Nabend
Wir würden gerne mit dem Klingen des Telefons einen Kontakt schließen.
Im Netz fand ich diese Schaltung:
http://www.aaroncake.net/circuits/pflash.asp
Als Optokoppler haben wir abweichend einen 4N35 verbaut.
Und aufgebaut haben wir nur bis zum Optokoppler und dort an 4 und 5 eine
Widerstandsmessung durchgeführt.
Leider ist der Widerstand immer unendlich groß...
Also schaltet der Opto wohl nicht durch, oder?
Zwischen 1 und 2 liegen jedoch 5V an.
Kann jemand sagen, wo das Problem liegt?
Kurt schrieb:> Kann jemand sagen, wo das Problem liegt?
An der Messung. Das schalten eines Transistors kann nicht mit dem
Ohmmeter gemessen werden.
Verbinde den Emitter des Transistors mit der Masse und messe die
Spannung zwischen +5V und dem Kollektor des Transistors. Oder schalte
eine LED mit Vorwiderstand zwischen +5V und dem Kollektor.
Kurt A. schrieb:> An der Messung. Das schalten eines Transistors kann nicht mit dem> Ohmmeter gemessen werden.
Abgesehen davon kannst Du keine Ohmmessung an einem Bauteil vornehmen
das unter Spannung steht.
Mhh, ja die Diode im Optokoppler ist jetzt wohl defekt.
Mit dem Multimeter habe ich (ohne weitere anleigende Spannungen) 40MOhm
gemessen.
Mist, das war der einzige Optokoppler den ich hier habe.
Das Telefonkabel kommt aus einer Fritzbox und liefert 40V während des
Klingelns, ansonsten nichts.
Schalten möchte ich damit eine Last von 1A bei 12V.
Es ist auch nicht schlimm, wenn die Last nur während des Klingelns
geschaltet wird.
Gibt es noch ne Möglichkeit ohne Optokoppler?
Und mit wie viel Strom darf ich die Leitung aus der Fritzbox belasten?
Wahrscheinlich mit gar keinem, oder?
Kurt schrieb:> Mhh, ja die Diode im Optokoppler ist jetzt wohl defekt.> Mit dem Multimeter habe ich (ohne weitere anleigende Spannungen) 40MOhm> gemessen.>> Mist, das war der einzige Optokoppler den ich hier habe.>> Das Telefonkabel kommt aus einer Fritzbox und liefert 40V während des> Klingelns, ansonsten nichts.
Was zeigt das Messgerät denn an, wenn Du auf Diodentest umschaltest?
Du musst die Messpitzen dann auch mal tauschen, also rot an 1, schwarz
an 2 und umgekehrt. Du kannst die Led im Optokoppler nicht ohmisch
messen.
...es gibt Geschäfte die haben soviele Optokoppler das sie die verkaufen
müssen ?
Eigentlich muss dein Relais im Ruhezustand angezogen sein, d.h. wenn
keine Rufspannung anliegt. Q1 bekommt über R2 und R3 Spannung an seine
Basis, wird leitend, und schaltet das Relais gegen GND. Es zieht an.
Welche Werte haben R2 und R3 ? Das willst du doch eigentlich so nicht.
OK, also auch nicht ohmisch testen.
Beim Diodentest zeigt das Messgerät entweder .OL
oder 1,051V an, je nachdem wie ich es anschließe.
Spannung kann ich gerade nicht mehr messen, mache ich morgen.
Kurt schrieb:> OK, also auch nicht ohmisch testen.>> Beim Diodentest zeigt das Messgerät entweder .OL> oder 1,051V an, je nachdem wie ich es anschließe.>> Spannung kann ich gerade nicht mehr messen, mache ich morgen.
Dann würde ich behaupten der Optokoppler ist in Ordnung.
Aber lies Dir mal meine anderen Beiträge durch.
Jörg R. schrieb:> Abgesehen davon kannst Du keine Ohmmessung an einem Bauteil vornehmen> das unter Spannung steht.
der typische Transistor eines Optokopplers ist doch Spannungsfrei und
eine Ohmmessung liefert die Spannung aus dem Multimeter, wenn sie zu
gering ist geht man auf Diodenmessung, nur muss die + Spannungsstrippe
aus dem DMM an den Collector und die - Strippe an den Emitter.
Wenn die IR Diode passend bestromt wird sollte man das messen können.
Joachim B. schrieb:> der typische Transistor eines Optokopplers ist doch Spannungsfrei....
