Unbekannter Transformator: Anzahl Wicklungen?

OP #4582340
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Hallo,

ich versuche gerade eine Schaltung zu reparieren. Dort ist ein 
Transformator verbaut, der durch einen Kurzschluss schwarz und hässlich 
(siehe Bilder) geworden ist. Ich habe ihn kurzerhand ausgelötet um ihn 
genauer in Augenschein zu nehmen. Bei der ersten Analyse ohne Auslöten 
kam ich nicht weit.
Der Trafo hat leider keinerlei Typen- oder Herstellerbezeichnung. Auf 
der Primärseite war er an 230V angeschlossen, das ist auch die Seite, 
die verkokelt ist. Mit meinem Multimeter ist dort an der Spule auch kein 
Durchgang mehr messbar. an der Sekundärseite habe ich 2,8 Ohm.

Kann mir jemand verraten, in welchem Verhältnis die zwei Wicklungen 
stehen, oder wie ich das messen kann?
Gast #4582349
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Bist Du sicher dass das ein Trafo ist ?
Du meinst das auf dem 3. Bild ausgelötete Bauteil LF1 ?



Für mich sieht das eher wie eine Drossel zur passiven PFC aus ?

Geht L+N von der Zuleitung in diesen"Trafo", dann weiter zum 
Gleichrichter ?
Gast #4582360
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Sieht für mich nach einem Filter aus. Diese Dinger brennen aber nicht 
einfach so durch. Bestimmt war auch die Sicherung F1 defekt, hab ich 
Recht?

Und wenn der Filter stattdessen einen Wicklungsschluss hat, wird das 
Netzteil trotzdem noch arbeiten. Aber auch das passiert nicht einfach 
so.

Mit sehr hoher warscheinlichkeit ist das Netzteil noch woanders defekt. 
Wenn du nun einfach nur diese Spule auswechselst, wird sie sofort wieder 
kaputt gehen.
Gast #4582362
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Das schwarze knusprige Ding wird dem Bestückungsdruck nach eine 
stromkompensierte Drossel sein.
Zumindest sieht die komplette Peripherie um "LF1" nach dem 
Eingangsfilter eines primärgetakteten Schaltnetzteils aus...
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #4582364
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Das ist kein Transformator, sondern eine stromkompensierte Drossel in 
einem Netzfilter. Der eigentliche Transformator ist Bestandteil eines 
Schaltreglers, der hinter dem Netzfilter angesiedelt ist.

Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich gering, dass nur die Drossel 
ausgefallen sein sollte. Vermutlich hat es eine oder mehrere Dioden des 
diskret aufgebauten primärseitigen Gleichrichters dahingerafft, was sich 
noch leicht reparieren ließe.
Gast #4582383
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Ersatz kann man schlecht empfehlen, ohne den Typ oder die Daten dieser 
Drossel vorliegen zu haben.

Bleiben also nur diese Möglichkeiten:

a) Durch irgendeine Drossel ersetzen, die in die Löcher passt.

b) Durch Drahtbrücken ersetzen - könnte allerdings deine Nachbarn 
verägern, wenn die danach plötzlich keinen Radioempfange mehr haben oder 
das WLAN ausfällt.

Zum Ausprobieren, ob sonst noch was kaputt ist, würde ich es trotzdem 
erstmal mit Drahtbrücken versuchen.
#4582420
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Florian S. schrieb:
> der durch einen Kurzschluss schwarz und hässlich
> (siehe Bilder) geworden ist

Das bezweifle ich.
Die Drossel wird schon immer so ausgesehen haben, und die erforderlichen 
Verbindungen zwischen Eingangs- und Ausgangsseiten bestehen wohl noch, 
so dass sich auch der probeweise Ersatz durch Brücken erübrigt.
Außerdem könnte man das mit einem simplen Ohmmeter feststellen.


Wenn du keine Ahnung von diesen Dingen hast, solltest du die Finger 
davon lassen, sonst landest du evtl. noch vor mir in der Kiste.

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