mein DSPIC-Synth ist fertig

OP #4541690
Lesenswert?

Hallo Leute,


ich möchte auch mein langjähriges Bastelprojekt eines VA-Synths anhand 
eines Klangbeispieles vorstellen. Zur Erinnerung. Der Synth hat 5 Voices 
wobei je ein DSPIC33fj64GP802 verantwortlich ist. koordiniert wird alles 
von einem
PIC18f..... Ich benutze keinen externen Codec, sondern benutze die der 
DSPIC`s.

Ich bin sehr stolz das es so weit geschafft habe, aber hört selbst und 
hinterlsst bitte einen Kommentar. Danke

https://soundcloud.com/klangwerkstatt-2/mugge05

bis die Tage
Gast #4541782
Lesenswert?

Die (programmier-)technische Arbeit muss man sicher anerkennen, ob die 
elektromusikalische (also die Umsetzung in einen Synthesizer) gelungen 
ist, bin ich mir nicht so sicher:

An dem Track klingt nicht sonderlich viel nach VA, schon gar nicht nach 
A(analog). Ist alles ziemlich D und arg zerrig. Der Wert von 
Synthesizern wäre ja, angenehme und wohlklingend Töne zu offerieren. 
Dazu braucht es entsprechende Filter und Modulatoren und nicht nur 
aufgedrehte Stimmen, die nicht zueinander passen und rumpeln.

Den musikalischen Wert kann man auch erst wirklich einschätzen, wenn Du 
einen Song damit gemacht hast.

Hier wäre mal ein Beispiel, wie elektronische Musik klingen kann (und 
sollte). Höre es mal durch und nimm mal den Klang auf. Da ist alles 
perfekt aufeinander abgestimmt:

https://www.youtube.com/watch?v=_wn6UHWXiyc

Gemeint ist der Track, nicht etwa die wechselnde Werbung.
OP #4541868
Lesenswert?

Ja das klingt anders, da gebe ich Dir kommentarlos Recht. Aber von der 
Technik her ist es trotzdem VA, halt eben nicht so dolle und da kann der 
kleine Synth mit seinen 16bit und 40mips pro Stimme einfach nicht 
mithalten zumindest wenn ich versuche 3 OSC mit Hardsync und Ring und 
PAN, 3 LFO und 3 ADSR für AM und FM und die LFO können sich 
untereinander auch FM zu bewerkstelligen. Und dann die 
Onboard-Wandler...

aber Spaß hat es trotzdem gemacht.

Danke für die Kritik, denn das muß auch sein.


Werner
Gast #4542742
Lesenswert?

Elektro Nick schrieb:
> Hier wäre mal ein Beispiel, wie elektronische Musik klingen kann

Naja... bedenke, daß bei Maik nur ein DSPIC werkelt.

Ich würde das mal mit dem vergleichen wollen, was da ein steinalter 
OPL3-Chip vor 20 Jahren zuwege gebracht hat.

Kennst du "Betrayal at Krondor"? Such mal im Web, der Sound ist 
hörenswert. Das Spiel ist glaub ich von 1993.

Mir ist klar, daß es heutzutage keine PC's mehr gibt mit ner Soundkarte, 
wo dieser Chip verbaut ist. Aber der Klang aus der Dosbox kommt dem 
Original erstaunlich nahe.

W.S.
OP #4542985
Lesenswert?

Guten Tag,

Also so kann Musik  auch klingen. Schau da --->

dieses Stück hat absolute Ausdruckskraft. Absolut mächte 
Instrumente..(ist halt einfach gut gespielt meiner Meinung nach)
https://soundcloud.com/purebits/la-nuova-stella-di-broadway

oder das hier
https://soundcloud.com/purebits/odissey-2013-reprise


und bei beiden Stücken lese ich Andromeda oder Moog, na klar kann ich da 
mit meiner Kiste einpacken, aber hey es macht Spaß damit zu 
experimentieren.

Bei solchen tollen Synthesizern ist diese MP3-Kompimierung fast schon ne 
Beleidigung, wenn man die Urreinheit der analogen Klangerzeugung 
betrachtet...

Aber VA-synths hab ich auch gern....

Alles was ich schreibe entspricht meiner Meinung und mein Synthesizer 
fetzt trotzdem!


Werner
OP #4601582
Lesenswert?

ja genau so wird es sein. Aber mal was anderes muß ich feststellen! 
Soundcloud eignet sich überhaupt nicht für Sounddemos. Die Files werden 
sowas von komprimiert, das man es hört! Und das ist totaler Müll. Ich 
erlaube mir mal Das mp3-file direkt heran zu hängen, denn der 
Unterschied ist deutlich hörbar. Auf Soundcloud klingt's verwaschen und 
das muß nicht sein.


Grüße Werner
Angehängte Dateien:
OP #4601681
Lesenswert?

ich habe ab diesen Klangbeispiel ein Streo-FIR-Filter integriert. 
Tagelang war mir nicht klar, das bei dem Befehl "sac.r a,#-1,w7" der 
Akku nicht in Sättigung geht sondern man muß den Befehl "sftac a,#-1" 
nutzen somit funktioniert auch die Sättigungsfunktion.