Die Schaltung wird mit 5 Volt versorgt. Im Ruhezustand liegt am
Collector des OC die Spannung an die aus R2 und R3 gebildet wird (deren
Größe wir nicht kennen). Ich schließe mein Multimeter im Meßbereich Ohm
oder Diode nicht an eine Schaltung an die mit Strom versorgt wird. ?
Jörg R. schrieb:> Die Schaltung wird mit 5 Volt versorgt.Kurt schrieb:> Und aufgebaut haben wir nur bis zum Optokoppler und dort an 4 und 5 eine> Widerstandsmessung durchgeführt.
MaWin schrieb im Beitrag #4596506:
> AfD übetall ? Zwangsweise eindeutschung.
Ein ELR ist ein elektronisches Lastrelais.
Was Du mit deinem Kommentar meinst verstehe ich nicht.
Kurt schrieb:> Jörg R. schrieb:>> Die Schaltung wird mit 5 Volt versorgt.>> Kurt schrieb:>> Und aufgebaut haben wir nur bis zum Optokoppler und dort an 4 und 5 eine>> Widerstandsmessung durchgeführt.
Sorry, das habe ich nicht richtig beachtet ?
Dann lege doch mal einen Widerstand vom Collector nach 5 Volt, den
Emitter auf GND. Im Ruhezustand sollten dann ca. 5 Volt am Collector
anliegen. Mit Rufstrom sollte die Spannung Richtung 0 Volt gehen,
natürlich nicht ganz 0 Volt.
Jörg R. schrieb:> MaWin schrieb im Beitrag #4596506:>> AfD übetall ? Zwangsweise eindeutschung.>> Ein ELR ist ein elektronisches Lastrelais.> Was Du mit deinem Kommentar meinst verstehe ich nicht.
man nennt das heute auf neudeutsch Solid-State-Relais (bis zum relay
reicht's meistens dann doch nicht). Verwendet man die deutsche
Bezeichnung wird man in die rechte Ecke gestellt.
Schreibe also in Zukunft lieber SS-Relais :-)
Kurt schrieb:> Wir würden gerne mit dem Klingen des Telefons einen Kontakt schließen.> Im Netz fand ich diese Schaltung:
Gesehen! Ich hatte vor gut 25 Jahren mit Anrufbeantwortern zu tun, und
da hatten wir eine ähnliche Schaltung eingebaut...
Wichtig ist der Kondensator, der Optokoppler muss mit einer
anti parallelen Diode gegen die andere Seite der Rufwechselspannung
geschützt werden und die zwei Z-Dioden anti seriell sollen nur einen
Teil der Rufwechselspannung abblocken, damit der 4Nxx nicht zerstört
wird...
Die Basis vom Phototransistor sollte mit 100 K bis 1 M nach Masse
abgeschlossen sein und nicht in der Luft hängen als Antenne für
irgend welche Störsignale von aussen...
Zwischen R2/R3 Knotenpunkt gegen Masse gehört ein 0,47 bis 10 uF
Kondensator, Elko...
Mani W. schrieb:> Die Basis vom Phototransistor sollte mit 100 K bis 1 M nach Masse> abgeschlossen sein und nicht in der Luft hängen als Antenne für> irgend welche Störsignale von aussen...>> Zwischen R2/R3 Knotenpunkt gegen Masse gehört ein 0,47 bis 10 uF> Kondensator, Elko...
Ja, sehe ich auch so...
Ich bin aber nach wie vor der Meinung das die Schaltung so wie sie
abgebildet ist nicht wie gewünscht funktioniert. Das Relais ist im
Ruhezustand, es liegt kein Rufstrom an, eingeschaltet. Oder mache ich
einen Denkfehler ?
Jörg R. schrieb:> Ich bin aber nach wie vor der Meinung das die Schaltung so wie sie> abgebildet ist nicht wie gewünscht funktioniert. Das Relais ist im> Ruhezustand, es liegt kein Rufstrom an, eingeschaltet. Oder mache ich> einen Denkfehler ?
wenns klingelt leuchtet die IR LED der Opto schaltet und sperrt den Rel.
Transistor, das Rel. fällt ab, nun liegts beim TO welche Rel Kontakte er
nutzen will NC normaly closed (Ruhekontakt) oder NO normaly open
(Arbeitskontakt).
Joachim B. schrieb:> wenns klingelt leuchtet die IR LED der Opto schaltet und sperrt den Rel.> Transistor, das Rel. fällt ab, nun liegts beim TO welche Rel Kontakte er> nutzen will NC normaly closed (Ruhekontakt) oder NO normaly open> (Arbeitskontakt).
Ja, kann man so machen. D.h. aber dass das Relais ständig Strom braucht.
