Hallo zusammen,
wie der Betreff besagt, ich habe am Freitag ein Vorstellungsgespräch, wo
ich einen 20-minutigen Vortrag halten muss. Das Thema muss ich aber
selbst auswählen. Allerdings bin ich ein bissschen verwirrt, was ich
auswählen muss, auch noch habe ich nicht viele Zeit. In meinem Kopf habe
ich zwei Themen
1. Über mich, wo ich meine Stärke und den Grund zeigen will, warum ich
bei dir Firma arbeiten will und warum bin ich den richtigen Kandidaten
2. Über mein Masterthesis, da ich gerade meine Masterthesis schreibe.
Die Thesis hat auf jeden Fall mit der Stelle was zu tun.
Habt ihr Empfehlungen für mich?
Danke schon mal und Grüße
Moathe
Moathe schrieb:> 2. Über mein Masterthesis, da ich gerade meine Masterthesis schreibe.> Die Thesis hat auf jeden Fall mit der Stelle was zu tun.
Möglicher Synergieeffekt: Zu der Master Thesis wirst Du wohl sowieso
einen Vortrag an der Hochschule halten müssen. Dann bräuchtest Du den
quasi nur einmal ausarbeiten, und könntest ihn zweimal nutzen.
Wobei das so ganz nicht stimmt: Wenn das Publikum ein anderes ist, muss
man auch den Vortrag zumindest zum Teil anpassen. Es bringt ja nichts,
wenn man Leuten ohne Grundverständnis der Physik (z.B. viele Personaler)
die Ohren mit der Relativitätstheorie vollpfriemelt.
Was gar nicht geht: Mit Begriffen und Abkürzungen um sich werfen, die
einem selbst zwar geläufig sind, dem Auditorium aber nicht. So sammelt
man schnell Minuspunkte. Wenn es ohne bestimmte Fachbegriffe nicht geht,
dann muss man sie eben erläutern.
Wenn Du Deine Master Thesis jemandem so erläutern kannst dass er
versteht worum es geht, auch wenn derjenige kein Ingenieur/Informatiker
etc. ist - dann hast Du es richtig gemacht.
Die Vorstellungsgespräche werden auch immer mehr zum Kasperletheater.
Was kommt als nächstes? Körperliche Untersuchungen durch einen
Betriebsarzt während des Vorstellungsgesprächs inkl. Haare abscheren und
Prostata-Untersuchung?
Ein Kollege, der jetzt in der Schweiz arbeitet, meinte letztens zu mir,
dass er sich diese Erniedrigungen und Wünschelrutenmethoden bei
deutschen Vorstellungsgesprächen niemals mehr antun würde...
Moathe schrieb:> Hallo zusammen,>> wie der Betreff besagt, ich habe am Freitag ein Vorstellungsgespräch, wo> ich einen 20-minutigen Vortrag halten muss.
Einer meiner Alpträume. Nicht so sehr wegen der Angst vorm Präsentieren,
sondern wegen dem massiven Widerwillen sich zum Affen zu machen und
vorführen zu lassen. Du tust mir ehrlich leid. Das meine ich nicht
herablassend, sondern du hast meine ehrliche Anteilnahme dafür, dass die
dich zu sowas zwingen.
> Das Thema muss ich aber> selbst auswählen. Allerdings bin ich ein bissschen verwirrt, was ich> auswählen muss, auch noch habe ich nicht viele Zeit.
Erzähl was über Darmfunktion, wie diese Medizinstudentin auf YouTube.
> In meinem Kopf habe ich zwei Themen>> 1. Über mich, wo ich meine Stärke und den Grund zeigen will, warum ich> bei dir Firma arbeiten will und warum bin ich den richtigen Kandidaten>> 2. Über mein Masterthesis, da ich gerade meine Masterthesis schreibe.> Die Thesis hat auf jeden Fall mit der Stelle was zu tun.>> Habt ihr Empfehlungen für mich?
Nimm die Masterthesis. Sich selber präsentieren zu müssen finde ich
zynisch.
noodle express schrieb:>> 1. Über mich, wo ich meine Stärke und den Grund zeigen will, warum ich>> bei dir Firma arbeiten will und warum bin ich den richtigen Kandidaten>>>> 2. Über mein Masterthesis, da ich gerade meine Masterthesis schreibe.>> Die Thesis hat auf jeden Fall mit der Stelle was zu tun.>>>> Habt ihr Empfehlungen für mich?>> Nimm die Masterthesis. Sich selber präsentieren zu müssen finde ich> zynisch.
Sich selbst im Vorstellungsgespräch muss man ja so oder so, von daher
wichtig, jedoch nicht als Vortrag über ein Thema.
Masterthesis oder etwas anderes, was noch auf die Stellenausschreibung
passt, wo du dich auch gut auskennst.
noodle express schrieb:> Moathe schrieb:>> Hallo zusammen,>>>> wie der Betreff besagt, ich habe am Freitag ein Vorstellungsgespräch, wo>> ich einen 20-minutigen Vortrag halten muss.>> Einer meiner Alpträume. Nicht so sehr wegen der Angst vorm Präsentieren,> sondern wegen dem massiven Widerwillen sich zum Affen zu machen und> vorführen zu lassen. Du tust mir ehrlich leid. Das meine ich nicht> herablassend, sondern du hast meine ehrliche Anteilnahme dafür, dass die> dich zu sowas zwingen.>>>> Das Thema muss ich aber>> selbst auswählen. Allerdings bin ich ein bissschen verwirrt, was ich>> auswählen muss, auch noch habe ich nicht viele Zeit.>> Erzähl was über Darmfunktion, wie diese Medizinstudentin auf YouTube.
oder etwas Kapitalismus-kritisches :=D
"Das Kapital" von Karl Marx als Grundlage ^^
noodle express schrieb im Beitrag #4622635:
> Gerd Koppen schrieb:>>> Die Vorstellungsgespräche werden auch immer mehr zum>> Kasperletheater.>> Was kommt als nächstes? Körperliche Untersuchungen durch einen>> Betriebsarzt während des Vorstellungsgesprächs inkl. Haare abscheren und>> Prostata-Untersuchung?>> Dann scheißt du einfach auf den Konfrerenztisch und sagst, da sei> schonmal was für ne Stuhlprobe.>> Vielleicht ist es auch eine Top-Stelle bei einem Konzern, denn üblich> ist das nicht. Eher so eine Assesment Center Nummer für BWL-Schleimer.
