Diese Platte schaltet die Lenkung einer von 24V Gleichstrom angetriebenen Arbeitsbühne. Die hat letzthin immer wieder Aussetzer. Wenn ich sie für 5 Minuten ausschalte, geht sie meist wieder, auch wenn man schnell links-rechts schaltet. Die Stromversorgung passt, aber die Ausgänge zeigen dann nur noch Bruchteile von einem Volt. Es funtioniert weder links- noch rechts-Einschlag. Deshalb denke ich, eines der nicht paarweise vorhandenen Bauteile könnte langsam den Geist aufgeben. Ich habe versucht, den großen Widerstand zu messen, da sinkt der Wert am Mulitmeter mit der Zeit. Kann mir jemand helfen und einen Tipp geben, was da kaputt sein könnte? Ganz unten nicht mehr ganz zu sehen sind 4 Transistoren mit Kühlelement. Es scheint ja ein einfaches Bauteil zu sein, kostet aber eine Menge, da es nie in großer Anzahl hergestellt wurde. Gruß Joachim
Bei der mageren Beschreibung kann man nur allgemeine Hinweise geben: Geht wieder nach ausschalten/abkühlen klingt nach schlechten Lötstellen oder trockenen Elkos. Einfach mal die Lötstellen kritisch anschauen oder alles nachlöten und die beiden Elkos tauschen. Einer der Halbleiter wird es nach deiner Beschreibung eher weniger sein.
....mach doch mal gut aufgelöste Bilder von unten...vielleicht erkennt man kalte Lötstellen
Joachim schrieb: > Ich > habe versucht, den großen Widerstand zu messen, da sinkt der Wert am > Mulitmeter mit der Zeit Also der Widerstand ist mit Sicherheit sehr niederohmig (<1 Ohm) und dient vermutlich der Stomüberwachung. Wenn du an dem Widerstand messen tust und das Multimeter ändert seinen Wert langsam, so gehe ich davon aus das der Widerstand dann nicht mitgemessen wird und nur eine Kondensatorladung gemessen wird > Widerstand dann defekt
Da der Fehler nur bei Erwärmung auftritt versuchen mit Kältespray einzugrenzen
Danke für die vielen Antworten und Hinweise! Ich werde die Rückseite fotografieren und posten. Ich glaube nicht, dass es der Motor ist, da ich an den Anschlüssen selbst keinen Strom messe. Das werde ich aber heute noch einmal messen. Gruß Joachim
Joachim schrieb: > Ich werde die Rückseite fotografieren und posten. Dann solltest Du auch markieren oder beschreiben, wo was an geschlossen wird.
So, jetzt habe ich das noch einmal genauer beobachtet. Der Spannungsabfall an den Ausgängen der Pole von 24 Volt auf weniger als einem findet nur bei angeschlossenem Motor statt. Ich hatte das bei getrenntem Motor anscheinend noch nicht getestet. Der Motor summt dann. Anscheinend hat er zu wenig Kraft, aber nicht immer gleich. Manchmal hilft es auch, wenn man die Lenkung (also den Hebel für links- rechts des Motors) ein wenig hin und her bewegt und es geht wieder eine Weile. Ich glaube es liegt nicht an einem eingerosteten Lenkgetriebe. Ist das eine Wicklung, die durchgebrannt sein könnte? Und was kann man da machen? Gruß Joachim
Habe ich doch gesagt. Guck mal, ob die Lager ausgeschlagen oder schwer gehen. Dann schau auf den Kollektor, ob da Einbrände sind.
Ich habe die Gelenke geschmiert und die Lenkung ging wieder recht gut. Aber nach 2-3 Tagen wieder Aussetzer. Falls Schleifkohlen vorhanden sind, klingt das recht interessant, da die Maschine doch schon recht alt ist und links-rechts-lauf sicher noch mehr abträgt. Also werde ich diese mal überprüfen und noch einmal alles schmieren... Schleifkohlen als Ersatzteil bekomme ich zwar nicht spezifisch für den Motor, aber vielleicht gibt es Allerweltsteile, die passen würden. Was ist der Kollektor?
Kollektor ist das Ding wo die Kohlen draufdrücken :-) Zum Austausch: manchmal schwierig bis unmöglich, passende zu finden. Gibt auch ne Menge unterschiedlicher Materialien, in der Praxis reichen meist zwei: schwarze oder Kupferfarbene. Wenn du nicht die passenden findest, grössere kaufen und mit Sandpapier zurechtschleifen. Problem ist die runde Kontaktfläche, die bekommt man kaum passend hin, schleift sich aber nach einiger Zeit erhöhten Bürstenfeuers ein.
Lieber weichere als härtere Kohlen nehmen. Sonst ist der Kollektor schneller als die Kohlen runter.
Ich habe den Motor jetzt einfach mal direkt an 24 V angeschlossen und da dreht er tadellos. Also kann es nur noch diese Platine sein, die das komische Verhalten zeigt. Ich versuch heute mal diesen Keramikwiderstand auszutauschen. Gruß Joachim
Nachdem ich nun Keramikwiderstand, Elkos und die Diode ausgetauscht habe, funktioniert es wieder einwandfrei. Danke für die Hilfe! Joachim
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