Hallo zusammen,
ich bin aktuell Elektrotechnik Masterstudent und arbeite nebenher als
Werkstudent. Meine Aufgabe ist das Layouten eines Steuergerätes.
Allerdings habe ich in diesem Gebiet noch überhaupt keine Erfahrung und
hab auch sonst keine Vorlesungen in dieser Richtung gehört. Zudem hat
die Platine sehr viele verschiedene Bussysteme und ist sicher nicht das
Einfachste womit man anfangen könnte.
Da mich das Thema allerdings schon interessiert und ich das Projekt auch
erfolgreich beenden will, wollte ich fragen, ob ihr irgendwelche online
Kurse oder ähnliches empfehlen könnt. Gerne auch Bücher. Irgendetwas das
von den Grundlagen bis ins Detail durchgeht und möglichst mit sehr
vielen Beispielen. Idealerweise werden die Thesen auch wissenschaftlich
begründet und auch Gründe genannt, warum man etwas Bestimmtes so
gestaltet.
Das Problem mit den ganzen Guidelines von den verschiedenen Herstellern
etc. ist, dass sie erstens sehr spezifisch und zweitens sehr knapp sind.
Mir ist bewusst, dass es hierzu schon andere Threads gibt, aber dachte
evtl. gibt's mittlerweile andere und weitere Möglichkeiten. Viele
genannte Quellen habe ich schon durchgelesen, aber das meiste war dann
doch recht oberflächlich.
Ich bin auch gerne bereit da Geld zu investieren, wenn die Kurse
wirklich gut sind.
Gruß
tariqque schrieb:> Irgendetwas das> von den Grundlagen bis ins Detail durchgeht und möglichst mit sehr> vielen Beispielen.
Die Hersteller der "grossen" CAD-Systeme bieten Einführungskurse an, die
i.A. sehr gut sind, aber richtig Geld kosten, auch wenn man die
betreffende Software nicht kauft.
tariqque schrieb:> Idealerweise werden die Thesen auch wissenschaftlich> begründet
Ich glaube nicht, dass es sowas gibt, die Kurse sind immer auf die
praktische Anwendung ausgerichtet. Ganz abgesehen davon gibt es meiner
Meinung nach keine wissenschaftliche Grundlage für Leiterplatten-Layout.
Ausser vielleicht für Detailfragen wie die Impedanz von Leiterbahnen,
aber das ist wohl nicht gemeint.
Georg
Georg schrieb:> tariqque schrieb:>> Irgendetwas das>> von den Grundlagen bis ins Detail durchgeht und möglichst mit sehr>> vielen Beispielen.>> Die Hersteller der "grossen" CAD-Systeme bieten Einführungskurse an, die> i.A. sehr gut sind, aber richtig Geld kosten, auch wenn man die> betreffende Software nicht kauft.
Ich hätte vielleicht noch einmal betonen sollen, dass ich noch Student
bin :D also alles über 100€ ist definitiv zu viel für mich.
>> tariqque schrieb:>> Idealerweise werden die Thesen auch wissenschaftlich>> begründet>> Ich glaube nicht, dass es sowas gibt, die Kurse sind immer auf die> praktische Anwendung ausgerichtet. Ganz abgesehen davon gibt es meiner> Meinung nach keine wissenschaftliche Grundlage für Leiterplatten-Layout.> Ausser vielleicht für Detailfragen wie die Impedanz von Leiterbahnen,> aber das ist wohl nicht gemeint.
Doch, doch. Genau so etwas meinte ich. Auch die Berechnung der
Kapazitäten etc.. Da hab ich schon einige Gleichungen rausgeschrieben,
allerdings ist mir oft nicht klar, was wirklich gemeint ist oder wie man
auf die Gleichungen kommt. Problem ist dann oft, dass ich die
Gleichungen nur für bestimmte Fälle nehmen darf und ich nicht genau
weiß, wann etwas anders sein muss etc.
tariqque schrieb:> Ich hätte vielleicht noch einmal betonen sollen, dass ich noch Student> bin :D also alles über 100€ ist definitiv zu viel für mich.
Ok, erledigt - kommerzielle Kurse kosten eher 500 bis 2000 Euro plus
Kosten für Hotel usw.
Georg
tariqque schrieb:> Doch, doch. Genau so etwas meinte ich. Auch die Berechnung der> Kapazitäten etc.. Da hab ich schon einige Gleichungen rausgeschrieben,> allerdings ist mir oft nicht klar, was wirklich gemeint ist oder wie man> auf die Gleichungen kommt. Problem ist dann oft, dass ich die> Gleichungen nur für bestimmte Fälle nehmen darf und ich nicht genau> weiß, wann etwas anders sein muss etc.
Wozu brauchst du da irgendwelche Theorien, Kapazitätsberechnung, etc.
Wenn du ein Steuergerät bauen möchtest, dann solltest du dich für eine
Mikrocontroller entscheiden. Dann suchst du dir das passende Datenblatt
zu dem Chip raus und schaust dir die empfohlene Schaltung an. Dann
nimmst du irgendein Layout Programm und zeichnest genau das nach, was du
auf dem Beispiel-Schaltplan siehst.
Fehlt eine Stromversorgung, dann nimmst du einen entsprechenden Chip und
die Standard-Schaltung aus dem Datenblatt.
Brauchst du Ausgänge, dann suchst du dir wieder ein Chip und verwendest
diesen.
So einfach ist das.
Und wie du das ganze im Layout Programm dir zusammenklicken kannst, das
siehst du in den tausenden Videos bei Youtube.
Dimitri R. schrieb:> Wozu brauchst du da irgendwelche Theorien, Kapazitätsberechnung, etc.
Ich will wissen, warum ich etwas so gestalte, wie ich's gestalte. Man
kann entweder jahrelang Erfahrung sammeln und für alle möglichen Fälle
die richtigen Antworten haben oder aber man weiß wie man für alle
möglichen Fälle die richtige Antwort findet. Das ist der Grund, warum
ich gerne Student bin. Raten ist nicht so mein Ding.