Wenn es für eine Stelle ist, wo man als Arbeitnehmer viel Reden und
Präsentieren muss inkl. tiefergehendem Kundenkontakt (Management,
Verkauf, Vertrieb, Marketing etc.), dann kann ich das schon verstehen,
dass man da jemanden haben möchte, der da nicht sofort zu zittern
anfängt (so wie ich lol), aber wenn die mir bei einer normalen
0815-ING-Stelle mit sowas kommen würden, dann würde ich denen auf den
Tisch kacken!
Wobei das noch verhältnismäßig harmlos ist... ich hab von Kollegen noch
viel krankere Sachen aus Assessment-Centern mitbekommen. Die Höhe war
das Assessment-Center zur Beamtenanwärterschaft, die ein Kollege
durchgemacht hat: Da wurden sie aufgefordert reimend die politische
Situation in "Nahostland" vorzutragen (sollte wohl Kreativität oder
sowas abchecken ^^)... xD
Gerd Koppen schrieb:> Die Vorstellungsgespräche werden auch immer mehr zum Kasperletheater.
Wieso? Macht doch Sinn. Zeit ist Geld, und die wollen wissen, ob man
einen Sachverhalt kurz und prägnant präsentieren kann.
Mich nervt es tierisch, dass in etlichen Meetings Kollegen ewig lang
schwafeln statt einmal kurz und deutlich ihr Anliegen zu präsentieren.
20 Ingenieure * Stundensatz 120 € (geschätzt) = 600 € Verlust für die
Firma, wenn jemand 30 Minuten labert statt den Kram in 15 Minuten
unterzubringen.
Moathe schrieb:> wie der Betreff besagt, ich habe am Freitag ein Vorstellungsgespräch, wo> ich einen 20-minutigen Vortrag halten muss. Das Thema muss ich aber> selbst auswählen.
Klingt nach Siemens?! Medizintechnik in Erlangen, Forchheim o.ä.?
Sprich doch zu dem Thema "Embedded Enticklung heute" (wenns auf die
Stelle und auf Dich passt). Dabei stellst du vor was ein Entwickler
heute so drauf haben muss (Software engineering, sicheres design, doku)
wie du das im Studium/Praktikum/Freizeit erworben hast und die Umsetzung
derselben exemplarisch an der Masterthesis.
Mark B. schrieb:> Möglicher Synergieeffekt: Zu der Master Thesis wirst Du wohl sowieso> einen Vortrag an der Hochschule halten müssen. Dann bräuchtest Du den> quasi nur einmal ausarbeiten, und könntest ihn zweimal nutzen.
Sehe ich auch so!
Falls nicht eh geplant, solltest Du den Vortrag auch auf Englisch halten
können.
20 Minuten sind sehr lange!
Vorher ausprobieren, nicht das Du schon nach 5 Minuten fertig bist.
Der Poster vergass leider zu erwaehnen um welche Sorte Stelle es sich
handelt. Wahrscheinlich geht es um Praesentation. Wobei ich denke, dass
man mit ueber 35 besser geeignet ist. Die sozialen Interaktionen
verbessern sich ab 35, einige brauchen noch etwas laenger.
Wie auch immer, eine Moeglichkeit der Praesentation ist etwas Gutes und
sollte positiv genutzt werden. Diewelchem, die so ein Vorgehen, abartig
finden, sind eher nicht fuer diese Stelle geeignet. Was will man mehr
von einem Selektionskriterium. Diewelchen, die nicht passen auszusieben.
Moathe schrieb:> Habt ihr Empfehlungen für mich?
Eindeutig die Masterthesis, darum haben sie überhaupt um eine
Präsentation gebeten. Ist doch üblich bei Absolventen, dass man für die
erste Arbeitsstelle auch gleich seine Arbeit vorstellt.
Eine andere Präsentation würde das Ziel verfehlen.
Oh D. schrieb:> Wie auch immer, eine Moeglichkeit der Praesentation ist etwas Gutes und> sollte positiv genutzt werden. Diewelchem, die so ein Vorgehen, abartig> finden, sind eher nicht fuer diese Stelle geeignet. Was will man mehr> von einem Selektionskriterium. Diewelchen, die nicht passen auszusieben.
Es geht nicht um abartig finden, manche Leute können einfach keine
Vorträge halten.
Ich kenne einige fachlich extrem kompetente Leute die aber überhaupt
nicht Reden können. Willst du die auch aussieben?
Michael K. schrieb:> Es geht nicht um abartig finden, manche Leute können einfach keine> Vorträge halten.> Ich kenne einige fachlich extrem kompetente Leute die aber überhaupt> nicht Reden können. Willst du die auch aussieben?
Einen Vortrag halten muss man wahrscheinlich (reine Annahme) eh nur,
wenn man auch später im Job sowas mal halten muss.
Den genialen Entwickler mit beschränktem rethrischen Fähigkeiten, der
sich bis auf ein paar fachliche Dokumentationen später kaum äußern muss,
wird man sowas nicht machen lassen.
