Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Linux SoC mit akzeptablem Standby


von P. G. (dronus)


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Gibt es irgendein Linux-fähiges (keine Grafik nötig) SoC Board, dass 
akzeptablen Standby-Verbrauch hat? Die Raspberrys und so ziemlich alles 
in der Art basieren ja eigentlich auf Smartphone-ähnlicher Technik, 
ziehen jedoch alle 0.5 - 2 W im Leerlauf.

Mein Handy läuft eine Woche, solange das Display ausbleibt. Da liegen 
Welten dazwischen.

Warum ist das so?

Welcher SoC liefert denn mit Linux solche Ausdauer?

Mir würde sogar ein stark abgespecktes System a la OpenWrt reichen, wenn 
es nur etwas länger mit einer Batterie funktioniert.

von Lukas K. (carrotindustries)


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P. G. schrieb:
> Mein Handy läuft eine Woche, solange das Display ausbleibt. Da liegen
> Welten dazwischen.
>
> Warum ist das so?

Wenn keine Wakelocks aktiv sind, geht der SoC in suspend to RAM, braucht 
also nur noch einen Bruchteil des normalen Stroms. Wäre beim Handy die 
CPU auch ständig an, wäre der Akku im Nu alle.

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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naja so richtig schein beim RPi das powermanagement nicht zu laufen...

Möglicherweise wird das mit dem 4.7er Kernel dann besser (da soll dann 
VC4 kompett im kernel sein...).

nebenbei scheint eines der Hauptprobleme (in bezug auf den 
Stromverbrauch) dieser ganzen boards der verbaute Speicher zu sein...

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von BBB (Gast)


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Ich habe "gehört" dass der Beagle Bone Black eine Stromsparmodus hat, 
mit der man die Frequenz des CPUs deutlich sinken kann damit der CPU 
wirklich wenig Strom braucht.

von Stromverdichter (Gast)


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Nimm doch einen Router-Chip mit Linux -fähigkeit, z.B. sowas von Ralink:
https://www.amazon.com/VoCore-v1-0-OpenWRT-Linux-WiFi/dp/B016P77LA8
Die sind imho im Batteriebetrieb erträglich. Die gibt es ja auch schon 
fertig als batteriebetriebenen Wlan-Hotspot.
Packe OpenWRT drauf, und nutze die Toolchain gleich um deine 
Applikationen zu übersetzen.

von PittyJ (Gast)


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Ein altes Handy nehmen?
Da ist doch oft ein Arm-Prozessor drin. Dann ein normales Linux drauf.
Ein Akku ist dann auch schon dabei.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

PittyJ schrieb:
> Ein altes Handy nehmen?
> Da ist doch oft ein Arm-Prozessor drin. Dann ein normales Linux drauf.
> Ein Akku ist dann auch schon dabei.

Spitzenidee. Denn in jedem "normalen Linux" sind sicher genau die 
Energiesparfaxen drinnen, die in alten Handyprozessoren noetig sind.

P. G. schrieb:
> Mein Handy läuft eine Woche, solange das Display ausbleibt. Da liegen
> Welten dazwischen.
>
> Warum ist das so?

Das ist so, weil bei den ueblichen Prozessoren (fuer Raspbi,etc.) eben 
keine Sau danach kraeht, ob der Energiesparkrempel unterstuetzt wird. Da 
ist's erstmal wichtig, Kernel zu booten, USB, Netzwerk, 
Multimediagedoens ans Laufen zu bringen. Da macht einfach keiner gross 
was in Bezug auf Energiesparen, weils niemanden bei den 
Einplatinenrechnern interessiert. Beim Handy schauts natuerlich anders 
aus. Da ist Akkulaufzeit ein Thema.

Gruss
WK

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Dergute W. schrieb:
> Denn in jedem "normalen Linux" sind sicher genau die Energiesparfaxen
> drinnen, die in alten Handyprozessoren noetig sind.

... was man am Raspberry Pi sieht, denn dessen SOC ist nichts anderes 
als so ein typischer "Handyprozessor".

von Hans (Gast)


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wie gesagt, mit Kernel 4.7 sollte vom VC4 dann auch das powermanagement 
rennen...

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von eagle user (Gast)


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Wobei die CPU wahrscheinlich das kleinste Übel ist. Ich hab' hier einen 
USB-Hub, der alleine ein halbes Watt braucht. Netzwerkchips sind auch 
Stromfresser, besonders die Gigabit-Teile. Die ganze Peripherie müsste 
auch abschaltbar sein und auch abgeschaltet werden :(

von Hans (Gast)


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fyi

[PATCH 2/3] drm/vc4: Enable runtime PM.

https://lists.freedesktop.org/archives/dri-devel/2016-February/100295.html

With the runtime power management support, the VC4 DRM driver can 
turnoff the GPU in between rendering tasks, which is a feature not 
present in the closed-source Raspberry Pi graphics driver.

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von Strubi (Gast)


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Moin,

der stromsparendste mir bekannte SoC mit zumindest uClinux-Support sind 
die Blackfin-Plattformen mit etwa 120mW im Dauerbetrieb, mit einigen 
Optimierungen (Netzwerk abschalten, usw.) kann man den Chip in den 
Standbymodus mit wenigen mW oder gar drunter (deepsleep) kriegen, muss 
allerdings irgend eine Wakeup-Funktion dazubauen (Wakeup-Taster). 
Vergleichbare ARM-Linuxe bewegen sich etwa bei 300mW, aber auch da kann 
man bei manchen Derivaten laut hörensagen stromsparen. Aber es braucht 
sicher etwas Arbeit, typischerweise dauert es etwas bis dynamische 
Clock-Frequenz-Anpassung unterstützt wird.
Die Powerkisten a la Omap kommen da nie in den Bereich. Auch Raspi kann 
man da eher knicken.
Bei einigen Chips ist das Powersaving buggy bzw. extrem knifflig, das 
Problem liegt meist bei der SDRAM-Konfiguration. Fragt sich, was das 
Linux machen soll, und ob es dauernd den SDRAM-Refresh benötigt, oder 
auch schnell hochbooten darf..

Gruss,

- Strubi

von Michael H. (morph1)


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Intel Edison :)

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