> Wenn du ein Steuergerät bauen möchtest, dann solltest du dich für eine> Mikrocontroller entscheiden. Dann suchst du dir das passende Datenblatt> zu dem Chip raus und schaust dir die empfohlene Schaltung an. Dann> nimmst du irgendein Layout Programm und zeichnest genau das nach, was du> auf dem Beispiel-Schaltplan siehst.>> Fehlt eine Stromversorgung, dann nimmst du einen entsprechenden Chip und> die Standard-Schaltung aus dem Datenblatt.>> Brauchst du Ausgänge, dann suchst du dir wieder ein Chip und verwendest> diesen.>> So einfach ist das.
Ich will nicht einfach eine Beispielschaltung zusammen layouten. Ich
habe bestimmte Vorgaben und in diesem Fall auch recht außergewöhnliche
Umstände. Daher kann ich nicht einfach aus nem Datenblatt übernehmen.
Dimitri R. schrieb:> So einfach ist das.>> Und wie du das ganze im Layout Programm dir zusammenklicken kannst, das> siehst du in den tausenden Videos bei Youtube.
Nein, so einfach wie sich das jemand vorstellt, dessen Aufgaben auf den
Gebieten (Zitat):
-Operative Sicherheit
-Videoüberwachung
-Videoanalyse
-Alarmsysteme
liegen, ist das sicher NICHT.
@ tariqque (Gast)
>> Wozu brauchst du da irgendwelche Theorien, Kapazitätsberechnung, etc.>Ich will wissen, warum ich etwas so gestalte, wie ich's gestalte.
Das ist prinzipiell der richtige Ansatz, aber man sollte nicht zu
theorielastig an das Thema rangehen. Besser ist es, schrittweise die
Details zu erarbeiten.
Für eine einfache Steuerpaltine mit einem uC und bissl Krümelkram muss
man sich nicht mit HF-Leitungen und Wellenwiderstand befassen.
Wohl aber mit elementaren Dingen wie der Platzierung von
Entkopplekondensatoren, der Leiterbahnbreite, und noch einem halben
Dutzend mehr.
https://www.mikrocontroller.net/articles/Kondensator#Entkoppelkondensatorhttps://www.mikrocontroller.net/articles/Richtiges_Designen_von_PlatinenlayoutsSchaltplan richtig zeichnen
Aber wie du selber schon erkannt hast, sollte das Einstiegsprojekt ins
Thema Layout nicht zu komplex sein, das überfordert dich. Mehr als 2
Lagen sind am Anfang nicht sinnvoll. Wenn das Projekt mehr braucht, ist
es das falsche Anfängerprojekt.
>Ich will nicht einfach eine Beispielschaltung zusammen layouten.
Kann man machen, aber vorher muss man die Schaltung entwerfen und
passend dimensionieren.
> Ich>habe bestimmte Vorgaben und in diesem Fall auch recht außergewöhnliche>Umstände.
Welche denn?
tariqque schrieb:> Ich will wissen, warum ich etwas so gestalte, wie ich's gestalte. Man> kann entweder jahrelang Erfahrung sammeln und für alle möglichen Fälle> die richtigen Antworten haben oder aber man weiß wie man für alle> möglichen Fälle die richtige Antwort findet. Das ist der Grund, warum> ich gerne Student bin. Raten ist nicht so mein Ding.
Tut mir Leid dich enttäuschen zu müssen, aber so funktioniert die reale
Welt nicht. Wir haben heute Chips in die wir nicht reinschauen können.
Und woher wissen wir, wie man die Dinger ansteuert? Weil es so im
Datenblatt steht.
Und wieso steht das so im Datenblatt? Weil sich Ingenieure mal Tage /
Wochen / Monate zusammengesetzt und überlegt haben, wie man deren
Produkt am Besten ansteuert, bzw. so ansteuert, dass es garantiert
funktioniert.
Ich sehe keinen vernünftigen Grund, alles neu machen zu müssen und nicht
auf das Standard-Layout zurückzugreifen. Abwandlungen bzw. Anpassungen
sind sicher ab und an nötig, aber die findet man eher durch probieren
heraus als durch durchrechnen.
Falk B. schrieb:> Das ist prinzipiell der richtige Ansatz, aber man sollte nicht zu> theorielastig an das Thema rangehen. Besser ist es, schrittweise die> Details zu erarbeiten.> Für eine einfache Steuerpaltine mit einem uC und bissl Krümelkram muss> man sich nicht mit HF-Leitungen und Wellenwiderstand befassen.> Wohl aber mit elementaren Dingen wie der Platzierung von> Entkopplekondensatoren, der Leiterbahnbreite, und noch einem halben> Dutzend mehr.>> https://www.mikrocontroller.net/articles/Kondensat...>> https://www.mikrocontroller.net/articles/Richtiges...>> Schaltplan richtig zeichnen>
Danke für's raussuchen.
> Aber wie du selber schon erkannt hast, sollte das Einstiegsprojekt ins> Thema Layout nicht zu komplex sein, das überfordert dich. Mehr als 2> Lagen sind am Anfang nicht sinnvoll. Wenn das Projekt mehr braucht, ist> es das falsche Anfängerprojekt.>
Problem ist, entweder ich arbeite an diesem leider recht anspruchsvollen
Projekt oder ich entlasse mich selbst. Da wähle ich dann doch lieber
ersteres.
>>Ich will nicht einfach eine Beispielschaltung zusammen layouten.>> Kann man machen, aber vorher muss man die Schaltung entwerfen und> passend dimensionieren.
Habe ich tatsächlich schon erledigt. Der Schaltungsentwurf ist ja noch
vergleichsweise einfach.
>> Ich>>habe bestimmte Vorgaben und in diesem Fall auch recht außergewöhnliche>>Umstände.>> Welche denn?
Darf ich leider im Detail nicht sagen, aber das Steuergerät wird halt
kein einfaches, sondern ein recht multifunktionales Steuergerät. Daher
darf man es schon gerne als Mixed-Signal Schaltung sehen, woraus eben
auch diese ganzen Schwierigkeiten entstehen.
Gruß
Woher kommst du? falls du aus der Nähe Braunschweig bist, könnte ich dir
am kommenden Wochenende has hier anbieten:
http://www.ags.tu-bs.de/?id=e.lab:kurse
Es sind noch Plätze frei...