Psst schrieb:> Einen Vortrag halten muss man wahrscheinlich (reine Annahme) eh nur,> wenn man auch später im Job sowas mal halten muss.
Nee, schon jeder an der Uni muss einen Vortrag halten müssen, lernt man
doch in der Schule. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich das
Vorstellungsgespräch mit einer Präsentation starten zu lassen. Ist ja
grundlegende Kulturtechnik, zumal für Teamworker.
> Den genialen Entwickler mit beschränktem rethrischen Fähigkeiten, der> sich bis auf ein paar fachliche Dokumentationen später kaum äußern muss,> wird man sowas nicht machen lassen.
Nee, auch ein Entwickler muss präsentieren können, beispielsweise eine
Anleitung sein geniales Gerät zu prüfen. Oder seine Schaltplan/PAP beim
Review. Oder verschiedene Konzept mit Pros/Cons den Entscheidern
präsentieren. Techniker/Lötern/Schraubern kömmen vielleicht um Vorträge
ein lebenlang drumherum, alle anderen eher nicht.
>>Oh D. schrieb:>> Wie auch immer, eine Moeglichkeit der Praesentation ist etwas Gutes und>> sollte positiv genutzt werden. Diewelchem, die so ein Vorgehen, abartig>> finden, sind eher nicht fuer diese Stelle geeignet. Was will man mehr>> von einem Selektionskriterium. Diewelchen, die nicht passen auszusieben.>>Es geht nicht um abartig finden, manche Leute können einfach keine>Vorträge halten.>Ich kenne einige fachlich extrem kompetente Leute die aber überhaupt>nicht Reden können. Willst du die auch aussieben?
Ja, aussieben. Genau. Es gibt Jobs, da braucht es nicht die fachlichen
Spitzenkraefte, die waeren da falsch, sondern gute Praesentatoren, die
dem Gegenueber zB auf einer Messe, oder Schulung, moeglichst schnell
moeglichst viel vermitteln koennen. Ich rede nicht von einem Verkaeufer.
Oder vielleicht auch.
Da ist man als Absolvent noch nicht gut, aber die Talente wird man
erkennen koennen. Dann kommt ueber Jahre der Aufbau.
Leider hat sich der Poster nicht ueber die Stelle geaeussert.
Ich kenne geniale Praesentatoren. die verbringen ein paar wochen im Jahr
im Werk, bei den Entwicklern, und bringen den Rest des Jahres das Wissen
unter die Leute. zB fuer Altium. Da kann man keine Pfeife haben.
Michael K. schrieb:> Ich kenne einige fachlich extrem kompetente Leute die aber überhaupt> nicht Reden können. Willst du die auch aussieben?
Pauschal nicht. Aber wenn man 20 Bewerbungen mit ähnlich kompetenten
Kandidaten hat, nimmt man natürlich im Zweifelsfall einen, der gut ist
und reden kann. Das schließt sich nämlich nicht gegenseitig aus, auch
wenn sich manche, die nicht reden können, das gerne einbilden.
Moathe schrieb:> 1. Über mich, wo ich meine Stärke und den Grund zeigen will, warum ich> bei dir Firma arbeiten will und warum bin ich den richtigen Kandidaten>> 2. Über mein Masterthesis, da ich gerade meine Masterthesis schreibe.> Die Thesis hat auf jeden Fall mit der Stelle was zu tun.>> Habt ihr Empfehlungen für mich?
Erst einmal ganz genau, mit der Lupe, durchlese was in der Anfrage des
Vortrags stand. Inst da nicht doch ein klitzekleiner Hinweis was die
Firma sehen moechte?
Wenn nicht, dann trotzdem mindestens ein paar Sätze, ein oder zwei
Folien, über dich. Das ist schließlich ein Vorstellungsgespräch. Die
Leute wollen auch dich als Person kennenlernen.
Wer bist du? Wo kommst du her? Was hast du bisher gemacht? Was machst du
gerade? Was machst du sonst so nebenbei? Was treibt dich an?
Dann, wenn dir nichts besseres einfällt, eine Überleitung auf die
Masterthesis. Wobei ich da gar nicht so ins Detail gehen würde. Einen
speziellen Aspekt herausgreifen. Was ist das Problem? Was sind die
Anforderungen? Was ist die Lösung? Das Publikum muss nachher nur glauben
es hätte was gelernt, es soll nicht deine vollständige Masterarbeit
kennenlernen und verstehen.
Vorsicht, dass dir nichts rausrutscht was bei der Firma oder dem
Institut bei dem du die Arbeit schreibst als Interna (Firmengeheimnis
oder gar patentwürdig) gelten kann. Der Trick Leute in
Vorstellungsgesprächen "abzuschöpfen" ist nicht ganz neu.
Als weiterer Tipp: Handwerklich saubere Folien.
Keine 10pt Schrift (24pt oder vielleicht sogar 30pt Minimum für normalen
Text. Ganz selten runter auf 20pt, bzw. bei 30pt Normalgröße auf 24pt).
Keine der modernen Selbstdarsteller-Präsentationen (drei Worte pro Folie
auf schwarzem Hintergrund, mit theatralischer Musik und vorne rumtanzen
...), es sei denn, du bist so ein Showman. Andererseits Folien nicht zu
voll packen. Bei 20 Minuten für den Vortrag hast du vielleicht Zeit für
15 Folien.
Keine blöden PowerPoint Gimmicks wie ClipArts, Animationen, Sound etc.
Ein einziger vernünftiger Font (kein Comic Sans ...). Du bist kein
Graphikdesigner? Dann versuch es erst gar nicht.
