Hallo, Low-Drop-Regler sind doch dazu geeignet, um möglichst kleine Leistungsverluste zu haben. Das setzt dann voraus, dass die Eingangsspannung bestenfalls um die Drop-Spannung des Reglers erhöht ist. Wie bekomme ich dann aber z.B. für einen Low-Drop-Regler mit 0,5 V und einem Output von 5 V eine entsprechende Eingangsspannung von 5,5 V. Der nächste passende Trafo wäre eine 6 V Ausführung. Ein nachgeschaltener Spannungsteiler erzeugt doch wieder Verluste? Bitte klärt mich auf.
Na ein Trafo mit 6Volt bringt ja auch keine 6Volt DC Spannung für den Regler. Angaben am Trafo sind in Ueff, was aber nach der Siebung mit Elko und Diode(n) nichts mehr mit 6Volt zu tun hat. Rechne doch mal nach. Grüße Bernhard
Buntspecht schrieb: > Wie bekomme ich dann aber z.B. für einen Low-Drop-Regler mit 0,5 V > und einem Output von 5 V eine entsprechende Eingangsspannung von 5,5 V. > Der nächste passende Trafo wäre eine 6 V Ausführung. Ein > nachgeschaltener Spannungsteiler erzeugt doch wieder Verluste? Bitte > klärt mich auf. Es 6V Trafo erzeugt nach der Gleichrichtung und Glättung viel mehr als 6V. Wenn es dir um wenig Verluste geht, dann nimmt man ein Schaltregler.
Buntspecht schrieb: > Bitte > klärt mich auf. LDOs machen nur Sinn, wenn die Eingangsspannung bereits vorgegeben ist und du diese verringern musst. Wenn du zum Beispiel feste 6V hast, du aber 5V brauchst, nimmst du einen LDO. Wenn die Eingangsspannung noch nicht feststeht, kann man je nach Strom bzw. erwünschter Verlustleistung einen normalen Linearregler oder Schaltregler verwenden.
Ein LDO ist erstmal dafür gemacht auch mit Eingangsspannungen die nur wenig über der Vout liegen arbeiten zu können. Wenn du 6V hast arbeitet er genauso wie mit 5.5V nur dass eben anstatt 0.5V eben 1V am Regler verbraten werden und er damit auch mehr Verlustleistung erzeugt und damit auch wärmer wird. Die Einzige Möglichkeit die Verluste so gering wie möglich zu halten ist hier ein Step-Down (also Schaltregler)
Timmo H. schrieb: > Ein LDO ist erstmal dafür gemacht auch mit Eingangsspannungen die nur > wenig über der Vout liegen arbeiten zu können. Kennt Ihr Anwendungsbeispiele wo dies der Fall ist?
Buntspecht schrieb: > Kennt Ihr Anwendungsbeispiele wo dies der Fall ist? wenn man z.b. eine Kondensator möglichst weit ausnutzen will. Dann bleibt die Ausgangspannung etwas länger kontant. (Klar geht das auch noch besser mit einen Schaltregler)
Buntspecht schrieb: > Timmo H. schrieb: > Ein LDO ist erstmal dafür gemacht auch mit Eingangsspannungen die nur > wenig über der Vout liegen arbeiten zu können. > > Kennt Ihr Anwendungsbeispiele wo dies der Fall ist? 3.3V aus 5V regeln. Ginge mit einen 7803.3 nicht. Aber für 5V braucht man beim 7805 einen 9V Trafo. Mit einen low drop Regler und Schottky-Gleichrichterdioden tut es auch ein 6V Trafo. http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9
Buntspecht schrieb: > Low-Drop-Regler sind doch dazu geeignet, um möglichst kleine > Leistungsverluste zu haben. Das setzt dann voraus, dass die > Eingangsspannung bestenfalls um die Drop-Spannung des Reglers erhöht > ist. Nein. Die Eingangsspannung muß mindestens um den Wert der Dropspannung höher sein als die gewünschte Ausgangsspannung. > Wie bekomme ich dann aber z.B. für einen Low-Drop-Regler mit 0,5 V > und einem Output von 5 V eine entsprechende Eingangsspannung von 5,5 V. Gar nicht. Zweck eines Spannungsreglers ist es, aus einer ungeregelten Eingangs- spannung eine geregelte Ausgangsspanung zu machen. Entsprechend witzlos ist es, ihm eine bereits geregelte Eingangsspannung zur Verfügung zu stellen. > Der nächste passende Trafo wäre eine 6 V Ausführung. Ein 6V Trafo macht aber keine 6V Gleichspannung. Die Spannung nach der Gleichrichtung