Sinnvoll ist das nicht :-)
Jörg R. schrieb:> aber dass das Relais ständig Strom braucht.> Sinnvoll ist das nicht :-)
das bleibt doch den Anwendern überlassen, ich rette nicht mehr die Welt.
Kommt halt drauf an, ich würde den Opto gleich ein Rel schalten lassen
hab letztens schöne 5V mit 33mA gesehen, kommt aber auf die gewünschte
Schaltleistung an, lieber sind mir SSR die gleich an Stelle der Optos
treten.
Hermann schrieb:>> Das Telefonkabel kommt aus einer Fritzbox und liefert 40V während des>> Klingelns, ansonsten nichts.
Dann sollte es reichen, über einen Brückengleichrichter mit Siebung
durch Elko ein hochohmiges Relais anzuschliessen.
> Was denn? DC oder AC? 40V kann nicht stimmen. Die Ruhespannung vor dem> Kingeln ist 35V DC. Beim Klingeln gibt es einen 25Hz Sinus mit 32Veff.
Falls eine Gleichspannung auf der Leitung liegt, muss man vor dem
Brückengleichrichter noch einen Folienkondensator mit einigen µF
zur Abtrennung der Gleichspannung schalten.
MaWin schrieb im Beitrag #4596858:
> Man muss dafür keinen neuen landessprachlichen Namen erfinden,> mit dem einzigen Ziel, daß einen niemand mehr versteht.>> Sprache ist kein Selbstzweck.
100% Zustimmung. Genau wie der Unfug mit "Hochsetz- bzw
Tiefsetzsteller".
Der Andere schrieb:> 100% Zustimmung. Genau wie der Unfug mit "Hochsetz- bzw> Tiefsetzsteller".
Hmm, das Wort Schaltnetzteil ist auch nicht mehr erwünscht?
Und im Urlaub geht man zur "Cruise" an "Board"?
Joachim B. schrieb:> das bleibt doch den Anwendern überlassen...
Darum geht es doch nicht :-)
Im Fehlerfall, Relais defekt, Ansteuerung defekt...schaltet Dein
NC-Kontakt die Last ein. Der Stromverbrauch ist Nebensache.
> ich rette nicht mehr die Welt.....
Musst Du auch nicht, das machen andere.....
Harald W. schrieb:> Und im Urlaub geht man zur "Cruise" an "Board"?
Und der Befehl zur Anzeige eines Verzeichnisses heisst "DIR" - nicht wie
von Siemens mal vorgeschlagen DPV (Daten- und Programm-Verzeichnis).
Weltweit.
Aber weltweit gültige Begriffe sind natürlich für Volkstümler nicht
akzeptabel.
Georg
Georg schrieb:> Und der Befehl zur Anzeige eines Verzeichnisses heisst "DIR" - nicht wie> von Siemens mal vorgeschlagen DPV (Daten- und Programm-Verzeichnis).> Weltweit.
Als ich mich einmal durch die Handbücher, genauer: Microfiches, einer
Siemens R10VH durchkämpfen musste, stieß ich auf den Begriff
"Prozesssignalformersteuerung". Ich fragte damals auch mehrere andere
Leute, die mir diesen Begriff auch nicht erklären konnten. Irgendwann
nach dem Studium der Stromlaufpläne fiel dann bei mir der Groschen. ;-)
Bitte in diesem Thread nicht die Welt retten, Danke!
Auch für den Link zu AVR, solche Angaben habe ich gesucht.
KAnn es sein, das mein Multimeter, welches sich selbst auf AC oder DC
einstellt,
mit der Messung Probleme hat?
Kurt schrieb:> Bitte in diesem Thread nicht die Welt retten, Danke!
Entschuldigung !
> Auch für den Link zu AVR, solche Angaben habe ich gesucht.>> KAnn es sein, das mein Multimeter, welches sich selbst auf AC oder DC> einstellt,> mit der Messung Probleme hat?
Kannst Du es fest einstellen ? Welches Multimeter benutzt Du ?
Jörg R. schrieb:> Joachim B. schrieb:>> wenns klingelt leuchtet die IR LED der Opto schaltet und sperrt den Rel.>> Transistor, das Rel. fällt ab, nun liegts beim TO welche Rel Kontakte er>> nutzen will NC normaly closed (Ruhekontakt) oder NO normaly open>> (Arbeitskontakt).>> Ja, kann man so machen. D.h. aber dass das Relais ständig Strom braucht.> Sinnvoll ist das nicht :-)
Dazu wissen wir zu wenig über die Anwendung!
