Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Frage zur Synchronmaschine


von Gerhard (Gast)


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Hallo,

mal angenommen ich habe eine permanent erregte Synchronmaschine mit 32 
Polen.

Ich kann durch meinen Frequenzumrichter eine beliebige Frequenz 
einstellen, also auch eine beliebige Drehzahl bis hin zur 
Maximaldrehzahl des Motors.

Angeblich bleibt auch das Motormoment fast konstant über den gesamten 
Drehzahlbereich. Aber wie sieht es mit dem Wirkungsgrad aus. Im 
schlimmsten Fall ist der ja "null" - bei Stillstand der Maschine wird 
die zugeführte Energie komplett in Wärme umgewandelt und der Motor 
überhitzt. Bei Nenndrehzahl kann ich dann die Angabe des Herstellers 
nehmen.

Aber wie sieht es aus, wenn ich den Motor bei ca. 60% der Nenndrehzahl 
betreiben möchte? Kann ich da ohne Herstellerangaben etwas abschätzen?

von Simon Diehl (Gast)


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> Angeblich bleibt auch das Motormoment fast konstant über den gesamten
> Drehzahlbereich.

Das Drehmomente bleibt konstant bis zur Nenndrehzahl, wenn die 
Versorgung deines Frequenzumrichters der Nennspannung des Motors 
entspricht. Stichwort "Feldschwächung"

> Aber wie sieht es mit dem Wirkungsgrad aus. Im
> schlimmsten Fall ist der ja "null" - bei Stillstand der Maschine wird
> die zugeführte Energie komplett in Wärme umgewandelt und der Motor
> überhitzt. Bei Nenndrehzahl kann ich dann die Angabe des Herstellers
> nehmen.
>
> Aber wie sieht es aus, wenn ich den Motor bei ca. 60% der Nenndrehzahl
> betreiben möchte? Kann ich da ohne Herstellerangaben etwas abschätzen?

Der Betrieb am Frequenzumrichter ist praktisch immer Nennbetrieb. Also 
ist der Wirkungsgrad des Motors in Näherung gleich dem Wirkungsgrad im 
Nennbetrieb.

von Peter R. (pnu)


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Simon Diehl schrieb:
> Der Betrieb am Frequenzumrichter ist praktisch immer Nennbetrieb. Also
> ist der Wirkungsgrad des Motors in Näherung gleich dem Wirkungsgrad im
> Nennbetrieb.

stimmt im Prinzip,

Gerhard schrieb:
> Aber wie sieht es aus, wenn ich den Motor bei ca. 60% der Nenndrehzahl
> betreiben möchte? Kann ich da ohne Herstellerangaben etwas abschätzen?

Kaum, denn man wüsste Bescheid wissen, wie weit das Eisen inbezug auf 
Sättigung ausgenutzt wird.

Denn es muss genügend Reserve zur Sättigungsgrenze des Eisens vorliegen. 
Schließlich dauert bei 60% Drehfrequenz eine Halbwelle das 1,7 fache und 
die Magnetfeldstärke steigt bei gegebener Spannung in dieser Zeit auf 
das 1,7 fache an. Bei der Auslegung eines normalen Motors wird da die 
Sättigung sicherlich erreicht.

Man muss also bei tieferer Frequenz die Spannung am Motor entsprechend 
verkleinern, um nicht in die Sättigung zu geraten.

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