Guten Morgen liebe Forumsleser, ich bin auf der Suche nach einem Datenlogger für Spannungen bis 24 Volt, der ca. 14 Tage lang alle 30 Sekunden einen Wert aufzeichnet (ca. 40.000 Samples). Hintergrund ist, daß in einer Anlage beim Kunden ca. 60 Geräte eingebaut sind, die sporadisch fehlerhaftes Verhalten zeigen. Es soll herausgefunden werden, ob hier eingangsseitig Schaltsignale ankommen, die da nicht hingehören oder ob am Ausgang durch das Gerät Fehlersignale rausgehen. Eingangsseitig liegt eine Gleichspannung von ca. 12V an, ausgangsseitig kommen 230V AC raus. Die Wandlung des 230V-Ausgangs per Trafo und Gleichrichter auf <24V ist kein Problem, so daß am Datenlogger mit Kleinspannungen gearbeitet werden kann. Eine dauerhafte 230V-Versorgung zur Versorgung eines Datenloggers ist vorhanden. Die Meßstellen sind so weit auseinander, daß für jedes Gerät ein Datenlogger (mit 2 Eingängen) oder je 1 Datenlogger für Eingangssignal und Ausgangssignal notwendig ist. Da der Fehler sporadisch auftritt, muss mehr als 1 Meßstelle installiert werden, um in einem annehmbaren Zeitraum zu Aussagen zu gelangen. Ziel sind ca. 5 Meßstellen. Die Geräte werden (hoffentlich) nach dieser Aktion nie wieder benötigt. Daher sollten die Investitionen hierfür eher überschaubar sein. Bislang gefunden habe ich den Extech DL160 (http://www.extech.com/display/?id=14418) mit 2 Meßeingängen, der allerdings je Gerät rund 300 EUR kostet. Von Lascar gibt es das Modell EL-USB-3 (http://www.lascarelectronics.com/temperaturedatalogger.php?datalogger=153), das zwar mit rund 55 EUR angenehm günstig ist, allerdings nur die Auswahl der Samplingrate von ..., 10s, 1m, 5m, ... zulässt und nur ca. 32k Samples speichert. Der Speicher ist bei 10 Sekunden Samplingrate also nach weniger als 4 Tagen voll. Das Gerät scheidet daher aus. Hat jemand noch einen Vorschlag, welches Gerät hier in Frage käme oder aber eine ganz andere Idee zur Lösung des Ganzen? Schonmal vorab vielen Dank für eure Ideen und die investierte Zeit. Alexander
Alexander H. schrieb: > Hintergrund ist, daß in einer Anlage beim Kunden ca. 60 Geräte eingebaut > sind, die sporadisch fehlerhaftes Verhalten zeigen. Es soll > herausgefunden werden, ob hier eingangsseitig Schaltsignale ankommen, > die da nicht hingehören oder ob am Ausgang durch das Gerät Fehlersignale > rausgehen. und was willst du finden wenn du nur aller 30 Sekunden einen Wert aufzeichnest? Muss es denn etwas fertiges sein? Man könnte auch einen AVRDIO nehmen und ein SD-Karten modul. Dann loggt man jede Änderung der Spannung um z.b. 10%. man brauch dafür nur Arduino, SD-Modul und noch sinnvollerweise ein RTC-Modul.
Peter II schrieb: > und was willst du finden wenn du nur aller 30 Sekunden einen Wert > aufzeichnest? > > Muss es denn etwas fertiges sein? Man könnte auch einen AVRDIO nehmen > und ein SD-Karten modul. Dann loggt man jede Änderung der Spannung um > z.b. 10%. Das Störsignal (müsste) über 1 Minute dauerhaft anliegen, also mind. 1 mal erfasst werden. Das eigentliche "Nutzsignal" sind Impulse unter 5 Sekunden länge. Die würden nicht mit erfasst - das ist aber auch ok so. Eine Fertiglösung wäre mir sehr recht, da ich hier nicht die Zeit habe, das Ganze zu programmieren. ennen schrieb: > Meilhaus RedLab und Spannungsteiler Wenn ich das Datenblatt lese, hat dieses Gerät aber keinen Speicher.