Ich hätte hier auch eine Schaltung, eine Sicherheitsabschaltung einer
CCD Cam die deren Versorgung abschalten soll wenn der Kühlmittelfluß
ausbleibt.
Beste Lösung USB Netzteil 5V Rel. angezogen also dauerbestromt versorgt
ein weiteres Relais und da den Ruhekontakt.
Fällt nun die USB Spannung aus gibt es keine Versorgung der CCD Cam
durch Rel.1 normal dauerbestromt, gibt es Alarm vom Ausfall Duchfluß
Kühlmittel zieht das 2te Rel. an und unterbricht auch die CCD
Versorgung.
Also dauerbestromte Rel. können sinnvoll sein, z.B. um zu zeigen das
Spannung vorhanden ist und klingeln würde unterbrechen z.B. eine
Arbeitsleuchte.
Jörg R. schrieb:> Kannst Du es fest einstellen ? Welches Multimeter benutzt Du ?http://www.peaktech.de/produktdetails/kategorie/digital---handmultimeter/produkt/p_2025.html
Ja, tatsächlich!
Danke für die Frage
Joachim B. schrieb:> Dazu wissen wir zu wenig über die Anwendung!
Die Fritzbox kann Anrufe von bestimmten Telefonnummern an eine bestimmte
Nebenstelle leiten.
(Wir haben aber gar kein Telefon an der Box...)
An diesen Anschluss soll die Schaltung, welche bei Anruf einen Kontakt
schließt durch den 1A bei 12V durchlaufen werden.
Dieser Schalter lässt den Türsummer seinen Dienst verrichten,
also bei Anruf Tür auf :-)
Hallo,
ob die Fritzbox noch 25Hz Rifspannung erzeugt, weiß ich nicht.
Übliche kleine TK-Anlagen der Vergangeheit begnüten sich mit 22-24V
50Hz, den heutigen Telefonen reichte es und daß ein W38 oder W48 damit
kaum klarkam, war egal.
Üblich wäre es wie früher (tm): Reihenkondensator so um 1µF und
passendes Wechselspannungsrelais. Fällt praktisch wegen eines geeigneten
Relais aus.
Also Brückengleichrichter, Optokoppler mit Didoe drüber gwegend er
Sperrspannung. Strombegrenzung erledigt der Kondensator mit passendem
Wert.
Unpraktisch dabei: wenn ein Telefon paralle dran ist, wird die
Sprechspannung gedämpft, ein Brückengleichrichetr ist eben keine
Induktivität wie eine Relaisspule. Entweder einen 1k Widerstand in Reihe
zum Kondensator oder eine passende Drossel.
Ob 1µF passt rechne ich jetzt nicht nach, war der Wert in den alten
Zusatzweckern bei 25Hz und 60V (oder höher...) Rufspannung.
Gruß aus Berlin
Michael
Michael U. schrieb:> ob die Fritzbox noch 25Hz Rifspannung erzeugt, weiß ich nicht.> Übliche kleine TK-Anlagen der Vergangeheit begnüten sich mit 22-24V> 50Hz, den heutigen Telefonen reichte es und daß ein W38 oder W48 damit> kaum klarkam, war egal.
Die Fritzbox 7390 liefert eine Klingelspannung mit 25 Hz, ca. 32 Volt
effektiv und darf mit max. 10 mA belastet werden.
Michael U. schrieb:> Unpraktisch dabei: wenn ein Telefon paralle dran ist, wird die
Ist nicht, macht ja auch ganz wenig Sinn, wenn immer das Telefon
klingelt,
wenn ich die Tür öffnen möchte.
Joachim B. schrieb:> = 30mA kann ein Optokoppler schaffen ab CTR 200% und mehr
Lt. Datenblatt kann der 4N35 max 100mA
Ich hab noch ein 5V Relais mit 70Ohm,
dann fließen 70mA durch den OC.
Werds heute abend mal Versuchen.
Michael U. schrieb:> Also Brückengleichrichter, Optokoppler mit Didoe drüber gwegend er> Sperrspannung. Strombegrenzung erledigt der Kondensator mit passendem> Wert.
Hi Michael
Für mein Verständnis muss ich noch ein paar Fragen stellen:
Die beiden Z-Dioden im Schaltplan
http://www.aaroncake.net/circuits/pflash.asp
sind nicht zur Gleichrichtung, sondern zur Spannungsbegrenzung?
Wofür schlägst du zusätzlich einen Gleichrichter vor?
Was genau macht die Diode über dem Eingang des OC?
Prinzipiell sind dann doch zwei Dioden entgegengesetzt parallel
geschaltet.
