Forum: Offtopic Suche jemand mit 3D-Drucker


von Johnny S. (sgt_johnny)


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Hallo zusammen

Ich muss für eins meiner Projekte eine spezielle Röhrenfassung haben, 
welche ich in ein Kupferrohr einbauen kann.

Weil das aus metall praktisch nicht fertigbar bwz. bezahl bar ist, 
bleibt eigentlich nur noch 3D-Druck.


Gibt es hier jemanden der einen 3D-Drucker hat, und mir 4 Teile drucken 
könnte?

Materialkosten und eine Aufwandsentschädigung sind natürlich 
selbstverständlich.

Hier einige Eckdaten, da es noch keine Zeichnung gibt:

Das Teil ist ein Zylinder, Durchmesser ca 32mm, Länge etwa 40mm. Bis in 
die Hälfte ist es hohl, Innendruchmesser ca 29mm. Ein Gewinde M4 in der 
Rückseite und ein Gewinde M3 in der Seite.

Falls man Gewinde überhaupt drucken kann, sonnst muss ich halt 
nachträglich eins schneiden oder diese selbst-bohr Schrauben nehmen.


Falls mir jemand helfen könnte, freu ich mich über eine Antwort.

von Richard B. (r71)


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Hallo,

Ohne Zeichnung geht nichts.
Wie genau muss das sein?
ABS oder PLA?

Bis aufs Gewinde, kein Problem.

Freundliche Grüße,
Richard

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Die genannte Objekt-Beschreibung klingt für mich eher wie drehen anstatt 
drucken.

zumindest hier in Köln gibts "öffentliche" 3D-Drucker. Ich glaub es war 
in der Stadt-Bibliothek.

Welches Material möchtest du denn drucken lassen?

von Dieter P. (low_pow)


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Es dürfte nicht ganz so einfach sein,
es gibt verschiedene Verfahren und Materialien.

Eine Möglichkeit hier wäre noch im Forum unter
"Mechanik, Gehäuse, Werkzeug" Unterforum "3D-Druck"
zu fragen.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Johnny S. schrieb:
> Röhrenfassung

Das dürfte ein Wärmeproblem werden. ABS ist da ungeeignet, und PLA erst 
recht. Oder was soll diese Röhrenfassung anderes fassen als eine Röhre?

Sofern Du ein 3D-Modell selbst konstruiert bekommst, kannst Du Dir so 
etwas von einem Dienstleister wie z.B. shapeways auch im Sinterverfahren 
drucken lassen. Da ist dann auch Keramik möglich.

> Ein Gewinde M4 in der Rückseite und ein Gewinde M3 in der Seite.
> Falls man Gewinde überhaupt drucken kann,

Man kann mit üblichen Extruderdruckern zwar auch Gewinde drucken, aber 
das fängt dann so bei M10..M12 an.

Im Sinterverfahren wird es deutlich feiner.

von Johnny S. (sgt_johnny)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Das dürfte ein Wärmeproblem werden. ABS ist da ungeeignet, und PLA erst
> recht. Oder was soll diese Röhrenfassung anderes fassen als eine Röhre?
>
>
> Im Sinterverfahren wird es deutlich feiner.

Ich habe bereits von jemandem eine PN bekommen, habe nun mal meine 
Zeichnung versendet.

Das Gewinde hab ich verworfen, da ich nicht 100% sicher bin wo es hin 
muss, werd ich nachträglich entweder reinschneiden oder ne gewindehülse 
einkleben.

Wärme ist hier kein Problem, es is eine Anzeigeröhre, sie wird nur 
minimal wärmer als die Umgebung.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Johnny S. schrieb:
> es is eine Anzeigeröhre

Ah. Nixie. Na, schick.


Dann geht PLA, und wenn Du statt der Gewinde einfach passende Bohrungen 
vorsiehst, kann mit einer selbstschneidenden Schraube gearbeitet werden. 
Das hält auch in PLA.

von René D. (Firma: www.dossmatik.de) (dose)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Johnny S. schrieb:
>> es is eine Anzeigeröhre
>
> Ah. Nixie. Na, schick.
>
>
> Dann geht PLA, und wenn Du statt der Gewinde einfach passende Bohrungen
> vorsiehst, kann mit einer selbstschneidenden Schraube gearbeitet werden.
> Das hält auch in PLA.

§D Druck ist kein Blockmaterial.
Der Drucker macht Fäden die parallel sind. Wenn man zwischen den Fäden 
eine Schraube einarbeit, werden die Fäden auseinandergedrückt und es 
platzt, weil der Druck sich dieser Schwachstelle ausbreitet.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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René D. schrieb:

> 3D Druck ist kein Blockmaterial.
> Der Drucker macht Fäden die parallel sind. Wenn man zwischen den Fäden
> eine Schraube einarbeit, werden die Fäden auseinandergedrückt und es
> platzt, weil der Druck sich dieser Schwachstelle ausbreitet.

Normalerweise ist das kein Problem, wenn man eine entsprechende Bohrung 
vorsieht. Der Slicer setzt dann dort geschlossene Konturen und eine 
entsprechende Wandstärke ein. Das klappt hier schon lange ohne Probleme. 
Wenn man sich ganz sicher sein will, kann man die Schraube vorher noch 
kurz mit der Heissluftlötstation anwärmen :-)

Wir hatten hier noch nie einen Riss mit selbstschneidenen Schrauben - 
wobei wir aber richtige Maschinenschrauben klar bevorzugen (dann bspw. 
mit eingelegter Mutter).

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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René D. schrieb:
> werden die Fäden auseinandergedrückt und es platzt

Das ist nur der Fall, wenn man versucht, in Vollmaterial zu schrauben. 
Die "Fäden" sind bei vernünftig eingerichteten Druckern auch so fest 
miteinander verschmolzen, daß ein Aufreißen oder Platzen eher 
unwahrscheinlich ist.

Und das ist sogar schon bei einfachem PLA der Fall, das Zeug ist 
stabiler, als man ihm zutraut.

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