Seit tagen versuche ich ein Rs485 Bus Netzwerk aufzubauen. Aber
eigentlich klappt garnix.
Aufbau ich habe mir Platinen gemacht mit einem 75lb176 und einem
Stepdown wandler. Rj11 stecker. Für Daten und Spannung.
Nun habe ich diese Platine auf mein Steckbrett gesteckt und je einen Avr
dazu.
Ich betreibe den Bus zurzeit im Stern aber nur weil es zum basteln mit
Leitungen unter 50 cm Meistens unter 10 cm. 120 ohm widerstände habe ich
dran.
Die übertragung ist zurzeit mit 4800 Baud eher sehr langsam. Da sollte
es keine Störungen durch Stichleitungen geben?
Nun habe ich 2 Geräte und einen Rs485 usb stick. Die funktionierten seit
tagen gut und ohne Störungen miteinander.
Nun habe ich ein 3. Gerät dazu gesteckt und nun sind die Bustreiber vom
Usb wandler und zwei Geräte hinüber. Ich verstehe nur nicht warum.
Können Die 75lb176 sterben falls doch mal zwei Geräte gleichzeitig
senden?
Oder Sterben die wenn man im Betrieb was ansteckt?
@ Verzweifelt (Gast)
>Nun habe ich 2 Geräte und einen Rs485 usb stick. Die funktionierten seit>tagen gut und ohne Störungen miteinander.
Gut.
>Können Die 75lb176 sterben falls doch mal zwei Geräte gleichzeitig>senden?
Eher nicht, wenn gleich sie dann recht heißt werden.
>Oder Sterben die wenn man im Betrieb was ansteckt?
JA!
Vergiss nicht die Fail Safe Beschaltung, sonst gibt es komische Effekte.
https://www.mikrocontroller.net/articles/RS-485#Weitere_Hinweise
Der GND muss natuerlich verbunden sein. Ist er das ?
Die 75176 sind die absolut schlechteste Wahl. Das sind Stromfresser mit
40mA, schlimmer geht's kaum. Nimm einen Modernen, der zieht noch 1%
davon.
Gnd ist verbunden. Bzw wird ja über den rj11 stecker verbunden. Aber
vileicht nicht 100% gleichzeitig mit den Datenleitungen.
Die Save Beschaltung zu gnd und vcc hatte ich nicht dran. Potential
sollte aber nicht abweichend gewesen sein. alles auf dem Basteltisch aus
einem Netzteil versorgt. Irgendwie verstehe ich nicht warum die dinger
kaputt gegangen sind.
Ich habe jetzt neue Eingelötet und jetzt klappt es auch wieder wie
geplant.
Also vielleicht doch der Moment des anstecken ?!
Verzweifelt schrieb:> Also vielleicht doch der Moment des anstecken ?!
Wohl kaum.
Das einzige was diese Dinger kaputtmacht ist ESD.
Gegen alles andere sind die gut abgesichert.
Wenn es ein gemainsames Netzteil ist und wenn du mit anstecken
A und B meinst.
Verzweifelt schrieb:> Also vielleicht doch der Moment des anstecken ?!
Möglicherweise.
Beim Einstecken ist das so:
Im ersten Moment sind alle Kondensatoren im Gerät, welches du
einsteckst, leer. Damit ist das so, dass du durch das Einstecken einen
Kurzen reißt. Dadurch hüpft das Massepotential in deinem Gerät auf
0,5*VCC, wenn VCC und GND-Leitung gleich lange sind.
Jetzt verursacht das natürlich eine Potentialdifferenz zwischen zwei
Geräten, die ist eben z.B. 0,5*VCC.
Wenn du z.B. VCC=24V hast, wären das +12V.
Musst halt schauen, was bei dir da so für Potentiale im Netz vorkommen.
Sonst noch:
Außerdem fließt beim Einstecken ein hoher Strom. Das Kabel hat eine
Induktivität, die danach "aufgeladen" ist (=Da ist Strom drin, der
weiterfließen will). Das müsste man auch berücksichtigen. Das würde ich
mir mal mit dem Scope anschauen, was da mit der Versorgung (und vor
allem GND!) passiert.
--> Hot-Plugging mit Kabeln ist Mist, das macht man nicht ;-)
Moin,
kann bei Hotplugging schon passieren, dass es die Käfer bläst, auch die
Schutzdioden kann es mal reissen, wenn genügend Potentialdifferenz da
ist.
