Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Über 100 Bewerbung abgeschickt, Hörbehinderung der Grund?


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von Kamran A. (kamran)


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Hallo,

Ich habe einen Berufsausbildung als Elektroniker für Geräte und Systeme 
mit Abschluss IHK Gesellenbrief absolviert
ich habe seit halbes Jahr mein Studium in HAW Hamburg als Bachelor mit 
3+ absolviert. Und seit halbes Jahr bin ich auf der Jobsuche in allen 
Bereichen der Elektrotechnik. Ich habe einmal 5 monatiges 
Hauptpflichtpraktikum als Hardware-/ und Softwareentwicklung gemacht und 
anschliessend 6 monatiges Abschlussarbeit bei einer Firma SICK AG als 
Hardware-/ und Softwareentwicklung absolviert.

Ich habe schon über 65 Bewerbung in Hamburg abgeschickt und so um 10 
Vorstellungsterminen meist bei Vermittlungen bekommen. Die sagen, wir 
haben andere Bewerber genommen, weil er näher an diesem Job ist.
Dann habe ich versucht deutschlandweit auch gern auf Lande zu bewerben, 
sind schon wieder über 50 Bewerbung deutschlandweit beworben. ich war 
Vorstellungsgespräch in Bremen, Lübeck, Erfurt, bald kommt noch in 
Braunschweig, eventuell München.

Viele sagen meist bei meinem Bewerbung, das ich guter Qualifikation und 
Kenntnisse sowie gute Erfahrung habe. Doch leider andere Bewerber den 
Job bekommen, weil Sie näher an den Job sind. Obwohl die Job-Anforderung 
wirklich gut zu mir passt.

Ich muss sagen, dass ich stark Hörgeschädigt bin. Ich trage auch 
beidseitig Hörgeräten und kann fliessend sprechen. Von einem 
Kommunikationspartner muss ich immer das Mundbild ablesen (Machmal 
klappt es, mal auch nicht). Telefonie kann ich nicht durchführen. Ich 
kann Gebärdensprache.
Nur eine Nachteil habe ich, dass ich leider nicht im Teamgespräch 
reinpassen kann. Obwohl das Teamgespräch sehr wichtig für Ingenieure zum 
Berufsleben gehört.

Ich habe gute Bewerbung sowie Lebenslauf geschrieben und vom Experten 
auch korrigieren gelassen. Ich habe wirklich in allen Jobportal gesucht, 
Arbeitsagentur, absolventa, BAV (staatlich Firma/Dienste), Xing, 
Stepstone,
Stellenwerk (uni stellenmarkt), monster und v. a.. Sogar über Googel 
Maps habe ich die Firma indirekt gefunden.

Liegt das wirklich in meinem Hörbehinderung?

Habt ihr Rat oder Tipp, was ich machen kann, um einen Job als Hardware-/ 
und Softwareentwickler zufinden?

Mit freundlichen Grüssen
Kamran A.M.

von M. K. (sylaina)


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Wenn es an deiner Behinderung liegen sollte wird dir das mit Sicherheit 
kein Personaler sagen. Denn du darfst keinen Nachteil dadurch erfahren.
Du schriebst, dass du den Bachelor mit 3+ gemacht hast. Das mag zwar 
ganz gut klingen aber mal ehrlich: Ich war ne faule Sau im Bachelor und 
selbst ich hab ne 2,1 da erreicht. Ne 3+ ist nicht wirklich gut und ich 
denke mal, das ist der primäre Grund.

von Maik (Gast)


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Hallo,

ich befürchte das die Behinderung kein unwesentlicher Fakt ist. Denn im 
Falle einer unbefristeten Anstellung hast du einen gewissen 
Kündigungsschutz. Leider wird dieser Schutz zu einem Hindernis und wenn 
man keine super Note hat wird's nicht leichter. Aber es ist nicht 
aussichtslos. Nur nicht aufgeben! Ich habe selbst in der Familie einen 
Fall mit schwerer Behinderung und inzwischen einer sehr guten 
Anstellung. Beide Seiten engagieren sich und dann funktioniert es auch.

Gruß Maik

von nemesis... (Gast)


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Kamran A. schrieb:
> Liegt das wirklich in meinem Hörbehinderung?

Welchen Behinderungsgrad hast du?
Das ist für die Firmen Grund genug, es sei denn ein Behinderter
bei gleicher fachlicher Eignung wird ausdrücklich bevorzugt. ;-b
Ein Behinderter genießt hierzulande nämlich Kündigungsschutz
und das lieben die Firmen ganz und gar nicht.
Das macht nur der öffentliche Dienst und selbst da bestehen
Zweifel ob das überhaupt korrekt so gelebt wird.
Auffällig ist deine schwache Grammatik und möglicherweise ein
Migrationshintergrund. Niemand ist perfekt.
Wenn du dir das Personal fokussierter Betriebe z.B. Xing anschaust,
ist der Anteil an Beschäftigte mit so einem Hintergrund eher
verschwindend gering.
3+ ist schon ungünstig. Eine Zwei wäre besser, nur kommunizieren
das die Firmen natürlich nicht und suchen weiter, weil der Bedarf
nicht so akut ist, manchmal sogar nicht mal vielleicht.
Eigentlich müsste man dir raten dich erst mal mündlich zu bewerben
und so die Handycaps abzuklären, bevor man eine schriftliche los
tritt. Nur, geht das vermutlich bei dir nicht und somit hast du
leider die A-Karte gezogen. Hast du niemanden, der das machen könnte?
Was sagt denn das Jobcenter? Haben die nicht einen
speziellen Vermittlungsdienst für schwierige Fälle? Auch wenn
die Massnahmen dort da prinzipiell nicht so der Hit sind, haben die
vielleicht Beziehungen die für dich ein Hilfe wären? Das müsste man
sich dann aber vorab versichern lassen, weil da viele schwarze
Schafe bei den Trägern sind, die nur drauf aus sind Jobsuchende
gegen Gebühr in langweiligen Kursen zu parken.
Ansonsten musst du dir über Beziehungen aus deinem Kulturkreis
einen Job suchen, wo dir der Bachelor vermutlich nichts nutzen wird.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Kamran A. schrieb:
> Ich habe gute Bewerbung sowie Lebenslauf geschrieben und vom Experten
> auch korrigieren gelassen. Ich habe wirklich in allen Jobportal gesucht,
> Arbeitsagentur, absolventa, BAV (staatlich Firma/Dienste), Xing,
> Stepstone,
> Stellenwerk (uni stellenmarkt), monster und v. a.. Sogar über Googel
> Maps habe ich die Firma indirekt gefunden.
>
> Liegt das wirklich in meinem Hörbehinderung?
>
> Habt ihr Rat oder Tipp, was ich machen kann, um einen Job als Hardware-/
> und Softwareentwickler zufinden?

Du bist Hörbehindert?
Grad der Behinderung?
Gibt`s du das an?
Warum biste nicht bei Sick geblieben?


Such dir einen Job als EGS und bewirb dich weiter!
Ansonsten "Willkommen" in der Welt wo keine Mangel an MINT`lern 
herrscht!

von Kamran A. (kamran)


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Hallo Nemesis,

 > Welchen Behinderungsgrad hast du?

Ich habe 90% mit Markenzeichen RF und GL.

> Hast du niemanden, der das machen könnte?
> Was sagt denn das Jobcenter? Haben die nicht einen
> speziellen Vermittlungsdienst für schwierige Fälle?

Ich bin bei Jobcenter angemeldet.
Sie haben mir einen Träger vorgeschlagen, der speziell
für Hörgeschädigten und Gehörlosen unterstützen.

Ich werde mich auch aber bald melden.
Aber meine Erfahrung zeigt mir, als ich damals nach meinem
Ausbildungsabschluss Elektroniker für Geräte und Systeme
auch nicht viel geholfen hat.
Als Ingenieur, ob der Träger wirklich unterstützen können,
da habe ich wirklich Zweifel, aber ich werde es auch trotzdem
versuchen müssen.

LG Kamran

von Kamran A. (kamran)


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Hallo Cha-Woma,

> Du bist Hörbehindert?
Ja wirklich, ich bin seit meiner Geburt Hörbehindert.

> Grad der Behinderung?
90% mit Schwerbehindertenausweis und mit Versorgungsamtbescheid.

> Gibt`s du das an?
Ich scherze nicht um Schwerbehindertenmenschen.

> Warum biste nicht bei Sick geblieben?
In Hamburg war voll, es gab kein Platz für die Stelle, aber es gibt 10
freie Stellen als Abschlussarbeit in Hamburg.

In Süddeutschland habe ich dann vor 3 Monate beworben bei SICK.
Ich warte noch auf Ergebnis. ICh hoffe dass SICK mir eine Stelle gibt.

LG
Kamran

von Abc (Gast)


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Das ist der Fachkräftemangel. Wobei deine Gesamtnote eher schlecht ist. 
Ich hoffe in der Abschlussarbeit hast du eine 1,x? Bewerbe dich mal bei 
unbekannter Firmen und nicht nur mega Konzerne...wie sick oder 
ähnliches.

von nemesis... (Gast)


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Kamran A. schrieb:
> Ich bin bei Jobcenter angemeldet.
> Sie haben mir einen Träger vorgeschlagen, der speziell
> für Hörgeschädigten und Gehörlosen unterstützen.

Bevor du dem zu Umsatz verhilfst, sollte der mal sein Dazutun
mit Referenzen belegen, zu welchen Firmen die Kontakte haben.
Nicht das du da nur zu deren Vorteil geparkt wirst.

> Ich werde mich auch aber bald melden.
> Aber meine Erfahrung zeigt mir, als ich damals nach meinem
> Ausbildungsabschluss Elektroniker für Geräte und Systeme
> auch nicht viel geholfen hat.

Da warst den Firmen auch noch billig und man konnte die Anforderungen
flach halten.

> Als Ingenieur, ob der Träger wirklich unterstützen können,
> da habe ich wirklich Zweifel, aber ich werde es auch trotzdem
> versuchen müssen.

Als Ingenieur bist du natürlich teurer und daher sind die
Anforderungen höher, wenn nicht unerfüllbar.

Kamran A. schrieb:
>> Grad der Behinderung?
> 90% mit Schwerbehindertenausweis und mit Versorgungsamtbescheid.

Praktisch ist das ein Ausschlusskriterium, schon bei der Vorauswahl.

>> Gibt`s du das an?
> Ich scherze nicht um Schwerbehindertenmenschen.

Sicher war das nicht als Scherz gemeint, sondern ob so ein Detail
in der schriftlichen Bewerbung steht? Meines Wissen besteht dazu
erst mal keine Pflicht, wenn es den Job nicht beeinträchtigen würde.
(Gleichbehandlung)

>> Warum biste nicht bei Sick geblieben?
> In Hamburg war voll, es gab kein Platz für die Stelle, aber es gibt 10
> freie Stellen als Abschlussarbeit in Hamburg.

Hoffentlich war das nicht vorgeschoben. Werkstudenten und
Festangestellte haben da nicht den gleichen Stellenwert.

> In Süddeutschland habe ich dann vor 3 Monate beworben bei SICK.
> Ich warte noch auf Ergebnis. ICh hoffe dass SICK mir eine Stelle gibt.

Da hätte ich schon längst mal nach gehakt, bzw. nach haken lassen.
Wenn Firmen nicht antworten und das macht immer mehr Schule, dann
ist das Interesse wohl nicht vorhanden.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Kamran A. schrieb:
>> Grad der Behinderung?
> 90% mit Schwerbehindertenausweis und mit Versorgungsamtbescheid.

Wg.den Noten:
Hast du  dir nicht einen  "Nachteilsausgleichen in Prüfungen" geben 
lassen wg. deiner Behinderung?
Hsst du die Möglichkeit dich nochmal an der HAW einzuschreiben und u.U. 
unter Anrechnung von Prüfungsleitungen, eine Verbesserung in einem 
benachbarten Studiengang zu erzielen?
Ansonsten schau mal bei der Caritas oder einer anderen Einrichtung 
vorbei ob die bei öffentlichen Einrichtungen dir einen Job vermitteln 
können.

