Hallo,
ich studiere Nachrichtentechnik bin bald fertig mit dem Studium
(Bachelor). Da nun bald mein Berufseinstieg ansteht wollte ich mich mal
umhören ob es sinnvoll ist in die reine Softwareentwicklung zu gehen.
Ich denke daran hätte ich am meisten Spaß. Hat man Chancen als
Etechniker gegen die ganzen Informatiker die ja deutlich mehr
Softwareentwicklung im Studium gemacht haben?
Gruß
Alex
Mach embeddded, da haben die Informatiker meist einfach keine Ahnung
von, wie das mit der Hardware so ist. Daher findet man hier oft den ein
oder anderen Etechniker.
Alex D schrieb:> Hat man Chancen als> Etechniker gegen die ganzen Informatiker die ja deutlich mehr> Softwareentwicklung im Studium gemacht haben?
Wie gesagt, mach embedded.
Reine SW-Entwicklung, ohne BE aus Werkstudententätigkeit oder "längere"
Praktika wirste du da nicht reinkommen!
Und Spaß haste da auch keinen!
Nachrichtentechnik und Elektrotechnik ist nicht das selbe
wenn du den Unterschied nicht kennst wird es schwer
dBm statt kW, mV statt kV, GHz statt Hz
Wenn man mehr all seinen Tellerrand kennt und sich breit aufgestellt hat
kann man sich auch in vieles einarbeiten.
Ich kenne auch einen Atomphysiker der ein Experte für EchtzeitOS ist.
Embedded schrieb:> Mach embeddded, da haben die Informatiker meist einfach keine Ahnung> von, wie das mit der Hardware so ist. Daher findet man hier oft den ein> oder anderen Etechniker.
Das ist stark untertrieben. Im Bereich Embedded sind 95% der Entwickler
E-Techniker und Informatiker eher die Ausnahme.
Volle schrieb:> Nachrichtentechnik und Elektrotechnik ist nicht das selbe> wenn du den Unterschied nicht kennst wird es schwer> dBm statt kW, mV statt kV, GHz statt Hz
Fragt sich wer hier den Unterschied nicht kennt. Nachrichtentechnik ist
eine vertiefungsrichtung von E-Technik, genau wie Regelungstechnik,
Elektronik oder Energietechnik.
Alex D schrieb:> Da nun bald mein Berufseinstieg ansteht wollte ich mich mal> umhören ob es sinnvoll ist in die reine Softwareentwicklung zu gehen.
Habe ich auch gemacht. Allerdings haben die heutigen Informatiker doch
noch etwas mehr an Ausbildung. Kann man sich aber alles auch aneignen.
Der Hinweis auf 'hardwarenahe' Programmierung meiner Vorposter ist
deshalb nicht schlecht.
Die Frage ist halt auch was willst du in 10 oder 20 Jahren machen? Immer
noch im stillen Kämmerchen programmieren oder eher Richtung
Projektmanagemant. Dann werden Banken und Versicherungen interessant, da
wird auch "noch" ganz gut bezahlt.
Chemische Industrie ist auch noch ganz interessant.
Sorry, aber in der reinen Softwareentwicklung ist dir jeder Informatiker
weit überlegen, sofern er denn kompetent ist. Natürlich kannst du dir
einiges didaktisch aneignen, aber das ist ein langer Prozess. Im Alltag
ist es halt leider so, dass die meisten Ingenieure wirklich nur begrenzt
begabt/trainiert sind in der Programmierung.
Nakamura schrieb:> Sorry, aber in der reinen Softwareentwicklung ist dir jeder Informatiker> weit überlegen, sofern er denn kompetent ist.> Im Alltag> ist es halt leider so, dass die meisten Ingenieure wirklich nur begrenzt> begabt/trainiert sind in der Programmierung.
Naja eine Begabung für die reine Programmierung wie bei den Infotickern
und ein Talent für praktische Problemlösung wie bei den Ingenieuren
schliesst sich oft aus.
Insofern ist ein reines Programmiertalent im Berufsleben eher hinderlich
und die Karriere-Sackgasse in Richtung "Programmierschwein"
vorgezeichnet.
MfG,
Es geht mir nur darum das ich denke das mir der Job als
Softwareentwickeler spaß machen könnte:
-Programmieraufgaben zugewiesen bekommen und einfach abarbeiten
-Evtl Code Reviews
-Scrum oder ähnliches
Ich stelle mir vor das dies zwar monoton ist, aber ich denke das der
Stresslevel meist nicht so hoch ist da man klar weiß wie man vorgehen
soll.