Die sichere Variante: Stromlos einstecken, dann einschalten - oder GND
immer zuerst anschliessen. Oder Logik-Ground und RS485-Ground komplett
galvanisch trennen und RS485-Isolatoren einsetzen (ist halt die teurere
Variante, dafür 'rugged').
Gruss,
- Strubi
Hallo,
ganz unkompliziert: wenn beim Einstecken z.B. + oder - und eine
Datenleitung zuerst Kontakt bekommt, wird die externe Schaltung kurz
über die Schutzdioden der Eingänge versorgt. Das dürfte denen nicht
gefallen.
Gruß aus Berlin
Michael
Michael U. schrieb:> ganz unkompliziert: wenn beim Einstecken z.B. + oder - und eine> Datenleitung zuerst Kontakt bekommt, wird die externe Schaltung kurz> über die Schutzdioden der Eingänge versorgt. Das dürfte denen nicht> gefallen.
...ibs wenn es sich bei dem PC, an welchem der "Rs485 usb stick" hängt,
um einen Notebook handelt, dessen Netzeil seine Ausgangs-Masse über die
Entstörkondensatoren auf die halbe Netzspannung legt...
Grüßle,
Volker.
Volker B. schrieb:> ...ibs wenn es sich bei dem PC, an welchem der "Rs485 usb stick" hängt,> um einen Notebook handelt, dessen Netzeil seine Ausgangs-Masse über die> Entstörkondensatoren auf die halbe Netzspannung legt...>> Grüßle,> Volker.
Ach, das macht bei gescheiten Treibern wenig. Da fließt halt ein
bisserle ein Ausgleichsstrom über die ESD-Schutzbeschaltung. Weil das
sowieso < 500µA sein MÜSSEN (el. Sicherheit), macht sowas einem
ordentlichen RS485-Treiber nichts aus.
Man kann davon ausgehen, dass die ESD-Schutzbeschaltung so 1-5mA schon
wegstecken kann.
Meistens kommen da aber 100µA oder weniger.
Blöd ist, wenn man das am USB dran hat, und dann auf der Platine
herumlötet. Man fäht mit der geerdeten Lötspitze in eine Scahltung, die
das Potential halbe Netzspannung hat. Ein FET (Gate) ist da gleich mal
hin.
Hat mich in der Arbeit einige Zeit gekostet, die Fehlerursache zu finden
:-)
Vielen dank für die Anregungen. Also es ist durchaus möglich das ich da
im betrieb mit dem Lötkolben "Drangekommen" bin. Ich hab mich schon
öfter dabei erwischt mal eben irgendwo ein c einzulöten. Das geht
irgendwie instinktiv wenn ich vermute da könnte was stören oder
schwingen ;)
Trozdessen werde ich Hotplug erstmal vermeiden oder die Masse vorher
schonmal anklemmen.
Zum Glück nehm ich die Billigen Bustreiber. Da ist Lehrgeld nicht so
teuer.
Wenn die Schaltungen irgendwann ordentlich laufen kann ich die besseren
einplanen.
Ach es könnte doch so schön sein. Heute morgen habe ich erfolgreich den
12. Busteilnehmer zusammengebaut. Alles klappt wunderbar. Alle Geräte
reden seit tagen ohne Störungen miteinander.
So und eben wollte ich nur schnell eine neue Software via SPI in einen
der Avr's laden danach ging nix Mehr. Es hat 3 der 75176 getötet. Der
Usb wandler, Das gerät welches ich geflasht hatte und was mich wundert
ein Gerät welches zum testen an einem ~50m Kabel hing und definitiv nur
empfangen kann. Alle anderen haben überlebt.
Der Programmer und der Usb485 hingen am selben Usb Hub. Also
Aufjedenfall gemeinsam Masse. Es wurden auch keine Datenstecker gezogen
so das eigentlich nur gleichzeitiges Senden in frage kommt. Während der
Avr geflasht wurde ist der 176 im Sende zustand. Aber weder der Usb
Stick noch das andere gerät haben in dem Moment gesendet.
Sehr merkwürdig. Ich werde wohl mal absichtlich einige Tests machen
müssen um das genau herauszufinden. Habt ihr noch Ideen wie man Testen
kann warum das passiert. und wie man es verhindern kann?.
rs485 schrieb:> Oh D. schrieb:>> Der GND muss natuerlich verbunden sein.>> Warum sollte man das tun?> Der Bus ist differenziell.
