Hallo zusammen,
ich möchte mir eine Seilwinde bauen, um damit auf Wasser ein Wakeboard
oder gegebenenfalls auch einen Reifen zu ziehen. Nach einigen
Überschlagsrechnungen bin ich darauf gekommen, dass alles ab 5 KW
ziemlich sinnvoll ist. Für die Versorgung besorge ich mir ein
vernünftiges Batteriepaket mit 24V bei ca. 100Ah.
Jetzt hatte ich eigentlich gedacht, dass es solche Motoren + Regelung
von der Stange für den kleinen Geldbeutel gibt (ca. 300€), was aber
leider nicht der Fall ist. Normale DC-Motoren gibt es fast gar nicht
mehr in dieser Leistungsklasse, und bei der kleinen Leistung machen in
meinen Augen Drehstrommotoren noch keinen Sinn, da es die FUs ja auch
nicht umsonst gibt.
Was an meine Vorstellungen dran kommt, wäre das hier:
http://www.evdrives.com/product_p/mot-me2801.htm
Allerdings nur in USA verfügbar und immer noch zu teuer.
Falls ihr also irgendwelche Seiten kennt, von denen ich den Motor + die
Regelung günstig beziehen kann, wäre ich euch sehr dankbar!
Daniel Dergen schrieb:> ich möchte mir eine Seilwinde bauen
Das war doch letzthin schon mal da...
Hab' ihn, den Beitrag "Hilfe bei Auswahl für Antriebskonzept"> und bei der kleinen Leistung machen in meinen Augen Drehstrommotoren> noch keinen Sinn
5kW ist keine "kleine Leistung", genau in dieser Liga werden
Drehstrommotren weltweit wohl den meisten Umsatz machen...
Ich würde unter http://www.goldenmotor.com/ einmal schauen die könnten
ev. etwas in deiner Richtung haben. Aber mit 300 Euro wirst du auch dort
nicht fündig werden befürchte ich...
Das du mir:
Daniel Dergen schrieb:> vernünftiges Batteriepaket mit 24V bei ca. 100Ah.
nicht weit kommst ist dir vermutlich bewusst?
Viel Erfolg.
Gruss stef
Daniel Dergen schrieb:> vernünftiges Batteriepaket mit 24V bei ca. 100Ah.
Das sind 2.4kWh. Selbst, wenn dein Motor 100% Wirkungsgrad hat, ist die
Batterie in 20 Minuten leer und nach 100 Ladezyklen hinüber.
Beim Schrottplatz Deines Vertrauens solltest Du für etwa 100 Euro einen
Elektrostapler Hydraulikaggregatmotor bekommen.
Das sind dann aber auch 50kg onkolyten.
Ein 48v Exemplar hätte ich hier nahe Hannover noch an SAH zu
verkaufen...
Der Motor ist doch das kleinste Problem (da gibt es gebraucht oder fuer
ein Paket Kaffee soviel, zB aus Gabelstaplern, CNC-Spindelantriebe usw),
kritischer ist Stromversorgung und Steuerung. Ideal waere vmtl ein
Servoantrieb, damit man mit konstantem Drehmoment, Geschwindigkeit oder
definierten Rampen ziehen kann.
Wir haben noch ein paar 22kW Motoren mit Controllern rumliegen, die
kriege ich aber nicht raus.
Aber hm, jetzt wo du die Idee geliefert hast... :3
Warum keinen kleinen kolbenmotor? Da reicht ein kleiner 1-Zylinder
vergasermotor alle mal.
Vom preis her is das nicht zu toppen.
Mich würde interessieren, wie du die überschlagsrechnung gemacht hast.
Aus persönlichem Wissensdurst.
Daniel Dergen schrieb:> Normale DC-Motoren gibt es fast gar nicht> mehr in dieser Leistungsklasse
klaro, ein Elektrostaplermotor, nur leider evtl. mit 240V DC
und nicht 24V DC
> meinen Augen Drehstrommotoren noch keinen Sinn, da es die FUs ja auch> nicht umsonst gibt.> Was an meine Vorstellungen dran kommt, wäre das hier:>> http://www.evdrives.com/product_p/mot-me2801.htm
brauchst auch Umrichter und Getriebe für ;-)
> Falls ihr also irgendwelche Seiten kennt, von denen ich den Motor + die> Regelung günstig beziehen kann, wäre ich euch sehr dankbar!