Grüße
tariqque schrieb:> Das ist der Grund, warum> ich gerne Student bin. Raten ist nicht so mein Ding.
Vorlesungen besuchen ist auch nicht so dein Ding? Ich weiß ja nicht, was
bei euch in Elektrotechnik gelehrt wird. Ich habe alle deine Fragen um
Studium gründlichst durchgekaut. Zwar nicht nach der Art: für diesen Typ
Schaltung schlage Seite xyz in Formelsammlung fgh auf uns setze
Parameter pqr ein. Aber ich habe gelernt, nachzudenken und zu erkennen,
wie ich die gelernten Grundlagen, die übrigens immer auch mit Bezug zu
konkreten Entwürfen diskutiert wurden, in der Praxis anwenden kann.
Du zahlst anscheinend lieber Geld, statt nachzudenken. Auch ok, aber
dann fehlen ein bis zwei Nullen am Ende deines Kontostands.
tariqque schrieb:> Da mich das Thema allerdings schon interessiert und ich das Projekt auch> erfolgreich beenden will, wollte ich fragen, ob ihr irgendwelche online> Kurse oder ähnliches empfehlen könnt.
Moin,
mach das doch so, dass Du die Sachen die Du routest auch SELBST
bestückst, SELBST mit Gehäuse versiehst, Dich SELBST um Einhaltung der
Fertigstellungstermine kümmerst, SELBST um Stücklisten und deren
Beschaffung kümmerst. DAS ist das Buch, das Du suchst, Du musst es
selber schreiben.
Die Virtuosität des Designers reift gaaanz langsam in der
Lötkolbenwärme.
Frohes Schaffen, Bernd
Du hast natürlich das Problem, dass du dir eine viel zu anspruchsvolle
Aufgabe für den Anfang ausgesucht hast. Wir wissen zudem auch nicht, was
nun die Besonderheit an der Platine ist, die du layouten sollst. Daher
kann man auch schlecht zielgerichtete Hinweise geben.
Platinenlayout ist schwierig, weil sehr viele Dinge eine Rolle spielen.
Für den Hobby-Bereich gelten zudem auch ganz andere Voraussetzungen als
für kommerzielle Entwicklungen. Sehr viel ist von den verwendeten
Technologien abhängig; welche Fertigungsspezifikation kannst du nutzen,
was sind die Einschränkungen?
Leiderleider findet man das nicht in Büchern, sondern muss sich das
erarbeiten. Wenn du Anfänger bist, stört das allerdings nur, da du
wahrscheinlich erstmal kein Layout sinnvoll hinkriegen wirst und einige
Anläufe brauchst, um ein wenig den Blick dafür zu erhalten.
Das ist also erstmal hauptsächlich Übungssache. Nimm dir eine einfache
Schaltung, überlege dir die Beschränkungen und layoute sie. Dann
diskutiere mit Leuten über deine Designentscheidungen. Mache das so
lange mit verschiedenen Schaltungen, bis du dir einigermaßen sicher
bist, das Layout so gut hinzukriegen, dass in diesen Diskussionen keine
Probleme mehr gefunden werden.
ERST DANN ist es sinnvoll, tief in die Theorie einzusteigen. Davor ist
es ziemlich sinnlos, weil du die Ideen aus der Theorie nie auf deine
Platine übertragen kannst, da du nicht weißt, wo du anfangen sollst.
Dann gibt es aber natürlich auch noch spezielle Layout-Bedürfnisse für
bestimmte Arten von Schaltungen. Dazu findet sich die eine oder andere
Einführung oder Application Note von Herstellern. Einige dieser Themen
sind z.B.:
- Schaltregler
- Highspeed-Signale (Speicher, USB, LVDS, ...)
- Real Time Clocks
- Verstärker
- Empfindliche analoge Signale
- Hochstrom-Anwendungen
- HF
- Mikrowellen
- Netzspannung
- Hochspannung
Markus schrieb:> tariqque schrieb:>> Das ist der Grund, warum>> ich gerne Student bin. Raten ist nicht so mein Ding.>> Vorlesungen besuchen ist auch nicht so dein Ding? Ich weiß ja nicht, was> bei euch in Elektrotechnik gelehrt wird. Ich habe alle deine Fragen um> Studium gründlichst durchgekaut. Zwar nicht nach der Art: für diesen Typ> Schaltung schlage Seite xyz in Formelsammlung fgh auf uns setze> Parameter pqr ein. Aber ich habe gelernt, nachzudenken und zu erkennen,> wie ich die gelernten Grundlagen, die übrigens immer auch mit Bezug zu> konkreten Entwürfen diskutiert wurden, in der Praxis anwenden kann.> Du zahlst anscheinend lieber Geld, statt nachzudenken. Auch ok, aber> dann fehlen ein bis zwei Nullen am Ende deines Kontostands.
Vorlesungen besuchen ist so mein Ding, allerdings werden zumindest in
meinen Vorlesungen solche Themen nicht behandelt. Erst jetzt langsam in
den Master Vorlesungen lerne ich erst über die verschiedenen Bussysteme.
Man muss dazu sagen, dass ich auch in eine etwas andere Richtung
vertieft habe und das Interesse erst an dieser Arbeit hier gewachsen
ist.
X4U schrieb:> tariqque schrieb:>> Meine Aufgabe ist das Layouten eines Steuergerätes.>> Also gibt es schon einen Schaltplan?
Ja und auch die Bauteile etc. stehen fest. Geht jetzt nur noch um das
richtige Layouten.
Ja, wenn du den Schaltplan schon hast, dann weißt du sicher auch schon,
in was für ein Gehäuse deine Platine soll.
Du zeichnest also die Umrisse und dann pappst du da alle Bauteile drauf
und versucht sie miteinander zu verbinden. Wenn du die Wahl zwischen
Gehäusen hast, dann nehm besser groß als klein, da kann man danach noch
dran rumpfuschen. Es kommt nur sehr selten vor, dass die erste Version
perfekt ist.
Glücklicherweise kosten PCBs heutzutage nicht die Welt.
