Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Verzerrungen mit PAM8403 und Si4703


von Christoph F. (saij)


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Aloha,

aufgrund folgenden Videos (https://www.youtube.com/watch?v=RqyhvlMKt14) 
habe ich für mich entschieden selbst ein kleines Radio zu basteln (über 
Sinn und Unsinn dieser Aktion braucht nicht diskutiert zu werden ^.^'')
Soweit tut auch alles (ich bekomme Sender rein und höre auch gut Musik).

Allerdings habe ich das Problem, dass ich auf höheren Lautstärken 
Verzerrungen habe. Und zwar extrem. In diesem Stadium flackert auch das 
Hintergrundlicht des Displays.

Hier mein Aufbau:
Ich verwende als Kopf des ganzen einen Arduino Nano auf einem (bzw 3) 
Breadboard. Die 5V, 3.3V und GND habe ich auf die Stromschienen des 
Breadboards rausgelegt.

Display und Si4703 (https://www.amazon.de/gp/product/B00BLCGL2W/) sind 
direkt an den Arduino angeschlossen (an die entsprechenden Pins). Die 
beiden Ausgänge werden über 2 10 kOhm Widerstände zusammengelegt und in 
den PAM8403 eingespeist (nur auf dem linken Kanal). An den PAM8403 habe 
ich einen Lautsprecher (3W 4 Ohm) und einen 100µF Elko in Serie 
geschalten. Das PAM8403 Modul 
(https://www.amazon.de/gp/product/B00N1TT4WC/) hat auch noch einen 10µF 
Elko an der Spannungsversorgung.

Der Si4703 hat eine integrierte Lautstärkeregelung von 0 (Mute), 1 (-28 
db Full Scale) bis 15 (0 db Full Scale). Sobald ich über die Werte 10 
hinausgehe fangen die Verzerrungen und die Stromschwankung im Display 
an.

Ich habe bei voller Lautstärke mal den Strom zwischen 5V Pin Arduino und 
5V Schiene auf dem Breadboard bemessen. Das Multimeter schwanke so im 
Bereich von 250 mA.

Liegt das am Si4703 oder am Breadboard?
Ich habe gehört (in dem Video), dass es mit Breadboards zu Verzerrungen 
kommen kann, aber ich habe Angst, dass ich etwas falsch gemacht habe und 
dann den "Fehler" mit in die Lochrasterplatine übernehmen würde. Daher 
hier mal die Anfrage ^.^''

Gruß
Christoph

von holger (Gast)


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>Allerdings habe ich das Problem, dass ich auf höheren Lautstärken
>Verzerrungen habe. Und zwar extrem. In diesem Stadium flackert auch das
>Hintergrundlicht des Displays.

Dann kauf dir mal ein stärkeres Netzteil.

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

den 100µ Elko in Reihe zum Lautsprecher kannst Du weglassen, der PAM ist 
eine ClassD-Enstufe mit passenden Ausgängen.

Fall Du alles aus USB o.ä. versorgst: keine Chance. Der PAM will eine 
brauchbar stabile Spannung, bei 5V und 4 Ohm sind die Spitzen merklich 
über 1A.

Gruß aus Berlin
Michael

von Christoph F. (saij)


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holger schrieb:
>>Allerdings habe ich das Problem, dass ich auf höheren Lautstärken
>>Verzerrungen habe. Und zwar extrem. In diesem Stadium flackert auch das
>>Hintergrundlicht des Displays.
>
> Dann kauf dir mal ein stärkeres Netzteil.

OK habe das ganze Testweise mal über einen Arduino Uno an einem 2A USB 
Netzteil angeschlossen.
Ich konnte auf alle Fälle die Lautstärke weiter aufdrehen, jedoch blieb 
das Flackern des LCD.
Ich habe zwischen dem 5V Pin am Arduino und der 5V Schiene im Schnitt 
310 mA gemessen. Da wäre ja noch mehr als genug Platz zu den 2A welche 
das Netzteil leisten kann. Es ist auch nicht viel mehr als wenn ich die 
5V vom Arduino Nano abgreife (welcher über USB mit meinem Laptop 
verbunden ist).
Würde aber auch im Umkehrschluss heißen, dass der Nano mehr als 200 mA 
schluckt (ich gehe mal davon aus das er nur 500 mA vom USB beantragt).

Grade mal das ganze auch mit einem aktiven USB Hub getestet. Es ist das 
gleiche Ergebnis wie beim USB Netzteil. Nur das diesmal alles weiterhin 
über den Arduino Nano läuft.

OK aber so passt es schonmal. Ich gehe einfach mal davon aus, dass der 
Rest der Verzerrungen vom Breadboard kommt (wenn ich an nem Kabel wackel 
hör ich es ^.^)

Ist vlt. der Kondensator am Lautsprecher zu klein? Habe grade mal 
testweise den Kondensator ignoriert und habe sehr schlimme Verzerrungen 
und großes Flackern am Display gehabt.

Gruß
Christoph

von Christoph F. (saij)


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Michael U. schrieb:
> Hallo,
>
> den 100µ Elko in Reihe zum Lautsprecher kannst Du weglassen, der PAM ist
> eine ClassD-Enstufe mit passenden Ausgängen.
>
> Fall Du alles aus USB o.ä. versorgst: keine Chance. Der PAM will eine
> brauchbar stabile Spannung, bei 5V und 4 Ohm sind die Spitzen merklich
> über 1A.
>
> Gruß aus Berlin
> Michael

Habe grade mal testweise den Kondensator ignoriert und habe sehr 
schlimme Verzerrungen und großes Flackern am Display gehabt.

Die 1A geb ich ihm ja mittlerweile ^.^ Leider hat mein Multimeter diese 
Spitzen nicht angezeigt (brauch endlich mal brauchbares Messwerkzeug 
^.^'')
Schaff ich es denn aus dem 5V Pin vom Arduino Nano die 1A zu ziehen, 
wenn er an einem entsprechenden Hub hängt der diese Leistung liefert?

Oder doch lieber zusehen das ganze über eine 6V Spannung und 
entsprechendem Spannungswandler betreiben? (die 3.3V können ja afaik 
weiterhin aus dem Nano kommen für den Si4703)

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