> Gibt`s du das an?
Ich scherze nicht um Schwerbehindertenmenschen.

Nochmal, haste du es bei der Bewerbung ANGEGEBEN?????????????????


P.S. werde Mitglied bei einen Sozialverband!

von Ein Unbekannter (Gast)


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Also bei größeren und sich sozial gebenden Firmen gibt es manchmal eine 
gewisse Quote, dass einer von x Mitarbeitern eine Behinderung haben 
soll, deshalb sollte man das vielleicht bei großen Firmen dann auch 
direkt so angeben.

Dennoch denke ich, dass die Chance auf einer Einstellung in einer großen 
Firma eher gering ist.

Ich denke die größten Chancen hast du bei kleinen, unbekannten Firmen 
auf dem Land. Manchmal werden auch Ingenieure von der Stadt gesucht (die 
sich z.B. um die Synchronisation von Ampeln kümmern). Vielleicht könnte 
man es auch beim TÜV probieren.

von Kamran A. (kamran)


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> Wg.den Noten:
> Hast du  dir nicht einen  "Nachteilsausgleichen in Prüfungen" geben
> lassen wg. deiner Behinderung?
Ich habe bei jedem Klausur einen Nachteilausgleich beantragt, so dass
ich beim schriftlichen Prüfung immer um 25% längere Zeit bekommen habe,
als bei normalen Studenten.


> Hsst du die Möglichkeit dich nochmal an der HAW einzuschreiben und u.U.
> unter Anrechnung von Prüfungsleitungen, eine Verbesserung in einem
> benachbarten Studiengang zu erzielen?
Nein

> Ansonsten schau mal bei der Caritas oder einer anderen Einrichtung
> vorbei ob die bei öffentlichen Einrichtungen dir einen Job vermitteln
> können.
Ich kenne caritas nicht, ich werde mal erkunden.


> Nochmal, haste du es bei der Bewerbung ANGEGEBEN?????????????????
Sorry, habe Ihre Frage falsch verstanden.
Doch ich habe im Bewebrung immer angeschrieben, dass ich Hörgeschädigt 
bin.
Folgendes füge ich immer im Bewerbung so bei:
Trotz meiner Schwerhörigkeit bin ich in der Lage, meinen Beruf 
vollschichtig und wettbewerbsfähig auszuüben. Ich stehe ab sofort zur 
Verfügung und würde mich über eine Einladung zu einem persönlichen 
Vorstellungsgespräch sehr freuen....

> P.S. werde Mitglied bei einen Sozialverband!
Ich kenne das nicht, ich werde mich drum erkunden!

von Scanhead (Gast)


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Hi Kamran A.M.,

eine Einladungsquote auf Bewerbungen von 10-20% ist durchaus gewöhnlich.
Ob ein Bewerber wegen einer Behinderung benachteiligt wird? Ja, davon 
bin ich absolut überzeugt. Und daran wird sich auch nie etwas ändern. 
Wer dir etwas anderes verspricht ist entweder ein weltfremder Idealist 
oder ein Heuchler. Je eher du das realisierst desto besser für dich.

Deine eher mittelmäßige Abschlussnote macht es den Firmen leider leicht 
zu argumentieren, man habe einen fachlich geeigneteren Bewerber 
gefunden, auch wenn der wahre Grund ein anderer ist. Die Idee für einen 
sozialen Träger o.ä. zu arbeiten würde ich an deiner Stelle sofort 
verwerfen: Das ist eine unbefriedigende Sackgasse aus der du nie wieder 
rauskommst.

Wenn du noch nicht zu alt bist würde ich dir empfehlen noch einen Master 
zu machen. Dadurch hast du weniger Mitbewerber und die Möglichkeit noch 
eine bessere Abschlussnote zu erreichen.

Für künftige Bewerbungsgespräche noch der Tipp: Versuche mit einem 
kreativen Pragmatismus zu beeindrucken. Beispiel "Teambesprechung": 
Deine Gesprächspartner haben in der Regel keine Behinderung. Ihre 
Problemlösungskompetenz hierfür ist daher unterentwickelt, ihr Denken 
pessimistisch. Sie sehen unüberwindbare Hürden, die für dich vielleicht 
gar nicht existieren, da du schon lange verblüffend einfache Lösungen 
gefunden hast. Präsentiere diese mit einem Lächeln und du überzeugst als 
kluger Kopf und Kämpfernatur.

von nemesis... (Gast)


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Kamran A. schrieb:
> Trotz meiner Schwerhörigkeit bin ich in der Lage, meinen Beruf
> vollschichtig und wettbewerbsfähig auszuüben. Ich stehe ab sofort zur
> Verfügung und würde mich über eine Einladung zu einem persönlichen
> Vorstellungsgespräch sehr freuen....

Und so einen Satz hat deine Korrekturlesung abgesegnet?
Zumindest ist die Grammatik weitest gehend verständlich korrekt.
Für einen abhängig Beschäftigen sind "vollschichtig" und
"wettbewerbsfähig", nach meinem Wortschatz eher ungeeignete
Begriffe, aber vielleicht sind wir normal Sterbliche zu
unwissend was in den Köpfen dieser Sozialkrüppel Gewicht hat.
Ich würde mal mit "zielführend" und "wertschöpfend" liebäugeln.
Aber sicher gibts noch bessere.

von dumm_deutsch_zwo (Gast)


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> Zumindest ist die Grammatik weitest gehend verständlich korrekt.

;-)

von Kamran A. (kamran)


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Hallo Scanhead,

> Wenn du noch nicht zu alt bist würde ich dir empfehlen noch einen Master
> zu machen. Dadurch hast du weniger Mitbewerber und die Möglichkeit noch
> eine bessere Abschlussnote zu erreichen.

Über diese habe ich mir ja nachgedacht. Ich habe ein Kind und eine Frau.
Ich bin jetzt 35 Jahre alt.
Ich habe mich entschieden nach Job zufinden.

Aber nochmals Danke.

LG Kamran

von Dipl Ing ( FH ) (Gast)


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Es gibt keine Jobs

So einfach ist das

von Bundel (Gast)


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Hallo Kamran,

ein bekannter hat ca. 1000 Bewerbungen abgeschickt. Erst dann hat es 
geklappt. Nach dem ersten Job ist es bedeutend leichter weil 'Anfänger' 
einfach ungerne genommen werden.

Du solltest dich weiter bewerben und eben auch in Bereichen die nicht 
100% direkt mit dem erlernten zutun haben z.B: 
Finanz-/Versicherungsbereich, im Vertrieb usw...

von nemesis... (Gast)


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Bundel schrieb:
> ein bekannter hat ca. 1000 Bewerbungen abgeschickt

In welchem Zeitrahmen? Monate, Jahren?

von Frank K. (fchk)


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Kamran A. schrieb:

> Über diese habe ich mir ja nachgedacht. Ich habe ein Kind und eine Frau.
> Ich bin jetzt 35 Jahre alt.
> Ich habe mich entschieden nach Job zufinden.

"Ich habe mich entschieden, nach einem Job zu suchen."
SO ist es korrekt.

>
> Aber nochmals Danke.
>
> LG Kamran

Kamran klingt nicht deutsch. Wenn Dein Schriftdeutsch genauso ist wie 
das, was Du hier schreibst, dann schießt Du Dich alleine damit ins Aus, 
und dann ist die Hörbehinderung nur noch das i-Tüpfelchen. Undeutscher 
Name plus zusätzliches fehlerhaftes Schriftdeutsch reichen zusammen für 
eine Ablehnung aus.

fchk

von Fpgakuechle K. (Gast)


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Kamran A. schrieb:

> Ich muss sagen, dass ich stark Hörgeschädigt bin. Ich trage auch
> beidseitig Hörgeräten und kann fliessend sprechen. Von einem
> Kommunikationspartner muss ich immer das Mundbild ablesen (Machmal
> klappt es, mal auch nicht). Telefonie kann ich nicht durchführen.

Das klingt wie ausgedacht. Wer eine Hörhilfe trägt muss nicht Lippen 
lesen, wer Lippen lesen muss braucht keine Hörhilfe. Fliessend sprechen 
ist kein Problem für Gehörlose, Verständlich Sprechen dagegen schon. 
Aber dann spricht man eben per "Schreiben auf den Computer-Monitor".

Telefonieren mit Hörhilfe ist kein Problem 
(Induktionsverfahren/Bluetooth).

Beidseitige Hörhilfe ist auch ungewöhnlich, zum Zuhören genügt ein Ohr, 
ein zweites bringt keinen wesentlichen Vorteil kostet aber fast das 
Doppelte.

Es gibt spezielle Berufsförderungswerke/Jobportale mit Menschen mit 
Behinderung, die werden hier nicht aufgelistet. Ebenso gibt es 
Unterstützung für den Arbeitgeber wenn er Gehandicapte einstellt. Auch 
das scheint Dir nicht bekannt. Welcher GdB wurde Dir ermittelt?

MfG,

von mitgelesen (Gast)


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> Ansonsten "Willkommen" in der Welt wo keine Mangel an MINT`lern herrscht!
das ist letztendlich der Grund - Du bist einer von vielen auf etwa 
gleichem Niveau und aufgrund der Einstell- und Entlassungsprobematik 
(Kündigungsschutz) wird das schwierig überhaupt eine Einstellung zu 
bekommen. Das ist insbesondere auch Glückssache, weil die Konkurrenz 
(andere Schwerbehinderte) eben auch den Topjob haben möchten und der AG 
hat dann die freie Auswahl.
Ob eine Showeinlage beim Bewerbungsgespräch wirklich so gut ankommt, 
hängt vom Personaler ab - ich würde nicht den Smiley-Clown spielen, aber 
kannst den Tip des vorherigen Posters ja mal testen und uns informieren.
Bleiben noch Dienstleisterfirmen als letzter Strohhalm.
Nicht jeder hat eben Glück auf höchster Stufe - ich würde meinen 
Arbeitsfocus erweitern, also auch angrenzende Arbeits-Bereiche 
(Sozialwesen, Pädagogik), sofern das bürokratische Hemmnisse nicht 
verhindern und Du noch nicht dem Irrglauben verfallen bist, daß Arbeit 
mit Lebenserfüllung gleichzusetzen ist so wie einige Youngster hier.
Letztendlich darfst Du nichts erwarten, wenn Du nicht mit 
Hyper-Referenzen brillieren kannst ... und wer kann das schon?

von Hardy F. (hardyf)


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Kamran A. schrieb:
> Ich habe ein Kind und eine Frau.
> Ich bin jetzt 35 Jahre alt.
> Ich habe mich entschieden nach Job zufinden.

Dipl Ing ( FH ) schrieb:
> Es gibt keine Jobs
>
> So einfach ist das



Scanhead schrieb:
> Ob ein Bewerber wegen einer Behinderung benachteiligt wird? Ja, davon
> bin ich absolut überzeugt. Und daran wird sich auch nie etwas ändern.
> Wer dir etwas anderes verspricht ist entweder ein weltfremder Idealist
> oder ein Heuchler. Je eher du das realisierst desto besser für dich.

Bundel schrieb:
> die nicht
> 100% direkt mit dem erlernten zutun haben z.B:
> Finanz-/Versicherungsbereich, im Vertrieb usw...

Falls dir letzteres nicht zusagt (verstehen kann man das)
bleibt vielleicht eine überdenkenswerte Alternative

Mann :       400 Euro
Frau :       400 Euro
Kindergeld:  180 Euro
Warmmiete :  650 Euro

Kindergarten/Hort: 0 Euro
GEZ :0 Euro
...

Besser als dein Selbstwertgefühl den Bach runtergehen zu fühlen

von Kamran A. (kamran)


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fpgakuechle schrieb:
>  Welcher GdB wurde Dir ermittelt?

