binaryplease schrieb:> Kann jemand was zu den Multimetern oben sagen oder ein anderes in dem> Preissegment empfehlen?
Du hast doch beides Mal das gleiche Multimeter verlinkt. Wo du kaufst
ist doch Humpe.
M.N. schrieb:> Mein aktueller Favorit wäre das UT139C.
Bei einer Wahl zwischen den beiden DMMs würde ich ebenfalls intuitiv zum
Uni-T greifen. Ein Mastech hatte ich zwar noch nie in der Hand,
irgendein Uni-T liegt aber auch bei mir in der Schublade. Und das Ding
gab mir bislang noch keinen Grund zum meckern.
> Viele sagen, die ultimative Killerapplikation sei der Durchgangsprüfer.
Naja, einen Durchgangsprüfer nutze ich auch ständig (wahrscheinlich
häufiger als jede andere Messfunktion). Solche Späße wie Frequenz- oder
Temperaturmessung dagegen so gut wie gar nicht. Selbst bei einem Gossen
für 1000 Taler würde ich noch als erstes nach dem Durchgangsprüfer
schauen. :)
Stefan U. schrieb:> Wenn du noch nicht weißt, was du brauchst, genügt sicher ein 15€ Euro> für den Anfang.
Das möchte ich unterschreiben (wenngleich ich die Preisgrenze bei >= 5
Euro angesetzt hätte..). Für den Anfang reicht's, und wenn man soweit
ist das man ein besseres Gerät benötigt, dann wird man auch selber
entscheiden können welches Gerät es sein soll. Das 5-Euro-DMM ist dann
trotzdem kein rausgeworfenes Geld gewesen, denn wenn man mal Strom und
Spannung gleichzeitig messen möchte, dann ist man froh wenn man mehrere
Multimeter bei der Hand hat. Selbst wenn's billige Dinger sind.
PS: Messfunktionen für Kondensatoren, Transistoren, Frequenzen,
Temperatur, Helligkeit etc. pp. sind zwar nette Dreingaben, aber
eigentlich unnötig. Wenn man soweit ist das man sie verwenden möchte,
dann ist man eigentlich auch in der Lage sich selber schnell eine
Messvorrichtung dafür zusammenzubasteln (oder nachzubauen, z.B. den
AVR-Transistortester).
Was ich damals dagegen wirklich nützlich fand war die Möglichkeit daß
das DMM die Meßwerte über eine USB-Schnittstelle an den PC überträgt. Da
hatte ich beim Kauf eigentlich auch erst gedacht das dies unnötiger
Schnickschnack sei - aber als die Funktion dann mal tatsächlich für
diverse Messungen benötigt habe, da war sie auf einmal unbezahlbar...
Vielleicht wäre es eine Option ersteinmal ein 5-Euro-Teil zu kaufen und
in einem Jahr noch ein zweites, besseres DMM anzuschaffen?
binaryplease schrieb:> ich bin auf der Suche nach einem vernuenftigen Multimeter und als> Einsteiger durch die unzaehligen Optionen etwas erschlagen.
Suche lieber NICHT nach der eierlegenden Wollmilchsau. Schau lieber nach
anderen Kriterien, als da wären:
1. nicht zu groß, das ist unhandlich. Auch diese aufgequollenen
Weichplastik-Galoschen sehen zwar urig aus, sind aber letztlich Mumpitz.
2. Einen halbwegs stabilen Aufsteller sollte man sich da eher wünschen.
3. suche nach einem Gerät, das einen akustischen Durchgangsprüfer drin
hat.
4. pfeife auf Sonder-Meßmodi wie Frequenz, L und C.
5. ein billiges Multimeter tut's auf dem Basteltisch für's Arduino auch.
Das muß nicht für's Messen in Starkstromanlagen gedacht sein (und du
solltest es für sowas auch nicht verwenden wollen, egal ob da ein
angeblicher 1000 Volt-Bereich drauf ist)
6. kauf für den Anfang lieber keines mit automatischer Bereichswahl, ehe
die sich eingeklappert hat, kriegst du vor Ungeduld ne Krise.
7. glaube NICHT, daß ein größeres Gerät solider oder sonstwie besser ist
als ein kleineres. Dort ist zumeist nur mehr Luft drin und die
Verarbeitung ist miserabler als bei einem kleineren. Ausnahme: Geräte
mit 4 1/2 Stellen oder mehr, die dann auch deutlichst mehr Geld kosten.