Läuft das überhaupt so ab in der Softwareentwicklung? Wie ist es denn so
im Embedded Bereich?
Alex D schrieb:> -Programmieraufgaben zugewiesen bekommen und einfach abarbeiten
Programmieraufgaben sind i.d.R. prägnant als "Mach das's geht"
formuliert und daher ohne tieferes Systemverständnis nicht "einfach
abarbeitbar".
Alex D schrieb:> -Programmieraufgaben zugewiesen bekommen und einfach abarbeiten
Problemlösungen sind oft komplex, da ist meistens nichts mit "einfach
abarbeiten". Da gilt es, erst einmal ein vernünftiges Softwaredesign auf
die Beine zu stellen, welches sich nahtlos in die bestehende Architektur
einfügt. Und wenn es um Fehlerbehebung geht, muss zunächst die Ursache
eines Problems gefunden und analysiert werden, was durchaus
herausfordernd sein kann.
> Ich stelle mir vor das dies zwar monoton ist, aber ich denke das der> Stresslevel meist nicht so hoch ist da man klar weiß wie man vorgehen> soll.
Da liegst du falsch, monotones Arbeiten ist die Ausnahme. Der
Stresslevel kann auch ganz schön hoch sein, vor allem wenn bestimmte
Meilensteintermine näher rücken.
Alex D schrieb:> Es geht mir nur darum das ich denke das mir der Job als> Softwareentwickeler spaß machen könnte:> -Programmieraufgaben zugewiesen bekommen und einfach abarbeiten> -Evtl Code Reviews> -Scrum oder ähnliches>> Ich stelle mir vor das dies zwar monoton ist, aber ich denke das der> Stresslevel meist nicht so hoch ist da man klar weiß wie man vorgehen> soll.
Durchaus möglich, jedoch eher als Fachinformatiker. Als studierter
Informatiker muss man die ganze technische Umsetzung normalerweise
selber herleiten. In Scrum werden die Aufgaben (aka Userstories) aus
Benutzersicht beschrieben, da steht dann nicht schreib eine Klasse die
jenes macht wie in einer Übungsaufgabe o.ä., sondern es geht darum, wie
du einen Mehrwert für deinen Kunden durch deine Implementierung
generieren kannst.
Wenn Scrum tatsächlich durchgeführt wird, wirst du mit deinem Team die
Aufwände schätzen, d.h. was und wann geliefert werden können hängt vom
Team ab. Es findet außerdem ein tägliches Daily Meeting statt, so dass
es sehr schnell auffällt, ob jemand in der Lage ist, die Aufgaben zu
lösen. Folglich hängt der Stress Level vor allem vom Team ab, zumindest
im agilen Umfeld.
L.L. schrieb:> In Scrum werden die Aufgaben (aka Userstories) aus> Benutzersicht beschrieben
Oh Gott, also streng ritualierte Fliessbandprogrammierung.
Na wenn der Informatiker von heute nichts anderes mehr kennt, dann kann
der E-Techniker da problemlos einsteigen.
Passt ja, der will auch nur:
Alex D schrieb:> -Programmieraufgaben zugewiesen bekommen und einfach abarbeiten
Im Embedded-Bereich wird man mit einer Hardware konfrontiert, die
vielleicht auch noch erst mal entwickelt werden muss und man wird
mit Programmierwerkzeugen konfrontiert, je nach Firmen-Philosophie,
mit denen man gar nicht vertraut ist.
Die Gesamtfunktionalität ist häufig auch noch nicht bekannt und
man bekommt laufend zur Unzeit Sonderwünsche zu geworfen. Ein
Fertigstellungstermin ist da natürlich Wunschdenken und ganz
plötzlich brennt die Hütte, weil eine Messe, wo das Projekt
präsentiert werden soll, schon bevorsteht. Planvolles Arbeiten kann
man so natürlich vergessen, aber ist in vielen Firmen gelebtes
Tagwerk.
Der Andere schrieb:> L.L. schrieb:>> In Scrum werden die Aufgaben (aka Userstories) aus>> Benutzersicht beschrieben>> Oh Gott, also streng ritualierte Fliessbandprogrammierung.> Na wenn der Informatiker von heute nichts anderes mehr kennt, dann kann> der E-Techniker da problemlos einsteigen.>> Passt ja, der will auch nur:>> Alex D schrieb:>> -Programmieraufgaben zugewiesen bekommen und einfach abarbeiten
Leider hast du absolut keine Ahnung von Informatik und Programmierung.