Ich habe 90 GdB.

von Fpgakuechle K. (Gast)


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Kamran A. schrieb:
> fpgakuechle schrieb:
>>  Welcher GdB wurde Dir ermittelt?
>
> Ich habe 90 GdB.

Schwerbehinderten wird der Einstieg in das Berufsleben besonders 
gefördert, Arbeitshilfen werden gezahlt es gilt besonderer 
Kündigungsschutz. Dementsprechend sollte man Stelle auf die man sich 
bewirbt auswählen. Beispielsweise Öffentlicher Dienst oder Unternehmen 
die besonders abhängig von Aufträgen der öffentlichen Hand sind. Ob das 
dann mit HW/SW Entwicklung noch passt kann ich jetzt nicht beurteilen, 
ich tendiere eher in Richtung Service/Reperatur/Prüffeld.

Andere Möglichkeit wäre die eigene Behinderung als Erfahrung zu nutzen 
und in den Bereich elektronische Hörhilfen einzusteigen. Die ganzen 
Millionen Hörhilfen die in D betrieben weren müssen ja auch gewartet 
etc. werden.

MfG,

von Nachrichten aus der Realität (Gast)


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Mach dich selbstständig. Ach halt geht wieder nicht wegen Telefon.

Realitycheck extra für dich:
Du hättest bei der Studienwahl auch vorrausschauender agiern können. 
Dass dich später keiner haben will war doch abzusehen, du bist schlicht 
nicht geeignet für diesen Job auch wenn du es theoretisch drauf hast.

Probiers nochmal gezielt bei den grossen Firmen und Behörden die haben 
oft ne Quote für Behindert, wenn es dort nicht klappt klappt es 
nirgends, dann tritt Plan B in Kraft:

Such dir was anderes und prüfe diesmal vorher wie deine Behinderung dazu 
passt, nicht erst hinterher.

von Elektroprofi (Gast)


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Maik schrieb:

> ich befürchte das die Behinderung kein unwesentlicher Fakt ist. Denn im
> Falle einer unbefristeten Anstellung hast du einen gewissen
> Kündigungsschutz.

So ist es! Schuster bleib bei Deinen Leisten. Du hättest als Techniker 
bessere Chancen. Ich fürchte Du musst auch zum Dienstleister und erstmal 
ein paar Jahre Lohndumping ertragen.

Und genau das ist es, was das Studium unattraktiv macht: Man bekommt es 
nicht mehr rein.

Techniker, dann Meister aufsatteln und einiges nebenher schwarz machen, 
wie die anderen auch. DAS ist der Bringer. Mit bachelor ist man da eher 
aufgeschmissen.

von Fpgakuechle K. (Gast)


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Nachrichten aus der Realität schrieb:
> Mach dich selbstständig. Ach halt geht wieder nicht wegen Telefon.

Telefon sollte bei Hörhilfe kein Problem sein.

> Realitycheck extra für dich:
> Du hättest bei der Studienwahl auch vorrausschauender agiern können.


Naja, die Behinderung kann ja auch während des Studiums entstanden sein.

MfG,

von Kamran A. (kamran)


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fpgakuechle schrieb:
> Ob das
> dann mit HW/SW Entwicklung noch passt kann ich jetzt nicht beurteilen,
> ich tendiere eher in Richtung Service/Reperatur/Prüffeld.

Gerne würde ich auch in andere Richtung gehen, Automitisierungstechnik, 
Energietechnik, Reparatur, Prüffeld, Solartechnik, MSR Technik, 
Qualtitätsingenieur, Sachbearbeiter für Elektrotechnik u.v.m
Ich versuche mal.

von dumm_deutsch_zwo (Gast)


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Frank K. schrieb:
> Kamran klingt nicht deutsch.

Kāmrān kommt aus dem Persischen und bedeutet "Der Erfolgreiche".

;-)

von Kamran A. (kamran)


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Nachrichten aus der Realität
> Mach dich selbstständig. Ach halt geht wieder nicht wegen Telefon.

Ich würde sehr gerne machen, da ich keine Berufserfahrung habe, weiss 
ich auch nicht, wie ich mit selbstständig machen kann.

von mitgelesen (Gast)


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> Gerne würde ich auch in andere Richtung gehen, Automitisierungstechnik,
> Energietechnik, Reparatur, Prüffeld, Solartechnik, MSR Technik,
> Qualtitätsingenieur, Sachbearbeiter für Elektrotechnik u.v.m
es geht aber nicht darum als was Du "gern" arbeiten möchtest, sondern 
was außer H4 überhaupt noch geht - darüber würde ich mal nachdenken.

von DerGast (Gast)


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nemesis... schrieb:
>> ein bekannter hat ca. 1000 Bewerbungen abgeschickt
>
> In welchem Zeitrahmen? Monate, Jahren?

da kann ich mit Zahlen dienen (zwischen 2013 und 2015):

Freund, Absolvent 150 Bewerbungen in 3/4 Jahr.
Bekannte (alleinerziehend mit Kind) 600 Bewerbungen in 2 Jahren.
ich (Familien-Vater) 20 Bewerbungen in 2 Jahren = Nix, nada

ja, bin flexibel und Regional nicht gebunden. Will aber mein jetziges 
Gehalt steigern (ERA 9 in BY).

von Ingo_ (Gast)


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dumm_deutsch_zwo schrieb:
> Frank K. schrieb:
>> Kamran klingt nicht deutsch.
>
> Kāmrān kommt aus dem Persischen und bedeutet "Der Erfolgreiche".
>
> ;-)

Also Ausländer, Behindert und unterdurchschnittlicher Abschluss. Evtl. 
auch schon was älter?

Versuch es weiter, aber es sieht düster aus. Menschen die nicht den 
perfekten, angepassten Hochleistungs-Ing. wenigstens bei der Bewerbung 
heucheln können haben heutzutage keine Chance in der Industrie. 
Vielleicht mal im öffentlichen Dienst versuchen? Da sollte die 
Behinderung ein Pluspunkt sein!

von Paul B. (paul_baumann)


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Der Eine kann nicht lesen, oder sich Nichts merken, kann aber was dafür.
Der Andere kann nicht hören und ist daran unschuldig.


Fpga K. schrieb:
> Naja, die Behinderung kann ja auch während des Studiums entstanden sein.

Wahrscheinlich nicht, weil ein Studium im Säuglingsalter unüblich ist.

Kamran A. schrieb:
> Ja wirklich, ich bin seit meiner Geburt Hörbehindert.

Fpga K. schrieb:
> Welcher GdB wurde Dir ermittelt?

Der GdB ändert sich nicht zwischen 17:12 und 19:29 so gravierend....

Kamran A. schrieb:
> Ich habe 90% mit Markenzeichen RF und GL.

-Paul-

von dumm_deutsch_zwo (Gast)


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Ingo_ schrieb:
> Evtl. auch schon was älter?

Kamran A. schrieb:
> Ich bin jetzt 35 Jahre alt.

Kamran A. schrieb:
> Ich habe ein Kind und eine Frau.

Interessante Reihenfolge. Vermutlich ist das Kind männlich.

;-)

von Feiertag (Gast)


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M. K. schrieb:
> Ne 3+ ist nicht wirklich gut und ich
> denke mal, das ist der primäre Grund.

Schlecht ist ne 3+ beim Bachelor auch nicht, vor allem kein 
Ablehnungsgrund.

von Kamran A. (kamran)


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> Interessante Reihenfolge. Vermutlich ist das Kind männlich.

Gut geratet. Das Kind ist männlich.
Aber wäre es Tochter hätte ich auch die gleiche Reihenfolge geschrieben.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Kamran A. schrieb:
> Folgendes füge ich immer im Bewerbung so bei:
> Trotz meiner Schwerhörigkeit bin ich in der Lage, meinen Beruf
> vollschichtig und wettbewerbsfähig auszuüben.

Steich den Satz!

Brauchste ein Hörgerät?

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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DerGast schrieb:
> ja, bin flexibel und Regional nicht gebunden. Will aber mein jetziges
> Gehalt steigern (ERA 9 in BY).

Sind nach div. Meinungen doch fast 70k€ bei 35h/Woche!

von Paul B. (paul_baumann)


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Cha-woma M. schrieb:
> Brauchste ein Hörgerät?

Hast Du Deine Brille auf?

Kamran A. schrieb:
> Ich trage auch
> beidseitig Hörgeräten und kann fliessend sprechen.

-Paul-

von Kamran A. (kamran)


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> DerGast schrieb:
>> ja, bin flexibel und Regional nicht gebunden. Will aber mein jetziges
>> Gehalt steigern (ERA 9 in BY).

> Sind nach div. Meinungen doch fast 70k€ bei 35h/Woche!

Wow, das ist recht viel.
Ich bin schon bereit ab 35K€ bei 40h/Woche zu verhandeln.

von Kamran A. (kamran)


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>Kamran A. schrieb:
>> Folgendes füge ich immer im Bewerbung so bei:
>> Trotz meiner Schwerhörigkeit bin ich in der Lage, meinen Beruf
>> vollschichtig und wettbewerbsfähig auszuüben.

>Steich den Satz!

Das war schonmal ein ernstes Problem. Viele haben zu mir empfohlen, dass
ich ehrlich in meiner Bewerbung diesen Satz bekannt zu geben.
Mit Hörgeräten höre ich auch nicht so gut wie die Hörenden.

Ich erkläre mal ein Besipiel wie ich höre.
Wenn man mir ein Wort, also ohne das Mundbild ablesen,
zum Beispiel "Baum" sagt.

Dann höre ich nur die Vokale: au

Den Rest muss ich selber rätseln, hat sie oder er gesagt:
Maus?, Frau?; Laub?; Blau?; u.v.a

Mit Mundbild ablesen geht besser.
Ich kann nur die Vokale hören, also mit Hörgeräten.
Ohne Hörgeräten höre ich gar nichts, kein einziger Ton.

Also erfahrungsgemäss ohne diesen Satz zuschreiben, würde dann viele 
Dienstleister, Firma, Vermittler mir anfordern, ich solle denen 
Telefonnummer geben, damit Sie mich anrufen können oder umgekehrt.
Da ich leider nicht telefonieren kann.
Trotzdem auch wenn ich diesen Satz schreibe, wurde ich auch aufgefordert
zu telefonieren. Daraufhin erwiderte ich, dass ich ....

Und ich bitte euch daran zu erinnern, dass alle Hörgeschädigte 
keinesfalls genau gleiche Probleme haben wie ich, weil die Probleme bei 
Hörgeschädigten sind sehr unterschiedlich. Sie haben auch 
unterschiedliche Hörfassungen.
Manche Hörgeschädigte können sehr gut hören und sogar zum Telefonieren. 
Also ist in meinem Fall individuell, dass ich recht sehr stark 
Hörgeschädigt bin.

von Name (Gast)


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- Du hast eine Hörbehinderung
- Dein Grad der Behinderung liegt bei über 90
- Du hast zu dem noch eine massive Lese- und Rechtschreibschwäche 
(autsch!)
- Du hast deinen Bachelor mit der Note >= 3,0 abgeschlossen?!

So hart das klingen mag, aber da ist es kein Wunder, dass dich keine 
Firma nimmt. Du wärst vielleicht in der Behindertenwerkstatt besser 
aufgehoben. Oder lass es mit dem Arbeiten einfach.

Ist jetzt nicht böse gemeint, aber ich würde auch keinen 
Schwerbehinderten einstellen. Der bringt mir doch nix, kostet mich nur 
Arbeit und Geld.

von Kamran A. (kamran)


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Dann hätte ich eine letztere Frag an euch allen bitte.

Wie wär es mit Bundeswehr bei Wehrtechnik zu arbeiten?