8. Kauf bei einem Händler, wo du das Teil notfalls auch wieder
zurückschicken kannst. Es geht nämlich quer durch alle Fabrikate, daß
häufig zu dünne Leiterplatten eingesetzt sind, die sich dann durchbiegen
und dann Kontaktschwierigkeiten am Drehschalter verursachen. Also
ausprobieren!
W.S.
Ich finde das hier ganz praktisch. Weil es Messwerte auch vorlesen
lassen kann, per Handy als Zwischenstation, so dass man nicht hingucken
muss und sich auf die Prüfspitze konzentrieren kann:
http://www.pollin.de/shop/dt/OTUyOTYxOTk-/Messtechnik/Messtechnik/Multimeter/True_RMS_Bluetooth_Multimeter_OWON_B35T.html
Ist kein Meisterwerk. was die angegebene Genauigkeit angeht, aber
meistens reicht das.
M.N. schrieb:> Bei Pollin ist das Mastech mit 500 B Cat. III gekennzeichnet, bei Amazon> noch mit 600 V Cat. III. Wenn du nicht an der Steckdose messen willst,> ist das aber egal.
Obiges OWON gibts in D aus verschiedenen Quellen. Bei Pollin mit
aufgedrucktem 250V Limit, anderswo die Originalversion mit aufgedrucktem
750V Limit. Drin ist in beiden Versionen die gleiche 5x20 Sicherung für
250V. Nur der Aufdruck ist anders.
M.a.W: Der Aufdruck ist oft ein Phantasiewert, dem die inneren Werte
nicht entsprechen. Das Pollin hier bewusst eine eigene ehrliche Version
bauen liess ist zu loben.
Die Messgeräte aus dem unteren Preissegment sollte man besser nicht in
die Steckdose stecken - auch wenn das max. 1000V drauf steht.
Akustischer Durchgangsprüfer ist ein guter Tip, ich wünschte, meine
Multimeter hätten das.
A. K. schrieb:> Ich finde das hier ganz praktisch. Weil es Messwerte auch vorlesen> lassen kann,
O je, das wäre für mich ja schlimmer als die bisweilen penetranten
Ansagen vom Navi (in 200m rechts rum, in 150m rechts rum, in 100m rechts
rum...)
Wenn mich jemand zuquasseln will, krieg ich ne Krise und fahre ihm
über'n Mund. Ist reiner Selbstschutz vor akustischer
Umweltverschmutzung. Und sowas bei einem Multimeter? Nicht für mich.
W.S.
W.S. schrieb:> Und sowas bei einem Multimeter? Nicht für mich.
Eigentlich quasselt das Handy. ;-)
Nämlich die App, wenn per Bluetooth mit dem Messgerät gekoppelt und man
diese Funktion ausdrücklich wünscht. BT Kopplung finde ich in dieser
Preisklasse überdies vertrauenswürdiger als das sonst gelegentlich zu
findende USB. Weil über die sichere galvanische Trennung keine Zweifel
bestehen.
Noch nie mit der Messspitze auf einem Punkt in Kontakt gewesen und genau
in dem Moment abgerutscht, als du aufs Display vom Messgerät geschaut
hast? Darum gehts dabei.
Stefan U. schrieb:> Akustischer Durchgangsprüfer ist ein guter Tip, ich wünschte, meine> Multimeter hätten das.
Gibts tatsächlich welche ohne? Also jenseits der 10€ Klasse.
Wichtig dabei ist allerdings, wie lange sie für die Erkenntnis brauchen.
Ein olles Conrad/Metex Teil braucht dafür so lange, dass es nervt. Das
sollte sofort tröten, nicht erst nach einer halben Sekunde.
Ich werf mal das "Aidetek VC97+" für ca. 22€ ins Rennen:
Außer dem Üblichen mißt es noch Kapazität, Frequenz, Duty-Cycle und
Temperatur (letzteres mit einem zusätzlich beiliegenden Sensor,
allerdings ohne Nachkommastellen).
Die Tastköpfe und Kabel machen einen guten und sicheren Eindruck (damit
würde ich definitiv ohne Angst Drehstrom messen, wofür es auch explizit
zugelassen ist). Die zusätzlich beiliegenden Kabel mit Krokoklemmen am
Ende sind weniger toll.
Mir war die zusätzliche Kapazitätsmessung wichtig, die tatsächlich auch
im pF-Bereich zuverlässig ist. Oberhalb von 100µF wird das Messen
allerdings zur Geduldsprobe.
