Operationsverstärker Frage zur Versorgungsspannung

Gast #4618325
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Kann mir vielleicht jemand auf die Sprünge helfen?
Ich baue gerade eine Schaltung mit einem Op-Amp der Eine 
Eingangsspannung von 0-5 Volt auf 0-30V verstärkt (Gain von 6?). Um so 
eine Ausgangsspannung am Op-Amp zu erhalten muss die eingangsspannung ja 
etwas höher sein (in meinem Fall 33V). Beim Aussuchen eines geeigneten 
Operationsverstärker stehe ich aber ein bisschen auf dem Schlauch, da 
die maximale Versorgungsspannung immer mit einem "Plusminus" davor 
angegeben ist. Benutzen wollte ich diesen Quad-Op-Amp: LM324AN 
(Datenblatt: http://www.ti.com/lit/ds/symlink/lm324a.pdf).
Kann mir jemand sagen was diesen "Plusminus" vor der Spannungsangabe 
bedeutet?

Vielen Dank im Vorraus!
Gast #4618344
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Hi,

"Plus/Minus" bedeutet, dass er eine symmetrische Spannungsversorgung 
(Dual Supply) benötigt. Viele OPV laufen aber auch im Single Supply. ( 
Wie im Datenblatt steht auch der den du ausgesucht hast. Allerdings 
arbeiten sie oft nicht mehr so wie man will, wenn sie das Signal nah an 
das an V_cc Minus angelegte Potential kommt. Du könntest über eine 
virtuelle Masse einen DC-Offset erzeugen, dann sollte es funktionieren.
#4618348
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E-Anfänger schrieb:
> Eingangsspannung von 0-5 Volt

E-Anfänger schrieb:
> eingangsspannung ja
> etwas höher sein (in meinem Fall 33V

Mach dir klar was "eingangsspannung" bedeutet!
Versorgungsspannung ist was Anderes!

E-Anfänger schrieb:
> was diesen "Plusminus" vor der Spannungsangabe
> bedeutet?

Du kanst praktisch jeden OPA asymetrisch(single Supply) oder 
symetrisch(dual Supply) versorgen solange die max. Spannungsdif. 
zwischen +Ycc und -Vcc nicht überschritten wird.
Gast #4618377
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Damit der Ausgang +30V liefern kann, muss die positive 
Versorgungsspannung etwas höher liegen. Wie viel genau hängt vom OP-Amp 
und dem Laststrom ab.

Sagen wir mal +36V, damit müssten die meisten Modelle genug Puffer 
haben.

Damit der Ausgang 0V liefern kann, muss die negative Eingangsspannung 
etwas niedriger sein. Wie viel genau hängt vom OP-Amp und dem Laststrom 
ab.

Sagen wir mal -6V.

Jetzt suche Dir einen OP-Amp raus, der unsymmetrisch betrieben werden 
darf und insgesamt 44 Volt Spannungsversorgung verträgt.
#4618394
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E-Anfänger schrieb:
> Benutzen wollte ich diesen Quad-Op-Amp: LM324AN
> (Datenblatt: http://www.ti.com/lit/ds/symlink/lm324a.pdf).
> Kann mir jemand sagen was diesen "Plusminus" vor der Spannungsangabe
> bedeutet?

Die Differenzspannung zwischen den -V (GND) und +V (VCC) 
Versorgungsspannungsanschlüssen.

Passt also schon.

Er liefert auch 30V wenn er mit 33V versorgt wird.
Er liefert auch 0V wenn GND an 0V liegt.

ABER:

Er hält überhaupt keine 33V aus.

Im Datenblatt steht klar und deutlich:
Supply voltage, VCC (2) 32 V.

Ja, so genau kann er sein Datenblatt nicht lesen, er wird auch bei 1V 
mehr nicht gleich kaputt gehen oder völlig falsche Werte liefern, aber 
beschweren kannst du dich beim Hersteller dann nicht.

Auch ist fraglich, wie genau deine 33V sind, vieleicht sind ex bei 
+/-10% Netzspannungsschwankung auch 30V bis 36.3V ?

Nimm einen LT1014, der hält 44V aus und ist deutlich genauer und ähnelt 
ansonsten dem LM324. Nur ist der halt nicht der billigste der billigen 
OpAmps.
#4618434
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Helmut S. schrieb:
> Die -6V waren doch nur so daher gesagt. Genaugenommen würde bei dem IC
> -1V reichen. Mach halt ein bisschen Abstriche im Bereich von 0V. Dann
> reicht dir Single Supply, 0V, >33V.

Genau genommen reichen bei dem LT1014 0V und man braucht für single 
supply OpAmp gar keine negative Versorgungsspannung.

Vorausgesetzt, alle Widerstände vom Ausgang gehen Richtung 0V, d.h. es 
fliesst immer nur Strom aus dem Ausgang raus und niemals einer rein.

Wenn man den LT1014 (oder den LM324) mit 3k3 nach +33V beschaltet, 
müsste er 10mA nach Masse ableiten, das kann er nicht mehr, da hängt der 
Ausgang irgendwo bei 0.7V rum und kommt nicht tiefer.

Aber bei E-Anfänger seiner 0-5V auf 0-30V Schaltung geht eh nur der 
Spannungsteiler nach Masse, der OpAmp muss also gar keinen Strom nach 
Masse ableiten sondenr nur welchen von +33V liefern.
#4618497
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E-Anfänger schrieb:
> OK, unsymetrisch mit +36V und -6V, aber ich finde nur Op Amps die bis
> 30V, höhstens 32V gehen. Kennt irgendwer so einen Op Amp mit höherer
> Spannung?

Helmut S. schrieb:
> Die -6V waren doch nur so daher gesagt. Genaugenommen würde bei dem IC
> -1V reichen.

http://www.ti.com/lit/ds/symlink/lf357.pdf

LF155x,LF256x,LF356B +-22V
LF35x +-18V (also 36V)

ich nehme gerne den LF356

machst du also -2V und +32V aus einem DC/DC Wandler oder einer PWM oder 
einer Inverterschaltung sollte es klappen

http://www.holger-klabunde.de/dcdc/picdcdc.htm
#4618512
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> it den 0-30V wird der Set Pin eines LT3080 betrieben, für ein mit dem
Arduino einstellbares 0-30V 1,4A Netzteil.

Das wird nichts mit den 1,4A, wenn due ein feste Versorgungsspannung von 
36V hast. Wenn du den LT3080 mit 36V versorgst und fast 0V 
Ausgangsspannung einegstellt hast, dann kann der LT3080 maximal 0,1A 
liefern. Ist dir das bewusst?

Bild Seite 6, Current Limit
http://cds.linear.com/docs/en/datasheet/3080fc.pdf

Um mit dem Regler dieses Problem zu lösen müsstet du dessen 
Eingangsspannung z. B auf wenige Volt über die gewünschte 
Ausgangsspannung vorregeln.

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