Spar dir eine Folie mit Inhaltsverzeichnis oder Blödsinn wie "Was wir
heute lernen werden:" Aufzählungen. Wenn du nett bist bringst du unten
im Footer einen Seitenzähler an, Seite x von y. Dann kann das geneigte
Publikum abschätzen wie lange das Elend noch dauern wird.
Nimm kein Template deiner Uni, des Instituts oder der Firma oder deren
Logos. Du trägst als Privatperson vor, nicht als Vertreter der Uni oder
Firma.
Vortrag üben, üben, üben, mit der Stoppuhr, Kamera oder mindestens
Audiorekorder im Smartphone. Das ist einer der Fälle, wo das Ergebnis
sogar etwas zu glatt werden kann. Das wird man dir als Student nachsehen
und dir anrechnen das du dir extra Mühe gegeben hast.
Michael K. schrieb:> Es geht nicht um abartig finden, manche Leute können einfach keine> Vorträge halten.> Ich kenne einige fachlich extrem kompetente Leute die aber überhaupt> nicht Reden können. Willst du die auch aussieben?
Vorträge zu halten ist eine Fähigkeit die jeder halbwegs Intelligente
lernen kann. Wie bei anderen Dingen schafft man es ohne Talent nicht zur
Meisterschaft, aber auf ein erträgliches Niveau. Damit meine ich
konservative Vorträge, die eine Sache auf den Punkt bringen.
Wenn intelligente Leute einen miesen Vortrag hinlegen zeigen sie damit
nur ihre Verachtung und Respektlosigkeit gegenüber den Zuhörern. "Ihr
seid es mit nicht wert dass ich mir minimal Mühe gebe". Sowas kommt ganz
schlecht in einem Vorstellungsgespräch.
Hallo,
noodle express schrieb:> Nimm die Masterthesis. Sich selber präsentieren zu müssen finde ich> zynisch.
Was ist denn daran zynisch?
An den TO:
Über Präsentationen während Vorstellungsgesprächen hatte ich schon viel
gehört, aber war glücklicherweise nie dazu aufgefordert worden, selbst
einen Vortrag in solch einer Situation halten zu müssen.
Ich würde es ähnlch wie "Jay" halten und sowohl über dich als auch grob
über deine Masterthesis.
Denn viele unangenehme Fragen über dich oder deines Lebenslauf
bezüglich, kann man bereits durch gute vorbereitete Redewendungen
während deiner Präsentation vermeiden.
Damit kannst du direkt eine Basis für das Gespräch aufbauen.
Wenn du dich und deinen Werdegang in Bezug auf das Studium und das Thema
der Thesis gut vorstellen kannst, kannst du oftmals Sicherheit während
des Gespräches finden, weil du in einigen Themen halt mal auf deine
Präsentation verweisen kannst.
"Wie ich ja bereits in der Präsentation erwähnte, ..."
Wenn du den Personalern dann bei einigen Fragen zuvorkommen konntest,
hast du dementsprechend auch mehr Zeit für Themen, die dich
interessieren.
Gruß
Migelchen
Die erste Frage bei einem VG wäre sowieso: Was haben Sie bisher denn so
gemacht.
Offensichtlich hat das die Neueinsteiger so verunsichert daß man das
schon a priori fordert.
Falls es etwas nicht so konservatives ist, also eher Richtung Start-Up
geht, dann würde es sicher auch gut ankommen, wenn man für den Vortrag
"Prezi" nutzt. Vorausgesetzt man kann es professionell.
Nichts völlig unübliches bei Konzernen, kenne ich sowohl von IBM damals
fürs Praktikum als auch von Siemens. Bei IBM gabs Themenvorschläge und
man musste den Vortrag adhoc vorbereiten. Bei Siemens war freie
Themenwahl. Ich hatte da übers Euler-Kreis-Problem referiert und auf die
Frage "Warum?" geantwortet, dass es eins der ersten und eindrücklichsten
Aha-Erlebnisse im ersten Semester bei mir erzeugt hat.
Ansonsten "Tue Gutes und rede darüber", Leute die beides gut beherrschen
sind rar.
Niine schrieb:> Falls es etwas nicht so konservatives ist, also eher Richtung Start-Up> geht, dann würde es sicher auch gut ankommen, wenn man für den Vortrag> "Prezi" nutzt. Vorausgesetzt man kann es professionell.
Na selbstverständlich, es ist natürlich am allerwichtigsten, jeden
neumodischen Scheiß in den Vortrag einfließen zu lassen. Der Inhalt ist
drittranging, aber wenn du nicht alle hippen Tools einfließen lässt,
bist du sowieso schon raus.
Einen Vorschlag habe ich noch für Leute, die nicht gerne präsentieren.
Mit einem Filmchen kann man beliebig viel der geforderten Zeitdauer
überbrücken, ohne etwas erzählen zu müssen. Also:
1. Titelfolie
2. 19 Minuten Ausschnitt aus einem aktuellen EM-Spiel
3. Abschlussfolie:
"Wie soeben dargestellt, ist die Packingstatistik aussagekräftiger als
andere. Einen ähnlichen Zusammenhang ergab auch meine Master thesis.
Vielen Dank!"
Wenn Nachfragen kommen, erklärst du irgendwelche statistischen Details
deiner Masterarbeit so detailliert, dass alle denken sie wären zu blöd,
dir zu folgen.
Startdown schrieb:> Der Inhalt ist> drittranging,
Denke ich auch. Die Frage ist außerdem, ob auch Fachkundige an der
Präsentation teilnehmen. Wenn nicht, muss auch der Inhalt nicht stimmen,
so lange es nicht zu offensichtlich ist.
