Vorab:
Die Negativ-Bewertung des Anliegens des TE habe ich durch meine
Positiv-Bewertung zu Null kompensiert, weil es m.E. eine bodenlose
Unverschämtheit ist, ein ordentlich vorgetragenes Anliegen überhaupt
zu bewerten!
Von der Arroganz einer derartigen Negativ-Bewertung will ich dabei gar
nicht reden.
Zur Sache:
T. schrieb:
> ich möchte in einem Experiment den Übergangswiderstand von Kohlebürste
> und Kollektor an einem Universalmotor messen, um z.B. den Anpressdruck
> oder das Abheben der Kohlen zu erkennnen.
So recht verstehe ich nicht, was Du mit Du mit der Messung Anpressdruck
bzw. Abheben der Kohlen meinst. :)
Denn der Anpressdruck ist im Prinzip konstant über die Federkonstante(n)
festgelegt.
Die Du auch separat messen könntest.
Was bzgl. Deines Anliegens aber eigentlich uninteressant ist.
Und das evtl. Abheben der Kohlen dürfte vernachlässigbar gering sein,
weil eben genau über den Anpressdruck sichergestellt wird, daß die
Kohlen nicht abheben können.
Nicht einmal dann, wenn Kohlen auf den Lamellen eines Kollektors laufen.
Und selbst auch dann nicht, wenn der Kollektor durch Funkenfeuer in
seinen "Trennfugen" bereits etwas "ausgebrannt" ist.
Weil das im Betrieb per Überdeckung der Kohlen über die Lamellen
"geschluckt" wird.
Daß Dich aber der Übergangswiderstand interessiert, ist für mich
nachvollziehbar. :)
T. schrieb:
> Dazu soll der Motor extern angetrieben werden (also nicht mit Strom
> versorgt) und zwischen Kohlebürste-Rotorwicklung-Kohlebürste der
> Widerstand gemessen werden.
Ja, das ist der richtige gedankliche Ansatz.
Und das kannst Du auch hinreichend genau per Ohm-Meter messen. ;)
Um an den Gedanken von voltwide anzuknüpfen:
voltwide schrieb:
> Schließlich
> willst Du ja nicht den Cu-Widerstand der Wicklungen messen oder evtl
> erzeugte Spannungen (Generatorbetrieb)
Mich interessierte auch mal der Übergangswiderstand Kohlen/Schleifringen
bei einer Lima als reiner D-Gen.; d.h. ohne (serienmäßigen) Diodensatz
aus ihrer Remanenz sich selbst erregend.
Das ist zwar etwas anders gelagert, weil die (zwei) Schleifringe nicht
lamelliert, sondern "durchgehend" sind.
Was aber in Deinem Fall - wie gesagt - vernachlässigbar sein dürfte.
Seinerzeit machte ich genau das, was auch Du w.o. andachtest. :)
1) Widerstand der Läufer-Wicklung (zwischen den Schleifringen
angeordnet) gemessen
2) Lima (separat angetrieben) bis an die "Durchbruchsgrenze" zu ihrer
Selbsterregung gefahren
3) Gesamtwiderstand (über die zwei Kohlen und die Läuferwicklung)
gemessen
4) Nachdem 1) und 3) ermittelt wurden, war auch der Übergangswiderstand
der beiden Kohlen klar.
Alle Messungen machte ich per Analog-MM. ;)
Es gibt bei Deinem Anliegen eine gewisse Schwierigkeit insofern, als
diese Messung nicht unbedingt etwas darüber aussagen kann, wie sich
das dann unter Last verhält.
Bei der Lima trat unter voller Belastung als D-Gen. an den Schleifringen
keinerlei Funkenfeuer auf.
In Deinem Fall könnte das jedoch anders sein.
Ich weiß aber leider nicht, wie Du unter Last den Übergangswiderstand
ermitteln könntest.