Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Aktives Guarding im In-Circuit Test


von Tom D. (tom26)


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Hallo zusammen,

ich habe eine Frage, zu einer Aktiv Guarding Schaltung.

Vorweg möchte ich kurz darstellen, wofür sie benötigt wird.

Durch die Schaltung b) wird dargestellt, wofür das aktive Guarding 
benötigt wird.

RX,RA,RB befinden sich auf einer Platine und es soll, RX ermittelt 
werden.

Durch Einfügen des Operationsverstärkers, soll das Potential, des 
Punktes A auf die Virtuelle Masse des Operationsverstärkers gelegt 
werden.(wenn da nicht der Übergangswiderstand durch Adaption der Platine 
wären)

Durch Erden des Punktes c (Guarding) , soll sich zwischen Punkt A und C 
keine Potentialdifferenz befinden. Hierdurch würde der Strom nur durch 
den Punkt Rx fließen und der Widerstand könnte gemessen werden.

Nun kommen wir zu meiner Frage:

Durch die Beschaltung c) (aktives Guarding), soll der Einfluß der 
Übergangswiderstände auf das Guardpotentials eliminiert werden. 
Hierdurch sollen die möglichen Potentialdifferenz zwischen den Punkten A 
und C ausgeregelt werden.

Ich versteh die Funktion des Operationsverstärkers in der Schaltung c) 
nicht. Kann mir jemand vielleicht erklären was in dieser Schaltung 
passiert? Ist die Leitung am Eingang des Operationsverstärkers auf beide 
Eingänge gebrückt?

Dnake & Viele Grüße

Tom

von nasefuss (Gast)


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Tom D. schrieb:
> Ich versteh die Funktion des Operationsverstärkers in der Schaltung c)
> nicht.
> Kann mir jemand vielleicht erklären was in dieser Schaltung
> passiert?


> Ist die Leitung am Eingang des Operationsverstärkers auf beide
> Eingänge gebrückt?

Das auf keinen Fall. Der Ausgang bildet immer die Differenz zwischen 
positivem und negativem Eingang ab. Wären diese kurzgeschlossen, läge am 
Ausgang nur der DC-Offset an.

Evtl. Impedanzwandler, die niederohmige Rückkopplung wurde einfach nicht 
eingezeichnet?

von Tom D. (tom26)


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Guten Tag,

Danke für deine Antwort, mit der niederohmigen Rückkopplung meinst du, 
dass der Ausgang auf den Invertierenden oder nicht-Invertierenden 
Eingang des Operationsverstärker zurückgeführt wird (Mitkopplung bzw 
Gegenkopplung) und das der jeweilige andere Eingang auf einem anderen 
Potential liegt ?

Nein leider ist die Schaltung nur so Abgebildet. Als Erkärung steht da 
nur, dass sie die Potentialdifferenz durch die Übergangswiderstände 
eliminieren soll.

Viele Grüße

von nasefuss (Gast)


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Tom D. schrieb:
> Danke für deine Antwort, mit der niederohmigen Rückkopplung meinst du,
> dass der Ausgang auf den Invertierenden oder nicht-Invertierenden
> Eingang des Operationsverstärker zurückgeführt wird (Mitkopplung bzw
> Gegenkopplung) und das der jeweilige andere Eingang auf einem anderen
> Potential liegt ?

Ja

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Hi,

hier ein kurzer, aber sehr verständlicher Vortrag zu dem Thema:
https://www.youtube.com/watch?v=MagCAtx3uok

Der OP in c) ist ein Buffer. Er sorgt dafür, dass die Potentialdifferenz 
über RA=0V wird, daher wird hier effektiv der Stromfluss im parasitären 
Pfad unterbrochen.

Im Prinzip der gleiche Ansatz wie bei der Messung mit Spannungsquelle.

Cheerio,
 Marcus

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