Peter schrieb:
> ich würde gerne ein Audiosignal durch einen verstellbaren Hoch- und
> Tiefpass 1.Ordnung laufen lassen und auch die Lautstärke einstellen
> können. Ist das mit nur passiven Bauteilen möglich?
Definitiv ja, aber nur mit Kompromissen. Ob die zu groß sind, musst du
entscheiden.
> Ich habe das Problem, dass das Lautstärkepotentiometer bei meiner
> Schaltung die Grenzfrequenz im Hochpass verändern würde.
Nicht unbedingt. Und wenn schon, dann gehört es zu den Kompromissen.
Die Quelle hat eine Ausgansimpedanz > 0 und die Senke (der Verstärker
oder was auch immer dahinter) hat eine Eingangsimpedanz < ∞.
Wäre das nicht so, könntest du, zumindest theoretisch, einer idealen
Verhaltensweise beliebig nahe kommen.
Ziel ist jetzt, die Impedanz jeder Stufe möglichst viel kleiner als die
ihrer folgenden Stufe zu machen. Da Eingangsimpedanz/Ausgansimpedanz
nicht 0 ist, geht das nur in Grenzen und das bedingt, dass sich deine 2½
Stufen gegenseitig beeinflussen. Ganz grob gesagt: Ist die
Ausgangsimpedanz z. B. 100 Ω, kann das 1. Poti 1 kΩ, das 2. 10 kΩ und
das dritte 100 kΩ haben. Die Eingangsimpedanz sollte dann ≫ 100 kΩ sein.
Dann wären die einzelnen Stufen ganz gut entkoppelt und sie würden sich
nicht sehr beeinflussen.
Was tun?
1. Man muss Aus- und Eingangsimpedanz wissen. Ohne dieses Wissen hat es
keinen Zweck.
2. In einer Simulation kann man danach mit verschiedenen über den Daumen
gepeilten Werten für die Dimensionierung spielen, um den Effekt zu
sehen.
3. Dann kann man bzw. musst du entscheiden.
In welchem Bereich sollen denn die Pässe einstellbar sein? (Den beiden
Potis sind zur Bereichsbegrenzung jeweils noch Festwiderstände in Reihe
zu schalten.)
Uwe