Hallo zusammen, folgender Aufbau: Zwei gleich große Ladungen unterschliedlichen Vorzeichens befinden sich in einem gewissen Abstand zueinander in einem Bezugssystem. Wie bekannt erzeugen beide Ladungen ein elektrisches Quellenfeld. 1. Wenn ich jetzt beide Ladungen gleichförmig bewege relativ zu dem Bezugssystem, wie verhält es sich dann für einen Beobachter, der sich mit den Ladungen bewegt und einen ruhenden Beobachter? Für den sich mitbewegenden Beobachter herrschen elektrostatische Verhältniss. Für den in Ruhe befindlichen Beobachter auch? Ich meine, "sieht" er nur ein statisches elektrisches Quellenfeld, das bewegt wird? 2. Wie sind die Verhältnisse für beide Beobachter, wenn wie unter 1. die beiden Ladungen sich mit konstanter Beschleunigung bewegen? 3. Was sehen beide Beobachter, wenn sich nur eine Ladunge gleichförmig bzw. beschleunigt bewegt? Gruß
Der Betrachter im anderen Bezugssystem sieht eine Mischung von elektrischem und magnetischen Feld, weil sich bewegende Ladungen ja ein Magnetfeld hervorrufen. Die Frage ist gut. Die genaue Antwort bedingt aber ein Studium in Physik. Ab sechstem Semester.
Danke, richtig, es entsteht natürlich noch ein Magnetfeld. Aber das wollte ich erst einmal unberücksichtigt lassen. Mich interessiert, wie elektrische Felder aussehen und berechnet werden, wenn sich die Ladungen gleichförmig oder beschleunigt bewegen. Würdest Du Punkt 1. zustimmen? Gruß
In ähnlicher Form steht dieses Problem schon in meinem Physikbuch: Die Lorenzkraft F auf eine im Magnetfeld B mit der Geschwindigkeit v gleichförmig bewegte Ladung Q ist: F= Q*(v X B) F,v,B sind Vektoren, (v X B) ist Vektorprodukt. Bewegt sich der Beobachter mit Q mit, wird die Ladung Q natürlich ebenso abgelenkt, und zwar senkrecht zur Geschwindigkeitsrichtung: Das kann der Beobachter nur durch das Vorhandensein eines elektrostatischen Feldvektors E erklären. --- Generell gilt: Wird irgendeine eine Ladung beschleunigt bewegt, findet zwingend eine Energieumsetzung statt, es wird eine elektromagnetische Welle "erzeugt". Was oben unter 1. steht, stimmt: Ruhen beide Ladungen und der Beobachter, verhält sich alles elektrostatisch. Bewegt sich eine der drei Parteien gleichförmig von den beiden anderen weg, erkläre ich mir das so (auch wenn das unzutreffend ist): Fährt auf einem Gewässer ein Schiff vorbei, drängt es zuerst das Wasser weg, hat es passiert, fliesst das Wasser wieder zusammen. Abgesehen von der Wasserreibung und der kinetischen Energie der verdrängten und wieder zusammenstrebenden Wasserteilchen (die wiederum mittels Reibung umgewandelt wird) wird keine Energie benötigt, wie es auch bei gleichförmig bewegten Ladungen ist (?).
> Die genaue Antwort bedingt aber ein Studium in > Physik. > Ab sechstem Semester. Daher kriegen das die meisten Kandidaten auch nie mit ;-) Auch wegen sowas hatte ich dann Physik gar nicht erst in Erwägung gezogen ...
Mit etwas Vectorrechnen lassen sich die Bezugssyteme in einader übertragen, die Relativbewegungen sind ja gegeben. Von da an kannst du jedes Problem auf herkömliche Weise betrachten. Es wird auf Feldlinenverdichtung/ausdünnung hinauslaufen. Je nach Bezugsystem werden diese dabei auch verschieden gebogen, so dass über Lorentz auch Maxwell an Fahrt aufnimmt. Also das was uns ständig umgibt. Namaste
Nachtrag: Der Herr Doppler nicht zu vergessen kommt dann eben auch noch ins Spiel. Er war eigentlich der Erste an den ich vorhin dachte. Namaste
Man könnte das jetzt ausrechnen, aber es ist halt ein relativ großer Aufwand. Wenn du das wissen willst, musst du es schon selber tun. Zumindest bei 1 und 3 hilft dir wahrscheinlich der Begriff des Dipolmoments.
Hallo zusammen, durch Influenz kann ich Ströme in einem elektrischn neutralen aber leitfähigen Körper hervorrufen, indem ich einen elektrisch geladenen Körper um diesen elektrisch neutralen leitfähigen Körper herumbewege. Wieso ist es nicht möglich, durch diesen Effekt eine Induktion hervorzurufen? Wenn ich einen konstanten elektrischen Strom durch einen Draht fließen lasse und daneben einen zweiten Draht platziert habe, könnten die Ladungen im stromlosen Draht dann nicht von den sich bewegenden elektrischen Felder ebenfalls bewegt werden? Gruß
Stefan, Du hast jetzt schon so viele Fragen zu magnetischen und elektrischen Feldern und deren Wirkungen gestellt, die meist theoretischer Natur waren - bist Du nicht der Meinung, dass Du in einem der Physikforen besser aufgehoben wären als hier in einem Forum, welches sich eher mit ganz praktischen Dingen aus dem Bereich Microcontroller etc. beschäftigt?
Wolfgang R. schrieb: > Stefan, Du hast jetzt schon so viele Fragen zu magnetischen und > elektrischen Feldern und deren Wirkungen gestellt, die meist > theoretischer Natur waren - bist Du nicht der Meinung, dass Du in einem > der Physikforen besser aufgehoben wären als hier in einem Forum, welches > sich eher mit ganz praktischen Dingen aus dem Bereich Microcontroller > etc. beschäftigt? Hi, kannst Du mir ein Forum empfehlen? Dieses Forum ist noch am kompetentesten. In den meisten Physikforen interessiert sich keiner für Frage, die außerhalb der Mainstream-Lehrbücher liegen oder um der Sache selbst willen tiefer gehen. Folglich werden diese Fragen dann auch nicht beantwortet von diesen "Bloß-nicht-mehr-als-gefordert"-Schwachköppen. Gruß
Leider nein, theoretische Physik ist nicht mein Fachgebiet - deswegen bin ich ja hier... ;-) Ich kann Deine Fragen leider nicht beantworten, dazu fehlt mir das Wissen. Ich hätte gedacht, in einem Fachforum wäre das eher möglich.
@Stefan Die Spannungen welche durch Influenz erzeugst sind zwar recht hoch, nicht jedoch die Ströme, welche du durch mechanisches bewegen der Ladung erzeugst. Vermutlich würde deine Influenzmaschine noch nicht einmal eine winzige Lampe zum leuchten bringen. Auch die durch die Bewegung der Ladung in ein Magnetfeld umgesetzte Leistung ist einfach so gering, als dass es zu einer auswertbaren Induktion kommt. Namaste
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