Aber es gibt Bedingung wo ich zuerst als einjähriges Laufbahnausbildung 
als Beamter in gehobener Dienst absolvieren muss?

von nemesis... (Gast)


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Name schrieb:
> kostet mich nur
> Arbeit und Geld.

und Nerven und Kündbar aus betriebsbedingten Gründen wäre
auch erschwert. Da sehe ich keine Chance. Musst es ja nicht
glauben und kannst dich weiter bemühen, bis bei dir der Groschen
gefallen ist. Von den Firma brauchst du keine Rechtfertigung
erwarten, denn die werden keine abgeben. Kannst mal diesen
Thread lesen, wo schon der normale Bewerber ohne Handicap
nichts zu erwarten hat.
Beitrag "Nachhaken bei Absagen für die wahren Gründe"

von Ein Unbekannter (Gast)


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Ich denke du solltest nehmen was du bekommst und es entsprechend 
natürlich auch bei der Bundeswehr probieren.

Dass du Hörbehindert bist solltest du auf jeden Fall in der 
schriftlichen Bewerbung drin lassen. Der potentielle Arbeitgeber wird es 
sowieso erfahren und kein Mensch möchte jemanden einstellen der etwas 
verheimlicht.

von nemesis... (Gast)


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Kamran A. schrieb:
> Wie wär es mit Bundeswehr bei Wehrtechnik zu arbeiten?
>
> Aber es gibt Bedingung wo ich zuerst als einjähriges Laufbahnausbildung
> als Beamter in gehobener Dienst absolvieren muss?

...oder Polizei oder Feuerwehr.
Da kennst du nicht die gesundheitlichen Mindestanforderungen.
Wer beim Bund früher mit so einer Behinderung eingezogen wurde
flog bei der Musterung sofort raus und das schon für viel weniger.

von nemesis... (Gast)


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Ein Unbekannter schrieb:
> Der potentielle Arbeitgeber wird es
> sowieso erfahren und kein Mensch möchte jemanden einstellen der etwas
> verheimlicht.

Oder ein Arbeitnehmer soll für einen Arbeitgeber arbeiten der
etwas verheimlicht? Gehts noch? Die Säcke dürfen lügen und
wir nicht?

von Ein Unbekannter (Gast)


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nemesis... schrieb:
> Oder ein Arbeitnehmer soll für einen Arbeitgeber arbeiten der
> etwas verheimlicht? Gehts noch? Die Säcke dürfen lügen und
> wir nicht?

Davon hab ich nicht gesprochen. Sondern davon, dass die "Lüge" sowieso 
auffliegt und der potentielle Arbeitgeber ist in der Regel nicht so dumm 
wie der Stammwähler einer Partei.

von nemesis... (Gast)


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Ein Unbekannter schrieb:
> Davon hab ich nicht gesprochen. Sondern davon, dass die "Lüge" sowieso
> auffliegt und der potentielle Arbeitgeber ist in der Regel nicht so dumm
> wie der Stammwähler einer Partei.

Es geht ja nur darum ob der TO den Sachverhalt in der Bewerbung
erwähnt und dadurch grundlos abgelehnt wird, bzw. wurde.
Im Vorstellungsgespräch kann man das Handicap doch erwähnen,
weil es ohnehin nicht zu vermeiden und offensichtlich ist.
Zumindest kann sich dann der Personalverantwortliche dann nicht
so einfach aus der Affäre ziehen und man hat zumindest die
Erkenntnis gewonnen, dass das Fachliche ausreichend ist.
Wenn Arbeitgeber falsch spielen, dann kann man das als Bewerber
auch, obwohl hier ein schutzwürdiges Interesse besteht. Würde ein 
Arbeitgeber mir das vorwerfen, würde ich ihm mal fehlende
Gleichbehandlung erwidern. Der kriegt dann so einen Hals.
Denen gehts in diesem Land nämlich noch viel zu gut.

von Nachrichten aus der Realität (Gast)


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Da fällt mir noch was ein:
Ich hatte mal ne Zeit lang mit nem Bauamt zu tun, die hatten auch 
Behinderte aber die Kategorie ohne Beine/Arme und Sehgeschwächte, Taube 
gab es dort nicht.

Bei SAP stiess ich mal auf nen halb Blinden, der war teilweise auch 
taub, hatte aber am Telefon kein Problem.

Also wenn du schon bei Wörtern wie "Baum" Probleme hast ohne den Mund zu 
sehen da sehe ich eindeutig schwarz, da bist nicht mal fachfremd 
grossartig einsetzbar. Da bleiben nur Handlangerjobs die auf Fingerzeig 
funktionieren oder wo du deine Aufgaben von Blättern, Bestellzetteln,... 
ablesen kannst: fünf Paletten Wein reingekommen, aha das muss nach Lager 
B. und sonst mit keinen anderen Personen kommunizieren musst.

Aufm Bau oder im Walz/Presswerk hättest du sogar Vorteile mit deinem 
schlechten Gehör, da wirste nämlich irre bei dem Dauerlärm. Du 
bräuchtest keinen Gehörschutz, selbst damit sind Firmen heute knausrig 
und wird oft nicht mehr gestellt, Zeitarbeitsfirmen ziehen dir das vom 
Lohn wieder ab.

Oder geh in die Behidnertenbildung, vielleicht kannst du als 
Trainer/Lehrer bei einem Bildungsträger für Taube unterkommen, du kannst 
ja die Gebärdensprache, in dem Bereich sehe ich gute Chancen wo du noch 
halbwegs deiner Ausbildung entsprechend unterkommen kannst.

Vielleicht auch noch technische Dokumentation in diesem Bereich aber 
dort musst du wieder viel mit Kollegen kommunizieren auch mit Telefon, 
kommt auch die Stelle an.

Naja, einfach wirds nicht. Einfach weitersuchen.

von Fpgakuechle K. (Gast)


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Paul B. schrieb:
> Der Eine kann nicht lesen, oder sich Nichts merken, kann aber was dafür.


Ich kann lesen und meine Merkfähigkeit ist im gegensatz zu deinen 
Umgangsformen normal entwickelt.

> Fpga K. schrieb:
>> Naja, die Behinderung kann ja auch während des Studiums entstanden sein.
>
> Wahrscheinlich nicht, weil ein Studium im Säuglingsalter unüblich ist.
>
> Kamran A. schrieb:
>> Ja wirklich, ich bin seit meiner Geburt Hörbehindert.

Sorry das ich nur das Eingangspost auf Plausibilität geprüft habe und 
dazwischen eintrudelnde Postings unberücksichtigt sind. Das bringen 
Threads nun mal so mit sich; insbesonders wenn sie immer mal wieder von 
Flachwitzen und Trollpostings zerstückelt werden.

> Fpga K. schrieb:
>> Welcher GdB wurde Dir ermittelt?
>
> Der GdB ändert sich nicht zwischen 17:12 und 19:29 so gravierend....
>
> Kamran A. schrieb:
>> Ich habe 90% mit Markenzeichen RF und GL.

Wenn's denn stimmt. An Taubheit grenzend ab Geburt sind 100 GdB nicht 
90:

http://www.hae-server.de/files/behindertenausweis.pdf

Die Sprachfähigkeit ist für eine ab Geburt schwerhörigen eigentlich 
nicht mit (phonetisch) "fließend" zu erwarten auch die Grammatik/Lexik 
ist für einen Geburtsfehler ungewöhnlich gut.


MfG,

von Hari (Gast)


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Ist doch ganz klar. Bewirb dich bei Firmen die Hörhilfen entwickeln. Was 
besseres als jemanden zu haben der selbst betroffen ist kann denen doch 
nicht passieren,in dem Erfahrung aus erster Hand mit einfließt. Die 
können dich vielleicht auch mit besserer (hör ) Hardware versorgen.

von Rene H. (Gast)


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Name schrieb im Beitrag #4568476:
> Ich fände es besser, du würdest in einer Behindertenwerkstatt oder gar
> nicht arbeiten, denn da kannst du wenigstens keinen Schaden anrichten.

Was bist Du den für ein Arschloch! Echt, da bekomme ich einen solchen 
Hals. Selbst ein Troll hst mehr Empathie. Arschloch!!!

@Mods: jaja, könnt ihr löschen, ist ok. Aber gesagt musste es dennoch 
sein.

von Kamran A. (kamran)


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fpgakuechle schrieb:
> http://www.hae-server.de/files/behindertenausweis.pdf

Danke für die Information, dann muss ich an Versorgungsamt einen Antrag.

von Kamran A. (kamran)


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Hari schrieb:
> Ist doch ganz klar. Bewirb dich bei Firmen die Hörhilfen entwickeln. Was
> besseres als jemanden zu haben der selbst betroffen ist kann denen doch
> nicht passieren,in dem Erfahrung aus erster Hand mit einfließt. Die
> können dich vielleicht auch mit besserer (hör ) Hardware versorgen

Super Idee, ich werde mal versuchen an Kind o.ä. zu bewerben.

von Bundel (Gast)


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nemesis... schrieb:
> Bundel schrieb:
>> ein bekannter hat ca. 1000 Bewerbungen abgeschickt
>
> In welchem Zeitrahmen? Monate, Jahren?

In ca. 1,5- 2 Jahren

von Paul B. (paul_baumann)


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Fpga K. schrieb:
> Ich kann lesen und meine Merkfähigkeit ist im gegensatz zu deinen
> Umgangsformen normal entwickelt.

Reiß Dich am Riemen, Junge! Vielleicht versuchst Du zur Abwechslung mal, 
Dein Unvermögen nicht anderen Leuten anzulasten.

-Paul-

von Fpgakuechle K. (Gast)


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Paul B. schrieb:
> Fpga K. schrieb:
>> Ich kann lesen und meine Merkfähigkeit ist im gegensatz zu deinen
>> Umgangsformen normal entwickelt.
>
> Reiß Dich am Riemen, Junge! Vielleicht versuchst Du zur Abwechslung mal,
> Dein Unvermögen nicht anderen Leuten anzulasten.


Welches Unvermögen versuche ich hier wem  anzulasten?

Hast Du in diesem Thread bereits irgendetwas zur Sache beigetragen?

Du hast mir bereits mehrmals versprochen meine Beiträge auszufiltern um 
sie nicht zu lesen - bitte realisiere das.

MfG,

von Rene H. (Gast)


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Darf ich fragen ob Du durch Deine Hörbehinderung auch Sprachbehindert 
bist? Das tut zwar nichts zur Sache und ist rein persönliches 
Intesresse.

Mal etwas konkretes, ich wüsste einen Arbeitgeber bei dem Du Dich 
bewerben könntest, wo Deine Behinderung nicht gewertet wird. Es wäre 
allerdings in der Schweiz / Zürich. Wenn Du interessiert bist, zu 
erfahren wo, dann schick mir bitte eine PN.

Grüsse,
René

von Kamran A. (kamran)


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Rene H. schrieb:
> Darf ich fragen ob Du durch Deine Hörbehinderung auch Sprachbehindert
> bist?

Hallo Rene,
Nein ich bin nicht Sprachbehindert. Als Kind hatte ich 
Sprachentwicklungsstörung. Dank meinem Lehrer in der Schwerhörigenschule 
in Hamburg hat meine mündliche Sprache trainiert, so dass ich fliessend 
sprechen kann.

LG Kamran

von Elektrohamster (Gast)


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Hallo Kamran,

lass dich nicht von den dummen Nachrichten entmutigen. Im Internet gibt 
es viele Idioten.

Hörgerätehersteller sind möglicherweise eine gute Idee zum Bewerben!

von Mark B. (markbrandis)


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M. K. schrieb:
> Du schriebst, dass du den Bachelor mit 3+ gemacht hast. Das mag zwar
> ganz gut klingen aber mal ehrlich: Ich war ne faule Sau im Bachelor und
> selbst ich hab ne 2,1 da erreicht. Ne 3+ ist nicht wirklich gut und ich
> denke mal, das ist der primäre Grund.

Es kann in dem Moment nicht mehr der Grund sein, wo man zu einem 
Vorstellungsgespräch eingeladen wird.

Wäre die Note ein Ausschlusskriterium, dann hätte die Firma einen gar 
nicht erst eingeladen. Die Information war ja schon vorher bekannt.

