Hallo, folgendes Problem: wir haben 3 Elektronikplatinen welche über CANBUS miteinander Daten austauschen. Die Bus-Leitungen (CAT7) sind 50 und 150 m lang. beide Leitungen sind in einem Leerrohr in Boden vergraben, der Schirm der Leitungen ist beidseits geerdet. Nun wurden die Platinen zum 3ten mal durch Blitzschlag zerstört, jeweils immer auf der CanBus Seite. (eine Beschädigung von der Netzseite kann ausgeschlossen werden, da die Versorgungsspannungen das letzte mal alle abgeklemmt waren. Lt. Hersteller der Steuerung gibt es aber dafür keine andere Lösung als die Kabel, denen ist das Problem sehr wohl bekannt. Ein Austausch der Platinen kostet jedes mal knapp 5000 EUR! jetzt meine Idee: Die Buskabel rausschmeißen und Glasfaser einziehen (siehe Bild) jetzt meine Frage: funktioniert der gezeichnete Aufbau so denn? an User 1 und 3 jeweils ein Mediakonverter, an User 2 zwei Konverter, der eine Konverter liefert den Canbus von User1 , bindet User 2 mit ein und der andere Konverter führt den Bus an User 3 weiter. funktioniert das so? gibt es evtl. einen anderen Konverter für User2, der mir den Glasfaserbus durchschweift (Switch) und gleichzeitig auch die CAN-Daten ausgeben kann, also ein Gerät mit 4 Glasfaseranschlüssen? Welche Konverter sind hierfür zu empfehlen? Hat jemand damit Erfahrung? Die Datenrate dürfe sehr gering sein, genaue Daten bekomme ich aber vom Hersteller noch. Die Konverter sollten mit 24V DC funktionieren, der CAN-Bus läuft auch auf 24V Basis. Vielen Dank für jeden Tip Vielen Dank!
CAN-Transceiver mit Optokopplern galvanisch von den teuren Platinen entkoppeln? Stefan schrieb: > der CAN-Bus läuft auch auf 24V Basis. Das scheint ja dann ein Sonderaufbau mit eigenen Transceivern zu sein?
Stefan schrieb: > beide Leitungen sind in einem Leerrohr in Boden vergraben, der Schirm > der Leitungen ist beidseits geerdet. Das ist alles? Keine Blitzstrom- und Überspannungsableiter an den Leitungen? Nur den Schirm erden kommt mir sehr merkwürdig vor, allerdings ist das nicht mein Fachgebiet. Und bedeutet "Erdung" dass der Schirm jeweils mit dem Potentialausgleich der Gebäude verbunden ist oder einfach irgendwo drangedengelt ist? > Lt. Hersteller der Steuerung gibt es aber dafür keine andere Lösung als > die Kabel, denen ist das Problem sehr wohl bekannt. Das heißt, die wissen/ahnen durchaus, dass da was schief läuft. Mein Vorgehen wäre: 1) Erfahrenen Elektriker, besonders einer mit Erfahrung bei gebäudeüberschreitender Verkabelung, kommen lassen und die Installation prüfen lassen. Dabei geht es nicht nur um die CAN-Systeme sondern auch darum, dass offensichtlich bei Blitzschlag hohes Potential an Geräten innerhalb des Gebäudes vorhanden ist. Was für Personen tödlich sein kann. Nicht den Betriebselektriker oder irgendeinen Mechatroniker / Schosser fummeln lassen. Schon gar nicht E-Technik Ingenieure oder Informatiker. Gestandener Elektriker. Ich wäre sogar mit den jüngeren "Elektronikern für Energie und Gebäudetechnik" vorsichtig. 2) Hersteller vom CAN-System grillen. Welchen Normen und Standards soll deren CAN-Schnittstelle erfüllen? Wie haben die das getestet? Prüfberichte vorzeigen lassen. Was für Maßnahmen haben die auf der Platine? Wie stellen sie sich den Blitzschutz vor? > Platinen kostet jedes mal knapp 5000 EUR! Für 5000 Eur/Stück dürfen die ruhig Auskunft geben. Wenn sie es nicht wollen würde ich mir grundsätzlich einen anderen Hersteller suchen. > Die Buskabel rausschmeißen und Glasfaser einziehen (siehe Bild) Auch bei Glasfaser mit einem darin erfahrenen Elektriker reden bzw. von ihm machen lassen. Je nach Kabel haben Glasfaserleitungen auch Metallteile, z.b. Ummantlungen, die korrekt an einen Potentialausgleich angeschlossen werden müssen. > jetzt meine Frage: funktioniert der gezeichnete Aufbau so denn? > an User 1 und 3 jeweils ein Mediakonverter, > funktioniert das so? Das hängt davon ab, wie diese CAN-Systeme funktionieren. Sind das eventuell zwei Busse, dann funktioniert es nicht, oder sind H und L nur durchgeleitet?. Unabhängig davon führen die Konverter Verzögerungen ein, die dir den Tag verderben können. Ich würde mir an dieser Stelle vom Hersteller bestätigen lassen, dass das funktioniert.
>CANBUS >Die Bus-Leitungen (CAT7) sind 50 und 150 m lang. Ernsthaft? Bei mehr als 30 metern (und dazu noch im Außenbereich?) wäre meine erste Überlegung ein komplett anderer Bus gewesen. Funktioniert das überhaupt? Sehr langsam, oder? Bei 5000€ pro "Versuch" würde ich erstmal dem Bastler was erzählen. Vielleicht wäre es besser sich einen richtigen Hersteller zu suchen und das ganze "neu" entwickeln zu lassen.
bob schrieb: >>CANBUS >>Die Bus-Leitungen (CAT7) sind 50 und 150 m lang. > > Ernsthaft? > Bei mehr als 30 metern (und dazu noch im Außenbereich?) wäre meine erste > Überlegung ein komplett anderer Bus gewesen. > > Funktioniert das überhaupt? Sehr langsam, oder? CAN soll bis 1 km bei 50 kbit/s gehen. Zum Vergleich, das ist im Bereich alter V.90 Modems, der Krönung der Modem-Technologie vor DSL.
Hallo, anderer Hersteller ist nicht möglich, es gibt nur diesen einen, und ich denke die wissen ganz genau dass es da Probleme mit Blitzschlägen gibt. Ich bin ganz normale Elektriker (mit 30Jahren Erfahrung, auch im Blitzschutz) und wurde von dem Kunden gerufen um mir das ganze mal anzuschauen. Die gesamte Anlage wurde von Hersteller so installiert. Die CAT-Kabel sind jeweils Erdkabel, sind auch ordentlich an der PA-Schiene angeschlossen sind. Überspannungsschutz ist keiner installiert. Mein erster Gedanke war jetzt eben, die Erdkabel durch Glasfaser zu ersetzen,
... und es ist nur ein CAN-Bus, der durch die Platinen nur durchgeschleift ist...
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