> aber wenn du nicht alle hippen Tools einfließen lässt,> bist du sowieso schon raus.
Also der Professor, der meine Masterarbeit betreut hat, meinte, dass es
bei ihm direkt Punktabzug gibt, wenn Leute in ihren Präsentationen alle
möglichen PowerPoint features verwenden.
Migelchen schrieb:> Was ist denn daran zynisch?
Weil das eigene Leben nicht irgendeine Clownnummer ist, die man auf ein
paar Folien klatscht.
Jetzt wird mich wahrscheinlich jemand darauf hinweisen, dass man ja auch
den eigenen Lebenslauf bespricht. Das ist aber jawohl was anderes.
Inhaltlich mag es ähnlich sein, aber die Form ist eine andere.
noodle express schrieb:> Migelchen schrieb:>>> Was ist denn daran zynisch?>> Weil das eigene Leben nicht irgendeine Clownnummer ist, die man auf ein> paar Folien klatscht.>> Jetzt wird mich wahrscheinlich jemand darauf hinweisen, dass man ja auch> den eigenen Lebenslauf bespricht. Das ist aber jawohl was anderes.> Inhaltlich mag es ähnlich sein, aber die Form ist eine andere.
Ich denke, ich verstehe, was du meinst, nur hat dies nichts mit Zynismus
gemein.
Ist ja eigentlich auch egal.
Aber wenn man sich auf dieses "Kasperle-Theater" bezüglich der
Präsentation während eines VG einlässt und sogar das Thema selbst
bestimmen kann, ist es dann nicht sinnvoll, über etwas zu reden, worüber
man 100%ig Bescheid weiß?
Da bietet sich der eigene Werdegang schon an.
Man soll ja auch nun nicht unbedingt pikante Details oder Kinderfotos
aus dem Privatleben offenbaren.
Wenn man seinen eigenen Lebenslauf als Basis nimmt (die Daten hat man ja
sowieso herausgegeben), hat auch der Personaler eine Art Handreichung
anhand er sich orientieren kann.
So behält man weitesgehend seine Würde während des Gespräches, ohne sich
komplett nackig zu machen.
Ich denke mal, dass war auch das Problem, worauf du abgezielt hast.
Seine eigene Person zum Spaß der Personaler als Vortragsthema
bloßzustellen, mit dem Fall, es "umsonst" getan zu haben, weil man
daraufhin abgelehnt werden könnte.
Nach einer oder mehrerer solcher Negativ-Erfahrungen würde man asber
viellecht eine zynische Einstellung gegenüber VG bekommen. :)
Zyniker sind ja eine krasse Form von Realisten, die oftmals aufgrund von
Vorerfahrungen alles eher rein rational sehen und oftmals viele Dinge
von vornherein negativ betrachten.
Die Lieblingswerkzeuge des Zynikers sind Sarkasmus und Ironie. :D
Um es aber allgemein zu halten, sehe ich es eigentlich als unbedenklich
an, ob man eine Vorstellung seiner Selbst in eine
Powerpoint-Präsentation "klatscht" oder ob man ein technisches Thema
erläutert.
Die Würde der eigenen Person geht dadruch ja nicht verloren.
Es ist ja nur ein Vorstellungsgespräch und kein Seelenstriptease.
(Das kann womöglich von Person zu Person variieren)
Was für eine Lusche muß man eigentlich sein, wenn man mit einem Vortrag
über seine Masterarbeit überfordert ist?
Ich tippe mal noole express hat außer dem Arbeitsamt noch keinen Betrieb
von innen gesehen.
HILFE!
Wie viele Vollpfosten gibt es hier eigentlich?
Hey!
Bitte halten Sie ein Vortrag über ein frei gewähltes Thema -
Master-Thesis.
Wo ist das Problem?
OK, es gibt Leute, die können nicht so gut Vorträge halten.
Aber selbst diese sollten erzählen können, was sie so machen, gemacht
haben, bezüglich ihrer Master-Thesis.
Das kann ich doch auch noch halbwegs nach Jahren / Jahrzehnten.
Tolle Power-Point Features helfen auch nicht über fehlende fachliche
Inhalte.
Alles richtig!
Nur was hier abgeht - Aua!!!!!
noodle express schrieb:> Moathe schrieb:>> Hallo zusammen,>>>> wie der Betreff besagt, ich habe am Freitag ein Vorstellungsgespräch, wo>> ich einen 20-minutigen Vortrag halten muss.>> Einer meiner Alpträume. Nicht so sehr wegen der Angst vorm Präsentieren,> sondern wegen dem massiven Widerwillen sich zum Affen zu machen und> vorführen zu lassen. Du tust mir ehrlich leid. Das meine ich nicht> herablassend, sondern du hast meine ehrliche Anteilnahme dafür, dass die> dich zu sowas zwingen.
Jo sehe ich auch so.
Im Realen leben haben da Firmen eigenlich keine Zeit mehr für, das muss
entweder ein Eliteladen sein wo jeder hin mag oder einfach ne
Perosnalabteilung die nichts zu tun hat.
Also wenn ich die Zeit hätte würde ich mich über folgnede Themen freuen:
1. Was macht dich zu nem interessanten Typen. Haste was lustiges mit
controllern gebastelt. Oder ein tech. Hobby z.B. Experte für
Röhrenradios?
Das Zeigt auch etwas den Witz weil Du einer von denen sein wirst der
eben nicht von seiner Abschlussarbeit referiert. Und am Ende sauber den
Spieß umdrehen mit der Frage gerichtet an die Personalabteilung "Und
jetzt würde ich gerne von hören wieso Sie meinen das meine PErson zu
Ihrer Firma passt. Es wäre schön wenn Sie in ein Paar Stichpunkten den
Bezug zu Ihrer Firma herstellen könnnen" .. ookok das wäre hoch gepokert
aber im richtigen Ton kannst bei den richtigen Leuten so Punkten.