: Bearbeitet durch User
von Kamran A. (kamran)


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Ich war heute morgen beim Jobcenter.
Jobcenter hat mir bestätigt, dass ich fleissig bin auf der Jobsuche.
Und Sie hat mir auch gesagt, dass die viele Firma schwierig haben mit 
Schwerbehindertenmenschen zu beginnen und die Firma haben zu wenig 
Wissen über Schwerbehinderten.

Daraufhin hat sie mir dann einen Träger vorgeschlagen, die speziell für 
Hörgeschädigten unterstützen, mir richtig helfen werden.
ich werde mir dann einen Träger nehmen.

Ich bekomme einen speziellen Vertrag seitens Jobcenter, die sehr gutes 
Angebot für die Firma gilt. Einen Eingliederungszuschuss. Das bedeutet, 
dass die Jobcenter die Hälfte der Bruttolohn an eine Firma monatlich 
zahlt, wenn ich festangestellt bin. Ich hoffe so habe ich dann bessere 
Chance einen Job zubekommen, somit muss die Firma mir nur die Hälfte der 
Bruttolohn zahlen.

Da ich jetzt einen Eingliederungszuschuss Zusage habe, werde ich dann 
nochmal in Hamburg und in Umgebung bewerben, die ich schon mal beworben 
habe und denen über den Eingliederungszuschuss aufklären. Paar Wochen 
später dann Deutschlandweit, un zuletzt dann in Schweiz.

Ich hoffe, habe bald einen guten Start als Berufseinsteiger mit Träger 
und Eingliederungszuschuss.

von nemesis... (Gast)


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Kamran A. schrieb:
> Super Idee, ich werde mal versuchen an Kind o.ä. zu bewerben.

Das macht aber nur in Großburgwedel Sinn wo die Werkstätten, glaube
ich, sind. Hatte mich da mal vorgestellt, wurde aber nichts draus,
aber außer der Lobby hab ich da auch nichts vom Betrieb gesehen.
Der Chef ist Präsident von Hannover 96 und mit dem Verein gehts gerade
mächtig Bergab in die 2. Bundesliga. Einen unglaublichen Verschleiß
an Trainern und Sportdirektoren wahrscheinlich auch, sind da die
Begleiter. Ist das jetzt Überforderung oder unternehmerisches Versagen?
Wie die Firma da steht, weiß ich nicht, aber da wäre ich zumindest
skeptisch, wenn ich mich da bewerben würde.
Es gibt sicher Firmen, die sich durch außergewöhnlich hohe
Sozialkompetenz auf dem Arbeitsmarkt auszeichnen, aber ich wüsste
jetzt keine Quelle, wo man das hinterfragen könnte und selbst wenn,
wäre das ohnehin keine Garantie, sondern allenfalls eine vage Hoffnung.

von nemesis... (Gast)


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Kamran A. schrieb:
> Ich war heute morgen beim Jobcenter.
> Jobcenter hat mir bestätigt, dass ich fleissig bin auf der Jobsuche.

Das ist ja auch dein Pflicht, ansonsten würden die dich
Intensivbetreuen und zwar anders als sich das zunächst anhört.
So lassen die deine Leine lockerer.

> Und Sie hat mir auch gesagt, dass die viele Firma schwierig haben mit
> Schwerbehindertenmenschen zu beginnen und die Firma haben zu wenig
> Wissen über Schwerbehinderten.

Die Firmen wissen ganz genau Bescheid. Lass dir da mal keinen Bären
aufbinden.

> Daraufhin hat sie mir dann einen Träger vorgeschlagen, die speziell für
> Hörgeschädigten unterstützen, mir richtig helfen werden.
> ich werde mir dann einen Träger nehmen.

Du wirst den nicht nehmen, sondern erst mal intensiv prüfen, ob die
leeren Versprechungen, die die nämlich machen, auch stimmen. Lass
dir eine Firmenliste geben und kontakte einige dieser Firmen, ob das
auch stimmt. Manche Träger lügen nämlich wie gedruckt und die Jobcenter
helfen auch noch dabei, damit deren Statistik stimmt. Als Teilnehmer 
bringst du dem Träger nämlich Geld und das hat bei denen Vorrang
und nicht die erfolgreiche Vermittlung. Das ist nämlich nur Blendwerk.

> Ich bekomme einen speziellen Vertrag seitens Jobcenter, die sehr gutes
> Angebot für die Firma gilt. Einen Eingliederungszuschuss. Das bedeutet,
> dass die Jobcenter die Hälfte der Bruttolohn an eine Firma monatlich
> zahlt, wenn ich festangestellt bin. Ich hoffe so habe ich dann bessere
> Chance einen Job zubekommen, somit muss die Firma mir nur die Hälfte der
> Bruttolohn zahlen.


..und das bis zu drei Jahren maximal und dann? Weil es eine 
Ermessensleistung (bis zu 50%)ist, kann es schnell weniger sein 
(40%,30%,20%...) und der Anreiz geht verloren.
Auch ist ja die Gehaltshöhe erst mal unklar und wenn dann der
Arbeitgeber nicht mal Betriebsbedingt kündigen kann (wenn er
wollte oder müsste), dann merkt er das er in der Klemme sitzt.
Die sind doch nicht blöd. Statistiken der BA haben gezeigt
das dieses Fördermodell, vor allem im gehobenen Gehaltsbereich
gar nicht funktioniert und das hat sogar die Nahles mal verkündet
gehabt.

> Da ich jetzt einen Eingliederungszuschuss Zusage habe, werde ich dann
> nochmal in Hamburg und in Umgebung bewerben, die ich schon mal beworben
> habe und denen über den Eingliederungszuschuss aufklären. Paar Wochen
> später dann Deutschlandweit, un zuletzt dann in Schweiz.

Mach das, aber ich glaube nicht, dass das auch in der Schweiz gezahlt
wird. Außerdem nehmen die auch nicht jeden, der da arbeiten will.

> Ich hoffe, habe bald einen guten Start als Berufseinsteiger mit Träger
> und Eingliederungszuschuss.

Das wünsche ich dir, nur habe ich den Eindruck, dass du da viel zu 
blauäugig Leuten auf dem leim gehst, die mit dir Geld verdienen ohne
das deine Interessen da im Fordergrund stehen. Dazu gibts es im
Internet schon viel zu viele Negativbewertungen von solchen Trägern.
Such die mal und lies die. Da kommste aus dem Stauen nicht mehr raus.

von Kamran A. (kamran)


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nemesis... schrieb:
> ..und das bis zu drei Jahren maximal und dann? Weil es eine
> Ermessensleistung (bis zu 50%)ist, kann es schnell weniger sein
> (40%,30%,20%...) und der Anreiz geht verloren.
> Auch ist ja die Gehaltshöhe erst mal unklar und wenn dann der
> Arbeitgeber nicht mal Betriebsbedingt kündigen kann (wenn er
> wollte oder müsste), dann merkt er das er in der Klemme sitzt.
> Die sind doch nicht blöd. Statistiken der BA haben gezeigt
> das dieses Fördermodell, vor allem im gehobenen Gehaltsbereich
> gar nicht funktioniert und das hat sogar die Nahles mal verkündet
> gehabt.

Das ist ja auch gut, ich kann ja mein Berufserfahrung sammeln.
Wenigstens habe ich in der Tasche Berufserfahrung.
Mein Lebenslauf kann ich überarbeiten.

von nemesis... (Gast)


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Kamran A. schrieb:
> Das ist ja auch gut, ich kann ja mein Berufserfahrung sammeln.
> Wenigstens habe ich in der Tasche Berufserfahrung.

Und du glaubst, das ein Pluspunkt mit einer Halbwertzeit
zwischen 6 Monaten und einem Jahr da vom Nutzen ist?
In diesem Zeitrahmen muss man nämlich was neues gefunden
haben oder man landet wieder auf der untersten Sprosse
des Sozialsystems.
Die anderen drei Minuspunkte bleiben nämlich und dann
kommt noch ein weiterer dazu, das Alter, denn jünger
wird keiner. Die Erfahrung von der Fa. Sicks ist ja
anscheinend auch nicht hilfreich. Übrigens ist nicht
sicher, dass du einen Job im Bereich Ingenieurwesen
über diese Förderung bekommst. Ich hab mal diese Träger
auf den Zahn gefühlt und nach langem Bohren festgestellt
das die nur Jobs vermitteln auf der UNTERSTEN Lohnskala
und das waren Lagerhelfer für knapp dem Mindestlohn,
wobei der Mindestlohn für Hartzer gar nicht greift
und sogar noch darunter liegen darf.
Na, dann mal viel Glück mit solchen Jobs, aber rechne
dir genau aus ob du damit deinen Lebensunterhalt
bestreiten kannst.

> Mein Lebenslauf kann ich überarbeiten.

Na, hoffentlich, so wie es ratsam wäre.

von Jonny (Gast)


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Hi,

schon mal versucht dich bei einem Unternehmen zu bewerben, welches auf 
Hörgeräte oder ähnliche Geräte spezialisiert ist?

Vielleicht ergibt sich da sogar ein Synergieeffekt da du genau weißt was 
die Kunden brauchen. ;)

Gruß
Jonny

von mitgelesen (Gast)


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> Gehe studieren und du hast einen Job sicher, sollte man dafür haftbar
> machen, weil nämlich durchaus ein Irrtum erregt wird und das ist
> Gleichbedeutend mit Betrug.
da bist Du aber ziemlich allein mit Deiner Meinung ... wetten, daß 
gleich wieder ein Aufschrei kommt wie ideal ein Studium ist und das sich 
das immer lohnt.

> Die Länder wollen ja Lehrer in Massen einstellen, aber ich
> befürchte, auch da würde es Schwierigkeiten geben.
Aus eigener Erfahrung in Bezug auf Quereinstieg als Lehrer kann ich Dir 
berichten, daß massiv geblockt wird - mir wurde sogar mal ein komplettes 
Lehramtsstudium zusätzlich nahegelegt.
Kein Wunder, wenn sie Interesse im Keim ersticken.

von Paul B. (paul_baumann)


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mitgelesen schrieb im Beitrag #4569831:
> fehlt nur noch ein Blinder der im ÖPNV arbeitet oder arbeiten möchte -
> das kommt sicher auch bald noch :-)

Na freilich:

https://www.youtube.com/watch?v=GmxXSJi3Bng#t=0m39s

Auch ZZ-Top-Leuten ist es schon so ergangen:
https://www.youtube.com/watch?v=RBY5Ai5-SVo

MfG Paul

mitgelesen schrieb:
> da bist Du aber ziemlich allein mit Deiner Meinung ... wetten, daß
> gleich wieder ein Aufschrei kommt wie ideal ein Studium ist und das sich
> das immer lohnt.

Das will er nicht hören....

von Mark B. (markbrandis)


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mitgelesen schrieb:
> wie ideal ein Studium ist und das sich das immer lohnt.

Wo wurde das denn behauptet? Nachweise bitte.

Sicher hat niemand gesagt, dass sich ein Studium der Philosophie oder 
der Geschichtswissenschaft immer lohnen würde. Es gibt nicht umsonst den 
Begriff brotlose Kunst.

von Kamran A. (kamran)


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Jonny schrieb:
> Hi,
>
> schon mal versucht dich bei einem Unternehmen zu bewerben, welches auf
> Hörgeräte oder ähnliche Geräte spezialisiert ist?

Hallo Johnny,

ja ich habe seit paar Tagen mehrere Anfrage an Hörgerätenherstellern
gesendet. Ich werde mal auf Ihren Antwort abwarten.

von mitgelesen (Gast)


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> Wo wurde das denn behauptet? Nachweise bitte.
siehe Deinen Nachweis: Du behauptest ja, daß sich ein Mint Studium immer 
lohnt:
"Sicher hat niemand gesagt, dass sich ein Studium der Philosophie oder
der Geschichtswissenschaft immer lohnen würde. Es gibt nicht umsonst den
Begriff brotlose Kunst."

von Mark B. (markbrandis)


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mitgelesen schrieb:
>> Wo wurde das denn behauptet? Nachweise bitte.
> siehe Deinen Nachweis: Du behauptest ja, daß sich ein Mint Studium immer
> lohnt:
> "Sicher hat niemand gesagt, dass sich ein Studium der Philosophie oder
> der Geschichtswissenschaft immer lohnen würde. Es gibt nicht umsonst den
> Begriff brotlose Kunst."

