgebaut. 
Zuerst wollte ich immer nur einmal synchronisieren und dann sehen, wann 
die Uhr falsch geht. Am Anfang ging sie deutlich sichtbar falsch. Nach ~ 
13 Stunden hatte ich ~ 2,5 Sekunden Abweichung. Da ich keine 
Frequenzzähler habe, habe ich die Uhr 3x etwa 12-13 Stunden laufen 
lassen und am Ende der "Messung" ~ 5 Fotos von meiner Uhrenanzeige und 
einer gekauften Funkuhr gemacht. Abweichungen abgelesen und daraus dann 
Mittelwert gebildet und die Abweichung in ppm ermittelt. Ich bin auf ~ 
-48 ppm gekommen.

Diese Korrektur habe ich in meine Uhr eingebaut und jetzt läuft sie 
bereits 7 Tage, ohne dass ich auch nur ansatzweise sehe, dass die 
Sekunde nicht gleichzeitig mit der gekauften Funkuhr oder der 
Online-PTB-Uhr läuft.

1 ppm wäre etwa 1 Sekunde in 11 Tagen. 7 Tage sind jetzt rum und ich 
sehe keinen Unterschied und glaube nicht, dass sich in 4 weiteren Tagen 
eine Sekunde aufsummiert.....

Bin ich also durch meine Methode ohne Messgeräte etc. wirklich besser 
als 1 ppm geworden?

von MaWin (Gast)


Lesenswert?

Egon Lange schrieb:
> Bin ich also durch meine Methode ohne Messgeräte etc. wirklich besser
> als 1 ppm geworden?

Bis der Sommer kommt und die Temperatur schwankt.

von HildeK (Gast)


Lesenswert?

Egon Lange schrieb:
> Da ich keine
> Frequenzzähler habe, habe ich die Uhr 3x etwa 12-13 Stunden laufen
> lassen und am Ende der "Messung" ~ 5 Fotos von meiner Uhrenanzeige und
> einer gekauften Funkuhr gemacht.

Man muss aber hier aufpassen, denn die meisten Funkuhren laufen ja 
tagsüber per internem Quarz und können schon mal 1s Abweichung/Tag 
aufweisen. Besser wäre hier eine Funkuhr zum Vergleich, die praktisch 
immer empfängt und das Empfangene anzeigt. Zumindest den Sekundentakt. 
Eine blinkende Sekundenled, direkt getrieben vom DCF-Empfänger kann 
schon helfen. Oder, stelle den Vergleich jeweils kurz nach der 
nächtlichen Synchronisierung an bzw. rufe in deiner Funkuhr manuell die 
Synchronisierung ab.

Egon Lange schrieb:
> Bin ich also durch meine Methode ohne Messgeräte etc. wirklich besser
> als 1 ppm geworden?

Sieht so aus (habe nicht nachgerechnet) - zumindest kurzfristig. Das 
Problem dabei sind aber Temperaturschwankungen. Lasse die mal auf dem 
Balkon stehen oder warte auf einen heißen Sommer.
Außerdem musst du mit Alterung rechnen - also in ein, zwei Jahren bei 
gleicher Temperatur dürfte das wieder anders aussehen.

von LostInMusic (Gast)


Lesenswert?

>Bin ich also durch meine Methode ohne Messgeräte etc. ...

Also bitte, Deine Aktion war eindeutig eine Messung, mit der gekauften 
Funkuhr als Messgerät. Der "Preis" für das gute Ergebnis war einfach die 
sehr lange Messdauer.

>...besser als 1 ppm geworden?

Schon möglich - jedenfalls für den Moment. Siehe dazu die anderen 
Antworten.

von Roland P. (pram)


Lesenswert?

Die Uhr könnte bei der Neusynchronisierung ja selbst ermitteln um wie 
viel sie falsch geht

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.