Außerdem zeigt es bis 4000 statt der bei kleinen Geräten üblichen 2000
an. So muß ich nicht mehr mit nur 2.01 vs. 2.02 leben, sondern die
minimale Anzeigegenauigkeit erhöht sich faktisch von 0.5% auf 0.25% (was
noch immer nicht die Genauigkeit der Meßwiederholbarkeit des Geräts
erreicht).
Der akustische Durchgangsprüfer ist sehr schnell (<100ms).
Ich hab auch noch das kleinere 10€-Gerät, das ich aber jetzt gar nicht
mehr einsetze.
Hannäs schrieb:> Ich werf mal das "Aidetek VC97+" für ca. 22€ ins Rennen:> Die Tastköpfe und Kabel machen einen guten und sicheren Eindruck (damit> würde ich definitiv ohne Angst Drehstrom messen, wofür es auch explizit> zugelassen ist). Die zusätzlich beiliegenden Kabel mit Krokoklemmen am
Wenn es um die elektrische Sicherheit von Multimetern geht, spielen wohl
in den wenigsten Fällen die Messkabel eine Rolle.
Entscheidend ist dann eher, welcher Schutzaufwand im Multimeter
getrieben wurde, z.B. ob Sicherungen verbaut sind, die auch hohe Ströme
unterbrechen können.
Man beachte die geschlitzten Leiterplatten bei Brymen 805
http://bibo.iqo.uni-hannover.de/dokuwiki/lib/exe/fetch.php?cache=&media=werkzeuge:multimeter:bm805_innen_2.jpg
und die Sicherung, die auch bis 20.000A sicher trennt:
http://bibo.iqo.uni-hannover.de/dokuwiki/lib/exe/detail.php?id=werkzeuge%3Abrymenmultimeter&media=werkzeuge:multimeter:bm805s_innen.jpg
Ferner hatte ich irgendwo gelesen, dass bei Multimetern mit
Transistortestbuchsen die gemessene Spannung auch an diesen Buchsen
anliegt, was bei Hochspannung der Gesundheit abträglich sein kann, wenn
man die Buchsen berührt.
Leider hilft die Modellbezeichnung von Multimetern nicht bei
Überlegungen zur Sicherheit weiter.
Besonders dreist ist der Hersteller Uni-Trend des von mir geschätzten
UT61E.
Der stellt nämlich verschiedene Versionen seines Multimeters unter
derselben Typbezeichnung UT61E her:
Die kostengünstige Asia-Version
http://lygte-info.dk/pic/UNI-T/UT61E/DSC_1430FullSize.jpg
aber auch eine europäische:
Bitte im Link das d durch ein p ersetzen, die Forensoftware hält den
Originallink für Spam!
http://oi57.tinydic.com/2u5t175.jpg
Mein UT61E stammt übrigens von Pinsonne Elektronik. Geliefert wurde die
Asiaversion - was ich damals aber nicht wusste! - irgendwo €10,- bis
€15,- unter Reichelt-Preis(zur Zeit €85,-) . Reichelt verkauft jedoch
die europäische Version.
Wenn man das Multimeter sowieso nur im Kleinspannungsbereich einsetzt,
sollte man das Gerät in Asien zum Discountpreis bestellen.
Dort kostet es unter €50,-, wird aber eben auch ohne ohne die
aufwendigeren Schutzvorkehrungen der europäischen Version geliefert.
Fazit:
Papier und Kunststoff ist geduldig.
Wenn man es genau wissen will, wie es um die elektrische Sicherheit des
eigenen Multimeters bestellt ist, muss man es öffnen.
Peter M. schrieb:> und die Sicherung, die auch bis 20.000A sicher trennt:
Der Haken bei solchen Sicherungen: Wenn man sie mal abschiesst, dann
steckt anschliessend "vorläufig" die auch bei Autos so beliebte Alufolie
im Sicherungshalter. Weil man den Ersatz "grad nicht" zur Hand hat.
Weshalb es für die übliche Bastelei nützlicher sein kann, sich mit
bescheideneren Werkzeugen und handelsüblichen 5x20 Sicherungen zufrieden
zu geben. Mehr als 250V CAT III braucht man dabei i.d.R. nicht.
> Ferner hatte ich irgendwo gelesen, dass bei Multimetern mit> Transistortestbuchsen die gemessene Spannung auch an diesen Buchsen> anliegt, was bei Hochspannung der Gesundheit abträglich sein kann, wenn> man die Buchsen berührt.