Der Kondensator wirkt als Strombegrenzer, da er, pro Halbwelle, nur eine
bestimmte Menge an Ladung aufnehmen kann und auch nur diese wieder
abgibt?
Danke Dir und allen Anderen für die Hilfe!
Kurt schrieb:> Was genau macht die Diode über dem Eingang des OC?> Prinzipiell sind dann doch zwei Dioden entgegengesetzt parallel> geschaltet.
Die Diode D3 schützt den OC.
Jörg R. schrieb:> Die Fritzbox 7390 liefert eine Klingelspannung mit 25 Hz, ca. 32 Volt> effektiv und darf mit max. 10 mA belastet werden.
Das sollte für ein passendes Relais ausreichen.
Harald W. schrieb:> Falls eine Gleichspannung auf der Leitung liegt, muss man vor dem> Brückengleichrichter noch einen Folienkondensator mit einigen µF> zur Abtrennung der Gleichspannung schalten.
Die Fritzbox liefert im "Normalzustand" 35 Volt Gleichspannung.
Die müssen, wie schon beschrieben, über einen Kondensator entkoppelt
werden. Schließlich soll nur die Rufspannung die Aktion auslösen.
Jörg R. schrieb:> Kurt schrieb:>> Was genau macht die Diode über dem Eingang des OC?>> Prinzipiell sind dann doch zwei Dioden entgegengesetzt parallel>> geschaltet.>> Die Diode D3 schützt den OC.
Ja, aber wie und warum?
Der OC ist doch auf der Seite auch nur eine Diode.
Jörg R. schrieb:> Schließlich soll nur die Rufspannung die Aktion auslösen.
OK, die Leitung liefert immer 35V Gleichspannung,
und wenn es klingelt, wird es eine Wechselspannung.
Aber wie genau unterscheidet das die Schaltung?
Kurt schrieb:> Jörg R. schrieb:>> Kurt schrieb:>>> Was genau macht die Diode über dem Eingang des OC?>>> Prinzipiell sind dann doch zwei Dioden entgegengesetzt parallel>>> geschaltet.>>>> Die Diode D3 schützt den OC.>> Ja, aber wie und warum?> Der OC ist doch auf der Seite auch nur eine Diode.>> Jörg R. schrieb:>> Schließlich soll nur die Rufspannung die Aktion auslösen.>> OK, die Leitung liefert immer 35V Gleichspannung,> und wenn es klingelt, wird es eine Wechselspannung.>> Aber wie genau unterscheidet das die Schaltung?
Hallo Kurt,
eine Led verträgt nur eine geringe Sperrspanung, also die Spannung die
umgekehrt der zum normalen Betrieb notwendigen Polarität anliegt. Das
passiert wenn man z.B. eine Wechselspannung an eine Led anlegt. Ohne den
Schutz einer antiparallelen Diode würde die Led zertört werden.
Zur Frage "Aber wie genau unterscheidet das die Schaltung?" nur soviel:
Ein in Reihe geschalteter Kondensator lässt eine Wechselspannung
passieren. Eine anliegende Gleichspannung wird geblockt.
Mit diesem Kommentar möchte ich mich aus diesem Thread verabschieden.
Zu einem relativ normalem Problem wurde schon viel geschrieben und Du
hast nun schon viele gute Hinweise bekommen.
Ich denke dass Du dir erst einmal einige Grundlagen aneignest bevor du
weiter an deiner Schaltung arbeitest ?
Nabend Jörg
In der Hoffnung, das du es zumindest noch liest:
Vielen Dank für deine ausführlichen Erklärungen.
Jetzt verstehe ich die Schutzfunktion der antiparallelen Diode sehr gut.
Die Funktion des Kondensators hätte mir bewusst sein müssen, jetzt werd
ich's nimmer vergessen!
Kurt schrieb:> Nabend Jörg>> In der Hoffnung, das du es zumindest noch liest:>> Vielen Dank für deine ausführlichen Erklärungen.>> Jetzt verstehe ich die Schutzfunktion der antiparallelen Diode sehr gut.> Die Funktion des Kondensators hätte mir bewusst sein müssen, jetzt werd> ich's nimmer vergessen!
Hallo Kurt,
na klar lese ich das noch :-)
Für Dich wäre es halt einfacher wenn Du von einigen Bauteilen wüsstest
was sie machen bzw. wie sie ungefähr funktionieren. Es hilft Dir ja
nicht wenn Du die ganzen Postings liest aber nicht verstehst warum dies
oder das empfohlen wird.
Welchen Hintergrund hast Du ? Ist es ein Hobby womit Du gerade anfängst
?