Die Empfänger haben aber nur einen begrenzten Gleichtaktbereich. Irgend
jemand muss sich darum kümmern, dass die GNDs von Sender und Empfänger
potenzialmäßig nicht zu weit auseinander liegen.
Gruß Dietrich
foobar schrieb:> https://en.wikipedia.org/wiki/RS-485#Three-wire_connection
Gibts auch in Deutsch:
https://de.wikipedia.org/wiki/EIA-485
Übrigens würde ich mal darauf achten, dass alle RS-485 als
Empfänger arbeiten und nur dann auf Sendung gehen wenn es
gewollt ist und Sinn macht. Wenn da ein paar Sender unkontrolliert
aufeinander knallen, was soll da wohl passieren?
Wenn man da kein Protokoll fährt geht halt was kaputt.
Masse hat bei der Schnittstelle nichts verloren, vor allem
nicht wenn alle Einheiten aus einer Stromversorgung gespeist
werden. Masseschleifen können einen da den Tag versauen.
Man nutzt die Schnittstelle auch als CAN-Bus an dem man sich
orientieren kann.
nemesis... schrieb:> Masse hat bei der Schnittstelle nichts verloren, vor allem> nicht wenn alle Einheiten aus einer Stromversorgung gespeist> werden
Das verstehe ich jetzt nicht. Wenn ich sie wie ich es ja mache aus einem
Netzteil versorge ist doch die Masse aufjedenfall verbunden?.
Im Normalfall habe ich ein Protokoll und es sendet nur einer. Im
Speziellen Fall eben welcher vermutlich für den Defekt verantwortlich
war hat ein Gerät aufjedenfall gesendet und eines hat aufjedenfall
zugehört. Bei einem 3. Kann es sein das es eventuell 9 Byte gesendet
hat. und somit Millisekunden 2 Sender aktiv waren. Wenn also nur 2
Sender defekt währen könnte ich das verstehen aber warum der Empfänger?
und warum die andern 9 Empfänger nicht ?
Verzweifelt schrieb:> Das verstehe ich jetzt nicht. Wenn ich sie wie ich es ja mache aus einem> Netzteil versorge ist doch die Masse aufjedenfall verbunden?.
Trotzdem kann der nicht zu vermeidende Spannungsabfall zu einer
störenden Masseschleife führen, die zwar in der Computertechnik
nur eine untergeordnete Rolle spielt, weil modulare Einheiten
gewöhnlich eine getrennte Versorgung haben, aber wenn man im
Laboraufbau unbewusst solche Verbindungen herstellt, kann das
zu Störungen oder sogar Defekten führen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Erdschleife
Hallo Verzweifelter,
wenn Du denkst das die Treiber durch gleichzeitiges Senden sterben,
probiere es einfach aus. Mach einen Testaufbau, und fahre 2 Stück
gegeneinander. Ich wette die gehen NICHT kaputt. Wenn du mit einem PC
flasht bringst Du über den GND den PE in Dein System. Wenn noch andere
Teilnehmer geerdet sind gibt es durch Potentialunterschiede schnell
Probleme.
Gruß
Ludger
Die Masseschleifen oder Brummschleifen machen Probleme
bei der NF-Übertragung über unsymetrische Leitungen,
hier stören sie aber überhaupt nicht. Rs485 ist ja extra
deshalb erfunden worden, um unempfindlich gegenüber
Brummschleifen zu sein.
So wie Dietrich L. schon richtig schrieb:
>Die Empfänger haben aber nur einen begrenzten Gleichtaktbereich. Irgend>jemand muss sich darum kümmern, dass die GNDs von Sender und Empfänger>potenzialmäßig nicht zu weit auseinander liegen.
Also die Masse zu verbinden ist nicht verkehrt.
Verzweifelt schrieb:> Usb wandler, Das gerät welches ich geflasht hatte und was mich wundert> ein Gerät welches zum testen an einem ~50m Kabel hing und definitiv nur
Wie, 50m ?
Gemeinsame Stromversorgung und nur 2 Kabel, das hast du geschrieben.
> so das eigentlich nur gleichzeitiges Senden in frage kommt. Während der> Avr geflasht wurde ist der 176 im Sende zustand. Aber weder der Usb> Stick noch das andere gerät haben in dem Moment gesendet.
Du kannst beliebig viele 176 gleichzeitig senden lassen, das macht
keinen von denen kaputt.
Aber Spannungsunterschiede durch fehlen von gemeinsamer Masse schon:
Marc V. schrieb:> Wie, 50m ?> Gemeinsame Stromversorgung und nur 2 Kabel, das hast du geschrieben.
