Hallo,
ich habe einen Laptop (mit Fedora) mit dem ich mich von unterwegs in ein
(Open)VPN einwählen kann. Geht soweit alles sehr gut und problemlos.
Nur habe ich das Problem daß keine eingehenden Verbindungen
funktionieren (auch nicht mit Firewall aus). Nach etwas Suchen habe ich
festgestellt daß ich den/die nötigen Ports weiterleiten muß. Also zB
5900 für VNC.
Kann ich das selber als VPN-Client irgendwie einstellen, oder müßte das
der Server machen bei dem ich mich einwähle? Auf den habe ich nämlich
keinen Zugriff.
FedoraUser schrieb:> Kann ich das selber als VPN-Client irgendwie einstellen, oder müßte das> der Server machen bei dem ich mich einwähle? Auf den habe ich nämlich> keinen Zugriff.
Wenn überhaupt, muss es am Server gemacht werden. Im Client hast du
keine Möglichkeit.
FedoraUser schrieb:> Nur habe ich das Problem daß keine eingehenden Verbindungen> funktionieren (auch nicht mit Firewall aus).
Was meinst Du mit "eingehenden Verbindungen" genau?
Wo gehen die ein? Auf Deinem Client oder auf dem OpenVPN-Server? Oder
auf einem Rechner hinter dem OpenVPN-Server?
Wo kommen die Verbindungen her? Von dem OpenVPN-Server oder dem Netz
dahinter? Oder aus dem Internet? Oder sonstwo her?
Gerd E. schrieb:> FedoraUser schrieb:>> Nur habe ich das Problem daß keine eingehenden Verbindungen>> funktionieren (auch nicht mit Firewall aus).>> Was meinst Du mit "eingehenden Verbindungen" genau?>> Wo gehen die ein? Auf Deinem Client oder auf dem OpenVPN-Server? Oder> auf einem Rechner hinter dem OpenVPN-Server?>> Wo kommen die Verbindungen her? Von dem OpenVPN-Server oder dem Netz> dahinter? Oder aus dem Internet? Oder sonstwo her?
Naja, rein halt. Also von irgendjemand irgendwo auf der Welt an meinen
Laptop im VPN. VNC zum Beispiel: Bob -> Internet -> VPN -> Ich
Der Rechner bei dir (das "ich" in deiner Verbindung), an dem die VPN
endet, wird in irgendeinem Netz hängen. Und da wärs nützlich wenn du
mehr drüber verrätst. DSL, Kabel, IPv4, IPv6, Router-Typ, ...
Vorausgesetzt natürlich, der steht zu dem Zeitpunkt bei dir zu Hause.
Wenn du erreichen willst, dass dein Laptop in Hintertupfingen auf der
Wiese von aussen erreichbar sein soll, dann wird alles jenseits
Teamviewer&Co etwas kompliziert.
FedoraUser schrieb:> Bob -> Internet -> VPN -> Ich
Ok, Du hast da also kein VPN um Dich in irgendein Firmennetz oder
ähnliches einzuwählen, sondern nutzt das VPN als irgenwie verbesserten
Internetzugang.
Wie sieht es bei Deinem VPN nun genau mit den IPs aus?
Hast Du die offizielle IP, die von Bob angesprochen wird, auf dem
virtuellen VPN-Netzwerkinterface auf Deinem PC? Oder hast Du dort nur
eine lokale?
Bau mal Dein VPN auf und mach dann ein
ip addr show
Was kommt da raus? Taucht da die von Bob angesprochene IP auf oder
nicht?
A. K. schrieb:> Der Rechner bei dir (das "ich" in deiner Verbindung), an dem die VPN> endet, wird in irgendeinem Netz hängen. Und da wärs nützlich wenn du> mehr drüber verrätst. DSL, Kabel, IPv4, IPv6, Router-Typ, ...
Welches Netz das jeweils ist weiß ich ja nicht immer. Ich kann den
unterwegs irgendwo anstöpseln, oder ein öffentliches WLAN nutzen.