Also einfach machen, da ist nix mit Theorie. Die Theorie dazu besagt
nur, verbinde alles nach Schaltplan miteinander, wenn auf was besonderes
zu achten ist, steht es im Datenblatt.
Ich kann deine Abneigung gegen Musterschaltungen nicht verstehen!
> Ich hätte vielleicht noch einmal betonen sollen, dass ich noch Student
bin :D also alles über 100€ ist definitiv zu viel für mich.
Die Kurse macht der Hersteller. Allerdings nur was das Tool betrifft.
Das Elektrische sollte man schon draufhaben. Bei Altium belaeuft sich
ein 3 Tageskurs auf 1800 Euro oder so.
Nach den 3 Tagen ist man aber noch nirgendwo. Dh man kriegt schon was
hin, aber es ist weder optimal, noch effizient.
nfet schrieb:> Ja, wenn du den Schaltplan schon hast, dann weißt du sicher auch> schon,> in was für ein Gehäuse deine Platine soll.> Du zeichnest also die Umrisse und dann pappst du da alle Bauteile drauf> und versucht sie miteinander zu verbinden. Wenn du die Wahl zwischen> Gehäusen hast, dann nehm besser groß als klein, da kann man danach noch> dran rumpfuschen. Es kommt nur sehr selten vor, dass die erste Version> perfekt ist.> Glücklicherweise kosten PCBs heutzutage nicht die Welt.>> Also einfach machen, da ist nix mit Theorie. Die Theorie dazu besagt> nur, verbinde alles nach Schaltplan miteinander, wenn auf was besonderes> zu achten ist, steht es im Datenblatt.>> Ich kann deine Abneigung gegen Musterschaltungen nicht verstehen!
Hab jetzt soweit auch alle Bauteile drauf gepappt. Dann nehmen wir mal
als Beispiel den USB Anschluss.
Da wird gesagt, man soll die differential pairs direkt zum FT232 führen.
Möglichst ohne stubs. Ich will aber noch eine ESD Protection dazu
schalten. Bei der einen Leitung muss ich dann ja gezwungenermaßen ein
Via legen. Da frag ich mich dann, wie gravierend das ist. Oder, dass die
Leitungen nicht gleich lang sind. Wie viel Toleranz habe ich da? Wovon
ist das abhängig?
Ich habe nichts gegen Musterschaltungen. Oft hat man aber mindestens
eine Rahmenbedingung anders und dann fragt man sich, ob man das trotzdem
so übernehmen kann oder ob da anders vorgegangen werden muss.
Gruß
@someone: guter Rat!
Schwierig wird's wenn sich verschiedene Richtlinien widersprechen bzw.
einfach nicht eingehalten werden können.
@tariqque: mach dir keine zu großen Sorgen, meiner Erfahrung nach
funktionieren auch erschreckend üble Layouts oft überraschend gut -
sofern die Anforderungen nicht allzu hoch sind. Plane genug Zeit für
eine Revision und gründliche Tests ein und vor allem: nimm Hilfe an!
--> Gibt es jemand, dem du dein Layout zeigen kannst bzw. schon vor dem
Layout kritische Stellen anhand des Schemas identifizierst? Zur Not halt
mit Geheimhaltung und externem Partner.
--> Kann dir sonst jemand ein Schema- / Layoutreview machen? Eigene
Fehler findet man nicht so gern... Auch wenn es kein Experte ist, kann
es eine große Hilfe sein.
nfet schrieb:> Die Theorie dazu besagt> nur, verbinde alles nach Schaltplan miteinander
Rein theoretisch sind Theorien wie Graphentheorie oder Lösungen für das
Handelsvertreterproblem zutreffend für das Layouten, aber ich glaube
nicht, dass das jemals einem Layouter der Abermillionen existierenden
Leiterplatten auch nur das geringste genutzt hätte. Das Layouten ist
reine Praxis.
Eine Leiterplatte besteht aus Kompromissen zwischen widersprüchlichen
Anforderungen, und zwar hunderten davon. Insofern ist Layouten
vielleicht mit der Politik vergleichbar, da gibt es auch keine
Algorithmen für die Lösung, auch wenn das jemand wie Seehofer gern
behauptet.
Georg
tariqque schrieb:> Da wird gesagt, man soll die differential pairs direkt zum FT232 führen.> Möglichst ohne stubs. Ich will aber noch eine ESD Protection dazu> schalten.
Dann besagt die Empfehlung, die Schutzschaltung eben so weit wie möglich
ohne Stubs anzuschliessen - m.a.W. sie muss "im Weg" liegen und nicht
seitwärts mit Leiterbahnen angeschlossen werden. Dazu kommt, dass der
Stromfluss über die spannungsbegrenzenden Pins erfolgen soll und nicht
seitlich dran vorbei. Das sagt einem aber schon der gesunde
Menschenverstand, der ist überhaupt ein wertvoller Ratgeber, auch wenn
du den als Akademiker eher verachtest.
tariqque schrieb:> Oder, dass die> Leitungen nicht gleich lang sind. Wie viel Toleranz habe ich da? Wovon> ist das abhängig?
Rechne die Längendifferenz um in die Zeitdifferenz, und vergleiche das
mit den zeitlichen Anforderungen an das Signal. Allerdings solltest du
von der möglichen Zeittoleranz nur einen Bruchteil ausnutzen, denn es
gibt genug andere Fehler in der Schaltung und die gleiche
Leiterbahn-Länge ist das was man am einfachsten genau einhalten kann -
dafür darf man seine Margins nicht aufbrauchen.
Georg
tariqque schrieb:> Hab jetzt soweit auch alle Bauteile drauf gepappt. Dann nehmen wir mal> als Beispiel den USB Anschluss.
OK
> Da wird gesagt, man soll die differential pairs direkt zum FT232 führen.> Möglichst ohne stubs. Ich will aber noch eine ESD Protection dazu> schalten. Bei der einen Leitung muss ich dann ja gezwungenermaßen ein> Via legen. Da frag ich mich dann, wie gravierend das ist. Oder, dass die> Leitungen nicht gleich lang sind. Wie viel Toleranz habe ich da? Wovon> ist das abhängig?
