Schaltplan richtig zeichnen

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In Anlehnung an folgenden Thread [1], werden in diesem Artikel Tipps für das ordentliche Schaltplan-Zeichnen gesammelt. Es hilft, sich Schaltpläne anderer Autoren anzuschauen, die "ordentlich" sind.

Regeln

  • Übersichtlichkeit wahren
  • Bauteilnamen und Werte gut lesbar platzieren
  • Supply-Symbole verwenden und nicht drehen, sofern möglich und sinnvoll (GND zeigt nach unten, VCC nach oben)
  • Keine Leitungen durch andere Bauteile hindurch legen
  • Nur waagrechte und senkrechte Leitungen, nur 90° Winkel. 45° in Spezialfällen. z. B. Spannung an einem Shunt abgreifen, heraus trennen eines Signals aus einem Bus
  • Netzbezeichner bei wichtigen Netzen benutzen. Wichtige Netze sind:
    • Viele Pins/Bauteile am Netz
    • Erhöhte Anforderung ans Layout, z. B. hoher Strom, hohe Frequenz, empfindlicher Eingang, etc.
  • Bauteile drehen, verschieben, spiegeln um Leitungskreuzungen zu vermeiden
  • Busse machen den Schaltplan übersichtlicher, aber wie oben genannt Netzbezeichner verwenden
  • Möglichst oben positivere Spannungen als unten
  • Möglichst links die Eingänge und rechts die Ausgänge
  • Möglichst wenig Leitungskreuzungen, aber nicht auf Kosten übermässiger Leitungslänge
  • Möglichst wenig Leitungsabbiegungen durch ausreichend weit auseinander platzierte und in der gegenseitige Lage zueinander passende Bauteilplatzierung
  • Bei kritischen Schaltungen Leitungen ggf. so führen, wie sie im Layout auch liegen sollen, also gemeinsame Sternpunkte oder Ähnliches
  • Letzteres bedingt auch, dass die Bauteile entsprechend ihrer Funktion passend plaziert werden. Also z.B. die Stützkondensatoren, die vielfach möglichst direkt neben einem IC über dessen Versorgungsspannung geklemmt werden, auch im Schaltplan direct neben dem IC zeichnen, damit dezent darauf hingewiesen ist, wo sie plaziert werden sollen.
  • Möglichst sinnvolle Aufteilung in Funktionsblöcke, falls es grösser als ein Blatt wird, damit nicht zu viele Leitungen die Blätter kreuzen. Falls die gewählte Software das zulässt: Jeden Funktionsblock in einen separaten hierarchischen Unterschaltplan stecken.
  • Schaltpläne enthalten Verbindungsleitungen (Signale) und nicht eine Ansammlungen von Netznamen. So sollte es nicht aussehen! Eher so.
  • "Null Ohm" Widerstände, die als Brücken verwendung finden, oder auch direkte Drahtbrücken gehören auch in den Schaltplan, und sollten nicht verschämt verschwiegen werden. Grund: Sie sind oft gute Orientierungs- und Messpunkte bei der Fehlersuche, die nicht unterschlagen werden sollten. Dazu führt ihr Auftreten im Schaltplan auch zu einem Auftreten in der Stückliste (BOM, Bill Of Materials), was der Produktion hilft, da ja auch Null Ohm Widerstände und Brücken in die Bevorratung miteinbezogen werden müssen.

EXTRA für Eaglenutzer

  • Ein Bauteil hat einen Bezeichner (NAME) und einen Wert (VALUE). Beide sollten vorhanden sein.
  • Beides soll so angeordnet werden, dass man beides auch lesen kann. (SMASH benutzen!)
  • NAME und VALUE schon in der Bibliothek sinnvoll platzieren - macht SMASH meist unnötig. Besonders gut geht es mit ALIGN: CENTER.
  • Für GND-Netze sollte man die entsprechenden Symbole nehmen, nicht winzigklein den Netznamen ändern und auch diese nicht kreuz und quer über den Schaltplan zeichen.
  • Das gleiche gilt auch für andere globale Netze wie z.B. VCC.
  • Es gibt auch Schaltplanrahmen (Bibliothek frames), die man auch ausfüllen kann.
  • Man muss nicht alles auf eine Schaltplanseite zeichnen (wenn man eine Vollversion hat)
  • Man kann mehrere Schaltplanrahmen auf einer Seite platzieren und (mit WINDOW statt FULL) getrennt drucken (wenn man keine Vollversion hat)
  • Beim Drucken des Schaltplans sollte man die Kringel um die elektrischen Anschlüsse AUSSCHALTEN (Layer 93 - Pins). Dieser Layer wird praktisch nur sehr wenig genutzt.

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