Ich muß schon sagen mit den 16bit_DSC's kann man ne Menge anstellen! Die 
beherschen sogar "MODULO-Adressierung"! Somit lassen sich mathematische 
Faltungen spieldend realisieren, man braucht keinen Eimerkettenspeicher 
sondern kann leicht einen Ringspeicher erzeugen.

Leider sind die Dinger nur 16bit breit.;) Die lassen sich wirklich super 
in Assembler programmieren, ist bei Nutzung der DSP-Funktionen eh besser 
glaube ich!


Grüße Werner
OP #4613471
Lesenswert?

Mark B. schrieb:
> Maik W. schrieb:
>> über MIDI gehts rein.....
>
> Wer hätte das gedacht? ;-)
>
> Interessant wäre mal ein Foto von Deinem ganzen Setup. Dann wären solche
> Fragen auch von alleine beantwortet, wenn man z.B. das Master-Keyboard
> neben dem Synthesizer sieht. Oder den Sequenzer. Oder was es eben ist.

So sieht er aus der "kleine"
Angehängte Dateien:
OP #4642554
Lesenswert?

ne das kenn er nich... auf Rompler habe ich keine Lust und für 
physikalische Modulation fehlt mir der Grips ,aber ein steuerbares 
LP-Filter habe ich dem kleinen spendiert. Ich denke für physikalische 
Modulation sollte man nicht mit 16bitteren arbeiten so vom Gefühl her...
Persönliche Seite #4642647
Lesenswert?

Maik W. schrieb:
> So sieht er aus der "kleine"
Irgendwie musste ich spontan an den Blofeld denken. Der hat auch nur ein 
Display und wenige Knöppe:-)

Andreas F. schrieb:
> Eigentlich ist Gitarre nur Sinus mit Oberwellenfilter und etwas
> Modulation.
Aber dann braucht man auch noch MIDI, um den Synthesizer zu steuern. 
Wenn es nur um das Prozessieren geht, würde ich lieber das Audio 
sampleln und die Effekte anwenden.
Gast #4785843
Lesenswert?

Sehr schoenes Teil, die ganzen Miesepeter ignorieren.

@Elektro Nick
Du vergleichst hier ein gemasterten Song mit ein paar Sound Snippets ? 
Ist das dein ernst ?

@Maik Werner
Auf was hast du den bei deinem Synth geschielt ?
Soll er eher Pads,Leads oder Bass abbilden ?
Alles zusammen ?

Ein paar Bassnoten 1/16 bei 4/4
-xxx -xxx -xxx -xxx oder -x-x -x-x- -x-x -x-x-
wuerden mich mal Interessieren Tonhoehe E3.

Das war wohl eher ernst gemeint mit dem "Notenklau" das hoert sich nach
nem holpern bei der Einspielung der naechsten Note im Polyphonic Modus 
an.
OP #4788207
Lesenswert?

Servus,

ich muß mir leider eingestehen, das der Synth nicht fertig ist, maximal 
geeignet ist für PADS da der IIR-Filter nur halbwahr ist. ich habe nur 
einen 24db 600Hz Filter und fade zwischen original und Filtersound. Das 
ist natürlich so nicht richtig. Des weiteren muß die ADSR im Abgang noch 
expotentiel und nicht liniar laufen. Des weitern taugt leider meine 
ganze Audiostrcke nicht. Wahrscheinlich ab dem Summierverstärker. 
Aufgefallen ist mir das durch einen Versuch mal Bässe aufzunehmen. Da 
habe ich doch gleich mal ein Spektrografen betätigt und da ist mir 
schlecht gewurden. Rauschen so weit das Auge sieht. Sinus mit Oberweite 
hätte ich fast geschrieben..Oberwellen meine ich. Aber der Sägezahn sah 
im Spektrum recht gut aus. Ich will erst noch etwas basteln, dann melde 
ich mich wieder und Bontempi kriegt eine rein....

Also bis später Leute
Gast #4788505
Lesenswert?

Du begehst nach dieser Selbstzerfleischung jetzt hoffentlich nicht 
Suizid?

> Des weiteren muß die ADSR im Abgang noch
> expotentiel und nicht liniar laufen.
Das ist normalerweise aber schon linear, oder? Oder muss man die 
Lautstärke exponentiall herabsetzen, um sie linear ausklingen zu lassen? 
(bin kein Synthesizerspezi)
Persönliche Seite #4789278
Lesenswert?

Christian schrieb:
> Das war wohl eher ernst gemeint mit dem "Notenklau" das hoert sich nach
> nem holpern bei der Einspielung der naechsten Note im Polyphonic Modus
> an.