KOhlee schrieb:> noodle express schrieb:>> Moathe schrieb:>>> Hallo zusammen,>>>>>> wie der Betreff besagt, ich habe am Freitag ein Vorstellungsgespräch, wo>>> ich einen 20-minutigen Vortrag halten muss.>>>> Einer meiner Alpträume. Nicht so sehr wegen der Angst vorm Präsentieren,>> sondern wegen dem massiven Widerwillen sich zum Affen zu machen und>> vorführen zu lassen. Du tust mir ehrlich leid. Das meine ich nicht>> herablassend, sondern du hast meine ehrliche Anteilnahme dafür, dass die>> dich zu sowas zwingen.>> Jo sehe ich auch so.>> Im Realen leben haben da Firmen eigenlich keine Zeit mehr für, das muss> entweder ein Eliteladen sein wo jeder hin mag oder einfach ne> Perosnalabteilung die nichts zu tun hat.
Ich finde es auch nicht klasse, wenn ich einen Vortrag halten muss.
So sieht man aber, wie viel Ahnung einer von seiner Master-Arbeit hat.
Ob er sich in ein komplexes Thema einarbeiten kann.
Rückfragen beantworten kann, sofern nicht nur Personalfuzzies dort
sitzen.
Im Job macht man auch nicht immer alles das, was einem Spass macht.
Ohne ehrliche Anteilnahme, das ist eben so.
Eliteläden machen halt sowas.
Wenn einem das nicht gefällt, mal einen Vortrag zu halten (Thema frei),
sagt man das halt ab und bewirbt sich irgendwo anders.
> Eliteläden machen halt sowas.>> Wenn einem das nicht gefällt, mal einen Vortrag zu halten (Thema frei),> sagt man das halt ab und bewirbt sich irgendwo anders.
Ja Eliteläden eben sag ich ja.
Meine Erfahrung ist aber eben das auch viele Läden machen die einfach
nur zuviel Zeit haben. War sogarmal in einem VG mir 6 Leuten gegenüber
und die haben mir 10min den Weg zur Arbeit erklärt also den Ort an dem
ich mein VG hatte.
>War sogarmal in einem VG mir 6 Leuten gegenüber>und die haben mir 10min den Weg zur Arbeit erklärt
Dann hast du offenbar keinen besonders cleveren Eindruck gemacht. Den
Job hast du demnach auch nicht bekommen, gelle.
IchGlaubeEsNicht schrieb:>>Eliteläden machen halt sowas.>> Hast du dich überhaupt schon mal beworben?
Ja!
Wenn eine Bude einen Vortrag gerne mit Ankündigung haben möchte, na und?
Dann macht man halt das.
Es geht um einen Fachvortrag.
Es gibt auch Firmen, da darfst Du sowas spontan machen.
Gerd Koppen schrieb:> Was kommt als nächstes, Körperliche Untersuchungen durch einen> Betriebsarzt während des Vorstellungsgesprächs inkl. Haare abscheren und> Prostata-Untersuchung?
Du wirst lachen aber BWL-ler sind dabei so etwas auszuloten damit sie
gesundheitliches Ausfallrisiko minimal halten können. Der Ursprung
dieser Perversität fand in USA statt wo man Erbgutuntersuchungen vorab
durchführen wollte um die Bewerber mit dem Potential der schweren
Krankheiten auszuschließen bzw. zu diskriminieren. In USA gab es
Widerstände dagegen, Deutschland ist nicht gerade für Widerstandskultur
bekannt, die Schafe fressen einfach alles. Wobei das für USA-Firmen eh
nicht relevant ist da es dort eine Gehaltsfortzahlung während Krankheit
nicht gibt, wenn überhaupt dann sehr eingeschränkt. Wer also krank wird,
hat Pech gehabt und wird arm sterben, nennt sich Marktwirtschaft. Aus
diesen Grund grasen BWL-ler bzw. Personaler (oft sind sie beides) die
sozialen Medien ab um rauszufinden ob du z.B. gefährliche Hobbys hast
(Verletzungsrisiko) oder sonst irgendwie zu wehrhaft bist (z.B.
Kampfsport ist ein NoGo für die).
Gruß.
Gästchen schrieb:> In USA gab es> Widerstände dagegen, Deutschland ist nicht gerade für Widerstandskultur> bekannt, die Schafe fressen einfach alles. Wobei das für USA-Firmen eh> nicht relevant ist da es dort eine Gehaltsfortzahlung während Krankheit> nicht gibt, wenn überhaupt dann sehr eingeschränkt. Wer also krank wird,> hat Pech gehabt und wird arm sterben, nennt sich Marktwirtschaft. Aus> diesen Grund grasen BWL-ler bzw. Personaler (oft sind sie beides) die> sozialen Medien ab um rauszufinden ob du z.B. gefährliche Hobbys hast> (Verletzungsrisiko) oder sonst irgendwie zu wehrhaft bist (z.B.> Kampfsport ist ein NoGo für die).
Ist das jetzt dein Vorschlag für ein VorstellungsVortragsThema nach dem
der TO hier fragt? "Widerstandskultur im transatlantischen Vergleich"
oder "Sozialutopien des 19 Jahrhunderts im Realitätscheck" ?!
Gottlieb Samson schrieb:> Ist das jetzt dein Vorschlag für ein VorstellungsVortragsThema nach dem> der TO hier fragt? "Widerstandskultur im transatlantischen Vergleich"> oder "Sozialutopien des 19 Jahrhunderts im Realitätscheck" ?!