Na, das ist aber keine PCB-Theorie sondern Teil der USB Specs. Du hast
halt Datenraten bis 12MBit/s bei USB2.0 und zwei Leitungen, auf denen
dann entsprechend hohe Frequenzen "laufen". Ein Via ist da nicht so
schön, aber sicher kein Showstopper, sonst gäbe es nur NF-Bauteile in
BGA-Packages, oder?
Ich würde mir jetzt ein Datenblatt eines USB2.0-Transceivers nehmen und
dort nach Stichworten, z.B. ESD Protection, suchen. Es gibt auch eine
Menge Schutzbauteile, die Hinweise auf ihre korrekte Verwendung im
Datenblatt mitbringen.
> Ich habe nichts gegen Musterschaltungen. Oft hat man aber mindestens> eine Rahmenbedingung anders und dann fragt man sich, ob man das trotzdem> so übernehmen kann oder ob da anders vorgegangen werden muss.
Das ist ganz normal und überhaupt kein Problem. Man übernimmt nichts was
man nicht versteht. Andererseits bedeutet das aber nicht, dass man kein
learning-by-doing praktizieren und die dafür nötige Geduld mitbringen
muss.
Du bist einfach sehr "hoch" eingestiegen und wirst wohl den Löwenanteil
routen müssen, ohne alles verstehen und nachvollziehen zu können.
Du wärst nicht der erste, der es trotzdem schafft, also nur Mut!
@ tariqque (Gast)
>Problem ist, entweder ich arbeite an diesem leider recht anspruchsvollen>Projekt oder ich entlasse mich selbst. Da wähle ich dann doch lieber>ersteres.
Hmm . . .
>>>habe bestimmte Vorgaben und in diesem Fall auch recht außergewöhnliche>>>Umstände.>> Welche denn?>Darf ich leider im Detail nicht sagen,
Wir wollen ja nicht das letzte Detail wissen, aber mal so grob in
welcher Liga das Ding spielen soll.
>aber das Steuergerät wird halt>kein einfaches, sondern ein recht multifunktionales Steuergerät.
Apfelmus ist Mus aus Äpfen. Ein WENIG genauer darf es schon sein, so in
der Form
Ein 32 Bit Controller mit 100MHz, 100MB RAM, Präzisionsmesseingänge mit
uV Auflösung, Ethernet, WLAn etc.
@ nfet (Gast)
>Also einfach machen, da ist nix mit Theorie.
Unsinn, auch zum Thema Layout gibt es ausreichend Theorie, auch bekannt
als Entwurfsregeln (neudeutsch design rules)
Nicht umsonst hat jedes Layoutprogramm einen mehr oder weniger
automatischen design rule check, aka DRC.
>Die Theorie dazu besagt>nur, verbinde alles nach Schaltplan miteinander, wenn auf was besonderes>zu achten ist, steht es im Datenblatt.
Apfelmus ist Mus aus Äpfen!
Falk B. schrieb:> Nicht umsonst hat jedes Layoutprogramm einen mehr oder weniger> automatischen design rule check, aka DRC.
Den Design Rule Check als wissenschaftliche Theorie zu bezeichnen ist
schon abenteuerlich. Da hätte ich für meine Layouts ja schon zahlreiche
Nobelpreise bekommen müssen.
Was bitte ist an der Tatsache, dass ein gebohrtes Loch eine Toleranz von
z.B. +- 0,1 mm hat Wissenschaft?
Georg
@ tariqque (Gast)
>Da wird gesagt, man soll die differential pairs direkt zum FT232 führen.>Möglichst ohne stubs.
In der Theorie stimmt das. Praktisch ist der FT232 mit "nur" Full Speed
USB" mit seinen 12 Mbit/s relativ genügsam. Da muss man nicht zwingend
eine HF-Leitng berechnen und routen, es tut im Normalfall nahezu jede
beliebige Leiterbahnbreite.
>Ich will aber noch eine ESD Protection dazu>schalten. Bei der einen Leitung muss ich dann ja gezwungenermaßen ein>Via legen. Da frag ich mich dann, wie gravierend das ist.
Hier nicht sonderlich.
>Oder, dass die>Leitungen nicht gleich lang sind. Wie viel Toleranz habe ich da?
Mehr als genug, selbst 50mm würden funktionieren. Praktisch sollte man
auf <10mm kommen.
> Wovon ist das abhängig?
Von der Anstiegszeit der Signale bzw. der Bitzeit. 12 Mbit/s sind ~ 80ns
/Bit, ich schätze mal die Anstiegszeit leigt im Bereich von 5ns und
weniger (auch wenn man mit 10-20ns auch auskommen könnte)
5ns entsprechen der Laufzeit auf ~1m Leitungslänge. Wenn man also auf
50mm Differenz layoutet, sind das 5% der Anstiegszeit oder halt 250ps.
Die kann man vergessen.
>Ich habe nichts gegen Musterschaltungen. Oft hat man aber mindestens>eine Rahmenbedingung anders und dann fragt man sich, ob man das trotzdem>so übernehmen kann oder ob da anders vorgegangen werden muss.
Richtig. Ohne ausreichend Hintergrundwissen kann man nur sehr schlecht
eisnchätzen, welche Teile der Musterschaltung für die Anwendung
ausreichend gut sind und wo man ggf. nachbessern oder anpassen muss.
Musterschaltungen ersetzen im Mittel KEIN Wissen, auch wenn es in vielen
Fällen möglich ist, diese mit nur begrenztem Verständnis 1:1
nachzubauen.
Außerdem willst du ja mal ein echter Ingenieur werden und kein
Kochrezept-Nachkocher. Leute mit ungesundem Halbwissen gibt es schon
genug.
@Georg (Gast)
>Eine Leiterplatte besteht aus Kompromissen zwischen widersprüchlichen>Anforderungen,
Teilweise.
> und zwar hunderten davon.
Übertreib mal nicht.
> Insofern ist Layouten>vielleicht mit der Politik vergleichbar,
NIEMALS!
> da gibt es auch keine Algorithmen für die Lösung, auch wenn das jemand wie
Seehofer gern
>behauptet.
