Hallo, ich habe mal eine Frage, wie messt ihr auf Leiterplatten hohe Ströme (im Bereich von 200 - 300A). Bedingung ist eine galvanische Trennung des Signals zum Mikrocontroller. Auch die Verzögerung zwischen tatsächlicher Stromspitze und uC-Eingangssignal darf nur wenige us betragen. Im Moment Benutzen wir einen Shunt, daran hängt ein Stromsensor vom Typ LT1999. Dieses Signal wird dann per Isolator getrennt. Der ganze Aufbau sorgt jedoch schon für eine gewisse Verzögerungszeit, oft können wir dadurch erst zu spät auf starke Stromänderungen reagieren. Gibt es hierfür eine präzisere Lösung? Grüße Heinz
Hallsensor und das Magnetfeld messen. Ist schon von Hause aus isoliert. Was theoretisch auch ginge, Hin- und Rückleiter dicht nebeneinander und per Wägezelle die durch den Strom auf die Leiter ausgeübte Kraft messen (Lorenzkraft). Ist auch isoliert. Erstere Variante ist aber einfacher und etabliert.
HI LEM http://www.lem.com/hq/de/component/option,com_frontpage/Itemid,109/ bietet massenhaft Sensoren an. MfG Spess
Shunt mit einem Delta-Sigma-Modulator abtasten und nur noch den Bitstrom (Frequenz üblicherweise zwischen 5 -50 MHz) galvanisch trennen. Vorteil: man kann mehrere Filter gleichzeitig auf den selben Datenstrom aufsetzen: einen niedrig auflösenden (aber dafür sehr schnellen) für die Überstromerkennung einen mittleren für die Regelung und einen hochauflösenden für die Verbrauchsmessung.
Bist Du sicher das Dein Shunt Dich bei den gesuchten Frequenzen nicht eh schon lange belügt? Zeitkonstante ist T=L/R. Mit T in einstellig us und R deutlich kleiner als mOhm müsste die aufbaubedingte Induktivität im pH (pikoHenry) Bereich sein. Sei es wie es will: Wenn es schnell sein soll ist LEM oder einer der Konkurrenten (Honeywell, ABB und ein paar andere) die richtige Adresse. Über die Genauigkeit wurde nichts gesagt. Bis auf die Nullpunktstabilität ist das mit den magnetischen Sensoren aber meist nicht so schlecht. Wenn der Nullpunkt sehr genau stimmen muss ist der Shunt überlegen, hat dafür aber meist eine eher mässige Temperaturstabilität der Widerstandes. viel Erfolg hauspapa
spess53 schrieb: > HI > > LEM > > http://www.lem.com/hq/de/component/option,com_frontpage/Itemid,109/ > > bietet massenhaft Sensoren an. > > MfG Spess Genau die, sind bei unseren Fahrzeugen verbaut. Unsere Ströme sind allerdings etwas höher und unsere Sensoren werden für uns hergestellt.
Vielen Dank für den Tipp mit der Firma LEM. Schaut auf den ersten Blick sehr vielversprechend aus.
Gibts auch von anderen Firmen. Ich verwende z.B. den ACS758 gerne auf Platinen, der braucht nur einfache 5V Versorgungsspannung und die -200 Variante kann ebenfalls bis 200A.
Allerdings hat der ACS758 eine Step Response Time von 4,0us. Bei LEM gibt es Hall-Sensoren, die gehen bei dem Wert bis 0,5us runter.
4 µs sind meiner Meinung nach "wenige µs". Wenn Dir das noch zuviel ist, mußt Du halt was anderes suchen. Für meine Anwendungen hat es bisher gereicht.
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