Forum: Offtopic Fragen und Anmerkung zu EM-Wellen-Demonstration


von Stefan H. (fourier)


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Hallo zusammen,

zu der folgenden Demonstration von elektromagnetischen Wellen und 
Übertragung von HF-Leistung habe ich einige Fragen:

[[https://www.youtube.com/watch?v=Hcp8I7Fc_7Y]]

1. Herr Müller spricht explizit von elektromagnetischen Wellen. Wenn man 
sich einmal den Abstand zwischen Sender und Empfänger anschaut, muss die 
Frequenz im GHz-Bereich liegen, um auf dieser Distanz Fernfeld und damit 
EM-Wellen zu erzeugen. Mir scheint das eher eine induktive 
Nahfeld-kopplung zu sein. Was würdet ihr sagen?

2. Warum verwendet er als Sendeantenne einen Faltdipol?

3. Wie groß schätzt ihr die HF-Leistung, die gesendet wird?

Gruß

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Stefan H. schrieb:
> Mir scheint das eher eine induktive
> Nahfeld-kopplung zu sein.

Nö, der Empfangsdipol ist ja keine Schleife, es ist also schon eine 
Kopplung über EM Wellen/HF.

Stefan H. schrieb:
> muss die
> Frequenz im GHz-Bereich liegen, um auf dieser Distanz Fernfeld und damit
> EM-Wellen zu erzeugen.

Wenn wir davon ausgehen, das die Sendeantenne optimal auf den Sender 
abgestimmt ist, ist die benutzte Frequenz in MHz etwa 300/(Dipollänge * 
2). Bei einem Dipol mit 50cm Länge also etwa 300MHz.

Stefan H. schrieb:
> 3. Wie groß schätzt ihr die HF-Leistung, die gesendet wird?

Gute Frage. So ein Effekt wird meiner Schätzung nach was mit 10-30W HF 
benötigen - habe ich aber lange nicht mehr gemacht.

Stefan H. schrieb:
> 2. Warum verwendet er als Sendeantenne einen Faltdipol?

Der Faltdipol ist symmetrisch und hat etwa 240-300 Ohm Fusspunktimpedanz 
- er ist mittels Balun leicht an einen meist asymetrischen 50-75 Ohm 
Koaxialausgang eines Senders anzupassen.
Der offene Dipol ist etwas komplizierter, niedrige Fusspunktimpedanz und 
damit gut für die Lampe, aber fertige Baluns sind nicht so einfach zu 
bekommen. Würde man ein Koaxausgang direkt an den offenen Dipol 
anschliessen, wäre die Impedanz ok, aber die Antenne 'schielt' ein 
wenig.

von Stefan H. (fourier)


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Vielen Dank.

> Nö, der Empfangsdipol ist ja keine Schleife, es ist also schon eine
> Kopplung über EM Wellen/HF.

Für eine induktive Kopplung ist eien Schleife doch nicht zwingend 
notwendig. Im Nahfeld einer Stabantenne kann ich mit einer zweiten 
Empfangsantenne induktiv ankoppeln.

Gruß

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Stefan H. schrieb:
> Im Nahfeld einer Stabantenne kann ich mit einer zweiten
> Empfangsantenne induktiv ankoppeln.

Du kannst natürlich eine sogen. 'magnetische' Antenne nehmen, macht er 
aber nicht. Das ist ein simpler, offener Lambda/2 Dipol. Würde er mal 
mit einem Dipol anderer Länge peilen, würde die Lampe lange nicht so 
hell leuchten, weil die Abstimmung nicht stimmt.
Vllt. hat er ja auch noch andere Videos, kannste mal suchen.

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