Wenn du aus meinem Beitrag einen Vorschlag für den TO siehst, ja.
Gästchen schrieb:> Du wirst lachen aber BWL-ler sind dabei so etwas auszuloten damit sie> gesundheitliches Ausfallrisiko minimal halten können.
Nicht nur BWL'er, das macht jeder so. Oder wer will schon eunen
Umzugshelfer der bei der ersten Bücherkiste zum Pflegefall wird.
> Aus> diesen Grund grasen BWL-ler bzw. Personaler (oft sind sie beides) die> sozialen Medien ab um rauszufinden ob du z.B. gefährliche Hobbys hast> (Verletzungsrisiko)
Naja auch ein Personaler weiss das die Ausfälle durch Sportunfälle eher
marginal sind.
Das höhere Ausfällrisiko liegt bei Rückenproblemen und
Herz/Kreislaufproblemen die durch ungünstige Lebensweisen begünstigt
werden. Also Bewegungsmangel und Übergewicht. Um das festzustellen
braucht's keine Facebookrecherche da holt man den Bewerber am Tor ab und
nähert sich dem Meetingraum über mehrere Treppen und Hofrunnden.
Weitere Ausfälle sind Psychologische Natur wie bspw. Suchtgefährdung und
Phobien (auch Internetsucht, Sozialphobien, Trunksucht, Nikotinsucht,
TV-Sucht, Drogenprobs). Auch da gibt es Indikatoren die ein geschulter
Personaler leicht bei einem Vortrag erkennt.
Gottlieb Samson schrieb:> Das höhere Ausfällrisiko liegt bei Rückenproblemen und> Herz/Kreislaufproblemen die durch ungünstige Lebensweisen begünstigt> werden. Also Bewegungsmangel und Übergewicht. Um das festzustellen> braucht's keine Facebookrecherche da holt man den Bewerber am Tor ab und> nähert sich dem Meetingraum über mehrere Treppen und Hofrunnden.
Die Idee find ich ja klasse. So schön oldschool. Setzt natürlich einen
entsprechend großen Betrieb voraus.
D. I. schrieb:> Bei Siemens war freie> Themenwahl. Ich hatte da übers Euler-Kreis-Problem referiert und auf die> Frage "Warum?" geantwortet, dass es eins der ersten und eindrücklichsten> Aha-Erlebnisse im ersten Semester bei mir erzeugt hat.
Kannst du den Vortrag nochmal wiederholen und mir als mathematischen
Laien erklären, wozu man das verwenden kann bzw. warum man das überhaupt
braucht?
D. I. schrieb:> Nichts völlig unübliches bei Konzernen, kenne ich sowohl von IBM> damals fürs Praktikum als auch von Siemens.
Hallo D. I., warum bist du nach dem Studium eigentlich nicht bei Siemens
eingestiegen? Ich hätte das an deiner Stelle gemacht, die Standorte
Erlangen und Forchheim sind bei dir doch um die Ecke, und der Verdienst
ist dort wirklich sehr gut.
Reinhard S. schrieb:> Kannst du den Vortrag nochmal wiederholen und mir als mathematischen> Laien erklären, wozu man das verwenden kann bzw. warum man das überhaupt> braucht?https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberger_Br%C3%BCckenproblem
Ansonsten gibts dafür auch genug reale Anwendungen, da ist Google
hilfreich ;)
Ingenieur schrieb:> Hallo D. I., warum bist du nach dem Studium eigentlich nicht bei Siemens> eingestiegen? Ich hätte das an deiner Stelle gemacht, die Standorte> Erlangen und Forchheim sind bei dir doch um die Ecke, und der Verdienst> ist dort wirklich sehr gut.
Einstellungsstop. Das Bewerbungsprozedere empfand ich als etwas träge.
Gut es hat nur knapp 7 Wochen gedauert einen Termin vom ersten
Kennenlernen für das strukturierte Interview zusammenzukriegen. Soweit
verständlich, Konzern, Bürokratie und in diesem strukturierten Interview
saßen ja 4 Abteilungsleiter und der (lokale?) Personalchef mit seiner
Assistentin, nachvollziehbar dass es nicht leicht ist das alles unter
einen Hut zu bringen. Nur dass es dann noch weiterer 3,5 Monate bedurfte
jeweils einen 30 Minuten Termin mit dem Chef^3 und danach noch mit dem
Chef^4 zu organisieren welches eigentlich nur einem informellen
Kennenlernen diente war halt in sofern "ärgerlich", dass im Treffen mit
dem Chef^4 dann aufkam, dass leider ~2 Wochen vorher ein allgemeiner
Einstellungsstop verhängt wurde.
Ich fand das insofern bezeichnend, da ich ja zu dieser Zeit den direkten
Vergleich mit dem Facebook-Bewerbungsprozedere hatte. Das war innerhalb
von knapp 3 Wochen durchgezogen und inkludierte 3 Telefoninterviews und
5 Tage Amerika mit den Vor-Ort-Interviews.
D. I. schrieb:> Nur dass es dann noch weiterer 3,5 Monate bedurfte> jeweils einen 30 Minuten Termin mit dem Chef^3 und danach noch mit dem> Chef^4 zu organisieren welches eigentlich nur einem informellen> Kennenlernen diente war halt in sofern "ärgerlich", dass im Treffen mit> dem Chef^4 dann aufkam, dass leider ~2 Wochen vorher ein allgemeiner> Einstellungsstop verhängt wurde.