Also eigentlich liegen alle Geräte auf meinem Schreibtisch. Außer genau
eines.
Das eine Welches nur lesen kann. Das hat aktuell die Aufgabe
Datenpakete/H zu Zählen und anzuzeigen. Um den Aufbau etwas
realistischer zu machen habe ich den an eine Rolle ~50m 4x0,8 gehängt.
4x weil +24v Gnd und 2 für rs485.
Jedes Gerät hat einen eigenen Stepdown.
Also mit der Masse scheint es nicht ganz so klar zu sein Einige sagen
Wichtig andere sagen Bloss nicht.
Gerade habe ich 4 Stück 176 zusammen sicher 20 Minuten gleichzeitig
senden lassen. Sie sind etwas warm aber nicht kaputt.
Dass die Diskussion um die Masse doch immer wieder aufkommt..
> Also die Masse zu verbinden ist nicht verkehrt.
Sie MUSS verbunden werden. Ansonsten ist die Installation kaum robust.
Es gibt immer noch die klassische Verwechslung mit der Schirmung/Erde,
die man ev. nur einseitig anschliesst. Die darf natürlich nicht mit GND
identisch sein.
Das Problem ist, dass ein floatendes GND zwar als virtuelle Masse im
normalen RS485-Betrieb schon funktionieren kann, sobald aber mal
irgendwo ein Potential reinbratzt (und das kann schon ein entfernter
Funken sein) gehn da ev. die Eingänge von kaputt, oder es kommt auf
einmal nichts mehr an.
Gegeneinander treibende Ausgänge sind kein Problem, dafür ist RS485
gerade ausgelegt. Man muss es nur im Protokoll erkennen.
Die haben alle die MP1584 drauf. Zwei sind direkt selber aufgelötet auf
fest 5v die anderen mit gekauften platinen wie Ebay 380857009378
Defekt waren 3 Stück mit Platinen modul. Aber die avr's haben nix
abbekommen. Der der nur Daten Liest vom Bus hat nichtmal neugestartet
oder sowas.
Hallo,
wenn ich das jetzt richtig sehe, brauchen wir uns nicht streiten ob der
485er Bus den GND braucht oder nicht. Da die Wandler nicht galvanisch
getrennt sind hängen Signalground + Powerground sowieso zusammen. Dann
ist muß zuerst der GND verbunden werde, un zuletzt wieder getrennt.
Ansonsten sucht sich die 24V den Rückweg über die Signalleitungen. Auch
wackelige GND - Verbindungen können so die 24V auf die Signalleitungen
bringen.
Gruß
Ludger.
Verzweifelt schrieb:> Ich betreibe den Bus zurzeit im Stern aber nur weil es zum basteln mit> Leitungen unter 50 cm Meistens unter 10 cm. 120 ohm widerstände habe ich> dran.
Hast du an allen Enden einen 120 Ohm Widerstand dran? Dann würde es mich
nicht wundern, wenn bei mehreren Geräten gar nichts mehr geht.
Wenn du in Stern schaltest und nur bei 4800 Baud sendest, dann versuchs
mal ganz ohne Widerstände.
PS:
Jim M. schrieb:> Mach mal einen Schaltplan.
Operator S. schrieb:> Hast du an allen Enden einen 120 Ohm Widerstand dran? Dann würde es mich> nicht wundern, wenn bei mehreren Geräten gar nichts mehr geht.
Nein ich habe 2 Stück 120 Ohm jeweils an den "enden" Ich habe ein Rj11
system gewählt und Rj11 Telefon verteiler wie Ebay 161540862238. Davon
einige Zusammen gesteckt. Und ganz Links und Ganz rechts steckt einer
Drine. Zumindest sollte so der Leitungswiderstand passen.
Irgendwo hatte ich eine Schaltung gesehen welche mit Z Dioden vom Bus zu
Masse den Bus gegen Überspannung schützen sollte. Könnte das
funktionieren?
Oder kann man vor die 176er Widerstände schalten damit der Strom im
Fehlerfall gering bleibt?
Einen Wirklichen Schaltplan gibt es noch gar nicht ;) aber ich werde mal
einen Zeichnen. Aber eigentlich nix was vom Standard abweicht. Avr mit
Hühnerfutter 3 Leitungen zum 176 Txd Rxd und Ein Signal für RE und DE
diese sind verbunden. Gemeinsam versorgt vom Stepdown.