Beim Layouten gibt es SEHR WOHL FUNKTIONIERENDE und BEWÄHRTE
Algorithmen!!! Das ist KEIN HalliGalli und dummes Gelaber, das ist ein
SOLIDES Handwerk!
@Georg (Gast)
>> Nicht umsonst hat jedes Layoutprogramm einen mehr oder weniger>> automatischen design rule check, aka DRC.>Den Design Rule Check als wissenschaftliche Theorie zu bezeichnen ist>schon abenteuerlich.
Bitte? Wer sprach hier von Wissenschaft? Ich schrieb
>>Also einfach machen, da ist nix mit Theorie.>Unsinn, auch zum Thema Layout gibt es ausreichend Theorie, auch bekannt>als Entwurfsregeln (neudeutsch design rules)
Auch f+ür Dachdecker, Klempner und viele andere Berufe gibt es viel
Theorie, ohne daß man das gleich als Wissenschaft bezeichnen muss.
> Da hätte ich für meine Layouts ja schon zahlreiche>Nobelpreise bekommen müssen.
Bla!
>Was bitte ist an der Tatsache, dass ein gebohrtes Loch eine Toleranz von>z.B. +- 0,1 mm hat Wissenschaft?
Das Wort Wissenschaft hab ich nie benutzt. Aber eine toleranzangabe ist
eine technische Definition, die auch einer Theorie beruht.
Falk B. schrieb:> Beim Layouten gibt es SEHR WOHL FUNKTIONIERENDE und BEWÄHRTE> Algorithmen!!!
Na dann erklär mal: nach welchem Algorithmus positionierst du einen
Widerstand? Und welcher Algorithmus zeigt dir, wie die Leiterbahnen zu
verlegen sind?
Falk B. schrieb:> Übertreib mal nicht.
Jede einzelne Leiterbahn ist ein Kompromiss aus kürzestem Weg und
Kreuzungsfreiheit - mindestens. Aber das geht aus deinen Theorien wohl
nicht hervor.
Georg
@ Georg (Gast)
>> Beim Layouten gibt es SEHR WOHL FUNKTIONIERENDE und BEWÄHRTE>> Algorithmen!!!>Na dann erklär mal: nach welchem Algorithmus positionierst du einen>Widerstand?
So nah wie sinnvoll und möglich dort, wo er angeschlossen ist.
"Bauteile platzieren. Dabei möglichst zusammengehörige Bauteile
nebeneinander platzieren. Die Luftlinien (engl. air wires) möglichst
kurz und kreuzungsarm halten."
> Und welcher Algorithmus zeigt dir, wie die Leiterbahnen zu verlegen sind?
Ähnlich.
Danke Falk Brunner.
Die Rechnung ist einleuchtend.
Ich denke ich habe mich falsch ausgedrückt, als ich sagte, dass die
Thesen im Idealfall auch wissenschaftlich begründet werden. Mit
"wissenschaftlich begründet" meinte ich eigentlich, dass es einfach
überhaupt begründet wird.
Beispiel:
"Unbegründet": Die Leiterbahnbreite sollte bei der Spannungsversorgung
höher gewählt werden als bei Signalleitungen.
"Begründet": Die Leiterbahnbreite sollte bei der Spannungsversorgung
höher gewählt werden, da der Widerstand der Leiterbahn, der sich über
folgende Gleichung berechnen lässt, kleiner wird und nach Ohm ein
höherer Strom fließen kann...
Oder auch die Beispielrechnung oben zu der Leitungslängendifferenz. Ich
bin mir ziemlich sicher, dass bei einer Frage wie groß diese Differenz
sein darf viele hier so etwas antworten würden wie: "Halte sie einfach
so kurz wie möglich und schau ob es noch funktioniert."
So will ich aber nicht an eine Sache rangehen. Klar sind das in diesem
Fall einfache Überlegungen und ein kleines bisschen Rechnen. Aber in
anderen Fällen ist es vielleicht nicht ganz so trivial. Und ich will
nicht Kompromisse eingehen müssen, nur weil ich's nicht besser weiß.
Gruß
tariqque schrieb:> Ich> bin mir ziemlich sicher, dass bei einer Frage wie groß diese Differenz> sein darf viele hier so etwas antworten würden wie: "Halte sie einfach> so kurz wie möglich und schau ob es noch funktioniert."
Das habe ich doch längst beschrieben - vielleicht solltest du die
Antworten auch mal LESEN?
Georg
Georg schrieb:> Das habe ich doch längst beschrieben - vielleicht solltest du die> Antworten auch mal LESEN?
LESEN ist wohl nicht so mein Ding. Jetzt, da du LESEN aber groß
geschrieben hast, hab ich's tatsächlich gelesen.
Verzeih, dass ich da nicht drauf eingegangen bin. Ich wollte mit dem
Beispiel nur meinen Standpunkt verdeutlichen, war nicht an oder gegen
dich gerichtet.
Danke @derguteweka, ich werd's mir die Tage anschauen.
Gruß
tariqque schrieb:> war nicht an oder gegen> dich gerichtet.
Naja, ich würde mich auch dann nicht gleich erschiessen. Aber hier eine
Frage zu stellen und dann die Antwort einfach nicht zu lesen ist eine
extrem ineffektive Arbeitsweise. Selbst als Student solltest di dir das
nicht zur Gewohnheit machen.
Georg
Georg schrieb:> Selbst als Student solltest di dir das> nicht zur Gewohnheit machen.
Keine Ahnung, ob du aus Erfahrung sprichst. Aber ich glaube du hast eine
etwas abwertende Einstellung Studenten und Akademikern gegenüber. Das
ist sehr schade, aber sei's drum.
Nicht, dass ich mich rechtfertigen müsste, aber, dass ich nicht auf
deine Antwort eingegangen bin, übrigens auch 9 weitere Antworten später,
heißt nicht, dass ich sie nicht gelesen habe.
Gruß
Um die Eingangsfrage zu beantworten:
Für Eagle gibt es Videotrainingsmaterial von O'Reilly:
http://shop.oreilly.com/product/0636920048602.do
Aber das erklärt auch nur, wie man mit der Software umgeht, aber nicht,
warum ein erfahrener Layouter/Schaltungsentwickler bestimmte Dinge auf
bestimmte Art und Weise macht.