Alexander H. schrieb: > Das Störsignal (müsste) über 1 Minute dauerhaft anliegen, also mind. 1 > mal erfasst werden. Das eigentliche "Nutzsignal" sind Impulse unter 5 > Sekunden länge. Die würden nicht mit erfasst - das ist aber auch ok so. ` Nur aus Neugier? und wie willst du unterscheiden ob es ein Störsignal oder ein Nutzsignal war, wenn 2 mal hintereinander die Spannung 0 war? Es könnten auch 2 kurze Nutzsignale gewesen sein.
Peter II schrieb: > Nur aus Neugier? > > und wie willst du unterscheiden ob es ein Störsignal oder ein Nutzsignal > war, wenn 2 mal hintereinander die Spannung 0 war? Es könnten auch 2 > kurze Nutzsignale gewesen sein. Es ist unwahrscheinlich, daß 2 Messungen Nacheinander das Nutzsignal anliegt. Prinzipiell hast Du aber natürlich recht. Wenn es ein Gerät gäbe, mit dem man nur Nutzsignale samplen könnte, wäre das hilfreich. Aber aktuell bin ich auf der Suche nach der kleinsten akzeptablen Lösung.
Alexander H. schrieb: > Wenn ich das Datenblatt lese, hat dieses Gerät aber keinen Speicher. So ein Gerät braucht aber nicht unbedingt Speicher wenn man es an einen kleinen PC hängt der 24/7 durchläuft (hat natürlich gewisse Nachteile, ist klar).
Oszifant schrieb: > Alexander H. schrieb: >> Wenn ich das Datenblatt lese, hat dieses Gerät aber keinen Speicher. > > So ein Gerät braucht aber nicht unbedingt Speicher wenn man es an einen > kleinen PC hängt der 24/7 durchläuft (hat natürlich gewisse Nachteile, > ist klar). Die Nutzung eines PC ist in der Meßumgebung nicht möglich; insbesondere aus Platzgründen. Selbst ein RasperryPi wäre mit Peripherie (Netzteil usw.) schon zu groß. Die Meßstellen selbst liegen in verschiedenen Räumen. Eine Kopplung der Meßstellen per Kupfer oder Funk ist ebenfalls nicht möglich.
Hallo Alexander Schau doch mal beim Expertennetzwerk von Würth Elektronik und dem Handbuch mit elektronischen Lösungen, die von Ing.Büros entwickelt wurden. Evt findest du dort was du suchst. Anosonsten bietet sich dort auch eine Expertesuche, die du kostenlos nutzen kannst. Hier ist der Link zum Elektronik-Handbuch: http://www.we-online.de/web/de/find_your_engineer/handbuch/handbuch.php Der Download lohnt sich auch in sofern, da es in wenigen Tagen die neue Ausgabe mit über 300 elektronischen Lösungen geben wird. Viel Erfolg und Grüße Markus
Alexander H. schrieb: > Selbst ein RasperryPi wäre mit Peripherie (Netzteil > usw.) schon zu groß. Gut du das gleich sagst. Was verstehst du unter Peripherie? Für ein RaspPi 3 brauchst du, außer der Stromversorgung, genau gar nichts weiter, sofern du für die Bedienung WLAN in der Nähe hast.
Kann man auch zusammenwurschteln.. Ich würde es vielleicht mit nem OrangepiPC für 15€ oder RPi probieren, die messung für 3,3V mit ner Lochrasterplatine/Printrelais auf Potentialfrei bringen und nen Port in Python oder sogar einfach nur mit einem Shell-Script abfragen/Speichern.. Gestartet wird mit nem Jumper. Die 4GB Betriebssystem SD kann dann gleich auch die Daten speichern. Selbst Bauen wäre am einfachsten. Das könnte man mit nem bisschen vorwissen auf Lochraster an einem Abend schaffen.
