Hallo, hat hiermit schon mal jemand herumgespielt? http://www.litrade.de/shop/Akkus-Zubehoer/LTO-Lithium-Titanate-Oxid/LTO-2-4V-1-3h-Lithium-Titanate-Oxid.html Angeblich bis zu 30000!! Zyklen! Spannend finde ich die Nennspannung von 2,4V, also genau dem doppelten von NIMH
Eigentlich sollte es sich ja mittlerweile herumgesprochen haben, was "bis zu" bedeutet. Wo ist das Datenblatt, wo die garantierten Werte? P.S.: In der Anzeige steht: Zyklen: 30.000 @ 1C 20.000 @ 2C 10.000 @ 3C Also dauert ein Zyklus mit 1C gut zwei Stunden. Um so 30.000 Zyklen zu verifizieren hätte man schon 7 Jahre testen müssen.
Hp M. schrieb: > Eigentlich sollte es sich ja mittlerweile herumgesprochen haben, was > "bis zu" bedeutet. Auf dieser Seite steht immerhin nicht "bis zu", sondern "Über 30000 Zyklen". Ich kann mich allerdings daran erinnern, dass man bei den NiCd-Akkus anfangs auch mal von merheren Tausend Zyklen gesprochen hat, die die aber nie ausgehalten haben - schon gar nicht bei der damals üblichen Ladetechnik.
Lithium-Titanat Akkus sind eine Weiterentwicklung von LiFePO4 Akkus. Die Kathode besteht aus Lithium-Eisen-Phosphat, die Anode aus Lithium-Titanat. Normale LiFePO4 Akkus haben eine Graphit-Anode. Siehe http://www.elektroniknet.de/power/energiespeicher/artikel/104344/4/ Sowohl die Vorteile als auch die Nachteile von LiFePos gegenüber anderen LiIon-Akkus sind beim Lithium-Titanat noch extremer. Vorteile sind Einsatzfähigkeit bei extremen Temperaturen (-40° bis 75°), hohe Ströme beim Laden und Entladen, hohe Robustheit und Sicherheit, hohe Spannungskonstanz gegenüber dem Ladezustand und nicht zuletzt lange Lebensdauer. Größter Nachteil ist die niedrige Spannung von ca 1,86V. (2,4V ist die Ladeendspannung). Auch die mögliche Energiedichte ist nur etwa halb so groß wie bei LifePos mit Graphit-Anoden. Damit gibt es wohl nur wenige sinnvolle Anwendungen für Lithium-Titanat Akkus.
Jobst Q. schrieb: > Damit gibt es wohl nur wenige sinnvolle Anwendungen für Lithium-Titanat > Akkus. Das sehe ich anders. Der Temperaturbereich ist sehr interessant. Mein Arbeitgeber macht z.B. Elektronik für den Aussenbereich. Keinen billigen Consumerkram, drum muss das zuverlässig sein. Und da muss -40 - +50° + Sonne Umgebungstemperatur verkraftet werden (z.B. gibts Installationen in Kanada, Russland und Dubai). Viel gibts da nämlich nicht, wenn man momentan eine Solar-Akku-Lösung bauen möchte. Speziell wenn man die Akkus bei <-20° LADEN können muss, wird es problematisch, selbst mit LiFePO4. Für Akkubasierte Kraftwerke könnte ich mir das auch vorstellen. Schnelladen + Hohe Zyklenzahl düfte da interessant sein. Man braucht nicht für alle Anwendungen eine hohe Energiedichte. Kennt jemand einen Link auf detailliertere Datenblätter zum Temperaturverhalten usw?
nein, die Nennspannung ist 2,4V, max Ladeschlusspannung 2,8V 1,8V gilt für Schwefel Akkus
Björn schrieb: > nein, die Nennspannung ist 2,4V, max Ladeschlusspannung 2,8V > 1,8V gilt für Schwefel Akkus Die 1,86 V gelten für den Akku in dem von mir verlinkten Artikel mit LiFePo4 als Kathode und Titanat als Anode. Es gibt wohl auch Titanat-Akkus mit LiMn2O4 als Kathode, da wäre die Spannung etwas höher. Dabei ist dann aber auch der Temperaturbereich kleiner (-30°-+55°).
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