Das steht in diesen Zeilen nirgendwo, dass sich MINT immer lohnen würde. 
Lesekompetenz: Null.

: Bearbeitet durch User
von Oberguru (Gast)


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mit einem 3,x Schnitt hat mein praktisch keine Chance auf dem 
Arbeitsmarkt. Behinderung hin oder her.

mfg

von Nota bene (Gast)


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Oberguru schrieb:
> mit einem 3,x Schnitt hat mein praktisch keine Chance auf dem
> Arbeitsmarkt. Behinderung hin oder her.
>
> mfg


Jede Verallgemeinerung ist falsch, sogar diese meine Verallgemeinerung.

von mitgelesen (Gast)


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> Das steht in diesen Zeilen nirgendwo, dass sich MINT immer lohnen würde.
das nennt sich Suggeration, was Du in Deinen Zeilen zum besten gibst; 
deshalb ist der Umkehrschluß auch zulässig ;-)

von mitgelesen (Gast)


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Suggestion heißt es richtig ... Deutsch ist sowieso im Untergang.

Beitrag #7447123 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #7447124 wurde vom Autor gelöscht.
von Bgr (bgr)


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Aus die Firma wollen nicht für Gehörlosigkeit wie Hörbehinderte
annehmen. Das sagt, passt keine berufliche Situation und zu teures Geld
zahlen aus Sicherheitstechnik oder die Firma was sparsam braucht. Die
will nur hörende und Körperbehindert oder schwerbehindert annehmen.

Ohne" Hörbehindert/Taub/Gehörlosigkeit/Hörgeschädigt "

Nicht wegen Bewerbungsunterlage!

von Bgr (bgr)


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M. K. schrieb:
> Wenn es an deiner Behinderung liegen sollte wird dir das mit Sicherheit
> kein Personaler sagen. Denn du darfst keinen Nachteil dadurch erfahren.
> Du schriebst, dass du den Bachelor mit 3+ gemacht hast. Das mag zwar
> ganz gut klingen aber mal ehrlich: Ich war ne faule Sau im Bachelor und
> selbst ich hab ne 2,1 da erreicht. Ne 3+ ist nicht wirklich gut und ich
> denke mal, das ist der primäre Grund.


Nicht wegen Bewerbungssituationen

von Bgr (bgr)


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Das ist nicht Frage für Gehörlosigkeit. Du hast andere Frage gestellt.

Deine Frage steht über Schwerbehindert und funktionierte Situationen 
wegen hörend ohne taub/gehörlos.

von Heinrich K. (minrich)


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Bgr hat sich extra hier angemeldet um einen vor 7 Jahren beendeten 
Thread auszugraben.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Das Ausgraben an sich ist ja nicht schlimm, wenn irgendwas 
Sachdienliches dazukommt.

Mir fehlt hier  in den neuen Posts aber jeglicher Zusammenhang mit 
irgendwas, was vorher im Thread geschrieben wurde. Und ich kann in den 
neuen Beiträgen auch überhaupt keinen Zusammenhang und keine Aussage und 
auch keine Frage erkennen. Das passiert mir nicht oft.

Ich werde den Thread mal im Auge behalten...

von Korbinian G. (korbinian_g10)


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Ich geb mal meinen Senf dazu, da ich als Betroffener (beidseitig an 
Taubheit grenzend schwerhörig) wahrscheinlich mitreden kann. Vielleicht 
hilft es späteren Mitlesenden.

Cha-woma M. schrieb:
> Nochmal, haste du es bei der Bewerbung ANGEGEBEN?????????????????

Kamran A. schrieb:
> Viele haben zu mir empfohlen, dass
> ich ehrlich in meiner Bewerbung diesen Satz bekannt zu geben.

Ein Unbekannter schrieb:
> Dass du Hörbehindert bist solltest du auf jeden Fall in der
> schriftlichen Bewerbung drin lassen. Der potentielle Arbeitgeber wird es
> sowieso erfahren und kein Mensch möchte jemanden einstellen der etwas
> verheimlicht.

Ich habe genau einmal in einer Bewerbung angegeben, dass ich 
Cochlea-Implantate trage. Bei fünf Bewerbungen habe ich zwei Absagen 
bekommen.
Aus meiner Sicht gibt es schlicht keinen Grund, das anzugeben, damit 
schießt man sich nur im Vorfeld ins Aus, weil die Hürde fürs Aussieben 
vor dem Bewerbungsgespräch viel höher ist als danach. Im 
Bewerbungsgespräch kannst du immerhin schon mal Vorteile rausstellen und 
fachliche Kompetenz beweisen. Wenn du vorher schon ausgesiebt wurdest, 
dann hast du die Chance gar nicht erst.
Integration heißt nicht duckmäuserisch unterwegs sein und schon im 
Vorfeld zu sagen, dass man trotz Hörberhinderung arbeiten kann. Du 
kannst arbeiten und hast eine Hörberhinderung. Natürlich gibt es einen 
Zusammenhang, aber den muss man nicht plakativ aufs Bewerbungsschreiben 
setzen.

Also würde ich
Kamran A. schrieb:
> Trotz meiner Schwerhörigkeit bin ich in der Lage, meinen Beruf
> vollschichtig und wettbewerbsfähig auszuüben.
das ersatzlos streichen.

Kamran A. schrieb:
> Ich habe bei jedem Klausur einen Nachteilausgleich beantragt, so dass
> ich beim schriftlichen Prüfung immer um 25% längere Zeit bekommen habe,
Habe ich persönlich im Abi und in der FH nicht mehr gemacht, obwohl ich 
die Möglichkeit auch gehabt hätte. Da ist aber jeder anders und wenn dir 
das Recht zusteht, dann ist es nicht falsch, es in Anspruch zu nehmen.

Fpgakuechle K. schrieb:
> Wer eine Hörhilfe trägt muss nicht Lippen
> lesen, wer Lippen lesen muss braucht keine Hörhilfe
Das stimmt nicht und kommt auf die Situation an. Solange es eine ruhige 
Umgebung ist, komme ich zurecht, ganz ohne Lippenlesen. Hörspiele etc. 
gehen auch. Aber wenn ich den Kontext nicht kenne, es viele Teilnehmer 
sind oder starke Störgeräusche, dann ist es wahnsinnig erleichternd, von 
den Lippen ablesen zu können - und sei es nur unterstützend. Es ginge 
vielleicht auch ohne - aber es ist deutlich anstrengender fürs Gehirn. 
Das, was die Ohren nicht leisten können, das versucht dann das Gehirn 
durch Nachdenken zu erschließen. Das funktioniert bis zu einem gewissen 
Grad, aber es ist anstrengend.

Fpgakuechle K. schrieb:
> Beidseitige Hörhilfe ist auch ungewöhnlich, zum Zuhören genügt ein Ohr,
> ein zweites bringt keinen wesentlichen Vorteil kostet aber fast das
> Doppelte.
Doch, bringt es. Du kannst dann wieder (zumindest grob) Richtungshören, 
nimmst die Welt in Stereo wahr. Und du hast ein Backup, falls ein 
Hörgerät z.B. gerade durch Windgeräusche am Mikrofon blockiert wird. 
Kein Witz, wenn der Kopf ungünstig im Wind steht, dann kann der Wind 
sehr laut sein. Natürlich kann man den Kopf wegdrehen, aber dann hat man 
schon den halben Satz verpasst und muss wieder mal nachfragen.
Warum sollte man sich da freiwillig einschränken, wenn es nicht sein 
muss?

Fpgakuechle K. schrieb:
> Andere Möglichkeit wäre die eigene Behinderung als Erfahrung zu nutzen
> und in den Bereich elektronische Hörhilfen einzusteigen

Hari schrieb:
> Was
> besseres als jemanden zu haben der selbst betroffen ist kann denen doch
> nicht passieren,in dem Erfahrung aus erster Hand mit einfließt.

Lustige Anekdote: Von den zwei Absagen kam eine von einem der drei 
großen Hersteller von Cochlea-Implantaten. Die hatten es insgesamt nicht 
besonders eilig mit ihrer Antwort. Das war auch das einzige Mal, dass 
ich meine Cochlea-Implantate in einer Bewerbung erwähnt habe (die von 
eben diesem Hersteller waren).

Fpgakuechle K. schrieb:
> Telefon sollte bei Hörhilfe kein Problem sein.
Das kommt drauf an. Festnetztelefone mag ich nach wie vor nicht 
besonders. In Zeiten von Teams und VoIP sind die aber zum Glück so gut 
wie ausgestorben und spätestens seit Smartphones, Teams etc. gibt es 
fast überall die Möglichkeit, spezielles Zubehör anzuschließen. Oder 
gleich Untertitel, damit klappt es dann auch mit dem indischen 
IT-Support, der (gefühlt) eine Kartoffel als Mikrofon benutzt.

Ein Unbekannter schrieb:
> Ich denke du solltest nehmen was du bekommst und es entsprechend
> natürlich auch bei der Bundeswehr probieren.

Könnte klappen, aber jede Art von aktivem Dienst kannst du mit GdB 90 
vergessen.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


Lesenswert?

Fpgakuechle K. schrieb:
> Das klingt wie ausgedacht. Wer eine Hörhilfe trägt muss nicht Lippen
> lesen, wer Lippen lesen muss braucht keine Hörhilfe. Fliessend sprechen
> ist kein Problem für Gehörlose, Verständlich Sprechen dagegen schon.
> Aber dann spricht man eben per "Schreiben auf den Computer-Monitor".
>
> Telefonieren mit Hörhilfe ist kein Problem
> (Induktionsverfahren/Bluetooth).
>
> Beidseitige Hörhilfe ist auch ungewöhnlich, zum Zuhören genügt ein Ohr,
> ein zweites bringt keinen wesentlichen Vorteil kostet aber fast das
> Doppelte.

@ Korbinian G.:

Sehr gut, dass Du hier Vieles richtig gestellt hast. Fpgakuechle hat 
schlicht und ergreifend keine Ahnung, wie eingeschränkt hochgradig 
Hörbehinderte sind. Ihnen sieht man ihre Einschränkung eben nicht an wie 
z.B. einem Gehbehinderten oder Blinden.

Kamran A. schrieb:
> Ich erkläre mal ein Besipiel wie ich höre.
> Wenn man mir ein Wort, also ohne das Mundbild ablesen,
> zum Beispiel "Baum" sagt.
>
> Dann höre ich nur die Vokale: au
>
> Den Rest muss ich selber rätseln, hat sie oder er gesagt:
> Maus?, Frau?; Laub?; Blau?; u.v.a
>
> Mit Mundbild ablesen geht besser.
> Ich kann nur die Vokale hören, also mit Hörgeräten.
> Ohne Hörgeräten höre ich gar nichts, kein einziger Ton.

A A I U A O IE E.

Häh? Eben! Vokale spielen beim Sprachverständnis die geringere Rolle. 
Jetzt mal den gleichen Satz mit Konsonanten und Ohne Vokale. Und voilà, 
er ist lesbar bzw. verständlich:

Ds knn ch gt nchvllzhn.

Leider blöd nur für Hörbehinderte, dass sie die Konsonanten kaum oder 
gar nicht hören. Insoweit unterstützt das Lippenlesen, weil der Mund je 
nach Konsonant ein typisches Bild abgibt.

Lothar M. schrieb:
> Ich werde den Thread mal im Auge behalten...

Hallo Lothar, Danke, dass Du den Thread nicht sofort geschlossen hast. 
Betr. Inklusion kann hier noch einiges ergänzt werden, zum Verständnis 
auch der Nichtbehinderten, siehe erläuternden Beitrag von Korbinian.