schwankt mit der Belastung, mit dem Wert der Netzspannung und natürlich ist auch ein 100Hz Ripple darauf. All das soll der Spannungsregler ausregeln. Dein (hypothetischer) LDO für 5V bräuchte dafür mindestens 5.5V und zwar inclusive aller Abweichungen der Rohspannung nach unten. Der Normalwert der Rohspannung wäre aber wohl höher. Rechnen wir einfach mal: Der 6V-Trafo bringt die 6V Wechselspannung (Effektivwert!) bei Nennlast. Bei einem Brückengleichrichter haben wir 2x 0.7V Verlust an den Dioden. Wir kriegen also eine pulsierende Gleichspannung von 6V * sqrt(2) - 1.4V ~= 7V Spitzenspannung. Wenn wir nach dem Sieb-Elko einen Ripple von 0.5Vpp zulassen, bricht die Spannung im 100Hz-Rhythmus bis auf 6.5V ein. Bei minimaler Netzspannung (-15%) sind es noch 6V Spitzenspannung und Ripple bis 5.5V. Voila - der LDO reicht gerade mal aus, um aus dem 6V Trafo unter allen Umständen noch 5V zu machen. Beim Nennwert der Netzspannung kriegt er ca. 6.75V (Mittelwert). Bei Netzüberspannung entsprechend noch mehr. Ein nicht-LDO würde um die 3V Dropspannung brauchen. Entsprechend müßte auch der Normalwert der Rohspannung höher sein. Der 6V-Trafo würde dann schon nicht mehr reichen. Luca E. schrieb: > LDOs machen nur Sinn, wenn die Eingangsspannung bereits vorgegeben ist > und du diese verringern musst. Blödsinn.
Axel S. schrieb: > Zweck eines Spannungsreglers ist es, aus einer ungeregelten Eingangs- > spannung eine geregelte Ausgangsspanung zu machen. Entsprechend > witzlos ist es, ihm eine bereits geregelte Eingangsspannung zur > Verfügung zu stellen. Das stimmt nicht so ganz. Wenn man geregelt 12 V hat, für einen Mikrocontroller aber geregelte 5 V brauch benutzt man dazu auch einen Spannungsregler. Es setzt also nicht nur eine ungeregelte Eingangsspannung voraus ;) Axel S. schrieb: > Der 6V-Trafo bringt die 6V Wechselspannung (Effektivwert!) bei Nennlast. > Bei einem Brückengleichrichter haben wir 2x 0.7V Verlust an den Dioden. > Wir kriegen also eine pulsierende Gleichspannung von > > 6V * sqrt(2) - 1.4V ~= 7V Ist aber ein schlechter Brückengleichrichter, wenn der 1.4 V Drop hat. Die "üblichen" Brückengleichrichter (z.B. B500C1500, B80C800 usw.) haben beim Nennstrom üblicher Weise so um die 1.1 V Drop. Aber OK, ist ja ne WorstCase-Betrachtung. Da würde ich auch mit 1.4 V rechen ;). Axel S. schrieb: > Luca E. schrieb: >> LDOs machen nur Sinn, wenn die Eingangsspannung bereits vorgegeben ist >> und du diese verringern musst. > > Blödsinn. Hier muss du etwas weiter denken. Dann sieht man sehr schnell, dass Luca da schon recht hat. Man liest hier im Forum öfters, dass jemand einen guten LDO sucht...und am Ende kommt raus dass da ein Drop von mehrere Volt vorhanden ist. Da krampfhaft nach einem LDO zu suchen macht keinen Sinn und vor diesem Hintergrund meinte das Luca sicher.
M. K. schrieb: > Ist aber ein schlechter Brückengleichrichter, wenn der 1.4 V Drop hat. > Die "üblichen" Brückengleichrichter (z.B. B500C1500, B80C800 usw.) haben > beim Nennstrom üblicher Weise so um die 1.1 V Drop. Pro Diode. http://www.google.de/url?sa=t&source=web&cd=8&rct=j&q=b80c3700&ved=0ahUKEwjL1JDVvtvMAhXFvxQKHX8rDzYQFgg0MAc&url=http%3A%2F%2Fwww.kjit.bme.hu%2Fimages%2Fstories%2Ftargyak%2Felektrobsc1%2Fb250c3700.pdf&usg=AFQjCNGKY6mRfi8HoXGHUyCjwDfUexLavA
M. K. schrieb: > Die "üblichen" Brückengleichrichter (z.B. B500C1500, B80C800 usw.) haben > beim Nennstrom üblicher Weise so um die 1.1 V Drop. Wenn einem der daraus resultierende Spannungsabfall von insgesamt 2.2V zu viel ist, kann man statt des "üblichen" Brückengleichrichters einen aktiven Gleichrichter draus machen und den Spannungsabfall mit vier dazu parallelen FETs auf unter 100mV drücken.
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