Gast
#4590071
Hallo Forum, Ich bin ein sehr ambitionierter Bastler rund um Tontechnik für den Eigenbedarf meines Heimstudios. Als gelernter Metaller bin ich natürlich kein Elektroniker wie Ihr und habe mir während dem Bau meiner Geräte viel Wissen anlesen müssen um die Projekte erfolgreich abschließen zu können. So konnte ich bereits einige schöne Geräte fertiggestellen - Darunter z.B zwei Audiokompressoren und einen Mastering-Equalizer. Es gibt aber auch Dinge bei denen ich wegen fehlender Grundlagen und Verständnisproblemen im Dunkeln tappe und ich nicht mehr weiter weiß: Situation: Der Bau meines Röhrenverstärkers mit 2 ECC86 ist fast abgeschlossen, das Ergebnis kann sich hören lassen. Die Schaltung wurde auf Basis einer erprobten Variante im Netz von mir verdrahtet und arbeitet einwandfrei. Die Haupt-Spannungsversorgung erfolgt zunächst über ein Steckernetzteil mit +12Volt, 1A. Im Inneren des Röhrenverstärkers wird diese Versorgung an zwei von mir getrennt aufgebaute Schaltungen - die für die Spannungsversorgung a)Röhren-Heizung (+6V) sowie b)Bereitstellung der Röhren-Anodenspannung (+9V) zuständig sind - weitergeleitet. Diese Schaltungen bestehen aus klassischen Festspannungsreglern und Kondensatoren wie im Datenblatt empfohlen. Das Audio-Signal wird nun am Ende der Röhren-Schaltung an eine sogenannte "Pegelanpass-Stufe" - die gleichermaßen über eine justierbare Verstärkung bis zu +20dB verfügt - weitergeleitet. Diese zusätzliche Schaltung war notwendig da die Ausgangsleistung der Röhrenschaltung zu gering war. Daraufhin habe ich von einem sehr erfahrenen Elektronik-Menschen welcher exklusive Hifi-Geräte baut diese "Pegelanpass-Stufe" als fertiges Produkt (Platine fertig aufgebaut) erworben. => Auf dieser Schaltung werkelt der OpAmp NE5332p Die Spannungsversorgung von +6V - so teilte er mit - muss zwingend über eine separate Quelle erfolgen da sonst Störungen zu erwarten sind. Besser währe eine symmetrische Versorgung, oder aus den 6V "Pseudo-12V" machen. (Ich weiß was er meint => Virtuelle Masse usw.) Fakt ist, es klappt vorzüglich mit einem weiteren eigenen 6V Netzteil (unsymmetrisch). Alles arbeitet Einwandfrei! Problem, und das stört mich gewaltig: "Zwei Stecker-Netzteile" um ein Audio-Gerät zu versorgen. Das ist doch Banane. Also kurzerhand die Anpass-Stufe entgegen der Empfehlung des Kollegen an die 6V-Versorgung der Röhrenheizung genommen und zunächst super Sound erhalten. Jedoch bricht nach kurzer Zeit erst ein Kanal weg, danach der andere und am Schluss nur noch fürchterlich kratzender Sound. Also vorerst zurück zur doppelten Steckernetzteil-Lösung :-( Das ganze muss doch eleganter zu lösen sein?