Alexander H. schrieb: > Die Meßstellen selbst liegen in verschiedenen Räumen. Eine Kopplung der > Meßstellen per Kupfer oder Funk ist ebenfalls nicht möglich. Dann solltest du vielleicht mal erzählen, was möglich ist. Das dürfte einfacher sein. - Wieviel Platz hast du? - externe Stromversorgung möglich oder Batterie erforderlich? Alexander H. schrieb: > (ca. 40.000 Samples). Eine aktuelle micro SD Karte wirst du unter 2GB nur schwer bekommen. Selbst da kannst du deine 40 kSa gefühlte 1000 Mal drauf ablegen, auch wenn du zu jedem einzelnen Datenpunkt noch einen 40 Zeichen Kommentar hinzufügst.
Alexander H. schrieb: > Das Störsignal (müsste) über 1 Minute dauerhaft anliegen, also mind. 1 > mal erfasst werden. Das eigentliche "Nutzsignal" sind Impulse unter 5 > Sekunden länge. Die würden nicht mit erfasst - das ist aber auch ok so. > > Eine Fertiglösung wäre mir sehr recht, da ich hier nicht die Zeit habe, > das Ganze zu programmieren. Geht es denn nur darum, ob dieses 1-Minuten Signal auftritt, oder auch wie oft? Im ersten Fall würde schon eine einfache Schaltung reichen, bei der - einfach gesagt - beim Auftreten nur eine LED eingeschaltet bleibt. Ansonsten muß nur der Zeitpunkt der Störung aufgezeichnet werden, was schon ein kleiner µC erledigt. Störungsfreie Signale müssen nicht gespeichert werden.
Also als Platz steht ungefähr ein Raum von 100 x 100 (+bischen) x 60mm zur Verfügung. Funklösungen scheiden (leider) aus. Insbesondere auch, weil außerhalb des Gerätes selbst kein Platz zur Verfügung steht. Externe Stromversorgung über 230V ist möglich. Interessant ist insbesondere, ob und wann (Uhrzeit) dieses Signal auftritt. Über die Uhrzeit kann auch "ausgewertet" werden, ob es sich um ein echtes, gewolltes Nutzsignal durch Benutzer handelt oder ein Signal, daß durch andere Geräte verursacht wird. Toll wäre natürlich, wenn ich nur die Nutzsignale samplen könnte (und die dann auch schneller) und diese nur gespeichert würden. Insgesamt ist das mit µc eine recht einfache Sache aber wie erwähnt besteht von mir aus nicht die Zeit, hier etwas aufzubauen. An dieser Stelle schon mal vielen Dank an alle, die sich bislang eingebracht haben!
Etwas zu viele, starke Limitationen. Das einzig variabel zu Machende waere dann der Preis und das Oversampling. Dh wenn teurer, dann ok, wenn schneller, dann ok. Wenn die 350 Euro zu teuer sind, wuerd ich's vergessen, wenn's kein Serienprodukt gibt. Denn auch wenn sowas schon mal gebaut wurde, lohnt es sich nicht dafuer ein Manual zu erstellen. Ich mein, weil ich's schon mal gebaut habe.
Schau Dir mal den Tinytag VoltageLogger von Geminy an. Der muesste Deine Anforderungen erfuellen. Habe diese vor Jahren mal benutzt, und war recht zufrieden damit. Der Preis muesste auch unter Deinen Vorstellungen liegen, wobei ich mich jetzt nicht mehr so genau dran erinnern kann.
Alexander H. schrieb: > Also als Platz steht ungefähr ein Raum von 100 x 100 (+bischen) x 60mm > zur Verfügung. Leider ist Dein Platz zu knapp. Ich vertreibe Elektroniken für Steuerungen, denen man schnell ein passendes Programm für die Anwendung aufspielen könnte. CPU, batt.-gepuffertes RAM, RTC, RS232 und 24 V I/Os im Gehäuse. Vielleicht hat jemand ähnliche Elektronik in angemessener Größe und kann Dir damit weiterhelfen. Anstatt die Gerätschaft zu kaufen, bezahlst Du das Programm und erhälst die Geräte als Leihgabe. Vielleicht ist das ein gangbarer Weg?
