Ich möchte einen LT6375 zur Strommessung gebrauchen. Der Messwiederstand soll irgendwo zwischen 200 und 400 Ohm liegen. Nun habe ich im Datenblatt folgendedn Text gefunden: http://cds.linear.com/docs/en/datasheet/6375fa.pdf /Using an RSENSE greater than 10Ω will cause the gain error to exceed the 0.006% specification of LT6375. This is due to the loading effects of the LT6375. VOUT = ILOAD • RSENSE • 190k:(190k + RSENSE) ... Increasing RSENSE and RC slightly to RSENSE' removes the gain error. RSENSE' = RSENSE • 190k:(190k – RSENSE)./ RC ist ein Widerstand im selben wert wie RSENSE. Also zum Beispiel RSENSE = 400 Ohm, Rc = 400 Ohm (Die Schaltung kann man auf Seite 17 sehen) Nach der Angabe von LT, müssten in diesem Falle die Widerstände auf jeweils 400,84 Ohm geändert werden. Danach hätte man aber wieder zwei gleiche Widerstände. Was ich hier nicht verstehe, ist wieso sich das "physikalisch" auf den Fehler auswirken soll? Man ändert ja nur den Widerstand, das Werteverhältniss bleibt aber exakt das selbe? 400/400 = 1 und 400,84/400,84 = 1. Das einzige was sich ändert, ist die Ausgangsspannung. Aber währe es da nicht einfach den fehler "wegzurechnen" anstatt zu versuchen irgend einen unmöglichen* Widerstandswert zu suchen. Oder bin ich einfach zu blöd um das da zu verstehen?:( * zu einem sinnvollen Preis online als Fertigware zu kaufen
Johnny S. schrieb: > Oder bin ich einfach zu blöd um das da zu verstehen?:( Na ja... ;-) Nein, ich glaube nicht. > Das einzige was sich ändert, ist die Ausgangsspannung. Aber währe es da > nicht einfach den fehler "wegzurechnen" anstatt zu versuchen irgend > einen unmöglichen* Widerstandswert zu suchen. Wenn dir der Wandlungsfaktor egal ist, dann stimmt das. Linear will es aber korrekt wandeln, also genau 1:1 und nicht nur ungefähr - so richtig old school. Oder sie wollen zumindest auf den entstehenden Fehler hinweisen. Und sie setzen dabei still schweigend voraus, dass der geneigte Leser selbstverständlich auch andere Methoden zur Korrektur kennt und ggf. anwenden kann. Oder: Wenn er aus einer anderen als deiner Welt kommt und z. B. nur ein Multimeter hat, aber keinen Prozessor hinter dem IC, dann kann er nichts mehr rechnerisch korrigieren (außer im Kopf)! Oder: Wenn viele unterschiedliche Shunts von Hand umgeschaltet werden, müsste das der Prozessor erfahren, um den richtigen Korrekturfaktor zu verwenden. Das kostet eine extra Ebene im Schalter. (Ok, das muss er vielleicht sowieso wegen des Dezimalpunkts.) Ich finde auch, dass du dir selber widersprichst: > Das einzige was sich ändert, ist die Ausgangsspannung. Ja, genau! > Aber währe es da nicht einfach den fehler "wegzurechnen" Also bezeichnest du es sogar selber als Fehler, der korrigiert werden muss!
Ja eben, weil Linear es "Fehler" nennt. Das reale problem hier, ist ja das man kaum einen solchen Widerstand finden wird, wie er errechnet wird, also ist es wohl besser das auszurechnen.
Ist doch egal. So wie Du es siehst, hast Du recht. Linear wollte halt "explizit darauf hinweisen", weil (sagte schon Uwe) es auch Leute gibt, die ohne rechenpotente Zwischenstufe arbeiten. Also halt lieber mehrere Widerstände zusammenschalten, um "den" korrekten R zu haben, und auf einem Meßinstrument o.ä. ablesen, was stimmt. Ob Du´s glaubst, oder nicht - sowas gibt es...
Irgendwo habe ich vor längerer Zeit mal ein Excel-Sheet oder sowas gesehen, allein dazu gemacht, um bei Eingabe des gewünschten Widerstandwertes, außerdem der maximal "erlaubten Auflösung" (in diesem Fall also, bis zu welcher Reihe, maximal wäre E96, Widerstände verfügbar sind), und als dritte Eingabe der maximal erlaubten Abweichung des Ergebnisses (in %), dann die optimale Zusammenschaltung ergab, mit möglichst wenigen Widerständen. Saudämlich - ich hatte es mir damals nicht gespeichert, und nicht mehr gefunden.
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