@ Korbinian: Einer Freundin - jetzt Mitte 50 - ist vor einer Woche ein 
CI eingesetzt worden, zunächst am linken Ohr. Natürlich muss die Wunde 
noch heilen, eine Erstanpassung soll in zwei Wochen vorgenommen werden. 
Sie war bisher Hörgeräte-Trägerin mit wenig Restgehör.

Es ist sehr spannend. Magst Du kurz über Deinen Fall berichten? Bist Du 
auch erst "spät" (im Erwachsenenalter) mit CI's versorgt worden? Hat es 
gegenüber Hörgeräten einen Gewinn gebracht? Sonstige interessante 
Erfahrungen, egal ob positiv oder negativ?

von Nils B. (nils_b532)


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Du solltest dir eine Branche suchen, die einfach händeringend nach 
Arbeitskräften sucht. Das ist im Moment z.B. die Photovoltaik-Branche. 
Du kannst mit deiner Berufsausbildung sofort einsteigen bei der 
Installation und Inbetriebnahme. Wenn du es schaffst, parallel noch 
deinen Meister zu machen, kannst du das auch eigenverantwortlich. Dann 
bist du ein gemachter Mann und musst dir nie mehr Sorgen um Arbeit 
machen.

Wärmepumpen sind der nächste "heiße Scheiß", und alles was mit der 
Verknüpfung von Solar, Wärmepumpen, Stromnetzen auf Haus- und Netzebene 
zu tun hat.

Sobald du irgendeinen Job in der Solarbranche hast, pflege deine Profile 
bei Linkedin und Xing, und wenn sich die Recuiter melden, bitte darum, 
statt Telefonat gleich einen Videocall zu machen.

Viel Erfolg!

von Mann Fred (Gast)


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Sehe ich ähnlich! Bei der derzeitigen Situation lohnt ein Wechsel und 
auch ein Neueinstieg sollte leicht machbar sein.

Ich habe durch einen Jobwechsel fast 10% mehr, bei weniger Arbeit (40h 
GLZ, statt Vertrauen = 45h).

von Ali K. (teddy50)


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Hallo Zusammen,

ich bin selber beidseitig, aber glücklicherweise leicht schwerhörig, 
sodass der Arbeitsalltag relativ normal durchführbar ist.
Es kommt hin und wieder vor, dass ich einiges akustisch nicht verstehe 
und daher frage ich nach. Bisher kam ich damit gut zurecht.
Die Kollegen waren bisher sehr verständnisvoll. Es kommt natürlich auf 
die Kollegen an, es gibt mit Sicherheit Arschlöcher.

Bei meinen Bewerbungen habe ich mit offenen Karten gespielt und meine 
Schwerhörigkeit und Behinderungsgrad angegeben.
Die Headhunter auf Xing und LinkedIn sahen meine Behinderung als kein 
Hindernis an.
Ich starte demnächst eine neue Stelle bei einem IGM Konzern an.

Meine Premise im Arbeitsleben ist außerdem, viel mehr zu machen und zu 
ständig zu lernen, um besser zu sein als die Kollegen, um irgendwo einen 
"Ausgleich" zu schaffen.
Das hat bei mir bisher sehr gut geklappt. Wenn man dann besser ist als 
die Kollegen, dann kann man ein zwei Gänge runterschalten.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (mrpeak)


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Ali K. schrieb:
> ich bin selber beidseitig, aber glücklicherweise leicht schwerhörig,
> sodass der Arbeitsalltag relativ normal durchführbar ist.

Ali K. schrieb:
> Die Kollegen waren bisher sehr verständnisvoll. Es kommt natürlich auf
> die Kollegen an, es gibt mit Sicherheit Arschlöcher.

Ali K. schrieb:
> Meine Premise im Arbeitsleben ist außerdem, viel mehr zu machen und zu
> ständig zu lernen, um besser zu sein als die Kollegen, um irgendwo einen
> "Ausgleich" zu schaffen.

Du bist nicht verpflichtet eine Behinderung irgendwie "auszugleichen". 
Das ist unmöglich, deswegen ist es ja eine Behinderung. Daher kann es 
von dir auch niemand verlangen oder erwarten. Sinn der ganzen 
Gleichstellungs- und Behindertenpolitik ist, Menschen so zu inkludieren 
wie sie sind, OHNE ihnen irgendwelche "Ersatzopfer" abzuverlangen. Dazu 
gilt die Vermutung, dass behinderte Menschen sich nicht auf ihrer 
Behinderung ausruhen. Es steht dir also frei "ranzuklotzen", wie es 
jeden Nichtbehinderten freisteht.

Beitrag #7522485 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Percy N. (vox_bovi)


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Korbinian G. schrieb:
> Lustige Anekdote: Von den zwei Absagen kam eine von einem der drei
> großen Hersteller von Cochlea-Implantaten. Die hatten es insgesamt nicht
> besonders eilig mit ihrer Antwort.

"Entscheidet sich der Arbeitgeber z. B. gegen einen schwerbehinderten 
Bewerber, hat der Arbeitgeber nach § 164 Abs. 1 Satz 9 SGB IX 
unverzüglich alle Beteiligten unter Angabe von Gründen über seine 
Entscheidung zu unterrichten. Die Unterrichtungspflicht besteht 
gegenüber dem betroffenen Bewerber, der Schwerbehindertenvertretung und 
dem Betriebs- bzw. Personalrat."

https://www.haufe.de/personal/haufe-personal-office-platin/bewerbungsverfahren-absage-einer-bewerbung-2-pflichten-des-arbeitgebers-und-rechte-schwerbehinderter-menschen_idesk_PI42323_HI3615125.html

von Christian M. (likeme)


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Kamran A. schrieb:
> Ich muss sagen, dass ich stark Hörgeschädigt bin. Ich trage auch
> beidseitig Hörgeräten und kann fliessend sprechen.

Der Staat oder sehr große Konzerne nimmt/nehmen gerne beeinträchtigte 
Personen.

von Ali K. (teddy50)


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Rainer Z. schrieb:
> Du bist nicht verpflichtet eine Behinderung irgendwie "auszugleichen".
> Das ist unmöglich, deswegen ist es ja eine Behinderung. Daher kann es
> von dir auch niemand verlangen oder erwarten.

Das verlangt niemand, richtig.
Aber dennoch ist es mein innerer Antrieb.

Edit: Mir fällt auf, dass es hier einen Minusverteiler gibt.
Hast du kein Leben oder was?

: Bearbeitet durch User
von Thomas H. (thomash2)


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Ali K. schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Du bist nicht verpflichtet eine Behinderung irgendwie "auszugleichen".
>> Das ist unmöglich, deswegen ist es ja eine Behinderung. Daher kann es
>> von dir auch niemand verlangen oder erwarten.
>
> Das verlangt niemand, richtig.
> Aber dennoch ist es mein innerer Antrieb.
>
> Edit: Mir fällt auf, dass es hier einen Minusverteiler gibt.
> Hast du kein Leben oder was?

Das Rating System von Mikrocontroller.net ist einfach sinnloser Mist.

Er ist ja eher nur schwerhörig, in einem Team wird das schwierig sein 
aber technisch auch für die Zukunft sehe ich da jetzt nicht unbedingt 
das Problem.
Wohne selber in einem Land dessen Sprache ich kaum spreche, meine Frau 
übersetzt und verhandelt.
Also falls möglich versuchen Familienmitglieder oder Freunde dafür zu 
gewinnen, dann könnte es sogar etwas werden mit einer Selbstständigkeit, 
vor allem hat man dadurch auch mehr Freiheiten (aber auch deutlich mehr 
Pflichten in Deutschland).

Wichtig:
- nicht aufgeben
- und sich klare Ziele im Leben setzen.

Die Leute die einen Steine in den Weg legen, ignorieren und weitergehen. 
Spinner die selber nichts können gibt's genug und die sieht man auch in 
der deutschen und europäischen Politik (die werfen den Elektronikern ja 
genau so Steine mit Sinnlos-Gesetzen in den Weg).

von Rahul D. (rahul)


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Thomas H. schrieb:
> Er ist ja eher nur schwerhörig, in einem Team wird das schwierig sein
> aber technisch auch für die Zukunft sehe ich da jetzt nicht unbedingt
> das Problem.
ja, sowas geht.
MS TEAMS hat inzwischen auch ein Speech-To-Text-Modul, das auch sehr 
amüsant sein kann.

> Wohne selber in einem Land dessen Sprache ich kaum spreche, meine Frau
> übersetzt und verhandelt.
Sachsen? SCNR

> Also falls möglich versuchen Familienmitglieder oder Freunde dafür zu
> gewinnen, dann könnte es sogar etwas werden mit einer Selbstständigkeit,
> vor allem hat man dadurch auch mehr Freiheiten (aber auch deutlich mehr
> Pflichten in Deutschland).
Freunde, die meinen, man sollte sein Hörgerät lauter drehen, braucht es 
nicht...
Und nicht zu jedem Anlass kann und möchte meine Frau mitkommen.
Dazu kommt dann noch, dass man sich noch behinderter vorkommt, wenn man 
(dauerhaft) auf die Hilfe anderer angewiesen ist; vorallem, wenn man das 
früher alles selber konnte.

> Wichtig:
> - nicht aufgeben
"Wer aufgibt, ist tot"...
> - und sich klare Ziele im Leben setzen.
Da wird es kompliziert.

> Die Leute die einen Steine in den Weg legen, ignorieren und weitergehen.
Sehr leicht gesagt. Wie geht man mit Arbeitskollegen um, auf die bzw. 
deren Arbeit man angewiesen ist?

Was mich als Ertaubender am meisten nervt:
- Leute, die den Mund nicht aufmachen, so dass man sie ihre Lippen 
absehen kann ("Nuschler").
- dass im medizinischen Sektor die Gebärdensprache (zu) wenig verbreitet 
ist.
- Leute komplett hilflos sind, wenn sie mit Gehörlosen "konfrontiert" 
sind.
I.d.R. sind Gehörlose ja nicht blöder als Hörende. Die können meistens 
auch lesen und schreiben...
- Kassendisplays, die Werbung statt des geforderten Betrags zeigen (oder 
irgendwo hinzeigen).

von Stefan F. (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> Das Rating System von Mikrocontroller.net ist einfach sinnloser Mist.

Es hält die Störenfriede beschäftigt, die nicht fachliches beizutragen 
haben.

von Ali K. (teddy50)


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Rahul D. schrieb:
> - dass im medizinischen Sektor die Gebärdensprache (zu) wenig verbreitet
> ist.
> - Leute komplett hilflos sind, wenn sie mit Gehörlosen "konfrontiert"
> sind.
> I.d.R. sind Gehörlose ja nicht blöder als Hörende. Die können meistens
> auch lesen und schreiben...

Die meisten sind doch eher über die deutsche Gebärdensprache oder 
generell die Existenz von Gehörlosen überrascht.
Manchmal habe ich den Eindruck, dass die meisten noch hinter dem Mond 
oder im Wald leben.

von Cyblord -. (cyblord)


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Rahul D. schrieb:
> Was mich als Ertaubender am meisten nervt:
> - Leute, die den Mund nicht aufmachen, so dass man sie ihre Lippen
> absehen kann ("Nuschler").
> - dass im medizinischen Sektor die Gebärdensprache (zu) wenig verbreitet
> ist.
> - Leute komplett hilflos sind, wenn sie mit Gehörlosen "konfrontiert"
> sind.
> I.d.R. sind Gehörlose ja nicht blöder als Hörende. Die können meistens
> auch lesen und schreiben...
> - Kassendisplays, die Werbung statt des geforderten Betrags zeigen (oder
> irgendwo hinzeigen).

Vielleicht mal die Eigenen Ansprüche überdenken?

von Herbert B. (Gast)


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Ali K. schrieb:
> Die meisten sind doch eher über die deutsche Gebärdensprache oder
> generell die Existenz von Gehörlosen überrascht.

Gibts bei dieser Zeichensprache nur eine Internationale oder gibt es 
auch Landesversionen?

