Guten Tag Angenommen ich habe zwei Messgeräte unterschiedlicher Genauigkeitsklassen: 1.Gerät Klasse: 0,5% 2.Gerät Klasse: 1% Nun messe ich mit beiden den Strom. Wenn nun das ungenauere Gerät immer nur um 0,6 % anstatt um 1 % abweicht, kann man dann sagen, das ungenauere Gerät besitzt eine Ungenauigkeit von 0,6 % anstatt 1 %? Ist diese Aussage belastbar? Danke!
nie und nimmer, aber du kannst behaupten dass genau bei deinem aufbau dein ungenaues messgerät irgendeinen Wert mit 0,6% abweichung anzeigt, worauf sich die 0,6% beziehen steht dann auch wieder in den Sternen :)
Nein. Denn du du weisst nicht ob die Ungenauigkeit gegenläufig oder gleichläuftig ist. Bedenke: 0,005 + 0,006 ist sogar grösser als 0,01 Gerät 1 hat einen Fehler von 0,5% & zeigt 99,5 Wenn Gerät 2 nun 99,4 zeigt, passt deine Annahme. ABER Es kann auch sein: Gerät 1 zeigt 100,4 Gerät 2 zeigt 99,4 Das Ergebnis von Gerät 2 lässt den Schluss zu: 98,4...100,4 Das Ergebnis von Gerät 2 lässt den Schluss zu: 99,9....100,9 Alles im Rahmen der Unsicherheit. Woher willt du wissen dass der Strom nun 100,0 A ist? Wer misst misst Mist.
Danke für die Antworten. Sebastian ich verstehe deine Lösung noch nicht so direkt. D.h ich muss mir die einzelnen Schritte von dir noch besser anschauen...
Ok. wenn man mein Messgerät 1 eine Genauigkeit von 1 % vom Messwert hat. Ich messe dann 10A. Dann ist ist die Abweichung doch: 9,9-10,1 A Wenn das zweite Messgerät nicht in diesem Bereich liegt, hat es eine schlechtere Genauigkeit oder etwa nicht ?
Woher willst Du denn wissen, dass es 10A sind, wenn dein Messgerät mit 1% Abweichung 9,9A anzeigt? Der wahre Wert liegt ja irgendwo in dem von Dir angegebenen Intervall. Nehmen wir mal an der wahre Wert ist 9,9A und dein 1% Multimeter zeigt nun sogar 9,9A an. Das zweite zeigt zB 9,85A an. Damit liegt das zweite Multimeter ausserhalb des von dir angegeben Intervalls ist aber trotzdem besser als 1% am wahren Wert dran.
Für +/- 1% vom Messwert abweichendes Mesgserät 1: Ist der Bereich dann nicht 9,801 bis 9,999 A ? Also wahrscheinlich liegt mein Problem auch in der Genauigkeitsangabe an sich. +/- 1% vom Messwert => 9,9 A /100 =0,99 A Abweichung vom Messwert. >Damit liegt das zweite Multimeter ausserhalb des von dir angegeben >Intervalls Welchen Intervall meinst du ? Danke!
Ich habe es auch ein wenig blöd (wenn nicht sogar falsch) formuliert. Noch mal anders: Zunächst gibt Genauigkeitsklasse ja an wie weit die Anzeige vom wahren Wert entfernt sein darf. Sagen wir mal der Einfachheit halber wieder der wahre Wert wären 10A und wir haben 1% Toleranz. Dann darf die Anzeige zwischen 9,9A und 10,1A liegen. Gehen wir nun davon aus dein Messgerät zeigt 9,9A an und ist somit noch in Toleranz. Wenn das zweite Multimeter nun ebenfalls diese Genauigkeitsklasse hat darf auch seine Anzeige in dem Intervall (9,9 bis 10,1) liegen. Wenn das nun 10,1A anzeigt ist es also innerhalb von 1% des wahren Wertes. Allerdings ist es nicht mehr in der Anzeige des ersten +/-1% (Die wäre ja nun 9,801 bis 9,999)
Philipp C. schrieb: > Gehen wir nun davon aus dein Messgerät zeigt 9,9A an und ist > somit noch in Toleranz. Worst case sind aber +/-2% möglich, da ich ja nicht weiß was mein Messgerät misst: sind die 9,9A genau der Strom oder bin ich schon am oberen / unteren Limit (innerhalb der +/- 1% Toleranz). Oder: wenn 9,9A gerade die oberste erlaubte Toleranz darstellen (+1%), dann wären 9,802A der exakte Wert und 9,706 die untere Toleranzgrenze (-1%). Jeder Wert über 9,9A wäre außerhalb der 1% Toleranz, die ja bereits durch das Messgerät ausgeschöpft wird...
@noti kannst Du etwas weiter ausholen? Ich verstehe Deinen Post nicht. 1% Genuigkeitsklasse heißt ja erstmal, dass der angezeigte Wert nicht weiter als 1% vom wahren Wert entfernt ist. Wie kommst du da auf 2% worst-case?
Ok danke. Aber wenn da steht 1% vom Messwert, dann wird doch unabhängig vom wahren Wert der aktuelle Messwert zum Beispiel 10A betrachtet und dazu die möglichen Abweichungen berechnet: zwischen 9,9 A und 10,1 A
Nein, die Genauigkeitsklasse bezieht sich auf den wahren Wert. Edit: Ja, sorry wenn es da so steht ja
Ich beziehe mich darauf, dass du nicht weisst wo dein Messgerät als Bezugsnormal steht: es zeigt einen Wert X an und jetzt tappt man schnell in die Falle X +/-1% als innerhalb der Toleranz gelten zu lassen. Dabei ist ja zulässig, dass dieser Wert X gerade noch innerhalb der Toleranz ist (z.B. X = tatsächlicher Wert -1%) und deshalb bis zu +2% Abweichung ebenfalls innerhalb dieses Toleranzfensters wären. Deshalb "worst case" im vorigen Post: ohne zu wissen wo du stehst sind +2% oder aber auch -2% Abweichung möglich und innerhalb der +/-1% Toleranz des Ausgangswerts.
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