Rufus Τ. F. schrieb:> Um die Eingangsfrage zu beantworten:>> Für Eagle gibt es Videotrainingsmaterial von O'Reilly:>> http://shop.oreilly.com/product/0636920048602.do>> Aber das erklärt auch nur, wie man mit der Software umgeht, aber nicht,> warum ein erfahrener Layouter/Schaltungsentwickler bestimmte Dinge auf> bestimmte Art und Weise macht.
Danke trotzdem, wird sicherlich auch nützlich sein.
Gruß
>Layouten " .. " ist ein SOLIDES Handwerk!
full ACK.
Ich gehe sogar noch weiter, ein gut designtes Layout ist eine Mischung
von perfektem Handwerk und Kunst.
Darum kann man schlechte Layouts auch sofort als solche erkennen, für
gute Layouts braucht man ein geschultes Auge, um sie zu erkennen.
Die Wissenschaft und Akademiker versteifen sich zu sehr auf gelesenes
Wissen, gutes Hardwaredesign setzt aber Erfahrung durch Wiederholung und
Verbesserung voraus.
Man kann das Kamasutra 10x gelesen haben, man kann danach aber immer
noch Jungfrau sein.
nur mein Senf,
dasrotemopped.
dasrotemopped schrieb:>>Layouten " .. " ist ein SOLIDES Handwerk!> full ACK.> Ich gehe sogar noch weiter, ein gut designtes Layout ist eine Mischung> von perfektem Handwerk und Kunst.> Darum kann man schlechte Layouts auch sofort als solche erkennen, für> gute Layouts braucht man ein geschultes Auge, um sie zu erkennen.>> Die Wissenschaft und Akademiker versteifen sich zu sehr auf gelesenes> Wissen, gutes Hardwaredesign setzt aber Erfahrung durch Wiederholung und> Verbesserung voraus.>> Man kann das Kamasutra 10x gelesen haben, man kann danach aber immer> noch Jungfrau sein.>> nur mein Senf,> dasrotemopped.
Wenn man das Kamasutra 10x mal gelesen hat, wird man aber sicherlich das
bessere erste Mal haben, als wenn man's nicht gelesen hat und nichts
darüber weiß.
Mir ist durchaus bewusst, dass das gute Layouten viel Erfahrung
voraussetzt. Aber warum soll ich mir den ein oder anderen Fehler nicht
von vornhinein ersparen?
Dass sich viele auf die Wissenschaft versteifen, ist nicht ein Fehler
der Wissenschaft, sondern der Leute, die die Wissenschaft falsch nutzen.
Es ist naiv zu glauben, dass die Wissenschaft immer recht hat. Aber als
Einstieg ist sie auch für's Layouten die beste Wahl. Welche Wahl hat man
denn sonst?
Gruß
MHO:
Schaltungslayout ist ein Handwerk, und ein solches muss man immer mit
viel Zeit verbessern, man lebt und lernt einfach sehr viel durch eigene
Fehler und eben eigene Designs und ständigen Verbesserungen.
Ich zumindest hab noch kein eigenes Design gemacht, was ich nicht sofort
nach BEstückung schon wieder verbessern hätte können.
Jetzt kann man natürlich Wochen in Designverbesserungen stecken, oder
nach ein paar Tagen ein Design wegschicken und dann am fertigen PCB
lernen, einmal gemachte Fehler, erkennt man dann hoffentlich schnell
immer wieder und kann diese so vermeiden und soweiter.
Also Fehler machen viele Designs machen selber aufbauen und
Fehlersuchen, davon bekommt man dann irgendwann eine fundierte MEinung
zu realen Schaltungen.
Grüße.
@ Stefan Schmitt (mexakin)
>Schaltungslayout ist ein Handwerk, und ein solches muss man immer mit>viel Zeit verbessern, man lebt und lernt einfach sehr viel durch eigene>Fehler und eben eigene Designs und ständigen Verbesserungen.
Aber nicht ausschließlich und im großen Maßstab! Wenn man alles aus
eigenen Fehlern und Erfahrung lernen will, wird man nicht weit kommen
und trotzdem viel Streß haben! Man sollte sich schon vorher theoretisch
mit dem Stand der DInge und geängigen Arbeitsmethoden vertraut machen!
>Ich zumindest hab noch kein eigenes Design gemacht, was ich nicht sofort>nach BEstückung schon wieder verbessern hätte können.
Dann bist du entweder ein Pedant oder einer, der es nie gelernt hat.
Es gibt drei Weg zur Erkenntnis
Durch Überlegung, das ist der Edelste.
Durch Nachahmung, das ist der Einfachste.
Durch Erfahrung, das ist der bitterste.
Konfuzius
Falk B. schrieb:> Man sollte sich schon vorher theoretisch> mit dem Stand der DInge und geängigen Arbeitsmethoden vertraut machen!
Aha, dann werde mal bitte konkret wie das gehen soll. Persönlich kenne
ich nur layouter, die im wesentlichen den Weg des "learning by doing"
gegangen sind. Natürlich gabs dazwischen auch mal das eine oder andere
Seminar.
@voltwide (Gast)
>> Man sollte sich schon vorher theoretisch>> mit dem Stand der DInge und geängigen Arbeitsmethoden vertraut machen!>Aha, dann werde mal bitte konkret wie das gehen soll.
Schon mal was von Sachbüchern gehört? Oder Publikationen von Firmen zum
Thema Layout, Design Rules, etc.?
> Persönlich kenne>ich nur layouter, die im wesentlichen den Weg des "learning by doing">gegangen sind.
Und dein persönlich erfahrener Horizont begrenzt dein Weltbild?
Ich kenne keinen, der schon mal einen schweren Autounfall hatte, also
gibt es keine schweren Autounfälle?
> Natürlich gabs dazwischen auch mal das eine oder andere Seminar.
Das ist eine Lernmöglichkeit von vielen. Natürlich braucht gutes
Layouten auch viel Übung, aber das gilt für fast alle Handwerke!!!