Ja, so war es gemeint. Der "Notenklau" ist DIE übliche Strategie, um mit 
einer limitierten Zahl von Kanälen Polyphonie zu betreiben. Irgendwie 
muss man sich ja entscheiden, wie man mit der Vielzahl von Noten umgeht, 
weil die alten in der Regel bei "sustain-igen" Noten nie verklingen.

Meistens wird die jeweils leiseste Note oder einfach (schlechter!) auch 
die Älteste gelöscht, um die Kapazität freizumachen, für die neu 
eintreffende Note.  Ich habe es mit meinem DSP damals so zu lösen 
versucht, indem ich die Notenhöhe und die Parameter der Stimme gemorpht 
habe. Damit ging die Tonhöhe und die Klangfarbe von der alten Note in 
die Neue über, was auch mehr dem Verhalten eines Analogsynthesizer 
entsprach. Viele hielten das seinerzeit für eine eher unlogische 
Strategie, aber klanglich war das viel weicher, als die z.T. abrupten 
Clips, die man vernehmen konnte, wenn man viele Polyphone Noten mit 
langen Ausklingzeiten hatte. Das war für mein Gehör immer wesentlich 
besser, als die Note einfach abreißen zu lassen, trotzdem ist das alles 
etwas unschön. Bei meinem FPGA-Synth gibt es aufgrund der Vielzahl der 
Stimmen nur noch feste Kanäle, die alle neu anlaufen, wenn die Note neu 
kommt (und die ist ja ein echter Ersatz, z.B. beim Klavier oder der 
Gitarre, wo es die Saite ja nur einmal gibt.) und die Oszillatoren 
verhalten sich wie mechanische Schwinger, die neu angeschlagen werden 
und schwingen passend ein, je nach Phasenlage. Beim Klavier ergibt sich 
zudem der Vorteil, dass die beim Sostenutospiel freie Saite automatisch 
ein natürliches Einschwingverhalten zeigt. Dasselbe gilt für 
"elektrische" Filter in den analogen Filterbänken.

Vielleicht ist das "Geholper" aber auch nur ein Einstellungs-Problem?
Persönliche Seite #4789282
Lesenswert?

Maik W. schrieb:
> hier mal wieder ein neues Klangbeispiel
Machst Du die Echos über Delay im Synthmodul oder kommen die aus einem 
Arpeggiator oder von vorne , MIDI?

Mit den dafür üblicherweise eingesetzten Delays kann man ja so einiges 
anfangen, von musikalischer Dynamik bis hin zu Raumklangeffekten

>ADSR / 600Hz filter
Bei meinem Synth ist es so, dass ich 8 Parameter für die Klangkurve 
habe, statt nur ADSR - hinzu kommen allerlei Einflüsse auf die 
Filtergrenzfrequenzen.

Hier mal ein kleiner Appetithappen, was mit Deinem Synthy in etwa gehen 
müsste:

- 4 primäre Spuren
- Klangsynthese mit je 2 Oszillatoren und 2 Modulatoren
- daraus 2 weitere Spuren über Arpeggio-delays erzeugt
- 2 Akzente über gefilterte Delays
- alle Spuren haben einen eigenen EQ-Kanal/Filter
- sonst kein Kompressor, kein Limiter
- nur Summenanpassung

Die Delays für die Akzente arbeiten auf dem halben und dem 4.tel Takt, 
hier etwa 100ms / 200ms, immer knapp an der echten Repetitionzeit vorbei 
gestellt, damit sie im Bereich einiger weniger ms zur Quelle versetzt 
eintreffen. Das erzeugt neben dem musikalischen Akzent auch einen 
Raumklang, weil das Ohr dasselbe Signal mehrfach hört und ein Echo 
wahrnimmt. Massgeblich ist dafür vor allem der Filter auf dem Delay, 
welches die Höhen und Tiefen rausnimmt.
Angehängte Dateien:
OP #4789289
Lesenswert?

ah jetzt versteh ich das. Ich dachte Sie meinen MIMIMI der hat einfach 
ein Stück nachgespielt!! Es ist so 5 Stimmen stehen da und die sechste 
bleibt stumm. Lasse ich alle im release und drück ne neue Taste so wird 
die zuerst gedrückte geopfert oder je nach dem welche halt gerade nix 
macht oder im release ist.....


so jetzt haben wirs hoffentlich...
Gast #4791834
Lesenswert?

Maik W. schrieb:
> So sieht er aus der "kleine"

Immerhin schon mal bühnentauglich. Aber warum eigentlich nicht sein 
eigenes Equipment bauen? Wenn Du den Klang richtig schön versaust, 
spielt Dir das keiner nach :-)

> und bei beiden Stücken lese ich Andromeda oder Moog
War der Andromeda wirklich ein analoger Synthesizer?
Gast #7277833
Lesenswert?

Wenn man die ersten Soundbeispiele mit dem aktuellen vergleicht, ist da 
ganz schön viel passiert. Respekt!

Ist natürlich nur eine Sound-/Feature-Demo, aber mit etwas Rhythmus 
(abseits der LFOs) und einer guten Melodie ließe sich da schon richtig 
was mit machen.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren