Bisher habe ich mit bleihaltigem loetzinn gearbeitet und bin damit gut zurechtgekommen ..v Versuche mit bleifreiem Lot bingen mehr oder weniger daneben .Was ist der Trick ? Danke im Vorraus
Gutes Lot und konstant geregelte, etwas höhere temoaratur. nicht übertreiben bei der temperatur!
Stephan E. schrieb: > Bisher habe ich mit bleihaltigem loetzinn gearbeitet und bin damit gut > zurechtgekommen ..v Dann bleib doch dabei. Ohne temperaturgeregelte Lötstation wird es sonst schwierig. mfg klaus
Hallo, Du benötigst das richtige Lötzinn, von Feder sagt man, und eine passende/ neue Lötspitze.
Warum bleifrei? Bei Reparaturen und im nichtkommerziellen Bereich ist "mit Blei" doch erlaubt. Ohne Blei ist die Temperaturführung beim Löten so eng toleriert, dass sie fast nur mit automatisiertem Löten eingehalten werden kann, wobei vorgeheizt wird und dann nur kurz auf Löttemperatur gebracht wird. Dazu bestehen auch hohe Anforderungen an die verwendeten Flussmittel. Sie müssen zwar so scharf sein, dass sie das Lötobjekt lötbar machen, dürfen aber keine Rückstände bilden. Ihre chemischen Eigenschaften sind nicht allzu stabil, sodass sie altern. Dazu kommt dann noch der wesentlich höhere Preis für das Lot. All das würde ich mir wirklich nicht antun, aber wenn Du meinst: Temperaturgeregelter Kolben ist ein Muss. Die passende Temperatur der Lötspitze zu finden eine Erfahrungssache. Die Dauer des Kolbenkontakts an der Lötstelle eine Übungssache. Das Lot mit genau passender Schärfe des Flussmittels zu finden eine Glückssache.
Bleifreies Lötzinn ist für Handarbeiten nicht empfehlenswert. Ist einfach schlecht zu verarbeiten und hält nicht so lange und zuverlässig, wie bleihaltiges.
Peter R. schrieb: > im nichtkommerziellen Bereich ist "mit Blei" doch > erlaubt. Ich meine, bleihaltiges Lot darf auch bei gewerblichen Produkten verwendet werden, man darf das Produkt dann nur nicht als ~umweltschonend (wie auch immer das konkret heißt) verkaufen.
MinIstEr schrieb: > Peter R. schrieb: > im nichtkommerziellen Bereich ist "mit Blei" doch > erlaubt. > > Ich meine, bleihaltiges Lot darf auch bei gewerblichen Produkten > verwendet werden, man darf das Produkt dann nur nicht als > ~umweltschonend (wie auch immer das konkret heißt) verkaufen. Nein, dass ist seit 2006 verboten. Privat darf man bleihaltig löten, gewerblich nicht. ROHS Konform ist Pflicht wegen der Entsorgung. PS: Privat würde ich mir bleifrei nicht antun, da ich keine Vorteile ausser dem Umweltschutz sehe.
Rene H. schrieb: > Nein, dass ist seit 2006 verboten. Privat darf man bleihaltig löten, > gewerblich nicht. ROHS Konform ist Pflicht wegen der Entsorgung. Bist du sicher? Mir hat neulich ein Profi etwas anderes erzählt (stecke da aber auch nicht so drin).
Rene H. schrieb: > Nein, dass ist seit 2006 verboten. Für jede EU-Verordnung mit mehr als 12 Seiten gibts irgendwo ne zugehörige Ausnahmeregelung mit mindestens 42 Seiten auf denen genau erklärt ist in welchen Clubs man Mitglied sein muß oder welche wichtigen Sachen man zu tun behaupten muß um von der Erschwernis nicht betroffen zu werden.
MinIstEr schrieb: > Bist du sicher? Mir hat neulich ein Profi etwas anderes erzählt (stecke > da aber auch nicht so drin). Ja, ich bin mir sicher. Bernd K. schrieb: > Für jede EU-Verordnung mit mehr als 12 Seiten gibts irgendwo ne > zugehörige Ausnahmeregelung mit mindestens 42 Seiten auf denen genau > erklärt ist in welchen Clubs man Mitglied sein muß oder welche wichtigen > Sachen man zu tun behaupten muß um von der Erschwernis nicht betroffen > zu werden. Natürlich gibt es Ausnahmen. Medizin, Luftfahrt, Militär und Medizin. Das ist aber deswegen nicht die Regel. PS: und für Reparaturen.
Bleifreies Lot benetzt auch viel schwerer. Nach Öffnen der Bauteileverpackung sind diese daher kurzfristig zu verarbeiten. Bauteile, die wochenlang offen rumliegen sind zu oxydiert für bleifrei. Für Privat würde ich mir bleifrei nicht antun.
Ich habe schon immer bleifrei gelötet und kenne deshalb auch den Unterschied nicht. Persönlich verwende ich das Felder NiGe-Lötzinn(0,8mm bie ELV) und verarbeite es bei 300°C aber max. 350°C bei großen Flächen Drähten. Mit meiner Lötstation 80 Watt und gut verzinnten Spitzen hatte ich damit noch nie größere Probleme.
Rene H. schrieb: > PS: Privat würde ich mir bleifrei nicht antun, da ich keine Vorteile > ausser dem Umweltschutz sehe. Wenn man seine gelöteten Platinen nicht in den Hausmüll wirft, sondern in der Elektronikschrottsammelstelle abgibt, gibts auch keine Probleme mit dem Umweltschutz.
Harald W. schrieb: > Wenn man seine gelöteten Platinen nicht in den Hausmüll wirft, > sondern in der Elektronikschrottsammelstelle abgibt, gibts auch > keine Probleme mit dem Umweltschutz. Wozu erst was löten, wenn man es gleich danach wegwirft? Mit der nichterstlöten-Methode spart man ne Menge Geld, Zeit und Energie. ;-D
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