Dein Beitrag disqualifiziert dich für jegliche weitere Teilnahme in
diesem Thread.
Das was du beschreibst sind keine typischen Informatikeraufgaben,
zumindest nicht für akademisches Level, dafür gibts Fachinformatiker für
Anwendungsentwicklung, trotzdem sollte man es (zumindest im privaten)
gemacht haben um zu wissen wovon man redet. Nett zu sehen, wird aber
recht schnell öde.
Das Arbeitsfeld für richtige(tm) Informatiker ist vielseitig und hat nur
selten mit 40h Implementierung am Tag zu tun, darauf hätte ich auch
keine Lust. Das kann Software/System-Design sein, Softwarearchitekt, ...
im Wesentlichen Jobs wo man den Blick fürs große Ganze braucht und den
Überblick behält und man grundlegend Ahnung in verschiedensten Bereichen
hat, zumindest insofern was einzelne Tools leisten/können und was nicht
und für welche Probleme man welche Lösungen verwendet.
Für den durchschnittlichen E-Techniker für den Softwareentwicklung ein
"C-File auf nem 8bitter zum laufen bringen" ist, ist das natürlich nicht
greifbar ;P
Ich selbst bin derzeit in einem Projekt unterwegs, welches sich damit
beschäftigt ein Build, Requirement Engineering & Projektmanagament
System basierend auf TFS hochzuziehen mit dem am Ende irgendwann ein
paar 100 Leute produktiv auskommen müssen. Davor war ich ca. 1,5 Jahre
als Entwickler in einem Softwaregroßprojekt mit ca. 150 Entwicklern
unterwegs, da habe ich das Scrum, Agilgedöns, Malen nach Zahlen Leben
kennengelernt. Das macht erst Spaß wenn man kreativ an Lösungen
mitwirken / mitbeeinflussen kann. Den Unterschied zwischen man designed
und gibt Lösungen / Schnittstellen vor vs. implementiere Interface X
nach folgenden Vorgaben wirste recht schnell merken. Befriedigend ist
auch wenn man beides machen darf, also sowohl Design als auch
Implementierung und der Chefarchitekt die Lösung abnimmt. Wenn man in
beiden Welten solides Wissen mitbringt kann man spannenden Tätigkeiten
nachgehen, sofern man auch einigermaßen kommunikativ ist.
Ich persönlich hätte keinen Spaß wenn ich nur Programmierbimbo wäre,
andererseits kriegt man auch nen Brass auf Leute die nur Denkblasen
produzieren können und von einer möglichen Umsetzung keinen Schimmer
haben ob das überhaupt möglich ist mit den gewählten Mitteln.
> -Programmieraufgaben zugewiesen bekommen und einfach abarbeiten
Hihi.. so laeuft das nicht. Man bekommt schlecht definierte Probleme
zugeschoben. Das Problem ist eigentlich gar nicht bekannt, loes es mal.
Natuerlich mit Kosten und Zeitauflagen. Die Auflagen kommen bevor das
Problem richtig bekannt ist. Dh gegen den Termin wird es hektisch. Die
Amerikaner nennen das dann 8-5 jobs, beide "AM".
Wenn man denn mal hinreichend Erfahrung hat, kennt man das alles schon
und laesst sich nicht mehr so einfach festlegen. Dann geht man hin und
zerpflueckt den Job bevor er erst angefangen hat. Moment.. wurde dies
bedacht .. sind diese Zusammenhaenge bekannt .. aeh, da laufen wir in
Aufwaende rein ..
egal ob reine software oder embedded.
Oh D. schrieb:> Hihi.. so laeuft das nicht. Man bekommt schlecht definierte Probleme> zugeschoben. Das Problem ist eigentlich gar nicht bekannt, loes es mal.> Natuerlich mit Kosten und Zeitauflagen. Die Auflagen kommen bevor das> Problem richtig bekannt ist.
Der Mann kommt aus der Praxis.
Nakamura schrieb:> Leider hast du absolut keine Ahnung von Informatik und Programmierung.> Dein Beitrag disqualifiziert dich für jegliche weitere Teilnahme in> diesem Thread.
Haha, ich verdiene damit schon seit über 25 Jahren mein Geld
Wir haben auch so eine Truppe wie du bei uns. Ausser Spesen die letzten
paar Jahre nix gescheit verkaufbares rausgekommen.