Beim erwähnten OWON ist nicht das übliche an Audio-DIN-Buchsen
erinnernde Anschlussteil drin, sondern für Transistoren steckt man einen
2-poligen(!) Adapter in den Hauptanschlüssen.
Peter M. schrieb:> Mein UT61E stammt übrigens von Pinsonne Elektronik. Geliefert wurde die> Asiaversion - was ich damals aber nicht wusste! - irgendwo €10,- bis> €15,- unter Reichelt-Preis(zur Zeit €85,-) . Reichelt verkauft jedoch> die europäische Version.
Ob da ein System dahinter steckt? Dass man beim Spezialisten für
Messgeräte die Asien-Version kriegt und beim Bastelshop die korrekte
Version? ;-)
Beim OWON bietet ein sogenannter Messgerätespezialist eine laut Bild
"1000V CAT III" Version an - recht wahrscheinlich die Originalversion
mit 5x20 Sicherung - während Pollin bescheidene 250V draufpinnt.
http://www.messgeraete-chemnitz.de/Fluke-Multimeter/OWON-B35T-TRMS-Multimeter-Bluetooth-Datenlogger-
(man beachte auch die Klassifizierung in der URL ;-)
Das muss wohl so sein! :)
Hier noch so eine Merkwürdigkeit:
http://www.pinsonne-elektronik.de/pi2/pd58.html
Man beachte:
Oben auf der Seite ein mutmaßliches UT61E, allerdings nur mit 4 Ziffern.
Das UT61E hat jedoch 5 Ziffern im Display.
Zu sehen sind auch die defensiven CAT-Ratings neben den Anschlüssen auf
dem oberen Bild.
Weiter unten sieht man das Display eines UT61E, wo man korrekterweise 5
Ziffern erkennen kann.
Der untere Teil des Multimeters, wo man die CAT-Ratings sehen kann,
bleibt dem menschlichen Auge verborgen.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt! :)
Peter M. schrieb:> Zu sehen sind auch die defensiven CAT-Ratings neben den Anschlüssen auf> dem oberen Bild.
Im englischen Manual auf der Seite werden explizit beide Sicherungen mit
240V angegeben. Kann man damit guten Gewissens "defensive" 600V
absichern?
> Oben auf der Seite ein mutmaßliches UT61E, allerdings nur mit 4 Ziffern.> Das UT61E hat jedoch 5 Ziffern im Display.
Das scheint Unitrode den Händlern so vorzuschreiben. Oder wie wäre
anders zu erklären, dass auch Reichelt ein Hauptbild mit 22000 Counts in
4 Stellen (Hex?) auf der Seite hat (und ein PDF Handbuch mit 5 ;-).
Konsequent verwirrend ist im Bild deshalb auch ein Limit von 250V in den
Strombereichen aufgedruckt, während die Sicherungen in deutschen
Handbuch als 600V Typen bezeichnet werden und auch das aufgedruckte
Limit dazu passt.
M.N. schrieb:> Viele sagen, die ultimative Killerapplikation sei der Durchgangsprüfer.
ACK
Was nützt ein Durchgangsprüfer mit einer halben Sekunde Bedenkzeit.
M.N. schrieb:> Mein aktueller Favorit wäre das UT139C.> Relativ neu, solide Grundfunktionen, kein Schnickschnack.
Warum die UT139C Version statt der E Version mit 20000 counts?
Don P. schrieb:> M.N. schrieb:>> Mein aktueller Favorit wäre das UT139C.>> Relativ neu, solide Grundfunktionen, kein Schnickschnack.>> Warum die UT139C Version statt der E Version mit 20000 counts?
Reichelt-Preise:
UT139C: 40 €
UT61E: 85 €
Kommt halt drauf an, ob man sparen will / muss. Und 20000 / 22000 counts
bieten bei gängigen Spannungen wie 230 V~ oder 24 V- keinen Vorteil
gegenüber 6000 counts.
Ich habe beruflich einige UT139C beschafft, für den Preis sind sie
unschlagbar. Es sind auch der Kategorie würdige Sicherungen drin.
Gruß,
Bernhard
Bernhard D. schrieb:> Ich habe beruflich einige UT139C beschafft, für den Preis sind sie> unschlagbar. Es sind auch der Kategorie würdige Sicherungen drin.
Wuerdest du sie dem oben genannten Owon vorziehen? Ich konnte zu dem
Owon keine Tests finden.