Gehst Du beruflich in diese Richtung ?
Nochmal zu Deiner Schaltung. Ich würde, wie auch schon mehrfach von
anderen Usern empfohlen, ein SSR nehmen. Die gibt es in kleiner schmaler
Bauform für bis zu 3 Ampere Laststrom und benötigen im Steuerkreis < 30
mA. Den Eingang bildet ein Optokoppler.
Also, viel Spaß noch. Ich bin froh das Du meinen letzten Eintrag so
aufgenommen hast.
Gruß
Jörg
Hi Jörg
Die Hilfe in diesem Forum ist deutlich besser als in den vielen Arduino
oder Raspberry Foren, in welchen ich mich anfangs auch herumgetrieben
habe.
Nur ist die Hilfe auf deutlich höherem Niveau und für mich als
Einsteiger nicht immer sofort (oder überhaupt) zu verstehen.
Da ich hier auch viel lese, weiß ich, dass ich damit nun wirklich nicht
alleine bin.
Vielleicht könnte es Benutzerränge geben, sodass es den Antwortern
möglich ist auf den Wissensstand des Fragenden einzugehen.
Ich selbst würde mich mittlerweile als "erfahrenen Praktikanten"
einstufen :-)
Hobby einerseits.
Da ich so ungefähr einschätzen kann was mit digitaler Elektronik möglich
ist,
versuche ich es halt zu nutzen.
Tür öffnen bei Anruf ist doch praktisch.
Die Idee kam mir, als ich unsere Fritzbox neben dem Türöffner im Flur
befestigt habe.
(Dort kommt auch die Telefonleitung an, war also ein Zufallsfund :-)
Studium andererseits.
Da brauche ich die Elektronik um meine Abschlussarbeit zu realisieren.
Wir hatten zwar "Grundlagen E-Technik" als Vorlesung, aber damit kann
ich auch nur Knoten und Maschen berechnen
und vor allem die Unterschiede zwischen Synchron und Asynchronmotoren
erklären...
Ja, die Grundlagen sind wichtig, aber irgendwie ging es für mich in die
falsche Richtung.
Was ein SSR ist konnte mir unser Prof leider nicht sagen, als ich ihn
nach einer Halbleiterversion eines Relais fragte.
Darauf bin ich hier im Forum gestoßen (worden).
Und ob Relais oder SSR, meine Schaltung ist noch nicht so weit.
GErade habe ich bemerkt, das meine Z Dioden 100V haben und nicht 20V.
Auch mein Kondensator setzt sich aus 4 parallel geschalteten zusammen,
da ich keine passende Kapazität habe.
Werde mir jetzt mal ein paar Konvolute von Bauteilen bestellen,
damit aus dem Hobby auch was werden kann.
Kurt schrieb:> Tür öffnen bei Anruf ist doch praktisch.> Die Idee kam mir, als ich unsere Fritzbox neben dem Türöffner im Flur> befestigt habe.> (Dort kommt auch die Telefonleitung an, war also ein Zufallsfund :-)
Was passiert denn wenn jemand zufällig die Rufnummer der Fritzbox anruft
?
Muss man noch einen Pin eingeben oder geht die Tür dann sofort auf ?
Ich bin kein Freund von Konvoluten, es sei denn sie sind sehr preiswert.
Kaufe Dir lieber gezielt die Bauteile die du für das kleine Projekt
benötigst.
Wenn du ein normales Relais verwendest benötigst Du auch wieder eine
Schutzdiode parallel zur Spule > Kathode an Plus der Spule. Die ist in
deinem Schaltbild nicht zu sehen. Ohne zerlegt es evtl. den Transistor
Q1. Die Diode eleminiert die Spannung die durch das Abschalten des
Relais erzeugt wird.
Gute Nacht :-)
Jörg R. schrieb:> Was passiert denn wenn jemand zufällig die Rufnummer der Fritzbox anruft
In der FB kann man Anrufe von bestimmten Nummern an eine bestimmte
Zweigstelle weiterleiten.
Somit gibt es eine Whitelist.
Jörg R. schrieb:> Ich bin kein Freund von Konvoluten, es sei denn sie sind sehr preiswert.> Kaufe Dir lieber gezielt die Bauteile die du für das kleine Projekt> benötigst.
Bei Pollin gibt es einige solcher Sortimente.
Meine Sorge ist nur, das sie dort alles loswerden wollen,
was sonst keiner gebrauchen kann.
Teurer sind die allerdings nicht.
Jörg R. schrieb:> Ohne zerlegt es evtl. den Transistor
Ja, die Freilaufdiode.