Die Software an der ich nicht unmassgeblich beteiligt war/bin in den
letzten 8 Jahren der 2. und 3. stärkste Umsatzbringer. Da es damals zum
Glück keinen Produktowner gab, haben mein Kollege und ich im
wesentlichen das Design selber verantwortet, mit entsprechenden
Diskussionen mit Kunden.
Ich bin weiss Goltt kein Programmiergenie, aber ich weiss was ein Kosten
Nutzen Faktor ist und dass eine Software auch eingesetzt werden soll und
zwar zeitnah um damit Geld zu verdienen.
Künstler wie Nakamura machen dagegen einen Riesenhype um was auch immer
gerade modern ist, vor 10 Jahren war es objektorientierte Analyse und
Design, in den letzten Jahren dann agiles Programmieren und verschwinden
nach ein paar Jahren wieder und haben nichts ausser nicht benutzberen
Softwareruinen hinterlassen. Auch schon mehrfach erlebt.
Der Andere schrieb:> Volle schrieb:>> Nachrichtentechnik und Elektrotechnik ist nicht das selbe>> wenn du den Unterschied nicht kennst wird es schwer>> dBm statt kW, mV statt kV, GHz statt Hz>> Fragt sich wer hier den Unterschied nicht kennt. Nachrichtentechnik ist> eine vertiefungsrichtung von E-Technik, genau wie Regelungstechnik,> Elektronik oder Energietechnik
Ach, die Nachrichtentechnik nutzt die Elektrizität zur
Informationsübertragung und die Energietechnik zur Energieübertragung.
Bei den einen gehts`s aber auch immer um Erzeugung, Empfang und
Übertragung!
Seit wann können akademische Informatiker in Deutschland programmieren?
Das Informatikerstudium in Deutschland zeichnet sich doch gerade dadurch
aus, dass Programmieren nicht als Informatiker-Tätigkeit gesehen wird.
Traditionell ist die Deutsche Informatik mathematik-lastig, da viele der
Informatik-Studiengänge der ersten Stunde an Mathe-Fakultäten
entstanden.
Wer mag kann sich das Informatik-Veranstaltungsverzeichnis einer
Elite-Hochschule ansehen
http://www.campus.rwth-aachen.de/rwth/all/eventlist.asp?mode=field&gguid=0xF3BA82613C6EF14E85E4A7B05BE6901C
Programmieren muss man dort mit der Lupe suchen. Es finden sich solche
Schätze wie
http://www.campus.rwth-aachen.de/rwth/all/event.asp?gguid=0x91484F198DE9804D8DB7F10B5ECBC8FA
Studierte Informatiker in Deutschland, die für die Praxis relevant
programmieren können, sind im Normalfall genauso Autodidakten wie
studierte E-Techniker, Physiker oder Mathematiker die programmieren
können.
Fachinformatiker, Techniker oder gar Web-Programmierer sind übrigens
meist keine Alternative zu Akademikern, da denen wiederum Dinge wie
systematisches Vorgehen fehlt.
Viel wichtiger ist allerdings, ob Softwareentwicklung in Deutschland
allgemein eine Zukunft hat. Ich glaube bis auf wenige Nischen hat sie
keine. Vieles ist schon weg, outgesourced nach Osteuropa, Indien,
demnächst China. Dazu Standard-Software die man mit wenigen Ausnahmen
wie SAP bei amerikanischen Firmen kauft (und SAP entwickelt schon lange
nicht mehr alles in Deutschland).
Last German Progger schrieb:> Jay schrieb:>> Viel wichtiger ist allerdings, ob Softwareentwicklung in Deutschland>> allgemein eine Zukunft hat.>> Ja. Das merkt man leider deutlich.
Eher hat man der Softwareentwicklung nicht die nötige Wichtigkeit
beigemessen. Das merkt man nun in dem ein oder anderen alteingesessenen
Industriekonzern wo Software immer als notwendiges Übel nebenher lief.
Das wird sich vermutlich früher oder später rächen.
Jay schrieb:> Viel wichtiger ist allerdings, ob Softwareentwicklung in Deutschland> allgemein eine Zukunft hat. Ich glaube bis auf wenige Nischen hat sie> keine.
Ja, sind echt verdammt wenige Nischen wo noch in Deutschland entwickelt
wird. Softwareentwickler findet man nur noch in diesen Branchen:
-Automatisierungstechnik
-Automobile
-Banken
-Chemische Industrie
-Finanzdienstleister
-Haushaltsgeräte
-Luft-und Raumfahrt
-Maschinenbau
-Medizintechnik
-Meteorologie
-Öffentliche Verwaltung
-Schienenverkehrstechnik
-Telekommunikation
-Unterhaltung (z.B. Computerspiele)
-Versicherungen
Da muss man echt zusehen, dass man überhaupt noch was findet...
