Hallo, mich würde mal interessieren, wie ihr mit "Kleinigkeiten" bei der Arbeit umgeht, die ihr für Kunden oder gar dritte erledigen müsst. Ein aktuelles Beispiel. Wir verwalten für eine Werbeagentur einen Server, auf denen die Kundenwebsites hosten. Jetzt wollte so ein End-Kunde sich von irgendeinem fremden Designer eine neue Website basteln lassen. Es ging etwas hin und her, der hat uns genervt mit verschiedenen Behauptungen, dass "auf dem Server nichts funktionieren würde", etc. Hat während wir ihm kostenlos geholfen haben, ein CMS aufzusetzen, Dateien von uns überschrieben, usw. Jetzt kam eine Anfrage rein, dass er gerne einen Backup der Seite und der Datenbank haben möchte. Für mich ist es eine Arbeit von 3 Minuten. Wenn er es klug anstellt, dann sind es für ihn auch 3 Minuten oder ein paar Stunden Arbeit für den Rechner, in denen er ein paar Tausend Dateien herunterladen muss. Ich habe diesem Designer jetzt zurück geschrieben, dass wir das Backup nur für Geld erstellen können. x € pro angefangene halbe Stunde Arbeit. Okay, in dem Fall finde ich es auch gerecht. Aber es gibt andere Fälle, bei denen ist es nicht so einfach. Auf der anderen Seite, wenn ich die Arbeit anderer in Anspruch nehme, dann verlangen die auch Geld für jede Kleinigkeit.
Ich denke da muss man ein wenig zwischen "gutem Service" und dem "Anbieten einer Dienstleistung" abwägen. Wenn mich jemand um eine 3-M;inuten-Arbeit bittet, dann ist das (kostenloser) Service. Wen der Typ aber stetig nervt und mehr Zeit als 3 Minuten in Anspruch nimmt, dann lasse ich ihm die Preise für meine Dienstleistungen zukommen. Ist eben alles Ermessenssache, einem jahrelang zahlendem und guten Kunden werde ich sicher eher mal was für umme machen als jemanden, der kommt, meine Zeit klaut und mir unterstellt, dass irgendwas von meinem Zeugs nicht funktioniert. Man kann ja als ahnungsloser Kunde auch mal leise anfragen ob es sein kann, dass XY nicht richtig arbeitet, man muss nicht immer schreien "Euer Kack geht nicht!" Nebenbei: man (ich) macht sowieso eigentlich viel zu viel unentgeldlich. Anderseits, ohne guten Service funktioniert kein Geschäft auf Dauer!
Welchen Stundensatz hat Eure Buchhaltung? Die Rechnung stellen, versenden, Zahlungseingang kontrollieren, verbuchen -- das gibt's auch nicht umsonst. Nicht ohne Grund schicken viele Firmen lieber kostenlose Muster anstatt Kleinmengen zu verkaufen.
soul e. schrieb: > Welchen Stundensatz hat Eure Buchhaltung? Die Rechnung stellen, > versenden, Zahlungseingang kontrollieren, verbuchen -- das gibt's auch > nicht umsonst Also wenn heutzutage, mit Computerunterstützung und Buchhaltungsprogramm mit eingebautem Mahnwesen, die Erstellung einer Rechnung für 3 Minuten Arbeit mehr als eine Briefmarke und 30 Arbeitssekunden kostet, dann würde ich die unfähige Buchhaltung entlassen, die hat dann ja wohl den Schuss nicht gehört.
Neulich an der Tankstelle. > Was kostet ein Tropfen Benzin? >> Ähm... nichts. > Na dann tropfen sie mal voll!
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