Einige Avr's schalten zurzeit nur Led's andere haben 18b20 Taster oder
Potis dran. Keine Aufbauten mit Leistung oder Fremdspannungen. Erstmal
soll der Bus ordentlich arbeiten und das Protokoll sicher sein.
Alles nur Versuchsaufbau. Aber Platinen sind Ordentlich gefräst und
Kurzschluss sicher in Gehäuse.
Verzweifelt schrieb:>> Nein ich habe 2 Stück 120 Ohm jeweils an den "enden"
Hast du deinen Bus so geschaltet dass die Pärchen die zusammengehören
auch verdrillt sind?
Der Stecker zeigt was anderes.
Kurt
nemesis... schrieb:> Man nutzt die Schnittstelle auch als CAN-Bus an dem man sich> orientieren kann.
CAN und RS485 sind 2 verschieden Schnittstellen.
Das sind ganz andere Treiber. Bei CAN wird mit dominanten und rezessiven
Pegeln gearbeitet. Das ist eine wired And. Es kann da nicht zu
Kurzschluessen kommen. Die Treiber dazu sind quasi Openkollektor.
Bei RS485 haben die Treiber Push-Pull Endstufen.
Verzweifelt schrieb:> Aufbau ich habe mir Platinen gemacht mit einem 75lb176 und einem> Stepdown wandler.
Was soll man sich denn darunter vorstellen?
Der Stepdown versorgt den 75LB176, oder was?
Und welchen Empfängerchip nutzt du?
Hat sich einer mal das Datenblatt angeschaut?
http://www.ic37.com/TI/75LBC172A_datasheet_4718635/75LBC172A_12.html#view
Ich denke mal, du solltest deine Schaltungen mal visualisieren, damit
man sehen kann, was du da überhaupt gebaut hast. Da ist nämlich so
einiges unstimmig.
Sorry der heißt 75LBC176 http://www.ti.com/lit/ds/symlink/sn75lbc176.pdf
Is eigentlich Kompatibel zum Sn75176 nur etwas im Verbrauch reduziert.
Ich habe einige Platinen mit nur dem Stepdown und dem 176. Diese
steckten dann auf einem Steckbrett auf dem der Avr sitzt. Der Stepdown
versorgt Den 176 und den Avr.
Ich habe aber auch einige gebaut ich sag mal version 2 wo der Avr (Mega
8) gleich mit auf der Platine ist.
Oh weih Gut Aufgepasst. Der ist tatsächlich einfach mal Falschrum drauf.
Besten Dank. Nun zum Glück hatte ich die Platine erst kurz vor dem Foto
zusammen gelötet und hab sie noch nicht in Betrieb genommen.
Ich habe nochmal alle anderen angesehen und die sind Alle richtig rum
drauf.
Und was ist mit dem Abschlusswiderstand und den Biaswiderstaenden?
Auch ist zu beachten das am RX Eingang vom Controller eine Pullup dran
muss bzw. eingeschaltet sein muss. Der Ausgang vom 176 geht naehmlich in
den Tristate.
Helmut L. schrieb:> Biaswiderstaend
Wofür? Bzw Wo wollte ich den einsetzen? Für den 15176?
Der Abschlusswiderstand ist nicht auf der Platine weil er wird Extern
Gesteckt.
Den Pullup Hingegen habe ich in Software gesetzt.
Verzweifelt schrieb:> Wofür? Bzw Wo wollte ich den einsetzen? Für den 15176?
Damit im offenen bzw. Hochohmigen Zustand des Busses der Logigpegel am
Ausgang des 176 definiert ist also der Idle-Pegel Zustand des Uart sich
einstellt.
LTC1043 schrieb im Beitrag #4621030:
> AN-1057 Ten Ways to Bulletproof RS-485 Interfaces> http://www.ti.com/lit/an/snla049b/snla049b.pdf
Es ist z.B. hier beschrieben worden.
Verzweifelt schrieb:> Der Abschlusswiderstand ist nicht auf der Platine weil er wird Extern> Gesteckt.> Den Pullup Hingegen habe ich in Software gesetzt.
Der ist vor 176, er hat gefragt, ob du etwas auf A und B hast.
Reiner schrieb:> Die widerstände zu vcc und gnd bei jedem Gerät?
Eigentlich reicht da einmal... aber man weiss ja nicht welches Geraet
angeschlossen wird und welches nicht. Deshalb mach ich die normalerweise
mittels DIP Schalter ein/ausschaltbar. Die 1K sind jetzt kein
unveraenderbarer Wert. Man muss lediglich dafuer sorgen das an den 2 x
120 Ohm parallel genuegend Spannung abfaellt das der Receiver in die
richtige Lage faellt. Also '1' am Ausgang zum Controller.