[/ironie]
>> Viel wichtiger ist allerdings, ob Softwareentwicklung in Deutschland>> allgemein eine Zukunft hat.
So ein Quatsch. Es gibt nahe zu kein Geraet von einem Locher und
Nagelclip abgesehen, der keinen Controller und somit Software drin hat.
Es gibt auch viele standalone Softwarepackete von hier, allerdings nicht
fuer den Standarduser.
Oh D. schrieb:>>> Viel wichtiger ist allerdings, ob Softwareentwicklung in Deutschland>>> allgemein eine Zukunft hat.>> So ein Quatsch. Es gibt nahe zu kein Geraet von einem Locher und> Nagelclip abgesehen, der keinen Controller und somit Software drin hat.> Es gibt auch viele standalone Softwarepackete von hier, allerdings nicht> fuer den Standarduser.
<Ironie>
Aber...aber Deutschland exportiert doch nur Autos O.o
</Ironie>
Jay schrieb:> Viel wichtiger ist allerdings, ob Softwareentwicklung in Deutschland> allgemein eine Zukunft hat. Ich glaube bis auf wenige Nischen hat sie> keine. Vieles ist schon weg, outgesourced nach Osteuropa, Indien,> demnächst China.
Jaja in den Siebzigern gab es eine Handvoll Informatiker (die
CCC-Gründervater) im 21 Jhr nur noch ein paar Zehntausend
(Informatikabsloventen) und dazwischen ist alles ausgesourct worden...
Also von Indien als Informatikland ist schon in den Achtzigern
gesprochen, dann fielen die Proogrammierrussen wie ein Tsunami über die
Softwarekrise her und trotzdem waren 2011 191000 Informatiker
SV-pflichtig beschäftigt (also ohne Freiberufler etc.)
https://www.vdi.de/uploads/media/2013-03-04_Statement_Westerkamp_Kayser.pdf
Das spricht eher dafür das 0 Codier-Jobs ausgelagert worden...
Man sollte nicht vergessen, dass nicht die Kernkompetenz der software,
das Geschaeftsmodell ausgelagert wird, sonder nur die Bandarbeit. Dh zB
eine verkettete Liste, suchen in einem Array, oder einer verketteten
Liste, suchen in einer Datenbank, sortieren, und vielleicht ein
Kuchendiagramm.
Danke für die Erfahrungsberichte. Mir sind diese sehr wichtig da ich ja
erstmal nicht aus der Praxis, sondern aus dem Studium komme,
letztendlich werde ich mich vielleicht auch mehr nach Embedded umsehen
aber mich auch mal in anderen Bereichen umsehen. Wenn mir das vom AG
zugetraut wird werde ich mich schon einarbeiten können!
Alex D schrieb:> Wenn mir das vom AG> zugetraut wird werde ich mich schon einarbeiten können!
Solche Flexibilitäten Arbeitgeberseits sind längst nicht mehr üblich,
vor allem wenn hohe Gehälter dabei zur Debatte stehen. Daher wollen
Arbeitgeber heutzutage schon mehr Planungssicherheit haben, als ein
Absolvent bieten kann. Daher ist die Jobfindung auch so schwierig.
Alex D schrieb:> Hallo,>> ich studiere Nachrichtentechnik bin bald fertig mit dem Studium> (Bachelor). Da nun bald mein Berufseinstieg ansteht wollte ich mich mal> umhören ob es sinnvoll ist in die reine Softwareentwicklung zu gehen.> Ich denke daran hätte ich am meisten Spaß. Hat man Chancen als> Etechniker gegen die ganzen Informatiker die ja deutlich mehr> Softwareentwicklung im Studium gemacht haben?
Auf jeden Fall! Unsere Firma hat einen tech. Informatiker gegen horrende
Gebühren leihen müssen, damit man hier ein Projekt umsetzen konnte.
Das Ende vom Lied: Der TI war fertig mit seiner Arbeit, das Projekt
angeblich fertig, also ging der Entwickler wieder. Ich wurde mit der
Betreuung beauftragt, es stellte sich heraus, dass das ganze Projekt
eigentlich eher im Alpha statt im Releasestadium war und ich
programmiere seit Oktober die komplette Software neu - als E-Techniker!
