Wenn man einen dieselbetriebenen Stromgenerator hat und der darin verbaute Dieselmotor bezüglich dem Wirkungsgrad immer im optimalen Drehzahlbereich laufen soll, wie wird das dann realisiert, wenn die dran gehängte Last immer unterschiedlich viel elektrische Leistung zieht? Man denke da als Beispiel z.B. an große diesel-elektrische Frachtschiffe, die mit einem Elektromotor angetrieben werden und dieser von dieselbetriebenen Stromgeneratoren gespeist wird. Der Generator soll ja im optimalen Wirkungsbereich betrieben werden, die Drehzahl dürfte also konstant gehalten werden, ich gehe hier davon aus, dass dann der Spritverbrauch immer konstant ist, falls das falsch ist, bitte korrigieren. Der Elektromotor aber, der wird nicht ständig mit der gleichen last Betrieben, das Schiff muss vielleicht mal langsam fahren, dann mal wieder schneller usw. die Last ist also variabel. Wie wird das nun gelöst? Wird die elektrische Energie in Akkus gesteckt um die variablen Lasten abzufangen oder wie muss man sich das vorstellen?
nBert schrieb: > Der Generator soll ja im optimalen Wirkungsbereich betrieben werden, die > Drehzahl dürfte also konstant gehalten werden Je nach Last kann die optimale Drehzahl unterschiedlich sein. > ich gehe hier davon aus, > dass dann der Spritverbrauch immer konstant ist, falls das falsch ist, > bitte korrigieren. Das ist falsch, beim Auto kannst du auch mehr oder weniger Gas geben = Kraftstoff einspritzen, je nachdem ist auch die abgegebene Leistung und auch der Verbrauch unterschiedlich. Wenn du mit dem Auto bergauf gleich schnell fahren willst wie in der Ebene, dann hast du bei gleichem Gang dieselbe Drehzahl, musst aber mehr Kraftstoff einspritzen, und auch der Wirkungsgrad wird sich ändern.
Re: Wie passt sich ein dieselbetriebener Stromgenerator bei einer Insellösung der elektrischen Last?
nBert schrieb: > Der Generator soll ja im optimalen Wirkungsbereich betrieben werden, die > Drehzahl dürfte also konstant gehalten werden, ich gehe hier davon aus, > dass dann der Spritverbrauch immer konstant ist, falls das falsch ist, > bitte korrigieren. ich denke, das ist der Denkfehler. Die Drehzahl wird konstant sein, aber nicht der Verbrauch. Der ist abhängig von dem Drehmoment der aufgebracht werden muss. Oder hat dein Auto immer den gleichen Verbrauch bei gleicher Geschwindigkeit egal ob du Bergauf oder Bergab fährst?
Hallo ! Bei den üblichen Wechsel- bzw. Drehstromgeneratoren ist die Netzfrequenz von der Drehzahl des Generators abhängig. Also wird die Drehzahl konstant gehalten, im einfachsten Falle mit einem Fliekraftregler. Sinkt die Last, steigt die Drehzahl und der Regler nimmt Gas weg, mehr nicht.
Und die Spannung wird parallel dazu über eine Erregerwicklung angepasst.
knollo schrieb: > Bei den üblichen Wechsel- bzw. Drehstromgeneratoren ist die Netzfrequenz > von der Drehzahl des Generators abhängig. Also wird die Drehzahl > konstant gehalten, im einfachsten Falle mit einem Fliekraftregler. Sinkt > die Last, steigt die Drehzahl und der Regler nimmt Gas weg, mehr nicht. So ist es. Eine ausreichend große Schwungmasse sorgt dafür, dass die Regelung schnell genug eingreifen kann bevor die Drehzahl und damit die Netzfrequenz sich zu sehr ändern kann.
Lothar M. schrieb: > Und die Spannung wird parallel dazu über eine Erregerwicklung angepasst. Genau. Und sinnigerweise sitzen Erregermaschine und Hauptgenerator + Gleichrichter auf einer Welle, und wir brauchen auch keine Schleifkohlen mehr !
nBert schrieb: > Man denke da als Beispiel z.B. an große diesel-elektrische > Frachtschiffe, die mit einem Elektromotor angetrieben werden und dieser > von dieselbetriebenen Stromgeneratoren gespeist wird. Gibt es die wirklich? Ich kenne das nur für Pod Antriebe bei Passagierschiffen. Sind die Frachtschiffe nicht immer noch größtenteils direktgekoppelt weil da der Wirkungsgrad höher ist als bei dem Umweg über Elektro?
Jan H. schrieb: > Wenn du mit dem Auto bergauf gleich schnell fahren willst wie in der > Ebene, dann hast du bei gleichem Gang dieselbe Drehzahl, musst aber mehr > Kraftstoff einspritzen, und auch der Wirkungsgrad wird sich ändern. Das kann man ja auch deutlich an der heutzutage immer mehr üblichen Verbrauchsanzeige ablesen. Ein Verhältnis von 2 l zu 20 l bei mittleren Geschwindigkeiten ist da durchaus normal.
Das Dieselaggregat für den Netzstrom dreht immer mit derselben Drehzahl, (750;1500 oder 3000 je nach Polpaarzahl des Generators und geforderten Hertz) bei mehr elektrischem Verbrauch steigt das bremsende Drehmoment, die Drehzahl sinkt geringfügig das Motorsteuergerät merkt das und gibt mehr Gas bis die Drehzahl wieder stimmt. Bei Dieselelektrischen Antrieben wird je nach Leistungsbedarf im Verbrauchsoptimalen Drehzahlbereich gefahren. Eugen
Bei einem mir gut bekannten Schiff mit Diesel-Elektrischem Antrieb laufen je nach Bedarf 1-3 Maschinen, die eine E-Maschine für den Antrieb sowie den Pump-Jet versorgen. Auf Station reicht also 1 Maschine um die Position zu halten, bei 14kt laufen dann alle 3. Es gibt einen "kleinen" pufferakku um kurzfristige Spitzen abzufangen.
Hans Christian Knäckebröt schrieb: > Bei einem mir gut bekannten Schiff mit Diesel-Elektrischem Antrieb > laufen je nach Bedarf 1-3 Maschinen, die eine E-Maschine für den Antrieb > sowie den Pump-Jet versorgen. Auf Station reicht also 1 Maschine um die > Position zu halten, bei 14kt laufen dann alle 3. > Es gibt einen "kleinen" pufferakku um kurzfristige Spitzen abzufangen. Was ist ein "Pump-Jet"? Ein Bugstrahlruder? Ein Schottelantrieb?
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