Mit den counts hast du wahrscheinlich recht. Sicherungen sind eher
nebensaechlich fuer mich, da ich sowieso weit unter "Steckdose" bleiben
werd.
Es gibt auch noch guenstigere die wahrscheinlich reichen wuerden, aber
ich haette gerne etwas was sich zumindest nicht total billig anfuehlt
(ich weiss, das ist subjektiv)
Gruss
Danke. Ich denke dann werde ich mich zwischen dem Owon und den Uni-T
UT139C entscheiden muessen, das Totschlagargument habe ich bisher nicht.
Das Bluetooth ist ganz nett, aber bisher haette ich noch keinen Nutzen
davon.
Ich würde immer wieder das Multifunktions-Masstech nehmen . Habe das
Vorgängermodell von Pollin (Mastech MS8209) schon seit Jahren (privat)
im Einsatz und habe fast alle Funktionen tatsächlich schon mal nutzen
können! Der Durchgangsprüfer ist verzögerungsfrei, aber gerade diesen
habe ich noch nie genutzt:
Vor langer Zeit habe ich mir mal einen eigenständigen Durchgangsprüfer
gebaut mit dem Clou, dass er nicht nur piept, sondern die Tonfrequenz
widerstandsabhängig ist. So ein Gerät kann ich nur empfehlen, da man
damit vieles am Ton schon qualitativ beurteilen kann (anliegende
(Klein-)spannungen, Kondensatoren, Wackler/Isolationsfehler, usw.). So
etwas ist heute wohl kaum mehr zu finden. ELV hat so etwas als Bausatz:
http://www.elv.de/durchgangspruefer-dp-100-komplettbausatz.html
Der Preis ist ziemlich happig, da nur wenige Standard-Bauteile
erforderlich sind. Also lieber selber aufbauen. Ein Schaltplan ist
bestimmt auch in der Anleitung.
Ansonsten habe ich heute auch immer noch "Prüfgerät Nr. 1a" der
Bundespost im Einsatz ;)
Desweiteren würde ich mir für ~10EUR auf jeden Fall noch den hier schon
erwähnten AVR-Komponententester aus China bestellen!
Aber zurück zum Mastech Multimeter: Autorange kann man abstellen, wenn
man möchte. Nachteil ist die Strommessung. Im 10A Messbereich ist der
Shunt sehr groß. Ich wollte mal damit den Strom des Netzteiles eines
LED-Beamers im Betrieb messen. Der Beamer lief gar nicht erst an auf
Grund des Spannungsfalls. Ob der aber bei anderen Herstellern kleiner
ist, weiß ich nicht. Mittlerweile besitze ich eine Strommesszange mit
Hall-Sensor für so etwas (auch von Mastech), was bei größeren Strömen
reicht, wenn es nicht auf 100mA genau angkommt.
Frequenzmessung habe ich schon öfters eingesetzt, funktioniert recht
gut. Kapazitäten habe ich noch nie gemessen. Dazu hatte ich noch ein
LCR-Messgerät, welches ich aber auf Grund des AVR-Komponententesters
auch schon abgeschafft habe.
Beleuchtungsstärke- und Schallpegelmessung habe ich auch für ein paar
Vergleichsversuche von Lampen/Geräucherzeugern eingesetzt. Kann durchaus
mal nützlich sein. Mag schon sein, dass so etwas mittlerweile auch schon
mit Smartphone-Apps funktioniert.
Das einzige, was mich bei längeren Basteleien stört, ist die Auto-Off
Funktion nach 15 Minuten. Ständig wieder Off-On drehen.
Ich denke das Uni-T ist eher was für Fortgeschrittene, wo genauere
Messwerte, insbesondere bei nichtsinusförmigen Wechselspannungen (dank
true RMS), benötigt werden. Es ist sicher wesentlich genauer (viele
Counts). Damit man die Genauigkeit sinnvoll nutzen kann, muss es dann
aber auch regelmäßig kalibriert werden.
Nachtrag: Ok, sehe jetzt erst, dass das Uni-T auch alle möglichen
Funktionen ab Board hat. Dachte es wäre ein puristische Gerät (nur
Spannung/Strom). Dann kann man natürlich auch zum Uni-T greifen.
Was mir an dem Mastech gefällt, ist die gefühlt ewige Nutzungsdauer der
AAA-Batterien und die rückstellbare Sicherung im Strommeßbereich bis
400mA. Habe auch den Vorgängetyp schon viele Jahre in Betrieb.