LKW Anlassermotor mit angebautem Getriebe
Google mal nach Red Bull winch session.
Wobei, kennst Du bestimmt eh schon. ;-)
Glaube aber du brauchst bissle was anderes als einen kleine E-Motor.
Ist jetzt wirklich kein HighTech was RedBull da verwendet. Aber Power
musst Du schon haben. ;-)
Gruß,
Bean
Reginald L. schrieb:> Warum keinen kleinen kolbenmotor?
Ja, verwenden die bei der RedBull Winch Session auch. Verbrenner haben
eine bessere Leistungsdichte, aber mehr Emissionen (Lautstärke und
Gestank), deswegen hab ich an eine Elektroversion gedacht. Ist ja nicht
so, dass es unmöglich ist:
http://kawinch.de/Portfolio/the-e2l/
Ausgangsformel für die Überschlagsrechnung war: P = M 2 pi * n
Nähere Infos in den Vorlesungen Elektrische Antriebstechnik I - III
Der Tipp mit dem Schrottplatz war gut, werde auf jeden Fall mal eine
Session dort verbringen.
Daniel Dergen schrieb:> Ausgangsformel für die Überschlagsrechnung war: P = M 2 pi * n
Ja nee, is klar, ich studiere Maschinenbau :)
Mir gings eher um die Randbedingungen, ist ja nicht ganz ohne in der
Fluiddynamik. Je nach Geschwindigkeit und Schleppfahrzeug braucht man ja
ordentlich Leistung.
Oder hast du dich da auch an bereits funktionierenden Systemen
orientiert?
...
auf die schnelle fällt mir jetzt nur ein Stapler-Fahrmotor ein,
der kommt auf die Leistung etwa hin (4kw..) wird aber dann mindestens
48 / 60 oder 80V benötigen.
Reginald L. schrieb:> Oder hast du dich da auch an bereits funktionierenden Systemen> orientiert?
Ja, unter anderem. Für das Anlaufmoment in der Fluiddynamik einfach eine
Fläche von 1qm unter Wasser genommen und dann durch exerziert. Den
Widerstand beim Fahren habe ich mir nicht angeschaut, gewschweige den
eine FEM durchgeführt, da ich ja erstmal aus dem Wasser raus muss. ;)
Daniel Dergen schrieb:> Für das Anlaufmoment in der Fluiddynamik einfach eine Fläche von 1qm> unter Wasser genommen und dann durch exerziert.
Stimmt, daran habe ich gar nicht gedacht. Wäre dann praktikabel den
Motor bei seinem höchstem Moment einkuppeln zu lassen. Zack ratsch los
geht's ?
Georg G. schrieb:> Der hätte auch gleich ein stufenloses Getriebe dabei.Reginald L. schrieb:> Motor bei seinem höchstem Moment einkuppeln zu lassen.
Und ne Kupplung
So, nach mehreren Recherchetagen melde ich mich zurück und würde es sehr
hilfreich finden, wenn jemand etwas zu den Preisen von diesen Konzepten
sagen könnte:
1. DC-Motor 5KW im Niederspannungsbereich + PWM Steuerung
2. BLDC 5KW + Steuerung
3. Asynchronmaschine 5KW + Wechselrichter
Grundsätzlich gillt nach meiner Recherche leider für meine Anwendung: Je
günstiger der Motor, desto teurer die Elektronik :(
(Übrigens: Das Konzept mit dem LKW-Anlasser war nicht schlecht, aber
leider sind die Motoren nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt.)
> (Übrigens: Das Konzept mit dem LKW-Anlasser war nicht schlecht, aber> leider sind die Motoren nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt.)>> Für die Versorgung besorge ich mir ein>> vernünftiges Batteriepaket mit 24V bei ca. 100Ah.
Passt doch ...
Die sind in erster Linie nicht für den dauerbeteieb ausgelegt, da man
davon ausgeht, dass damit ein Verbrennungsmotor gestartet wird.
So ein Anlasser (magnetschalter ausgenommen) hält ansonsten auch so lang
wie wohl die meisten bürstenmotoren.
Finde die Idee mit Akkus aber eh nicht so prickelnd. Klar emissionen.
Aber die Laufzeit stört dich nicht?