Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Digitale Filter mit Tool dimensionieren


von LeiderNichtVerfügbar A. (Firma: Keine) (strgfn)


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Hey Leute,

ich versuche gerade verzweifelt einen digitalen Filter zu 
dimensionieren.

Mir wurde dazu dieses Tool vorgeschlagen:
http://t-filter.engineerjs.com/

Ich versuche derzeit ein Potentiometer im 180 Grad Winkel hin und her zu 
drehen und ein elektromotor soll dieser Bewegung folgen.
Das Potentiometer legt dabei immer etwa 180 in einer Sekunde zurück...

Eingelesen wir die Bewegung mittels ADC am Schleifkontakt (1024 
Schritte)

Sollte das Potentiometer schneller hin und her gewackelt (zb > 5Hz) 
werden soll dies gefiltert werden...

Wie kann ich in diesem Tool einen geeigneten Filter entwerfen? Was ist 
die passende Abtastfrequenz?


Kann ich mir das so vorstellen das sich das Signal mit 1Hz hin und her 
bewegen darf (180 Grad in einer Sekunde) und alles darüber soll 
herausgefiltert werden?

Also durchlassfrequenz zB alles < 1
und Sperrfrequenz alles > 1Hz?

was bedeuten die dB?
Hoffe hier kann sich jemand mal diese Tool anschauen und mir erklären 
wie (bzw. Welche) Werte ausgewählt werden...

Dnake im Voraus.

LG

von Wolfgang (Gast)


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LeiderNichtVerfügbar A. schrieb:
> Also durchlassfrequenz zB alles < 1 und Sperrfrequenz alles > 1Hz?

So ein ideales Filter gibt es im wahren Leben nicht.

von Wolfgang (Gast)


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LeiderNichtVerfügbar A. schrieb:
> Hoffe hier kann sich jemand mal diese Tool anschauen und mir erklären
> wie (bzw. Welche) Werte ausgewählt werden...

Vielleicht brauchst du erstmal ein paar Grundlagen.
http://learn.mikroe.com/ebooks/digitalfilterdesign/chapter/types-of-digital-filters/

von LeiderNichtVerfügbar A. (Firma: Keine) (strgfn)


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Schön, aber genau so einen Schwachsinn baue ich gerade...

Wenn du mir nicht Helfen willst gut, aber dumme Kommentare, mit Aussagen 
die nicht stimmen, in denen du irgendeinen nutzlosen Schwachsinn 
erzählst, sind recht unnötig...

Also ja, ich bin Anfänger, ja ich baue so einen Schwachsinn und nein, 
das ist keine Hausaufgabe und du musst sie auch nicht für mich 
erledigen;)

von Joe F. (easylife)


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Dieser Thread hier
Beitrag "Re: Filter - aber welcher?"
hört sich sehr ähnlich an, wie deine Frage.
Arbeitet ihr beide am gleichen Projekt?

Bezügl. deiner Fragen:

LeiderNichtVerfügbar A. schrieb:
> Wie kann ich in diesem Tool einen geeigneten Filter entwerfen? Was ist
> die passende Abtastfrequenz?

Die Abtastfrequenz bestimmst du selbst.
Kriterien hierfür sind die Möglichkeiten deiner Hardware (max. 
Abtastfrequenz des ADC), und die maximal zu erfassende Frequenz.

Wie du sagtest, interessiert dich alles über 5 Hz nicht mehr, insofern 
reicht theoretisch eine Abtastfrequenz von 10 Hz aus.

Digitale Filter arbeiten aber meist besser, wenn man eine nicht ganz so 
"grenzwertige" Abtastfrequenz hat. Ich würde aus dem Bauch heraus mal 
100 Hz nehmen.

LeiderNichtVerfügbar A. schrieb:
> Also durchlassfrequenz zB alles < 1
> und Sperrfrequenz alles > 1Hz?

Das wäre ein unendlich steiler Filter.

Ein Filter hat einen Übergangsbereich, und der wird mit dB/oct (dB pro 
Oktave) angegeben.

Ein Beispiel:
Ein Filter hat bei 500 Hz eine Dämpfung von -3dB.
Bei 1000 Hz (eine Oktave höher) hätte er eine Dämpfung von -9dB.
Die Dämpfung nimmt also mit -6dB/oct zu.

6dB entspricht einer Halbierung des Signalpegels.

Man kann Filter mit höherer Ordnung bauen (mehrere Filter 
hintereinander), um die Steilheit zu erhöhen.

In deinem Fall würde ich mal mit einem Filter von -6dB/oct oder 
-12dB/oct arbeiten, Grenzfrequenz bei 1.5 Hz.
Die Grenzfrequenz ist der Punkt, an dem der Filter -3dB Dämpfung hat.

von Wolfgang (Gast)


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Joe F. schrieb:
> Wie du sagtest, interessiert dich alles über 5 Hz nicht mehr, insofern
> reicht theoretisch eine Abtastfrequenz von 10 Hz aus.

Es kommt nicht drauf an, welcher Frequenzbereich einen interessiert, 
sondern welche Frequenzen im Signal enthalten sind, es sei denn, man 
möchte Aliasing gezielt für eine Transformation im Frequenzraum nutzen.

Praktisch reicht eine Abtastfrequenz von 10 Hz dafür also nie und nimmer 
aus, weil es einen idealen Tiefpass mit rechteckförmigem Frequenzgang, 
der nur Signale unterhalb von 5Hz durchläßt, nicht gibt.

von Joe F. (easylife)


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in der theorie richtig, in der praxis wird es dir kaum gelingen ein poti 
schneller als 5x pro sekunde hin und her zu drehen...
ein effektiver physikalischer tiefpass sozusagen...

von Josef (Gast)


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Es muss sicher sein dass keine Frequenzen groesser Abtastfrequenz/2 in
das System kommen. (Auch evtl. Stoerungen/Einstrahlungen).

Entweder kommen diese gar nicht vor oder sie muessen mit einem analogen
Filter weggemacht werden.

Erst danach koennen digitale Filter funktionieren. Ausser man nuetzt
Aliasing Effekte absichtlich au,s wie bereits von Wolfgang erwaehnt.

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