Habe schon einige Schaltungen, welche wahrscheinlich deutlich größere
Induktivitäten hatten, ohne Freilaufdioden aufgebaut, ohne das ein
Bauteil zerstört wurde.
Auch einen Motor der 30mA zog direkt an einem Arduino Uno.
Aber sicher ist sicher.
Solche "Feinheiten", auch die Pufferkondensatoren an jedem digitalen
Stromkreis, die wohl gängig sind, fehlen mir einfach.
Das ist leider der Preis den man als Einsteiger zahlen muss.
Wenn ich nochmal 10 Jahre zurück könnte, würde ich gerne eine Ausbildung
als Elektroniker machen.
Kurt schrieb:> Wenn ich nochmal 10 Jahre zurück könnte, würde ich gerne eine Ausbildung> als Elektroniker machen.
Das bekommst Du auch so hin :-) Das Internet ist Fluch und Segen. Für
uns Techniker ist es ein Segen...
...wenn ich nochmal 35 Jahre zurück könnte würde ich studieren :-)
So, geschafft.
Aber anders als gedacht.
Den OK bekam ich einfach nicht durchgeschaltet,
keine Ahnung warum.
Wenn ich das Datenblatt richtig verstehe benötigt er 50mA,
weiter unten im Diagramm (Vf-If) aber deutlich weniger.
Also im Bestand gesucht und ein paar 24V Relais gefunden.
Die schalten auch bei 10mA durch, obwohl anders angegeben.
Einen Schaltplan habe ich mal eben skizziert und noch n Foto von dem
Kunstwerk gemacht.
Einstellungen für die Fritzbox:
Im Telefonbuch den Kontakten erlauben, die Klingelsperre zu umgehen.
(Also Mutti darf auch nachts anrufen :-)
Und die Klingelsperre kann am Telefoniegerät dauerhaft gesetzt werden.
Das Relais schaltet jetzt den Türöffner der Haustür :-)
Vielen Dank für all die Ratschläge!
Hab wieder viel gelernt.
Joachim B. schrieb:> warum ist in deinem Schaltbild ein bipolarer Kondensator, verbaut aber> ist ein Elko?
Weil mir der Unterschied nicht bekannt war
und weil ich den verbauten Kondensator noch hier rumliegen hatte.
Aber warum funktioniert es denn dann?
Kurt schrieb:> Aber warum funktioniert es denn dann?
Die Schaltung mit dem Elko ist völlig in Ordnung. An dem Kondensator
liegt im Ruhezustand eine Gleichspannung an (bei der Fritzbox meines
Wissens ca. 30V). Während des Läutens wird eine Wechselspannung von ca.
2,9V überlagert (ergibt sich aus 22µF, 10mA und 25Hz). Dadurch ändert
sich die Spannung am Kondensator zwischen 27V und 33V, ist aber immer in
die gleiche Richtung gepolt.
Der Rest der Rufspannung liegt am Widerstand und gleichgerichtet am
Relais.
Du musst nur darauf achten, dass der Kondensator richtig herum
angeschlossen ist. Also mal die Spannung am Kondensator nachmessen und
die Telefonleitung umpolen, falls die Spannung falsch gepolt ist.
Vermutlich stimmt die Polung, sonst wäre der Kondensator wohl schon
kaputt.
Hallo,
irgendwie geraten die Zusammenhänge etwas auseinander uach wenn er seine
Schaltung durchaus so nutzen kann wie sie ist.
Speisespannung beim analogen Telefon waren mal 60V Gleichspannung. Mußte
ja auch eine ziemliche Sterecken vom Amt zum Teilnemher überbrücken.
TK-Anlagen hatten meist 48V, später auch 24V und im zeitalter der
Eelektronischen" Telefone und kurzen Leitungen einer Nebenstellenanlage
völlig ausreichend.
Rufspannung war mal um die 100V 25Hz, war nötig, um auch 2 Telefonwecker
direkt zum ausreichend lauten Läuten zu bewegen.
Bei TK-Anlagen auch immer geringer geworden, manchmal hat man auch
gelich 50Hz genommen, 50V 25Hz zu erzeugen war damals einfach zu
aufwändig.
Zum eigentlichen Grund meiens Postings: es müssen mehrere Sacehn unter
einen Hut gebracht werden. Die Erkennung, ob abgenommen wurde, erfolgt
durch den Schleifenstron, mit aufgelegtem Hörer liegt nur die Klingel
über den Kondensator an a und b-Leitung.