OK, allgemeiner Einstellungsstop, da hast du einfach Pech gehabt, das
kann dem besten Mann passieren. Bei deiner Spitzenqualifikation hätte
dich Siemens sonst ganz bestimmt eingestellt. Die gewisse Trägheit in
ihren Prozessen bringen große Konzerne halt so mit sich. :-)
Ingenieur schrieb:> OK, allgemeiner Einstellungsstop, da hast du einfach Pech gehabt, das> kann dem besten Mann passieren. Bei deiner Spitzenqualifikation hätte> dich Siemens sonst ganz bestimmt eingestellt. Die gewisse Trägheit in> ihren Prozessen bringen große Konzerne halt so mit sich. :-)
Ja so sehe ich das auch, zumal der O-Ton vom Chef^4 in etwa war "dass es
sehr sehr ärgerlich ist, da mein Profil wie Arsch auf Eimer passt".
Dafür zahlen sie halt aktuell einen guten Batzen für meine Expertise an
meine aktuelle Firma für mich und über meine aktuelle Tätigkeit kann ich
mich nicht beschweren.
Jedenfalls, sicher IGM und 35h Woche ist mit das Beste was ein
abhängiger Beschäftiger ohne große Verantwortung in D erreichen kann,
andererseits finde ich es tatsächlich etwas belächelnswert wenn IGM
tatsächlich "die Spitze des Eisbergs" sein soll für sog. "High
Potentials" im technischen Bereich. Ja 65k@35h ist schon mehr als
55k@40h beim Mittelständler, aber wenn ich das direkt mit den USA
vergleiche was dort für "High Potentials" drin ist die in den ersten
Berufsjahren bereit sind ranzuklotzen kann ich die Situation hier nur
bedingt ernstnehmen und aufgrunddessen sehe ich das hier alles relativ
gelassen und erfreue mich an meiner Situation :) (mein Kommilitone hatte
kürzlich sein 4jähriges bei FB und mit seiner 4. excellence
Mitarbeiterbewertung in Folge nun die 200k$ Jahresgehalt geknackt und
nochmal dieselbe Summe an Firmenaktien im Depot, immer interessant zu
hören was es so Neues gibt wenn wir uns zu Neujahr treffen)
D. I. schrieb:> aber wenn ich das direkt mit den USA> vergleiche was dort für "High Potentials" drin ist die in den ersten> Berufsjahren bereit sind ranzuklotzen kann ich die Situation hier nur> bedingt ernstnehmen
Nun ja, so richtig ranklotzen mag ich nur bedingt (bei manchen Themen,
die einen selbst fesseln, bei anderen eher weniger). Ansonsten schätze
ich mich fachlich auch in keiner Weise als "High Potential" ein, eher
als Durchschnitt oder sogar etwas darunter. Daher bin ich froh, dass
eben nicht so strengen Bewertungskriterien an mich angelegt werden. Ja,
ich genieße auch die 35h-Woche und die im deutschen Vergleich üppige
Bezahlung. Dass man bei Google oder Facebook in den USA sehr viel mehr
verdient, ist mit egal, denn ich möchte weder in die USA noch würden die
mich ganz bestimmt eh nicht nehmen.
Sicher man kann sichs so gesehen gut gehen lassen da widerspreche ich
garnicht, aber anders gefragt:
Wie sehr wärst du denn bereit ranzuklotzen wenn du allein durch deine
Arbeit als Arbeitnehmer (also in dem Fall Gehalt, Firmenaktien, Boni,
...) mit 35 bereits die Wahl hättest es dann gut sein zu lassen und von
dem leben könntest was du bis dahin angehäuft hast?
D. I. schrieb:> Sicher man kann sichs so gesehen gut gehen lassen da widerspreche> ich garnicht, aber anders gefragt:> Wie sehr wärst du denn bereit ranzuklotzen wenn du allein durch deine> Arbeit als Arbeitnehmer (also in dem Fall Gehalt, Firmenaktien, Boni,> ...) mit 35 bereits die Wahl hättest es dann gut sein zu lassen und von> dem leben könntest was du bis dahin angehäuft hast?
Ich bin der Meinung, dass es deutlich gesünder ist, erst gar nicht zum
Workaholic zu werden. Wenn man erst einmal so weit ist, dann ist ein
normales, entspanntes Leben kaum mehr möglich.
Außerdem scheint es mir selbst bei extremem Ranklotzen eher
unwahrscheinlich, dass man damit bereits mit 35 ausgesorgt haben soll.
Ich bevorzuge lieber gemütliches Joggen im Vergleich zu einem 100 Meter
Sprint. Zeit ist beim Vermögensaufbau einer der besten Verbündeten.
Moathe schrieb:> wo> ich einen 20-minutigen Vortrag halten muss.
Sing doch eine Partie aus Wagners "Lohengrin". Da sind die 20 Minuten
schnell vorbei.
mfG Paul
Mal ehrlich: was ist denn das Problem? Man hält dann halt einfach einen
Vortrag wenn das gefordert ist. Und wenn das jetzt noch nicht so gut
läuft, dann übt man halt vorher. Das ist doch nicht zum eigenen
Nachteil.
Zudem falls man später auch mal aufsteigen will: je höher man kommt,
desto wichtiger werden dann halt auch die Präsentations- und
Kommunikationsfähigkeiten.
nenene schrieb:> Zudem falls man später auch mal aufsteigen will: je höher man kommt,> desto wichtiger werden dann halt auch die Präsentations- und> Kommunikationsfähigkeiten.
Du meinst wohl eher "heiße Luft produzieren". Ja, das ist als Manager
essentiell.
>Sing doch eine Partie aus Wagners "Lohengrin". Da sind die 20 Minuten>schnell vorbei.
Er könnte auch 20min deine gesammelten Flachwitze vortragen. Das hätte
den Vorteil, daß ihm bereits nach dem Ersten keiner mehr zuhört.