Uch wenn Layouter kein Ausbildungsberuf ist wie Zimmermann oder Klempner
gibt es dazu trotzdem ein Grundlagenwissen, aka Theorie! Auch im
Selbststudium tut man gut daran, nicht jeden Fehler selber zu machen
sondern viel von anderen zu lernen. Sagte ich bereits mehrfach.
Falk B. schrieb:> Dann bist du entweder ein Pedant oder einer, der es nie gelernt hat.
Manchmal könnte man fast glauben, du verstehst was von der Sache, aber
mit solchen Pöbeleien disqualifizierst du dich dann wieder vollkommen.
Ich behaupte, es gibt kein reales Layout, an dem man nicht noch was
verbessern könnte.
Aber du bist ja schon immer vollkommen... jedenfalls in deiner
Einbildung. Schade.
Georg
@Georg (Gast)
>> Dann bist du entweder ein Pedant oder einer, der es nie gelernt hat.>Manchmal könnte man fast glauben, du verstehst was von der Sache, aber>mit solchen Pöbeleien disqualifizierst du dich dann wieder vollkommen.>Ich behaupte, es gibt kein reales Layout, an dem man nicht noch was>verbessern könnte.
Eben das geht mal ganz schnell in Richtung Pedanterie! Wenn ein Layout
seine Funktion erfüllt, ist es meistens ausreichend gut! Das PERFEKTE
Layout ist in der Praxis NIE das Ziel! Außer bei Pedanten und Künstlern!
>Aber du bist ja schon immer vollkommen...
Nö, aber pragmatisch und realitätsverbunden!
Das man bei vielen Layout im ersten Durchgang kleinere oder manchmal
auch größere Fehler drin hat ist halt so, aber das ist kein Bgerndung
dafür, daß man Layout nur durch sehr viel eigene Übung und Fehler
erlernen kann, so wie es der Teilnehmer hier darstellen wollte!
Beitrag "Re: Komplettkurse und Quellen für's Platinenlayouten"
Georg schrieb:> Manchmal könnte man fast glauben, du verstehst was von der Sache, aber> mit solchen Pöbeleien disqualifizierst du dich dann wieder vollkommen.Georg schrieb:> Das sagt einem aber schon der gesunde> Menschenverstand, der ist überhaupt ein wertvoller Ratgeber, auch wenn> du den als Akademiker eher verachtest.
Das nur als kleiner Spiegel.
Ansonsten glaube ich, dass das nun nichts mehr mit dem Thema zu tun. Ich
denke wir werden uns da nicht mehr einig. Falk Brunner beschreibt den
Sachverhalt genau so wie ich ihn auch sehe. Werden wir uns einig, dass
wir uns uneinig sind.
Danke für die anderen Links und Tipps.
Gruß
ich hab selber kaum tutroial videos gekuckt, aber natürlich unmmengen an
Application-Notes gelesen, viele sauch zum kritischen LAyouten und
soweiter.
Ich hab natürlich auch mitlerweile ein oder zwei Bücher im Regal, mein
bisher beste Ausgabe:
Helmut Ott: Electromagnetic Compatibility engineering kostet 80e und als
Anfänger versteht man natürlich weniger als die Hälfte :)
Beim zweiten lesen machts mehr Sinn und wenn man dann schon einige
Designs selber gemacht hat versteht man dann langsam die Hälfte und
soweiter.
Was ich sagen will, es dauert einfach alles seine Zeit und mit eigenem
größerem Erfahrungsschatz lesen sich viele Quellen immer verständlicher
und anders.
Und zu meiner Meinung, jedes fertige Design verbessern zu können: Es
gibt eben 1000 Wege nach Rom, manche sind schön, manche sind kurz,
manche sind kompliziert, aber alle führen ans selbe Ziel.
Falk B. schrieb:>>Aha, dann werde mal bitte konkret wie das gehen soll.>> Schon mal was von Sachbüchern gehört? Oder Publikationen von Firmen zum> Thema Layout, Design Rules, etc.?
Du hast offenbar das kleine Wörtchen konkret überlesen, kann ja mal
passieren. Also bitte konkrete Titel und links aus Deinem reichen
Erfahrungsschatz für mich Dummy.
Stefan S. schrieb:> ich hab selber kaum tutroial videos gekuckt, aber natürlich> unmmengen an> Application-Notes gelesen, viele sauch zum kritischen LAyouten und> soweiter.>> Ich hab natürlich auch mitlerweile ein oder zwei Bücher im Regal, mein> bisher beste Ausgabe:>> Helmut Ott: Electromagnetic Compatibility engineering kostet 80e und als> Anfänger versteht man natürlich weniger als die Hälfte :)>> Beim zweiten lesen machts mehr Sinn und wenn man dann schon einige> Designs selber gemacht hat versteht man dann langsam die Hälfte und> soweiter.>> Was ich sagen will, es dauert einfach alles seine Zeit und mit eigenem> größerem Erfahrungsschatz lesen sich viele Quellen immer verständlicher> und anders.>> Und zu meiner Meinung, jedes fertige Design verbessern zu können: Es> gibt eben 1000 Wege nach Rom, manche sind schön, manche sind kurz,> manche sind kompliziert, aber alle führen ans selbe Ziel.
Vielen Dank für den Tipp.
Genau so sehe ich das ja auch. Jeder, der hier "nur" auf Erfahrung
setzt, hat ja selbst viele Layout Guidelines und AppNotes gelesen und
versucht umzusetzen. Ich habe eben nach einer oder mehrere Quellen
gesucht, die diese vielen kleinen Dinge zusammenfassen und erklären.
Selbstverständlich muss man selbst mal die Erfahrung gemacht haben, um
zu verstehen wo die Probleme liegen. Ich kenne das auch aus dem Studium.
Während meiner Bachelorarbeit hab ich mir oft gewünscht die ein oder
andere Vorlesung nochmal besuchen zu können, um die Sachverhalte mit dem
neuen Blickwinkel zu betrachten und besser zu verstehen.
Diese Quellen, die ich suche sind ja auch für längere Zeit gedacht.
Natürlich werde ich auch versuchen nebenher so viel Erfahrung wie
möglich sammeln.
Gruß