Gibt es irgendein Linux-fähiges (keine Grafik nötig) SoC Board, dass akzeptablen Standby-Verbrauch hat? Die Raspberrys und so ziemlich alles in der Art basieren ja eigentlich auf Smartphone-ähnlicher Technik, ziehen jedoch alle 0.5 - 2 W im Leerlauf. Mein Handy läuft eine Woche, solange das Display ausbleibt. Da liegen Welten dazwischen. Warum ist das so? Welcher SoC liefert denn mit Linux solche Ausdauer? Mir würde sogar ein stark abgespecktes System a la OpenWrt reichen, wenn es nur etwas länger mit einer Batterie funktioniert.
P. G. schrieb: > Mein Handy läuft eine Woche, solange das Display ausbleibt. Da liegen > Welten dazwischen. > > Warum ist das so? Wenn keine Wakelocks aktiv sind, geht der SoC in suspend to RAM, braucht also nur noch einen Bruchteil des normalen Stroms. Wäre beim Handy die CPU auch ständig an, wäre der Akku im Nu alle.
naja so richtig schein beim RPi das powermanagement nicht zu laufen... Möglicherweise wird das mit dem 4.7er Kernel dann besser (da soll dann VC4 kompett im kernel sein...). nebenbei scheint eines der Hauptprobleme (in bezug auf den Stromverbrauch) dieser ganzen boards der verbaute Speicher zu sein... 73
Ich habe "gehört" dass der Beagle Bone Black eine Stromsparmodus hat, mit der man die Frequenz des CPUs deutlich sinken kann damit der CPU wirklich wenig Strom braucht.
Nimm doch einen Router-Chip mit Linux -fähigkeit, z.B. sowas von Ralink: https://www.amazon.com/VoCore-v1-0-OpenWRT-Linux-WiFi/dp/B016P77LA8 Die sind imho im Batteriebetrieb erträglich. Die gibt es ja auch schon fertig als batteriebetriebenen Wlan-Hotspot. Packe OpenWRT drauf, und nutze die Toolchain gleich um deine Applikationen zu übersetzen.
Ein altes Handy nehmen? Da ist doch oft ein Arm-Prozessor drin. Dann ein normales Linux drauf. Ein Akku ist dann auch schon dabei.
Moin, PittyJ schrieb: > Ein altes Handy nehmen? > Da ist doch oft ein Arm-Prozessor drin. Dann ein normales Linux drauf. > Ein Akku ist dann auch schon dabei. Spitzenidee. Denn in jedem "normalen Linux" sind sicher genau die Energiesparfaxen drinnen, die in alten Handyprozessoren noetig sind. P. G. schrieb: > Mein Handy läuft eine Woche, solange das Display ausbleibt. Da liegen > Welten dazwischen. > > Warum ist das so? Das ist so, weil bei den ueblichen Prozessoren (fuer Raspbi,etc.) eben keine Sau danach kraeht, ob der Energiesparkrempel unterstuetzt wird. Da ist's erstmal wichtig, Kernel zu booten, USB, Netzwerk, Multimediagedoens ans Laufen zu bringen. Da macht einfach keiner gross was in Bezug auf Energiesparen, weils niemanden bei den Einplatinenrechnern interessiert. Beim Handy schauts natuerlich anders aus. Da ist Akkulaufzeit ein Thema. Gruss WK
Dergute W. schrieb: > Denn in jedem "normalen Linux" sind sicher genau die Energiesparfaxen > drinnen, die in alten Handyprozessoren noetig sind. ... was man am Raspberry Pi sieht, denn dessen SOC ist nichts anderes als so ein typischer "Handyprozessor".
wie gesagt, mit Kernel 4.7 sollte vom VC4 dann auch das powermanagement rennen... 73
Wobei die CPU wahrscheinlich das kleinste Übel ist. Ich hab' hier einen USB-Hub, der alleine ein halbes Watt braucht. Netzwerkchips sind auch Stromfresser, besonders die Gigabit-Teile. Die ganze Peripherie müsste auch abschaltbar sein und auch abgeschaltet werden :(
fyi [PATCH 2/3] drm/vc4: Enable runtime PM. https://lists.freedesktop.org/archives/dri-devel/2016-February/100295.html With the runtime power management support, the VC4 DRM driver can turnoff the GPU in between rendering tasks, which is a feature not present in the closed-source Raspberry Pi graphics driver. 73
Moin, der stromsparendste mir bekannte SoC mit zumindest uClinux-Support sind die Blackfin-Plattformen mit etwa 120mW im Dauerbetrieb, mit einigen Optimierungen (Netzwerk abschalten, usw.) kann man den Chip in den Standbymodus mit wenigen mW oder gar drunter (deepsleep) kriegen, muss allerdings irgend eine Wakeup-Funktion dazubauen (Wakeup-Taster). Vergleichbare ARM-Linuxe bewegen sich etwa bei 300mW, aber auch da kann man bei manchen Derivaten laut hörensagen stromsparen. Aber es braucht sicher etwas Arbeit, typischerweise dauert es etwas bis dynamische Clock-Frequenz-Anpassung unterstützt wird. Die Powerkisten a la Omap kommen da nie in den Bereich. Auch Raspi kann man da eher knicken. Bei einigen Chips ist das Powersaving buggy bzw. extrem knifflig, das Problem liegt meist bei der SDRAM-Konfiguration. Fragt sich, was das Linux machen soll, und ob es dauernd den SDRAM-Refresh benötigt, oder auch schnell hochbooten darf.. Gruss, - Strubi
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