Oh D. schrieb:>> -Programmieraufgaben zugewiesen bekommen und einfach abarbeiten>> Hihi.. so laeuft das nicht. Man bekommt schlecht definierte Probleme> zugeschoben. Das Problem ist eigentlich gar nicht bekannt, loes es mal.> Natuerlich mit Kosten und Zeitauflagen. Die Auflagen kommen bevor das> Problem richtig bekannt ist. Dh gegen den Termin wird es hektisch. Die> Amerikaner nennen das dann 8-5 jobs, beide "AM".>> Wenn man denn mal hinreichend Erfahrung hat, kennt man das alles schon> und laesst sich nicht mehr so einfach festlegen. Dann geht man hin und> zerpflueckt den Job bevor er erst angefangen hat. Moment.. wurde dies> bedacht .. sind diese Zusammenhaenge bekannt .. aeh, da laufen wir in> Aufwaende rein ..>> egal ob reine software oder embedded.
Das kann ich vorbehaltlos unterschreiben.
Entscheidungsträger sind zumeist komplett inkompetente Vorgesetzte, die
noch nie in ihrem Leben nur eine Zeile Code geschrieben haben, die ihre
Meinung maßgeblich von Blendern beeinflussen lassen, die man immerzu an
der Formulierung "Jaja, kriegen wir schon. Ist alles kein Problem."
problemlos identifizieren kann.
Ich hasse solche Leute nebenbei abgrundtief. Denn dank dieser Leute ist
man selbst immer der Dumme, wenn man zum Chef geht, und ihn darüber
aufklären muss, dass das alles gar nicht so einfach und auch gar nicht
so problemlos ist.
Martin S. schrieb:> Auf jeden Fall! Unsere Firma hat einen tech. Informatiker gegen horrende> Gebühren leihen müssen, damit man hier ein Projekt umsetzen konnte.>> Das Ende vom Lied: Der TI war fertig mit seiner Arbeit, das Projekt> angeblich fertig, also ging der Entwickler wieder. Ich wurde mit der> Betreuung beauftragt, es stellte sich heraus, dass das ganze Projekt> eigentlich eher im Alpha statt im Releasestadium war
Dann, mit Verlaub, ist das Projektmanagement und/oder das Software
Testing und/oder die Qualitätssicherung in Eurer Firma absolut Scheiße.
Man lässt keinen (freiberuflichen) Entwickler gehen, wenn nicht
bestimmte Meilensteine nachgewiesen erreicht sind.
Martin S. schrieb:> Entscheidungsträger sind zumeist komplett inkompetente Vorgesetzte
Nun wenn das so ist, dann hat die Firma eine schlechte
Unternehmenskultur. Der Vorgesetzte sollte schon jemand sein, der Ahnung
von der Sache hat die er verantwortet.
Wahlweise könnte es auch funktionieren, wenn er selbst zwar keine Ahnung
hat, aber die Leute fragt die sich auskennen und auf deren Wort
vertraut.
Wenn weder das eine noch das andere in einer Firma zutrifft, dann ist es
an der Zeit Bewerbungen zu schreiben.
Das Problem war, dass der Projektbetreuer sich eine gewisse Prestige von
der Sache erhofft hat. Als sich herausstellte, dass das nur Arbeit, und
keinen Ruhm mitsich bringt, wollte er sehr schnell von seiner
anfänglichen Begeisterung nichts mehr wissen.
Ich habe mich mit dem Betreuer deswegen schon in die Haare bekommen,
weil dieser Vorgang eine persönliche Niederlage auch für ihn ist.
De facto musste er sich bei der Geschäftsführung verantworten, weil die
Nachentwicklung nochmals (bisher) gut und gerne 150.000 Euro gekostet
hat.
Er darf zukünftig keine Projektbetreuung mehr übernehmen - diese
Konsequenz wurde daraus gezogen.
Als ich meinem Abteilungsleiter so langsam aber sicher die eklatanten
Probleme berichtete, schlug er irgendwann nurnoch die Hände über dem
Kopf zusammen.
> Solche Flexibilitäten Arbeitgeberseits sind längst nicht mehr üblich,
vor allem wenn hohe Gehälter dabei zur Debatte stehen. Daher wollen
Arbeitgeber heutzutage schon mehr Planungssicherheit haben, als ein
Absolvent bieten kann. Daher ist die Jobfindung auch so schwierig.
Wenn man auf maximalen Lohn geht muss man eben was bieten. Daher lieber
nicht so auf den maximalen Lohn optimieren und sich auch neues Anschauen
duerfen.