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Herbert B. schrieb:
> Gibts bei dieser Zeichensprache nur eine Internationale oder gibt es
> auch Landesversionen?

Es gibt sogar regionale Akzente. :) Einigermaßen einheitlich ist nur das 
"Fingeralphabet". Das benutzen Gehörlose allerdings nur, wenn sie etwas 
buchstabieren möchten. Wenn überhaupt.

von Jörg K. (joergk)


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Cyblord -. schrieb:
> Rahul D. schrieb:
>> Was mich als Ertaubender am meisten nervt:
>> - Leute, die den Mund nicht aufmachen, so dass man sie ihre Lippen
>> absehen kann ("Nuschler").
>> - dass im medizinischen Sektor die Gebärdensprache (zu) wenig verbreitet
>> ist.
>> - Leute komplett hilflos sind, wenn sie mit Gehörlosen "konfrontiert"
>> sind.
>> I.d.R. sind Gehörlose ja nicht blöder als Hörende. Die können meistens
>> auch lesen und schreiben...
>> - Kassendisplays, die Werbung statt des geforderten Betrags zeigen (oder
>> irgendwo hinzeigen).
>
> Vielleicht mal die Eigenen Ansprüche überdenken?

Und da ist er wieder: Cyblord wie man ihn kennt. Ich wünsche Dir nur, 
daß Du niemals in die Situation kommst die Hilfe oder das Entgegenkommen 
Anderer zu benötigen - vielleicht erinnert man sich dann an Deine Posts 
und verhält sich ebenso...

Jörg

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Jörg K. schrieb:

> Und da ist er wieder: Cyblord wie man ihn kennt. Ich wünsche Dir nur,
> daß Du niemals in die Situation kommst die Hilfe oder das Entgegenkommen
> Anderer zu benötigen

Klingt als wünscht du es mir doch...

von Ali K. (teddy50)


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Herbert B. schrieb:
> Ali K. schrieb:
>> Die meisten sind doch eher über die deutsche Gebärdensprache oder
>> generell die Existenz von Gehörlosen überrascht.
>
> Gibts bei dieser Zeichensprache nur eine Internationale oder gibt es
> auch Landesversionen?

Es gibt Landesversionen.
Was ich aber aus meiner Abiturzeit mitbekommen habe ist, dass es geübte 
Gehörlose gibt, die neben ihrer Landsvariante auch die ASL (American 
Sign Language) können.
So können sich Gehörlose aus unterschiedlichen Ländern verständigen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Jörg K. schrieb:
> vielleicht erinnert man sich dann an Deine Posts
> und verhält sich ebenso...

Es ist doch so: Wenn ICH besondere Ansprüche habe, wegen einer 
Einschränkung, dann bin ich natürlich froh wenn andere darauf Rücksicht 
nehmen und ihr Verhalten anpassen. Derart Einfordern kann ich es 
gleichwohl nicht. Das ist unverschämt.

von Ali K. (teddy50)


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Cyblord -. schrieb:
> Jörg K. schrieb:
>> vielleicht erinnert man sich dann an Deine Posts
>> und verhält sich ebenso...
>
> Es ist doch so: Wenn ICH besondere Ansprüche habe, wegen einer
> Einschränkung, dann bin ich natürlich froh wenn andere darauf Rücksicht
> nehmen und ihr Verhalten anpassen. Derart Einfordern kann ich es
> gleichwohl nicht. Das ist unverschämt.

Da muss ich Cyblord zustimmen..
Man kann darauf hinweisen, dass man halt eingeschränkt ist, aber nicht 
direkt mit Forderungen kommen.
Das ist das gleiche wie, wenn jemand mit They/Them angesprochen werden 
will, weil er/sie/they/them anscheinend einen an der Waffel hat.

von Cyblord -. (cyblord)


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Ali K. schrieb:
> Das ist das gleiche wie, wenn jemand mit They/Them angesprochen werden
> will, weil er/sie/they/them anscheinend einen an der Waffel hat.

Völlig richtig. Jeder darf sich sehen als was er möchte. Aber man darf 
diese Wahnvorstellungen nicht von Anderen verlangen.

Ansonsten verlange ich Zukunft dass jeder meine Adjektive: 
Attraktiv/genial verwendet, wenn er von mir redet. Alles andere wäre 
toxisch, nein eher Gewalt durch Sprache.

: Bearbeitet durch User
von Rahul D. (rahul)


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Ali K. schrieb:
> Die meisten sind doch eher über die deutsche Gebärdensprache oder
> generell die Existenz von Gehörlosen überrascht.
> Manchmal habe ich den Eindruck, dass die meisten noch hinter dem Mond
> oder im Wald leben.

Man sieht es ihnen nicht an.

Herbert B. schrieb:
> Gibts bei dieser Zeichensprache nur eine Internationale oder gibt es
> auch Landesversionen?

Es gibt sogar Dialekte.
DGS und ASL unterscheiden sich.

von Rahul D. (rahul)


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Cyblord -. schrieb:
> Es ist doch so: Wenn ICH besondere Ansprüche habe, wegen einer
> Einschränkung, dann bin ich natürlich froh wenn andere darauf Rücksicht
> nehmen und ihr Verhalten anpassen. Derart Einfordern kann ich es
> gleichwohl nicht. Das ist unverschämt.

Fordere ich etwas ein?
Nee, mich nervt es nur.
Du gehörst vermutlich auch zu denjenigen, die Hrgeräteträger raten, das 
Gerät mal lauter zu stellen.
Es wird dann lauter. Nuscheln bleibt trotzdem unverständlich, und die 
"Mechanik" im Ohr leidet übermäßig.

Ali K. schrieb:
> Man kann darauf hinweisen, dass man halt eingeschränkt ist, aber nicht
> direkt mit Forderungen kommen.

Und wenn man seinem Gegenüber mitteilt, dass man nicht hören kann?
Viele sind dann aufgeschmissen und verfallen in Panik. Es gibt aber auch 
viele, die sich trauen, damit umzugehen.
Es sind die Ausnahmen, die nerven.

Cyblord -. schrieb:
> Ansonsten verlange ich Zukunft dass jeder meine Adjektive:
> Attraktiv/genial verwendet, wenn er von mir redet. Alles andere wäre
> toxisch, nein eher Gewalt durch Sprache.

Bzgl. "attraktiv" müsste ich von dir ein Bild sehen.
Und dann liegt das auch im Auge des Betrachterst.

Meine "Forderungen" wie Ihr sie nennt, sehe ich nicht als Forderung, 
dass das jetzt umgesetzt werden MUSS.
Mir (und vermutlich anderen Hörbeeinträchtigen) würden sie das Leben 
erleichtern. Ich komme auch so zu recht.

von Heinrich K. (minrich)


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Rahul D. schrieb:
> Ich komme auch so zu recht.

Dann ist ja alles gut und die Moderation kann den Jammerthread beenden.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Heinrich K. schrieb:
> Dann ist ja alles gut und die Moderation kann den Jammerthread beenden.

Du verstehst es nicht, oder? Wo und wie hat Rahul hier gejammert? Zeige 
es mir!

Mein Standpunkt ist sogar konsequenter: Ein Hörender, der sich nicht die 
Mühe gibt, deutlich und sichtbar zum Schwerhörigen oder Gehörlosen zu 
sprechen, damit dieser die Chance hat, vom Mund abzulesen, ist das 
eigentliche asoziale Schwein. Der Anspruch des Schwerhörigen und 
Gehörlosen auf diese mit nur minimalen Anstrengungen verbundene 
Rücksichtnahme ist recht und billig.

Dies gilt natürlich für andere behinderte Menschen auch. Ich denke, Du - 
Heinrich - wirst es noch lernen, wenn Du im Alter selber hilfebedürftig 
wirst.

von Heinrich K. (minrich)


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Der Jammerthread stammt aus dem Jahre 2016 und muss nicht alle paar 
Jahre mal aufgewärmt werden. Hier ist angeblich ein Elektronikforum.

von Rahul D. (rahul)


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Heinrich K. schrieb:
> Der Jammerthread stammt aus dem Jahre 2016 und muss nicht alle
> paar
> Jahre mal aufgewärmt werden. Hier ist angeblich ein Elektronikforum.

und das Unterforum "Ausbildung und Beruf".
Der Thread verfolgt vielleicht nicht mehr ganz dem originalen Thema, 
dass jemand einen Job sucht, aber das Thema "Umgang mit der Behinderung" 
wird weitergeführt.
Das Gejammere stammte vom Openposter.
Wo er eigentlich nur den Ist-Zustand aus seiner Sicht beschrieben hat.
Es ist definitiv nicht der einzige, der ausgrund seines Hörproblems 
Probleme bei der Jobsuche hatte.

Heinrich K. schrieb:
> Rahul D. schrieb:
>> Ich komme auch so zu recht.
>
> Dann ist ja alles gut und die Moderation kann den Jammerthread beenden.

Es gibt noch eine andere Möglichkeit:
Überlies ihn einfach. Wenn dich das Thema stört:
Guck dir was anderes an! Niemand wird gezwungen, sich an jedem Beitrag 
dieses Forums zu beteiligen.
Meininungsfreiheit kann auch bedeuten, dass man sie für sich behält, 
weil sie sowieso niemand anders interessiert.

Nächster Kritikpunkt an deiner Aussage:
Hast du zu bestimmen, ob ein Thread offen bleibt oder geschlossen wird?
Nicht? Also heul leise!

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> - Leute, die den Mund nicht aufmachen, so dass man sie ihre
> Lippen absehen kann ("Nuschler").

Oder Leute die glauben das Kameras grundsaetzlich "BOESE" sind
und in Teams-Meeting ihre Kamera nie einschalten.

> - Kassendisplays, die Werbung statt des geforderten Betrags
> zeigen (oder irgendwo hinzeigen).

Selbst als jemanden der hoeren kann KOTZT mich das so richtig
an. Ich hab deshalb sogar schon ein Laden gewechselt weil die
sich eine neue Kasse gekauft haben wo ein 6" Display dran war
das unten in 5mm Schriftgroesse den Betrag angezeigt hat
und 99% der Flaeche fuer Werbescheiss nutzen.

Vanye

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Vanye R. schrieb:
>> - Kassendisplays, die Werbung statt des geforderten Betrags
>> zeigen (oder irgendwo hinzeigen).

> Selbst als jemanden der hoeren kann KOTZT mich das so richtig
> an.

Kenne ich noch nicht, ist aber ein weiteres interessantes Beispiel für 
ein unnötig geschaffenes Problem für Hörbehinderte.

Rahul D. schrieb:
> Das Gejammere stammte vom Openposter.
> Wo er eigentlich nur den Ist-Zustand aus seiner Sicht beschrieben hat.

Halte ich auch nicht für Gejammer, seine Probleme waren sicher real. Ich 
weiß, dass Arbeitgeber von Unternehmen, welche regelmäßig über 20 
Arbeitnehmer beschäftigen und deshalb zur Beschäftigung von behinderten 
Menschen verpflichtet sind, sehr häufig stattdessen eine 
Ausgleichsabgabe zahlen.

von Rahul D. (rahul)


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Rainer Z. schrieb:
> Halte ich auch nicht für Gejammer, seine Probleme waren sicher real.

Da habe ich die Anführungszeichen vergessen, um mich auf den 
Troll-Beitrag zu beziehen.

von Heinrich K. (minrich)


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Heul doch selbst leise, Idiot!

von Rahul D. (rahul)


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Heinrich K. schrieb:
> Heul doch selbst leise, Idiot!

Ja, ich habe schon Tränen in den Augen... Vom Lachen über geiwsse Leute.

von Heinrich K. (minrich)


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Rahul D. schrieb:
> geiwsse

Ich auch 😆😆😆😅

von Ali K. (teddy50)


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Heinrich K. schrieb:
> Rahul D. schrieb:
>> geiwsse
>
> Ich auch 😆😆😆😅

Meine Fresse, über sowas lachst du?
Bist du 5?

von Heinrich K. (minrich)


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🤣😅😆😄🤣

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