Inkognito schrieb:> Die Z-Dioden sind da beschrieben, aber deine 2x 1k Widerstände nicht
Hahaha.... die sind aber in dem TI Paper beschrieben. Ein bisschen
Transferintelligenz vorrausgesetzt.
Ich bin ja etwas erstaunt wie viel Lösungen es gibt und wie uneinig man
sich über einige dinge ist.
Kleine Smd TVs dioden passen mir noch ganz gut. Da kann man sicher auch
nix falsch machen wenn man sie drauf hat.
Helmut L. schrieb:>> Die widerstände zu vcc und gnd bei jedem Gerät?>> Eigentlich reicht da einmal..
Das macht's etwas schwierig weil das System an sich recht Flexibel sein
soll.
Eventuell aber könnte ich das mit in das Netzteil bauen. Das Braucht man
ohnehin immer. Aber macht das noch Sinn wenn es weit weg von den 176er
ist?
Verzweifelt schrieb:> Eventuell aber könnte ich das mit in das Netzteil bauen. Das Braucht man> ohnehin immer. Aber macht das noch Sinn wenn es weit weg von den 176er> ist?
Eher eine schlechte Loesung. Wie gesagt ich nehme dafuer 2 pol.
Dipschalter.
Da du wahrscheinlich die wahnsinnshohe Geschwindigkeit nicht brauchen
wirst, zumindest entnehme ich das deinen bisherigen Posts, würde ich
auch dir zu slew rate limited Typen und vor allem "fail safe"
(eigentlich falsch diese Bezeichnung, aber MAXIM nennt sie nun mal so)
Typen raten. Damit kannst dir die ca. 1k ersparen. 0V Differenz am Bus
(Offen oder keiner sendet) gibt dann garantiert Idle auch ohne
Verzugswiderstände. Der 75LBC176 schreibt zwar auch was von "Failsafe
Receiver Design", allerdings spiegelt sich dies nicht in den
garantierten Daten in den Tabellen und findet sich auch sonst nirgends
im Text. Im Bild zeichnet er zwar 100k PullUp/Down auf A/B, aber da sind
auch 3k/1k1, welche wiederum nicht zu den 12k in der Tabelle passen.
Also wieder mal qualitativ höchstwertiges Datenblatt von TI :-)
So Dinger wie die MAX3082/3072EESA (5V, 125kBaud bzw. 3V3, 250kBaud wenn
ich mich recht erinnere) sind hingegen gut dokumentiert und kaum
umzubringen. Bei moderaten Geschwindigkeiten und Kabellängen, brauchst
dann gar keine Widerstände mehr am Bus. AFAIK hat auch LTC gute RS485er
Chips. Es gibt also kaum einen Grund (außer Preis bei Großserien) den TI
Schrott einzusetzen.
Helmut L. schrieb:> Hahaha.... die sind aber in dem TI Paper beschrieben. Ein bisschen> Transferintelligenz vorrausgesetzt.
Dann würde ich die Widerstände auch in deiner Ascii-Zeichnung
als Chip-Interne zeichnen. Soviel zum Thema normgerechte Zeichnung
was natürlich auch für eine Skizze gilt. ;-b
So führt das nämlich zu Missverständnissen.
Andi B. schrieb:> kaum umzubringen.
Wunschdenken, denn manche scheinen da unglaublich kreativ zu sein
oder haben fachlich nur Scheuklappen am Kopf. Was da so daneben
noch relevant ist, wird einfach nicht gesehen.
Wenn du nicht superhohe Geschwindigkeit brauchst, würde ich einfach
alles auf CAN-Transceiver umstellen.
Z.B. der MCP2561 veträgt bis +/-58V DC bzw. 14kV ESD. Und ohne VCC geht
er komplett vom Bus, d.h. stört nicht die anderen Teilnehmer.
Für die PC-Anbindung kannst Du einfach nen billigen USB-RS232 Umsetzer
ohne Pegelwandler nehmen und den MCP2561 daran anschließen. Die
Richtungsumschaltung wird ja nicht mehr gebraucht.
Es gibt zwar noch viele Anbieter der CAN-Transceiver, aber nur
Michrochip bietet noch PDIP an, die anderen nur SOIC.
Wir setzen sehr viel (echten) CAN-Bus ein und die Transceiver machen
keine Probleme.