Mit abgenommenem Hörer gibt es einen Gleichstrompfad, dessen Widerstand
so bemessen war, daß ca. 4-6V am Telefon für die Speisung des
Kohlemikrofons da sind. Am Amts-Ende liegen (lagen) Relaiswicklungen
eines Relais in Reihe zu den Leitungen, das Relais zog an, wenn der
Hörer abgenommen wurde.
Außerdem sorgte die Induktivität des Relais dafür, daß die
Sprechwechselspannung nicht über die Amtsbatterie kurzgeschlossen wurde
(Drosselwirkung). Im Telefon genauso: der Kondensaor sorgte dafür, daß
die Rufwechselspannung zum Wecher kam, die Induktivität des Weckers
sorgte dafür, daß die NF nicht kurzgeschlossen wurde.
Er hat mit der Schaltung das "Starkstromanschalte-Relais" von ganz
fürher neu erfunden. Damals war es nur ein Kondensator und ein
Wechselspannungs-Relais in Reihe. Meist Quecksilberrelais...
Übliche (Wechselspannungs-)Relais sind heute einfach zu niederohmig um
mit dem damaligen 1µF in Reihe zu schalten.
R1 in seiner Schaltung ist überflüssig, der Kondensator kann
entsprechend kleiner sein um die 2k mehr als Blindwiderstand zu haben.
Solange kein Kondensator parallel zum Relais ist, könnte prinzipiell
auch ein Telefon parallel betrieben werden, die Drosselwirkung der
Relaisspule funktioniert auch hinter dem Brückengleichrichter.
PS: Leitung a sollte Minus sein und Leitung b Plus. Bei Telefonanlagen
war der Plus-Pol geerdet, das hatte auch seinen Grund in den Anfängen
des Amtsbaus und wurde einfach beibehalten.
Gruß aus Berlin
Michael
Es gab mal (in der guten alten Zeit) Adapter, die einen
230V-Verbrauchter mit dem Klingeln einschalten konnten.
1. Für Schwerhörige, um ein Blitzsignal (Stroboskop) einzuschalten.
2. Für Faxgeräte mit hohem Standby-Stromverbrauch.
Hersteller / Vertrieb: Isotronik
Ich habe noch einige übrig, die ich gerne günstig abgebe.
Schaut aus wie eine Funksteckdose, nur mit Western-Buchsen.
eProfi schrieb:> Es gab mal (in der guten alten Zeit) Adapter, die einen> 230V-Verbrauchter mit dem Klingeln einschalten konnten.> 1. Für Schwerhörige, um ein Blitzsignal (Stroboskop) einzuschalten.> 2. Für Faxgeräte mit hohem Standby-Stromverbrauch.>> Hersteller / Vertrieb: Isotronik> Ich habe noch einige übrig, die ich gerne günstig abgebe.> Schaut aus wie eine Funksteckdose, nur mit Western-Buchsen.
Dann würde ich die Teile in der Rubrik Markt anbieten. Hier findet sie
niemand ?
Habe jetzt nicht alles hier durchgelesen, sorry.
Da gab es auch mal was von ELV. (1993)
Edit:
Aber ich würde nicht das Relais direkt mit der Rufspannung schalten.
Die 60V AC sind nicht sehr belastbar.
Thomas B. schrieb:> Edit:> Aber ich würde nicht das Relais direkt mit der Rufspannung schalten.> Die 60V AC sind nicht sehr belastbar.
Hi,
die 60 Volt sind nur 32 Volt und mit 10 mA belastbar.
Kurt schrieb:> Was ist denn günstig?> Und wie kontaktiere ich dich?
Hallo Kurt,
Du musst dich im Forum anmelden um User direkt anschreiben zu können.
Gruß
Jörg
Jörg R. schrieb:> die 60 Volt sind nur 32 Volt und mit 10 mA belastbar.
0,3W sollten für ein normales Standardrelais ausreichen.
Aber hier im Forum werden ja möglichst komplizierte
Lösungen bevorzugt.
Harald W. schrieb:> Aber hier im Forum werden ja möglichst komplizierte> Lösungen bevorzugt.
Mein Kommentar sollte nur darauf hinweisen dass die Fritzbox 32 Volt
liefert und nicht 60 Volt. Deswegen verstehe ich die Bemerkung in Bezug
auf meinen Kommentar nicht so richtig :-)
Harald W. schrieb:> 0,3W sollten für ein normales Standardrelais ausreichen.> Aber hier im Forum werden ja möglichst komplizierte> Lösungen bevorzugt.
ne nicht "möglichst komplizierte" sondern funktionierende!
mit einem µC kann ich das kürzeste Klingeln so lang machen wie ich es
brauche um zu Schalten.