Deswegen ja VPN, damit mein Traffic nicht unverschlüsselt bei Hinz+Kunz
durch das Netz geht.
Gerd E. schrieb:> Hast Du die offizielle IP, die von Bob angesprochen wird, auf dem> virtuellen VPN-Netzwerkinterface auf Deinem PC? Oder hast Du dort nur> eine lokale?>> Bau mal Dein VPN auf und mach dann ein>> ip addr show>> Was kommt da raus? Taucht da die von Bob angesprochene IP auf oder> nicht?
3 Interfaces: Localhost (127.0.), meine IP im LAN (10.0.), und ein tun0
mit einer privaten IP (10.211.).
Die öffentliche IP kommt nirgens vor.
FedoraUser schrieb:>> Was kommt da raus? Taucht da die von Bob angesprochene IP auf oder>> nicht?> 3 Interfaces: Localhost (127.0.), meine IP im LAN (10.0.), und ein tun0> mit einer privaten IP (10.211.).> Die öffentliche IP kommt nirgens vor.
Tja, so kannst Du Deinen Rechner nicht direkt von außen erreichen.
Du müsstest den VPN-Server dazu bringen, bestimmte Ports von der
öffentlichen IP an die IP Deines tun0-Interfaces weiterzuleiten.
Das ist nix was Du auf Deinem eigenen PC machen kannst, das muss der
VPN-Server machen. Wenn ich Dich richtig verstehe ist das ein
Dienstleister, wenn der das anbietet hat der vermutlich nen Webinterface
für sowas. Ansonsten dort den Support fragen.
FedoraUser schrieb:> Welches Netz das jeweils ist weiß ich ja nicht immer. Ich kann den> unterwegs irgendwo anstöpseln, oder ein öffentliches WLAN nutzen.
In diesem Fall ist es technisch nicht möglich, eine direkte
Netzwerkverbindung von anderer Stelle aus zu deinen Laptop aufzubauen.
Es ist nur möglich, vom Laptop aus eine Verbindung aufzubauen, aber
nicht andersrum.
Um deinen Laptop dennoch erreichen zu können muss ein Dritter
zwischengeschaltet werden, der von beiden Seiten aus ansprechbar ist und
dann die Kommunikation vermittelt ( Bob --> Server <-- Du ).
Wenn es dir darum geht, jemanden mit VNC auf den Desktop vom Laptop zu
lassen, dann schau dir mal Teamviewer an. Das ist genau so ein Dritter,
für Desktop-Übernahme.
Ein VPN ist keine Portweiterleitung. Um von einem externen Gerät ein VPN
zu einem lokalen Netz zu errichten, beötigst du einen VPN-Server, den
"Endpunkt" gewissermaßen.
Dieser Endpunkt kann eine Software im Router sein (z.B. Fritzbox oder
Draytek Vigor o.a.), dann benötigst du keine speziell eingerichtete
Weiterleitung, das regelt der Router selbst.
Der VPN-Server/Endpunkt kann aber auch ein Gerät im inneren des LAN
sein, z.B. ein PC mit entsprechender Software oder ein NAS (z.B. QNAP
und Synology können das). DANN benötigst du zunächst eine Weiterelitung
vom Router auf dieses Gerät mit den entsprechenden Ports (z.B. TCP/UDP
1723 und GRE für PPTP).
Steht die VPN-Verbindung erstmal, befindest du dich in der selben
Situation, als wärest du Bestandteil des lokalen Netzes, ein VPN ist
(bis auf Ausnahmen, z.B. Multicast) üblicherweise transparent.
Bleibt noch die Schwierigkeit, die externe IP des Routers
herauszufinden, falls diese keine feste IP ist. Dazu bietet AVM
(Fritzbox) z.B. den kostenlosen Dienst "myfritz.net" oder du musst
andere Anbieter zuhilfe nehmen, wie z.B. dyndns o.ä.