Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Canbus Überspannungsprobleme daher Umbau auf Optic


von Stefan (Gast)


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Hallo,

folgendes Problem:

wir haben 3 Elektronikplatinen welche über CANBUS miteinander Daten 
austauschen. Die Bus-Leitungen (CAT7) sind 50 und 150 m lang.

beide Leitungen sind in einem Leerrohr in Boden vergraben, der Schirm 
der Leitungen ist beidseits geerdet.

Nun wurden die Platinen zum 3ten mal durch Blitzschlag zerstört, jeweils 
immer auf der CanBus Seite. (eine Beschädigung von der Netzseite kann 
ausgeschlossen werden, da die Versorgungsspannungen das letzte mal alle 
abgeklemmt waren.

Lt. Hersteller der Steuerung gibt es aber dafür keine andere Lösung als 
die Kabel, denen ist das Problem sehr wohl bekannt. Ein Austausch der 
Platinen kostet jedes mal knapp 5000 EUR!

jetzt meine Idee:

Die Buskabel rausschmeißen und Glasfaser einziehen (siehe Bild)

jetzt meine Frage: funktioniert der gezeichnete Aufbau so denn?
an User 1 und 3 jeweils ein Mediakonverter,

an User 2 zwei Konverter, der eine Konverter liefert den Canbus von 
User1 , bindet User 2 mit ein und der andere Konverter führt den Bus an 
User 3 weiter.

funktioniert das so?
gibt es evtl. einen anderen Konverter für User2, der mir den 
Glasfaserbus durchschweift (Switch) und gleichzeitig auch die CAN-Daten 
ausgeben kann, also ein Gerät mit 4 Glasfaseranschlüssen?

Welche Konverter sind hierfür zu empfehlen? Hat jemand damit Erfahrung?

Die Datenrate dürfe sehr gering sein, genaue Daten bekomme ich aber vom 
Hersteller noch.

Die Konverter sollten mit 24V DC funktionieren, der CAN-Bus läuft auch 
auf 24V Basis.

Vielen Dank für jeden Tip

Vielen Dank!

von Thomas F. (igel)


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CAN-Transceiver mit Optokopplern galvanisch von den teuren Platinen 
entkoppeln?

Stefan schrieb:
> der CAN-Bus läuft auch auf 24V Basis.

Das scheint ja dann ein Sonderaufbau mit eigenen Transceivern zu sein?

von Hannes J. (pnuebergang)


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Stefan schrieb:
> beide Leitungen sind in einem Leerrohr in Boden vergraben, der Schirm
> der Leitungen ist beidseits geerdet.

Das ist alles? Keine Blitzstrom- und Überspannungsableiter an den 
Leitungen? Nur den Schirm erden kommt mir sehr merkwürdig vor, 
allerdings ist das nicht mein Fachgebiet. Und bedeutet "Erdung" dass der 
Schirm jeweils mit dem Potentialausgleich der Gebäude verbunden ist oder 
einfach irgendwo drangedengelt ist?

> Lt. Hersteller der Steuerung gibt es aber dafür keine andere Lösung als
> die Kabel, denen ist das Problem sehr wohl bekannt.

Das heißt, die wissen/ahnen durchaus, dass da was schief läuft.

Mein Vorgehen wäre:

1) Erfahrenen Elektriker, besonders einer mit Erfahrung bei 
gebäudeüberschreitender Verkabelung, kommen lassen und die Installation 
prüfen lassen. Dabei geht es nicht nur um die CAN-Systeme sondern auch 
darum, dass offensichtlich bei Blitzschlag hohes Potential an Geräten 
innerhalb des Gebäudes vorhanden ist. Was für Personen tödlich sein 
kann.

Nicht den Betriebselektriker oder irgendeinen Mechatroniker / Schosser 
fummeln lassen. Schon gar nicht E-Technik Ingenieure oder Informatiker. 
Gestandener Elektriker. Ich wäre sogar mit den jüngeren "Elektronikern 
für Energie und Gebäudetechnik" vorsichtig.

2) Hersteller vom CAN-System grillen. Welchen Normen und Standards soll 
deren CAN-Schnittstelle erfüllen? Wie haben die das getestet? 
Prüfberichte vorzeigen lassen. Was für Maßnahmen haben die auf der 
Platine? Wie stellen sie sich den Blitzschutz vor?

> Platinen kostet jedes mal knapp 5000 EUR!

Für 5000 Eur/Stück dürfen die ruhig Auskunft geben. Wenn sie es nicht 
wollen würde ich mir grundsätzlich einen anderen Hersteller suchen.

> Die Buskabel rausschmeißen und Glasfaser einziehen (siehe Bild)

Auch bei Glasfaser mit einem darin erfahrenen Elektriker reden bzw. von 
ihm machen lassen. Je nach Kabel haben Glasfaserleitungen auch 
Metallteile, z.b. Ummantlungen, die korrekt an einen Potentialausgleich 
angeschlossen werden müssen.

> jetzt meine Frage: funktioniert der gezeichnete Aufbau so denn?
> an User 1 und 3 jeweils ein Mediakonverter,

> funktioniert das so?

Das hängt davon ab, wie diese CAN-Systeme funktionieren. Sind das 
eventuell zwei Busse, dann funktioniert es nicht, oder sind H und L nur 
durchgeleitet?. Unabhängig davon führen die Konverter Verzögerungen ein, 
die dir den Tag verderben können.

Ich würde mir an dieser Stelle vom Hersteller bestätigen lassen, dass 
das funktioniert.

von bob (Gast)


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>CANBUS
>Die Bus-Leitungen (CAT7) sind 50 und 150 m lang.

Ernsthaft?
Bei mehr als 30 metern (und dazu noch im Außenbereich?) wäre meine erste 
Überlegung ein komplett anderer Bus gewesen.

Funktioniert das überhaupt? Sehr langsam, oder?

Bei 5000€ pro "Versuch" würde ich erstmal dem Bastler was erzählen.

Vielleicht wäre es besser sich einen richtigen Hersteller zu suchen und 
das ganze "neu" entwickeln zu lassen.

von Jay (Gast)


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bob schrieb:
>>CANBUS
>>Die Bus-Leitungen (CAT7) sind 50 und 150 m lang.
>
> Ernsthaft?
> Bei mehr als 30 metern (und dazu noch im Außenbereich?) wäre meine erste
> Überlegung ein komplett anderer Bus gewesen.
>
> Funktioniert das überhaupt? Sehr langsam, oder?

CAN soll bis 1 km bei 50 kbit/s gehen. Zum Vergleich, das ist im Bereich 
alter V.90 Modems, der Krönung der Modem-Technologie vor DSL.

von Stefan (Gast)


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Hallo,

anderer Hersteller ist nicht möglich, es gibt nur diesen einen,
und ich denke die wissen ganz genau dass es da Probleme mit 
Blitzschlägen gibt.

Ich bin ganz normale Elektriker (mit 30Jahren Erfahrung, auch im 
Blitzschutz) und wurde von dem Kunden gerufen um mir das ganze mal 
anzuschauen. Die gesamte Anlage wurde von Hersteller so installiert.

Die CAT-Kabel sind jeweils Erdkabel, sind auch ordentlich an der 
PA-Schiene angeschlossen sind.

Überspannungsschutz ist keiner installiert.

Mein erster Gedanke war jetzt eben, die Erdkabel durch Glasfaser zu 
ersetzen,

von Stefan (Gast)


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... und es ist nur ein CAN-Bus, der durch die Platinen nur 
durchgeschleift ist...

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