Mark W. schrieb: > Schau Dir mal den Tinytag VoltageLogger von Geminy an. Der muesste > Deine > Anforderungen erfuellen. Habe diese vor Jahren mal benutzt, und war > recht zufrieden damit. Der Preis muesste auch unter Deinen Vorstellungen > liegen, wobei ich mich jetzt nicht mehr so genau dran erinnern kann. Die Geräte sehen auf den ersten Blick gut aus! :-) Da werde ich mich mal näher mit beschäftigen. Danke! m.n. schrieb: > Vielleicht hat jemand ähnliche Elektronik in angemessener Größe und kann > Dir damit weiterhelfen. Anstatt die Gerätschaft zu kaufen, bezahlst Du > das Programm und erhälst die Geräte als Leihgabe. > Vielleicht ist das ein gangbarer Weg? Vielleicht als Plan-B, ja. Ich würde mich dann melden.
Wäre es nicht sinnvoll, wenn nur die Ereignisse geloggt werden, die nicht der Norm entsprechen? Es ist ja nur der Störfall interessant, nicht aber stundenlange störungsfreie Zeiträume. Ich stelle mir sowas wie einen Fensterkomparator vor, der nur bei Abweichung vom Normalsignal einen Trigger auslöst, und dann erst die fehlerhafe Spannung plus Zeitpunkt gelggt wird. Ok, welches Fertiggerät das kann, weiss ich momentan aber auch nicht...:-)
Ahso, ja mit Platzmangel ist der Meilhaus Logger natürlich schlecht.
Noch eine Lösung: Den Olimexino-STM32 nehmen: https://www.olimex.com/Products/Duino/STM32/OLIMEXINO-STM32/ Der kann flexibel mit Strom versorgt werden und hat einen microSD-Slot integriert. Das sollte locker in den gewünschten Raum passen. Mit ein paar fertigen Libraries und Code-Examples sollte man das fix ans Laufen bekommen können. Dank freier Programmierbarkeit kannst du auch die Signale direkt auswerten/unterscheiden. Wenn du eine Lithium-Zelle anschließt (Ladeelektronik ist integriert), kannst du im Controller integrierte RTC permanent mitlaufen lassen, sodass auch bei Stromausfall die Uhrzeit erhalten bleibt.
m.n. schrieb: > Vielleicht hat jemand ähnliche Elektronik in angemessener Größe und kann > Dir damit weiterhelfen. Anstatt die Gerätschaft zu kaufen, bezahlst Du > das Programm und erhälst die Geräte als Leihgabe. > Vielleicht ist das ein gangbarer Weg? Geräte hätte ich in der Größe... Entweder in 100 mm x 80 mm x 10 mm (inkl. Display) oder als Stack 40 mm x 30 mm x 20 mm (jeweils ohne Gehäuse und Akku), allerdings sind die für Thermoelemente ausgelegt (6x TC, 2x Kaltstelle, Messrate bis 8 Hz, 4-8 MiB-Flash, USB, Stromversorgung LiIon/USB/5V ), über dem Budget und werden nur bei Bedarf gefertigt.
Ich komme bei Messungen alle 30s auf 2880 Datensätze pro Tag ... Allerdings würde auch ich nur Störfälle protokollieren. Ich würde je einen Peak-Hold Min/Max einbauen um auch Spitzen zu erfassen. Es gibt serielle EEPROMs im MB-Bereich, da bekommt man einiges unter. Als Selbstbaulösung wäre dies etwas für 20€ auf einer halben Lochrasterplatte. Gruß Jobst
Bei Aufzeichnungen im Fahrzeugbereich mit Datenloggern gibt es häufig Möglichkeit, solche Daten mit der Hilfe eines Ringspeichers aufzuzeichnen. D.h. über eine festzulegende Triggerschwelle kann das Signal im nachhinein noch aus dem Ringspeicher aufgezeichnet werden. Ein Feriggerät, das sowas kann und findest Du z.B. bei der Fa. Tellert https://www.tellert.de/ Ob das preismäßig interessant ist, mußt Du selber entscheiden. Gruß fossi
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